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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2025

Alles über Berge - echt spannend und kurzweilig

GIGANTISCHE BERGE
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Berge üben auf mich schon seit meiner Kindheit eine große Faszination aus. Natürlich waren es damals noch nicht die fernen Berge der Welt, sondern die deutschen Alpen im Familienurlaub. Aber die coolen ...

Berge üben auf mich schon seit meiner Kindheit eine große Faszination aus. Natürlich waren es damals noch nicht die fernen Berge der Welt, sondern die deutschen Alpen im Familienurlaub. Aber die coolen Bergsteiger, die so mutig jeden Gipfel erklimmen, fand ich auch damals schon sehr beeindruckend. Da war ja klar, dass ich irgendwann auch in den Bergsport einsteige. Es reicht zwar immer noch nur für die Alpen und das Bergwandern, aber dieses Buch wollte ich trotzdem unbedingt lesen.

Denn hier lernen schon Kinder ab 8 Jahren alles über die gigantischen Gipfel. Es werden Begrifflichkeiten erklärt und dann verschiedene bekannte Berge der ganzen Erde vorgestellt. Zu jeden der Berge geht das Buch darauf ein, wie er zuerst bestiegen wurde und von wem. Natürlich gibt es dann auch zu diesen Gipfel unterschiedliche wissenswerte Fakten, die in kleinen Textschnipseln und vielen bunten Bildern dargestellt werden.

All das macht es zu einem sehr kurzweiligen Leseerlebnis, bei dem auch wir Erwachsenen richtig viel lernen können. Von mir gibt es eine dicke Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Liebesroman mit moralischer Herausforderung

Unsere Suche nach Zärtlichkeit
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Dumont ist in der Mitte seines Lebens und widmet sich als ehrenamtlicher Telefonseelsorger denen, die jemanden zum Zuhören benötigen. Eigentlich ist er gut im Zuhören und darin, dennoch ausreichend Abstand ...

Dumont ist in der Mitte seines Lebens und widmet sich als ehrenamtlicher Telefonseelsorger denen, die jemanden zum Zuhören benötigen. Eigentlich ist er gut im Zuhören und darin, dennoch ausreichend Abstand zu halten. Doch als eines Tages eine einsame Frau anruft, berührt sie sein Herz und er macht sich auf den Weg dorthin, wo er glaubt, sie zu finden. Statt jener Frau findet er aber eine ganz andere Art von Leben und eine Bekanntschaft, die sein Herz wirklich berührt. Nur leider ist es mit dieser Frau nicht ganz einfach, sodass Dumont tief grübeln muss, wie er diese Liebe moralisch bewerten soll.
Dieser Liebesroman fühlte sich für mich ganz anders an, als die Liebesromane, die ich bisher gelesen habe. Doch so richtig konnte ich zuerst gar nicht greifen, warum das so ist. Natürlich sind die Protagonisten etwas älter, aber das war es nicht. Auch die Leichtigkeit, mit der sich Dumont und Florence kennenlernen, war nicht anders. Das, was jedoch gravierend anders war, ist die Schwere der Herausforderung, die zwischen den beiden steht. Und anders als in anderen Liebesromanen, in denen man immer möchte, dass die beiden Protagonisten eben diese Herausforderung überwinden und zueinanderfinden, kann man sich hier nicht so sicher sein. Das liegt nicht daran, dass ich Florence und Dumont als Paar nicht mochte, ganz im Gegenteil. Nein, das liegt daran, dass man als Leser moralisch bewerten muss, ob man es für vertretbar hält, dass die beiden zusammen sind. Diese moralische Bewertung fand ich total spannend und wirklich gut in die Handlung eingearbeitet. Ich möchte natürlich nicht zu viel verraten, aber ich habe die Geschichte sehr gerne gelesen und mochte die Gedankenspiele, die sich bei mir entwickelt haben, wie ich mich entscheiden würde, auch sehr.
Darüber hinaus hat mir auch die Entwicklung von Dumont wirklich gut gefallen. Denn in Brüssel wirkt er still, zurückgezogen, allein und in gewisser Weise auch grau und traurig. Dagegen taut er in Antibes richtig auf, sodass man ihn fast für einen jungen Mann halten könnte, der vor Lebensfreude sprüht. Das zeigt schön, welche Bedeutung der Autor der Liebes im Leben beimessen möchte und wie sie jeden verändern kann. Diese Botschaft überzeugt mich und ich möchte dieses Buch allen Fans von Liebesromanen ans Herz legen, die gerne mal eine andere Art von Liebesgeschichte lesen möchten. Von mir gibt es fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Die Tipps sind so gut, weil sie lebensnah und pragmatisch sind

Sag deiner Angst, sie kann gehen!
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Ich habe mal einen Spruch gelesen, dass Sorgen wie Nudeln sind, weil man sich immer zu viele machen würde. Hört sich lustig an, fühlt sich aber selten spaßig an, wenn man zu diesen Menschen gehört, auf ...

Ich habe mal einen Spruch gelesen, dass Sorgen wie Nudeln sind, weil man sich immer zu viele machen würde. Hört sich lustig an, fühlt sich aber selten spaßig an, wenn man zu diesen Menschen gehört, auf die das zutrifft. Mit Sorgen meine ich, dass man in die Vergangenheit blickt und sich sorgt, ob die Situationen oder Gespräche so verlaufen sind, wie gewünscht, oder Situationen interpretiert und von allen Seiten beleuchtet. Sorgen können aber auch Horrorvisionen für die Zukunft sein, oder eben Befürchtungen, die einen von etwas gänzlich abhalten. Nun kann man Sorgen durch Angst ersetzen oder durch Panik. In Summe meinen diese Begriffe alle ähnliche Gemütszustände, die sich nicht gut anfühlen, und bei jedem unterschiedlich stark auftreten.
Für meine doch manchmal übermäßigen Sorgen habe ich zu diesem Buch gegriffen und mich von den der pragmatischen Herangehensweise überzeugen lassen. Denn hier gibt es zwar einleitend ein bisschen Basiswissen zu Angst und unserem Nervensystem, doch dann verlassen wir die Theorie ganz schnell wieder. Stattdessen berichtet uns die Autorin in 33 Sätzen, was ganz praktisch helfen kann und was auch bei ihrer Angststörung gewirkt hat. Natürlich fand ich zu meinen Sorgen nicht alle Sätze passend. Wenn man dieses Buch aber wie einen Bauchladen betrachtet, aus dem man sich herausnimmt, was einem hilfreich für die eigene Situation erscheint, dann war für mich schon vieles dabei.
Nicht nur die praktische Herangehensweise und die Tipps haben mir gefallen, sondern auch der gute Aufbau der Kapitel. Denn jeder der 33 Sätze startet mit einleitenden Sätzen, die Beispiele aus dem Leben der Autorin enthalten oder die erklären, wie dieser Satz im täglichen Leben zu verstehen ist. Danach gibt es immer eine Erläuterung, wie der Satz im Alltag helfen kann und warum. Anschließend wird dann die Umsetzung als Schritt-für-Schritt-Anleitung präsentiert. So kann man sich direkt überlegen, wie man das Gelesene nutzen kann. Ergänzt werden die Sätze durch Bonuskapitel, in denen hilfreiche Tools vorgestellt werden, die man sowohl in Akutsituationen als auch in der langfristigen Entwicklung einsetzen kann.
Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen und ich konnte einiges für mich mitnehmen. Wer sich also gerne mal nicht nur zu viele Nudeln macht, sondern eben auch zu viele Sorgen, kann hier viel für ein sorgenfreieres Leben lernen.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Eine Zukunft in separaten Siedlungen in ständiger Ungewissheit

Schweben
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Ein Roman über die Zukunft. Bei solchen Erzählungen kommt es mir darauf an, dass es mich einerseits fesseln kann mit einer Zukunft, die ich so nicht vorausgeahnt hätte. Andererseits darf es mir aber auch ...

Ein Roman über die Zukunft. Bei solchen Erzählungen kommt es mir darauf an, dass es mich einerseits fesseln kann mit einer Zukunft, die ich so nicht vorausgeahnt hätte. Andererseits darf es mir aber auch nicht zu abgedreht und unrealistisch vorkommen. Schweben hat die Balance gut gefunden.
Wir lernen eine Frau kennen, deren Job es ist Begegnungen zu erschaffen. Sie schlüpft quasi in die Rolle von Menschen, die ihre Familie oder ihren Partner verlassen haben, und verkörpert für die Verlassenen die verlorene Person. Das hat sie so perfektioniert, dass sie sich selbst gar nicht mehr kennt. Sie ist unsere Protagonistin und nimmt uns mit in das zukünftige Leben auf der Erde. Denn die Menschheit hat festgestellt, dass die ständige Vernetzung von allem, nichts Gutes gebracht hat, sodass die Menschen nun in voneinander getrennten Siedlungen leben, die sie weder verlassen noch wechseln dürfen. Über diesen Umstand darf aber nicht gesprochen werden und Menschen ist es verboten, zurückzublicken oder sich hervorzutun, um mehr Besitz anzuhäufen. Auch das Klima wird am Rande angerissen und ist nach einer großen Hitze in einer starken Kälte geendet.
Diese Vision der Zukunft hat mich fasziniert und gleichzeitig gegruselt, weil alles so anonym zugeht und sich auch nicht herauslesen lässt, was passiert ist, dass die Welt so geworden ist. Insgesamt transportiert dieses Buch eine düstere Stimmung und schafft es, ein Misstrauen gegenüber allen Personen der Handlung zu erschaffen. Dadurch, dass über so viele Themen nicht gesprochen werden darf, weiß man nicht, wem man trauen kann. Das wenige Sprechen sorgt dann dafür, dass man sich viele Entwicklungen nicht erklären kann und es fühlt sich so an, als würde die Protagonistin in ständiger Ungewissheit und Unsicherheit leben. Bei mir hat das für eine permanente Spannung gesorgt und ich habe mir mit jeder Seite versucht, mehr zusammenzureimen. Hinzu kommt noch der besondere Sprachstil, der mich wirklich gefesselt hat.
Ich habe dieses Buch wirklich gerne gelesen und ich mochte das sehr symbolische Ende, was nach meinem Verständnis jeder Leser für sich selbst interpretieren kann.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Knistern, Lachen und unvorhersehbares Ende - alles dabei

Strandkorbbriefe
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Merle ist Polizistin und nach einem Dienstunfall, bei dem sie angeschossen wurde, nicht mehr dieselbe. Sie verkriecht sich, hat Angstzustände und tut sich sehr schwer, wieder in ihr normales Leben zurückzufinden. ...

Merle ist Polizistin und nach einem Dienstunfall, bei dem sie angeschossen wurde, nicht mehr dieselbe. Sie verkriecht sich, hat Angstzustände und tut sich sehr schwer, wieder in ihr normales Leben zurückzufinden. Als ihre Mutter, ihre Tante und ihre Cousine ihr dann von einem anonymen Liebesbrief in der lokalen Tageszeitung erzählen, der an sie gerichtet sein könnte, ist sie sofort skeptisch. Doch so nach und nach wächst der Wunsch nach ein bisschen Liebe in ihr und sie sehnt sich nach einem Partner - vielleicht ist er anonyme Briefeschreiber ja wirklich ein glühender Verehrer, bei dem sie diese Nähe finden könnte. Es beginnt eine lustige Rätselraterei, die Merle aus der Reserve lockt.

Bei dieser eigenartigen Schnitzeljagd nach Merles Verehrer begegnen wir nicht nur allen Exfreunden und Knutschpartnern aus Merles Vergangenheit. Sie muss sich auch mit dem Journalisten Bastian herumschlagen. Von ihm erhofft sie sich, Informationen zu dem anonymen Schreiber, der sein Werk ja an die Redaktion der Zeitung gesandt hat, zu bekommen. Bei diesem hin und her wird es sehr oft sehr lustig, aber auch emotional und natürlich kommt das Knistern auch nicht zu kurz. Diese Mischung hat mir ausgesprochen gut gefallen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen.

Merle war mir von Anfang an sympathisch. Sie zeigt sich anfangs sehr verletzlich, doch findet immer mehr zu ihrer Stärke zurück. Besonders die Situationen mit ihren Exfreunden fand ich oft schreiend komisch und mochte, wie sie damit umgegangen ist. Die Spannungen zu Bastian fand ich ebenfalls sehr unterhaltsam. Denn auch Bastian ist ein lustiger Typ, bei dem die ernsten, guten Absichten schnell durchblitzen konnten. Das Knistern, was dann irgendwann entstand war total echt und spürbar transportiert, sodass ich richtig in die Geschichte eintauchen konnte und es sehr genossen habe.

Und obwohl es sich um einen Liebesroman handelt, bei dem die Wendungen und vor allem das Ende meistens gut vorhersehbar sind, musste ich meine Theorie, wie es wohl weitergeht, sehr oft korrigieren. Das hat die Spannung oben gehalten und ich war auf jeder Seite gleich neugierig, wie es sich wohl entwickeln könnte. Das mochte ich sehr.

Auch dass Marie Merburg uns in Strandkorb Briefe ein Wiedersehen mit den Hauptfiguren aus dem ersten Teil Nordseesterne beschert hat, fand ich super. Denn so sehen wir Luisa, die Merles Cousine ist, ihren Freund Holger und ihre Mutter wieder und erfahren nebenbei, wie es für sie weiterging. Das hat die Geschichte für mich noch tiefer gemacht und ich hatte sofort eine Bindung zu den Figuren und der Handlung. Für alle, die den ersten Teil aber nicht gelesen haben, funktionieren die beiden Bücher auch unabhängig voneinander.

Ich bin sehr begeistert von diesem Liebesroman mit Urlaubsfeeling und garantierten Lachern und kann ihn nur wärmstens weiterempfehlen.

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