Profilbild von CynthiaM94

CynthiaM94

Lesejury Star
offline

CynthiaM94 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit CynthiaM94 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2025

Richtig heftig

Die Schwester des Serienkillers
1

Ich mag die Reihe von Alice Hunter super gerne, vor allem weil die Bücher immer einen überraschenden psychologischen Twist an sich haben und ich jedes Mal versuche diesen vorherzusehen. Bis jetzt scheitere ...

Ich mag die Reihe von Alice Hunter super gerne, vor allem weil die Bücher immer einen überraschenden psychologischen Twist an sich haben und ich jedes Mal versuche diesen vorherzusehen. Bis jetzt scheitere ich aber jedes Mal kläglich- und ich liebe es. Das gibt den Büchern in meinen Augen nochmal einen besonderen Kick.

Ich finde von allen bisherigen Bänden ist dieser bisher für mich der brutalste und auch der gruseligste, bin aber auch überhaupt kein Fan dieser Art fieser Kinderreime- da bekomm ich echt Gänsehaut. Es gibt drei Erzählperspektiven: Anna in der Gegenwart, Anna in der Vergangenheit und die Täterperspektive. Mir war super lange überhaupt nicht klar, wie die Ereignisse zusammenhängen könnten, aber die Auflösung war einfach super.

Das Ende kommt sehr überraschend, die Ereignisse überschlagen sich dann recht schnell und tatsächlich habe ich da auch noch ein paar wenige offene Fragen. Aber insgesamt fand ichs wieder großartig konstruiert und die Enthüllung am Ende super unerwartet. Generell fand ich das Buch wieder spannend und wendungsreich. Es hat einfach Spaß gemacht, das Buch zu lesen.

Ich finde die Reihe wird von Buch zu Buch besser, hier gab es aus meiner Sicht keine Längen und kaum was zu meckern. Echt top

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2025

Ein ungewöhnliches Leben

Pearly Everlasting
0

Ich liebe Geschichten über ungewöhnliche, besondere Freundschaften und was könnte da besser passen als die Freundschaft und tiefe Verbundenheit zwischen einem Mädchen und einem Bären. Ich hab am Anfang ...

Ich liebe Geschichten über ungewöhnliche, besondere Freundschaften und was könnte da besser passen als die Freundschaft und tiefe Verbundenheit zwischen einem Mädchen und einem Bären. Ich hab am Anfang noch gedacht, die Geschichte gibt so Dschungelbuch-Vibes- ein wilder, ungezähmtes Leben, endlose Freiheit und ein unkonventioneller Lebensstil. Teilweise trifft das auch zu, aber die Geschichte ist ernster, tiefgründiger und ein Stück weit auch eher melancholisch angelegt. Es ist auch eine Geschichte von Entbehrung und Verlust, von der Unbarmherzigkeit der Natur und der Menschen.

Das Setting fand ich interessant angelegt: ein Holzfällercamp in Kanada, wo Pearly und ihre Schwester mit den Eltern leben. Der Vater selbst arbeitet als Koch im Camp und die Mutter hat sich einen Status als Heilerin/ weise Frau erarbeitet. Die Lebensbedingungen werden plastisch geschildert, man bekommt ein gutes Gespür davon, wie reich und arm zugleich diese Art zu Leben ist.

Es ist eine ruhige Geschichte von nicht greifbarer Schönheit. Die Verbindung zwischen Pearly und Bruno lässt einem das Herz schwer werden, vor allem als die beiden, abgeschnitten von ihrer Heimat, auf sich allein gestellt sind. Es geht viel auch um die Weggefährten, die Pearly begleiten, die Menschen, die nicht wegsehen und ihr beistehen und die alle auf ihre Art auch besonders sind. Vor allem die Gegensätze zwischen dem zivilisierten Leben und dem Camp fand ich sehr eindrücklich dargestellt, was sich auch in Pearly und ihrer Schwester widerspiegelt. Die eine träumt von Modekatalogen und die andere vom Durchstreifen des Waldes mit ihrem Bärenbruder.

Der Geschichte wohnt eine zarte Melancholie inne und hat mich stellenweise wirklich ergriffen. Natürlich sollte man derartige Geschichten nicht verklären und romantisieren, denn ein Bär gehört genauso wenig in ein Holzfällercamp, wie ein kleines Mädchen ein Maskottchen ist. Aber für einen fiktiven historischen Roman fands ich sehr gelungen und man kann sich gut vorstellen, dass die Geschichte so ähnlich irgendwo zugetragen haben könnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2025

Richtig, richtig gut

The Surf House
0

Mit Büchern von Lucy Clarke ist das für mich immer so eine Sache: die letzten beiden beim dtv-Verlag erschienenen Bücher fand ich sehr durchwachsen, während die aus dem Piper Verlag richtig stark waren. ...

Mit Büchern von Lucy Clarke ist das für mich immer so eine Sache: die letzten beiden beim dtv-Verlag erschienenen Bücher fand ich sehr durchwachsen, während die aus dem Piper Verlag richtig stark waren. Aber dieses hier? Oh mein Gott, so gut. Für mich vielleicht sogar eines der besten die ich bisher von der Autorin gelesen habe.

Zum Inhalt: Bea will eine Auszeit von ihrem stressigen, durchgetakten Leben als Model nehmen und beschließt, sich eine Auszeit in Marokko zu gönnen. Doch als sie in den Straßen von Marrakesch überfallen wird, steht sie plötzlich ohne alles da. Zum Glück hilft ihr eine Fremde und bietet ihr an, in ihrem Surfhouse zu bleiben. Was sich paradiesisch anhört, entpuppt sich schnell als ein Ort voller Geheimnisse.

Die Geschichte baut sich eher langsam auf, ist aber von Beginn an unterschwellig aufgeladen und vielschichtig. Das ganze Umfeld in Marokko ist, obwohl landschaftlich idyllisch, eher unangenehm aufgeladen. Und schnell bahnt sich an, dass an diesem wilden, schönen Ort nicht alles so sorglos und friedlich ist, wie es scheint.

Ich fand super, dass es Rückblenden in die Zeit vor einem Jahr gibt, in denen die Ereignisse rund um Savannahs mysteriöses Abtauchen näher beleuchtet werden. Die sind wirklich stimmungsvoll angelegt und tragen viel zur besorgniserregenden Atmosphäre bei. Generell gab es in dieser Geschichte nicht unbedingt einen Sympathieträger, alle Figuren sind sehr Ich-fokussiert und auf ihren persönlichen Vorteil bedacht. Selbst Bea habe ich nicht unbedingt als ansprechend empfunden, aber zumindest ihren Drang zu helfen und Licht ins Dunkel der Ereignisse zu bringen, fand ich sehr interessant und ansprechend.

Die letzten circa 100 Seiten waren absolut nervenaufreibend. Hier wurde ja nochmal unfassbare Spannung aufgebaut. Die Auflösung und Erklärung fand ich insgesamt richtig stimmig und absolut mitreißend. Hat mir richtig gut gefallen. So Showdown sind normalerweise nicht unbedingt mein Ding, aber hier hast echt gut reingepasst.

Toller Urlaubs-Thriller!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2025

Chaotisch und so so witzig

Greta & Valdin
0

Diese Geschichte ist bunt, laut und chaotisch, aber voller witziger, herzlicher und liebenswerter Figuren, die mir das Herz schwer gemacht und meine Augen mit Lachtränen gefüllt haben. Eine wahnsinnig ...

Diese Geschichte ist bunt, laut und chaotisch, aber voller witziger, herzlicher und liebenswerter Figuren, die mir das Herz schwer gemacht und meine Augen mit Lachtränen gefüllt haben. Eine wahnsinnig tolle Geschichte.

Zum Inhalt: die Geschwister Greta und Valdin leben in einer WG. Während Greta noch an der Uni, unglücklich in eine Kommilitonin verliebt ist und nicht weiß, was sie mit ihren Leben anstellen soll, ist Valdin studierter Physiker, der nun einen Reiseblog hat und noch an seinem deutlich älteren Ex hängt. Gemeinsam gehen sie durch die Höhen und Tiefen des Lebens.

Ich mochte, wie vielfältige die Charaktere angelegt waren. Es gab verschiedene Migrationshintergründe, Sexualitäten, Beziehungs- und Lebensmodelle, wodurch eine große Bandbreite an sozialen und zwischenmenschlichen Themen abgedeckt wurde. Im Fokus stehen natürlich die Geschwister Greta und Valdin und ich mochte die zwischen ihnen wechselnden Erzählperspektiven. Denn obwohl sie sich in vielen Dingen sehr ähnlich sind, stehen sie doch an sehr unterschiedlichen Punkten im leben.

Es geht viel um die Liebe im Allgemeinen, ihre Facetten und Spielarten, aber auch um Liebeskummer, das Gefühl nicht reinzupassen, um Familie, Freundschaften und Selbstverständnis. Das alles macht diese Geschichte wunderbar warmherzig und nahbar.

Ich muss ja gestehen, dass ich mein Herz ein bisschen an Valide verloren habe. Ich hab zwischendurch Tränen gelacht als dieser hinreißende, teilweise sozial unbeholfene Junge sein Glück findet.

Ich hatte großen Spaß mit diesem Buch, dass sich fantastisch liest und zu unterhalten weiß. Gleichzeitig regt es durch die facettenreiche Handlung auch zum Nachdenken an. Hat mir richtig gut gefallen, aus dieser Geschichte kann man viel für sich selbst mitnehmen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.03.2025

Hatte alles, was gute Fantasy braucht

Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood
0

Ich mag ja so nordische Mythologie und Geschichten, die an die Normannen und deren Götter angelehnt total gerne. Und dieses Buch hat das einfach fantastisch eingefangen: starke Frauenfiguren, Göttergaben, ...

Ich mag ja so nordische Mythologie und Geschichten, die an die Normannen und deren Götter angelehnt total gerne. Und dieses Buch hat das einfach fantastisch eingefangen: starke Frauenfiguren, Göttergaben, wilde Kriege und heldenhafte Schicksale. So, so gut, ich brauche jetzt ganz schnell den zweiten Band!

Ich finde die Schildmaid an sich schon eine super interessante Figur und liebe es, wie diese sagenumwobene Kriegerin in Büchern und Filmen adaptiert wird. Und Freya füllt diese Rolle einfach grandios aus. Sie ist eine starke Protagonistin, mit der man sich identifizieren und mit der man mitfiebern kann. Und obwohl sie ihr Schicksal oft nicht in der eigenen Hand hat, beugt sie sich diesem nicht, was sie zu einer beeindruckenden Figur macht, die mich total abgeholt hat.

Die Geschichte ist unglaublich packend und wendungsreich, voller Intrigen und Geheimnisse. Es ist nie ganz klar welche Interessen die einzelnen Parteien verfolgen und wem zu trauen ist. Und das macht die Story so mitreißend, dass man das Buch nicht weglegen will bevor man weiß wie es ausgeht.

Das Buch hat für mich alles: einen interessanten Plot mit vielen Twist zu den göttlichen Verstrickungen, eine coole Protagonistin mit starken Gewissenskonflikten und eine Lovestory, die nicht zu viel Raum einnimmt. Für mich ein Fantasy-Highlight

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere