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Veröffentlicht am 08.07.2025

Atmosphäre

Atmosphere
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Eine Frau bewirbt sich für das Space-Shuttle-Projekt der Nasa. Das klingt doch wirklich gut. Und ich mag die Autorin Taylor Jenkins Reid. Also war ich wirklich freudig gespannt auf Atmosphere.

Die Geschichte ...

Eine Frau bewirbt sich für das Space-Shuttle-Projekt der Nasa. Das klingt doch wirklich gut. Und ich mag die Autorin Taylor Jenkins Reid. Also war ich wirklich freudig gespannt auf Atmosphere.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Und das ist für mich der größte Haken. Denn wieder einmal ist es bei dieser Art der Erzählstrategie bei mir passiert, dass ich den einen Strang toll fand, den anderen aber eher langweilig. Und ich hoffte immer darauf, dass die Zeitebene sich wieder änderte. So was finde ich schade, denn da wird das Lesen etwas unbefriedigend.

Also es ist eine interessante Geschichte mit mehr als einer starken Heldin. Aber es war für mich nicht ihr bestes Buch und es konnte nicht all meine Hoffnungen erfüllen. Das ist vielleicht jammern auf hohem Niveau aber wie gesagt. Es hat mir gefallen und ich bleibe ein Fan der Autorin.

Veröffentlicht am 11.05.2025

schön geschrieben

Stromlinien
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Titel und Cover von "Stromlinien" von Rebekka Frank haben mich magisch angezogen.

Im Mittelpunkt stehen die Zwillinge Enna und Jale. Sie leben bei ihrer Großmutter in den Elbmarschen. Die Mutter Alea ...

Titel und Cover von "Stromlinien" von Rebekka Frank haben mich magisch angezogen.

Im Mittelpunkt stehen die Zwillinge Enna und Jale. Sie leben bei ihrer Großmutter in den Elbmarschen. Die Mutter Alea ist im Gefängnis und die Mädchen haben keinen Kontakt zu ihr.

Gefallen hat mir von Anfang an der Erzählstil, der schöne Bilder im Kopf zeichnet, der die Natur, die Tiere, das Leben dort sehr gut beschreibt. Der Vergleich mit "Der Gesang der Flusskrebse" liegt auch wenn die Mädchen hier weniger alleine sind. So sind sie doch unangepasst und tun sich schwer damit, dass die Mutter sie scheinbar verlassen hat. Auch, als sie aus dem Gefängnis kommt, bessert sich die Beziehung nicht. Warum war sie im Gefängnis? Und wohin verschwindet plötzlich die eine der Schwestern.

Es gibt viel zu rätseln in diesem Buch. Die Darsteller sind spröde und keiner redet mit dem anderen. Das ist manchmal etwas schwer erträglich beim Lesen. Dennoch eine schöne Familiengeschichte mit ganz viel Lokalflair.

Veröffentlicht am 11.05.2025

empfehlenswert

Lyneham
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Endlich mal wieder ein SF-Roman, der mir gut gefallen hat. Es war mein erstes Buch von Nils Westerboer. Das Cover ist cool auch wenn man es im ersten Augenblick auch für Fantasy halten könnte.

Hauptdarsteller ...

Endlich mal wieder ein SF-Roman, der mir gut gefallen hat. Es war mein erstes Buch von Nils Westerboer. Das Cover ist cool auch wenn man es im ersten Augenblick auch für Fantasy halten könnte.

Hauptdarsteller ist der zwölfjährige Henry Meadows der mit seinem VAter die sterbende Erde verlassen muss und nach Perm reist, wo sie die Hoffnung auf eine neue Welt haben. Die Mutter bleibt auf der Erde zurück und reist später mit einem neumodischen Antrieb hinterher. Der Antrieb ist aber um einiges schneller als der ihrer Familie und so kommt sie VOR Mann und Sohn auf Perm an. Dieser Kniff ist wirklich unterhaltsam. Er ermöglicht zwei sehr unterschiedliche Perspektiven.

Als Henry und sein Vater auf Perm ankommen ist nichts wie erhofft. Und die Mutter ist auch nicht da. Erst nach und nach erfährt man als Leser was passiert ist. Davor gibt es jede Menge, neuer Planet, neue Herausforderungen, ethnische Probleme, Überlebenskampf. Das hat mir alles gut gefallen.

Es gibt ein paar kleine Längen aber ich empfehle das Buch gerne weiter.

Veröffentlicht am 30.03.2025

Frauen, die Freiheit suchen

Im Wind der Freiheit
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Ich kann mich meinen VorrezensentINNen eigentlich nur anschließen. Das Buch spielt Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals wurden die ersten Schritte der Menschen in die Demokratie und damit auch der Frauen ...

Ich kann mich meinen VorrezensentINNen eigentlich nur anschließen. Das Buch spielt Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals wurden die ersten Schritte der Menschen in die Demokratie und damit auch der Frauen in ein selbst bestimmtes Leben geführt. Dabei vermischt Tanja Kinkel in gewohnt routinierter Art Fiktives mit Realem.

Das Leben der aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Susanne ist geprägt von Ausbeutung, Unterdrückung und einem nie endenden Überlebenskampf. Ihr Schicksal verfolgt man mit dem Wissen, dass sie nie aus ihren Zwängen herauskommen wird. Ihr gegenüber gelingt es der Schriftstellerin Louise Otto wenigstens teilweise, auszubrechen aus den für Frauen bestehenden Normen und immer wieder zu zeigen, dass gegen die landläufige Meinung Frauen durchaus Hirn und Verstand wie die Männer haben und dass Frauen nicht nur in der Ehe und mit Kindern ihre Erfüllung finden können.

Ein Roman, nach dessen Genuss man als Frau froh ist, dass man in der Gegenwart lebt und die Stauen macht, was Frauen tatsächlich schon alles geschafft haben auf dieser Welt und dass wir uns das auch nicht wieder nehmen lassen sollten.

Veröffentlicht am 05.01.2025

wunderbar

Als wir im Schnee Blumen pflückten
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Die vielen positiven und interessanten Rezensionen haben mich neugierig gemacht auf den Roman "Als wir im Schnee Blumen pflückten".

Die Autorin schreibt auf eine sehr lyrische Art und ich hatte ganz deutlich ...

Die vielen positiven und interessanten Rezensionen haben mich neugierig gemacht auf den Roman "Als wir im Schnee Blumen pflückten".

Die Autorin schreibt auf eine sehr lyrische Art und ich hatte ganz deutlich den Eindruck, die fremde Kultur der Samen spricht in jeder Seite zu uns. Das ist, neben der emotionalen Story wirklich eine sehr intensive Art zu erzählen, die mich nach und nach immer mehr berührt hat.

Die Geschichte wird langsam und richtig genüßlich erzählt. Alle Facetten der Personen, deren Leben, deren Gefühle aber auch die Kultur des Landes, der Eltern spielen eine große Rolle.

Schön ist auch, dass trotz der intensiven und oft dramatischen Tiefe auch die Leichtigkeit Raum bekommt und so das Lesen keine schlechten Gefühle macht sondern einfach das Leben mit all ihren Facetten wiederspiegelt.

Ein Buch, das nachhallt und zum Nachdenken bringt. Wunderbar.