Ist der Weg das Ziel und findet Kenshin etwas, um gegen die Todesgeister zu bestehen!
Nagashino V: Onryo – So rufen sie des Berges WindDer Schreibstil ist gut zu lesen und man kann sich gut in das doch etwas andere Szenario bzw. japanische Denk- und Lebensart einfanden. Man erlebt Abenteuer anderer Art und Reisen spiritueller Natur.
Das ...
Der Schreibstil ist gut zu lesen und man kann sich gut in das doch etwas andere Szenario bzw. japanische Denk- und Lebensart einfanden. Man erlebt Abenteuer anderer Art und Reisen spiritueller Natur.
Das Cover zeigt einen jungen Mann (Kenshin) mit einem Katana in der Hand – gerichtet gegen ein übergroßes lebendes Skelett (eine Szene, die sich auch im Roman findet). Auch die Schrift passt angenehm ins Gesamtbild und zieht sich durch die komplette Reihe – ein Wiedererkennungswert!
Fazit:
Der 4.Band spielt zeitlich direkt am Anschluss von Band 5 noch immer werden Kenshin, Kohana und Watanabe-San von den rachsüchtigen Totengeistern ihrer ehemaligen, jetzt toten, Feinde verfolgt. Gemeinsam gehen Kenshin und Watanabe-San auf das Herbstritual der Shugendo-Mönche. Es erwartet sie nicht nur eine spirituelle Reise, es entpuppt sich auch als eine äußerst entbehrungsreiche Wanderung zu den heiligen Bergen von Dewa. Denn beiden wird körperlich allerhand abverlangt.
Doch Kenshin nimmt die Strapazen auf sich, um sich für einen Kampf zu stärken, bei dem auch er selbst und alle, die ihn begleiten, ihr Leben verlieren können: die Fehde mit den rachsüchtigen Totengeistern ihrer einstigen Feinde. Diese verfolgen Kenshin und seine Gefährten immer noch mit ungebrochenem Hass. Und immer noch kämpfen sie nicht fair…
Auch dieser Band kann Leseri/nnen mit uns mit einem neuen spannenden Abenteuer überraschen. Interessant fand ich die Reise mit dem Mönch und den anderen Männern, entbehrungsreich – und doch gibt keiner auf – immer das Ziel vor Augen meint man. Aber hier scheint der Weg ein wichtiger Teil zu sein, um zu sich zu finden, den Alltag ausblenden zu können und sich nur auf das hier und jetzt einzulassen. Auch der Zusammenhalt der ganzen Gruppe sowie der Mönch, der sie anleitet und begleitet.
Kenshin und Kohana zeigen, wie perfekt sie über die Zeit der 500 Jahre hinweg ergänzen und lieben entgegen allen Hindernissen. Beide sind erwachsen geworden und tragen für sich und andere Verantwortung – ist die Situation auch noch so ausweglos und ein Erreichen des Zieles fraglich – gehen weiter zusammen mutig den gemeinsamen Weg. Kohana nutzt die Zeit von Kenhins Reise um sich über die Gefühle und ihre Zukunft klar zu werden, ein Leben ohne oder mit Kenshin, wie wir sie sich entscheiden.
Ein interessanter und verlässlicher Protagonist ist auch Watanabe-San immer an Kenshins Seite. Ein Protagonist, der den Leser/innen bestimmt auch an Herz gewachsen ist.
Ich fand den Folgeband, genauso wie die vorherigen Bände, sehr gelungen und Freunde der japanischen Kultur (die es sind oder noch werden wollen) werden begeistert sein. Persönlich fand ich es auch wunderbar, dass man so mehr über die Kultur und auch religiöse Anschauung und rituelle / spirituelle Reisen, erfährt. Man ist mittendrin und dabei, kann sich gut in die Situation und die Menschen versetzen. Man erlebt, wie nah Tod und Leben beieinander liegen können. Für mich steht fest ich will wissen, wie es weitergeht und vergebe für Band 5 volle 5 Sterne.