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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2025

Keine lockere RomCom

Just for the Summer
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"Just for the Summer" von Abby Jimenez ist ein Buch, mit mehr Tiefgang und ernsteren Themen als man vielleicht erwarten würde. In diesem Buch hat wirklich jeder Protagonist sein Päckchen zu tragen und ...

"Just for the Summer" von Abby Jimenez ist ein Buch, mit mehr Tiefgang und ernsteren Themen als man vielleicht erwarten würde. In diesem Buch hat wirklich jeder Protagonist sein Päckchen zu tragen und besonders die Familienkonstellationen sind sehr im Fokus.

Abby Jimenez schafft es aber trotzdem etwas Humor und Lockerheit in die Geschichte zu bringen – was allerdings an manchen Stellen auch etwas gewollt wirkt. Der Schreibstil ist dennoch sehr angenehm und die Gefühle und Emotionen der Protagonisten werden gut widergespiegelt. Besonders Emma fühlt man sich besonders nah, weil ihre Erlebnisse und ihre komplizierte Beziehung zu ihrer Mutter gut aufgearbeitet werden. Auch in ihrem Job als Krankenschwester geht sie voll auf.
Bei Justin und seinen Gefühlen war es dagegen nicht unbedingt immer so nachvollziehbar. Dafür fand ich seinen Hund super, der auch immer wieder Erwähnungen findet.
Nicht zu vergessen, sind aber auch die Freunde von Emma und Justin, die immer zu ihnen stehen und keine unwichtigen Rollen einnehmen.

Man erlebt viel mit den Protagonisten, aber a manchen Stellen wird einfach etwas zu viel gewollt, sodass die Gesamtsituation etwas aus dem Gleichgewicht gerät. Gerade wenn die Geschichte wieder sehr ernst wird, wird versucht irgendwie wieder da rauszukommen und das mit Humor, der dann vielleicht nicht ganz so passend ist.

Alles in allem hat mir die Geschichte von Emma und Justin trotzdem gut gefallen, und das auch wegen der Bandbreite an verschiedenen Charakteren, die man kennenlernt. Es ist nicht immer alles so einfach wie es scheint, vor allem wenn es so aussieht, als hätte man nur eine bestimmte Zeit, die man miteinander verbringt.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Ein besonderes Leben

Great Big Beautiful Life
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Mit "Great Big Beautiful Life" lernen wir Emily Henry mal von einer anderen Seite kennen. Denn diese Geschichte ist keinesfalls eine RomCom, wie man sie von ihr kennt. Zwar liegt auch in dieser Geschichte ...

Mit "Great Big Beautiful Life" lernen wir Emily Henry mal von einer anderen Seite kennen. Denn diese Geschichte ist keinesfalls eine RomCom, wie man sie von ihr kennt. Zwar liegt auch in dieser Geschichte ein Fokus auf der Beziehung unserer Hauptprotagonisten Alice und Hayden, aber im Vordergrund steht etwas anderes: Die Geschichte von Margaret Ives.

So gibt es zwischen Szenen von Hayden und Alice immer wieder längere Interviewphasen und Rückblicke in das Leben von Margaret. Emily Henry gelingt es eine interessante Abwechslungsreiche Story zu erschaffen, die die Protagonisten immer wieder in einem anderen Licht erstrahlen lässt. Dennoch gab es so manche Längen in der Handlung, wodurch der Unterhaltungsfaktor nicht mehr so hoch war und die Abwechslung gefehlt hat.
Am Ende hielt die Story allerdings doch noch eine Überraschung bereit, die nicht unbedingt zu erwarten, aber durchaus logisch war.

Durch ihren Schreibstil zeichnet Emily Henry auch hier die Protagonisten sehr Facettenreich. Emotionen und Gefühle kommen authentisch rüber und durch die Beschreibungen des Settings fühlt sich alles gleich sehr lebendig an. Die Bewohner von Little Crescent Island sorgen ebenfalls dafür, dass die Geschichte noch ausdrucksstärker und bunter wird.
Generell ist ein großes Gefühl von Zusammenhalt zu spüren, das immer wieder auftaucht.

Schlussendlich hat mir auch diese Geschichte von Emily Henry wieder gezeigt, wieso ich sie liebe. Zwar gab es die ein oder andere Länge, aber dieses Knistern und diese ganz besonderen Beziehungen zwischen den Protagonisten, lassen auch dieses Buch wieder zu etwas einzigartigem werden.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Voller Zynismus und Sarkasmus

Geht so
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"Geht so" von Beatriz Serrano ist ein Roman, der sein Facettenreichtum erst im Laufe der Zeit offenbart. Mit einer Protagonistin, die kein Blatt vor den Mund nimmt, ergibt sich so eine durchaus interessante ...

"Geht so" von Beatriz Serrano ist ein Roman, der sein Facettenreichtum erst im Laufe der Zeit offenbart. Mit einer Protagonistin, die kein Blatt vor den Mund nimmt, ergibt sich so eine durchaus interessante Geschichte. Doch ist es wirklich nur eine fiktive Geschichte und geht es nicht vielen so wie Marisa?

Doch zuerst der Schreibstil: Hier wird definitiv nicht an zynischen Bemerkungen und Sarkasmus gespart. Es werden wichtige Themen rund um das Arbeitsleben thematisiert und dennoch kommt der Humor nicht zu kurz. Die Geschichte generell ist authentisch und ehrlich. Es wird nichts beschönigt und wenn etwas schlecht läuft, dann ist das eben auch so. Der Job im Büro ist dann eben ein blöder Job und dann lenkt man sich halt mit YouTube ab, wenn nichts zu tun ist.

Mit Marisa findet sich zudem die perfekte Protagonistin für das gesamte Setting. Den Arbeitsausflug aus ihrer Perspektive zu sehen? Definitiv ein Erlebnis. Doch es geht nicht immer nur um die Arbeit, sondern auch mal um die Männer, die ihr begegnen.
Es ist definitiv ein einzigartiges Erlebnis, auch wenn sich manche Dinge etwas repetitiv angefühlt haben und der Sarkasmus doch an manchen stellen too much war.
Es ist allerdings eine Empfehlung für alle, die sich mal an etwas Neues wagen möchten und vor einer etwas sehr ehrlichen Protagonistin nicht zurückschrecken

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Voller Höhen und Tiefen

Beneath Broken Skies
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"Beneath broken skies" von Anna Savas ist ein Buch, das eine emotionale Achterbahnfahrt bereithält. Maddie und Wes begleiten wir durch alle möglichen Höhen und Tiefen und erleben ihr erstes Zusammentreffen ...

"Beneath broken skies" von Anna Savas ist ein Buch, das eine emotionale Achterbahnfahrt bereithält. Maddie und Wes begleiten wir durch alle möglichen Höhen und Tiefen und erleben ihr erstes Zusammentreffen seit sechs Jahren. In einem Setting voll mit Büchern, mitten im Herzen von London ergibt sich eine Geschichte, die schlussendlich die ein oder andere Frage unbeantwortet lässt.

Der Schreibstil von Anna Savas ist wirklich angenehm und die Emotionen und Gefühle werden gut widergespiegelt, so dass man eine gewisse Nähe zu den Protagonisten aufbauen kann. Durch die wechselnden Perspektiven wird das Ganze noch etwas intensiver. Besonders Maddie lernt man dadurch genauer kennen. Wir erfahren ihre Ängste, ihre familiäre Vergangenheit und wieso sie Bücher so liebt.
Wes dagegen ist besonders zu Beginn des Buches sehr verschlossen und über ihn und seine Familienverhältnisse erfährt man erst im Laufe der Zeit immer mehr. Besonders die Beziehung zu seinem Bruder Adam wirft brisante Fragen auf und lässt sich auch am Ende des Buches nur schwierig erklären.

Die Kommunikation zwischen Wes und Maddie dagegen lässt sich eigentlich nur als „Misscommunication“ beschreiben, denn richtig miteinander kommuniziert haben beide nicht. Und ich bin wirklich kein Fan davon. Viele Dinge hätten sich viel entspannter klären lassen, wenn beide einfach miteinander gesprochen hätten. Auch die spicy Szenen waren meiner Ansicht nach, nicht immer nötig. Ebenfalls hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass manche Ideen aufgegriffen, aber nicht richtig zu Ende gedacht wurden. So blieb ein wenig Potenzial auf der Strecke. Auch habe ich mir erhofft, dass meine Fragen beantwortet werden – dies ist leider nur zum Teil geschehen.
Trotz dieser Dinge hatte ich dennoch eine gute Zeit beim Lesen und bin immer tiefer in die Verlagswelt abgetaucht. Hier kann man durchaus noch das ein oder andere lernen und die kleinen Eastereggs wurden gut in die Geschichte eingearbeitet.

Schlussendlich habe ich mir an der ein oder anderen Stelle mehr von dieser Geschichte und diesem Buch erhofft, gerade weil es zwischendurch seine Längen hatte und am Ende alles auf einmal kam. Band zwei werde ich dennoch lesen, denn die Geschichte war keinesfalls schlecht und es gibt ein paar Dinge, die ich unbedingt wissen muss!
Es ist eine Empfehlung für alle, die sich nicht an Misscommunication stören und eine Geschichten mit Verlagssetting lieben.

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Veröffentlicht am 16.01.2025

Voller Überraschungen

Hug me, Mr. Grinch
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„Hug me Mr. Grinch“ von Amelia Lemon ist ein Buch, das die eine oder andere Überraschung bereithält. Man begegnet Charakteren, die auf den ersten Blick vielleicht etwas oberflächlich erscheinen, doch immer ...

„Hug me Mr. Grinch“ von Amelia Lemon ist ein Buch, das die eine oder andere Überraschung bereithält. Man begegnet Charakteren, die auf den ersten Blick vielleicht etwas oberflächlich erscheinen, doch immer mehr Tiefen offenbaren. Es entwickeln sich Freundschaften, die man nicht erwartet hat und am Ende entsteht doch etwas recht besonders.

Es muss gesagt sein, dass für diese Geschichte mit der Weihnachtszeit und New York das perfekte Setting gewählt wurde. Dieses schnelllebige in Verbindung mit dem gemütlichen der Weihnachtszeit hat einfach sehr gut harmoniert. Ebenfalls ist der Schreibstil sehr angenehm, was besonders durch die einfache Sprachwahl beeinflusst wurde. Wenn man einmal in der Geschichte drin ist, dann kommt man nicht so schnell wieder raus.
Dennoch hat sich die Geschichte an manchen Stellen etwas gezogen und hat repetitiv gewirkt. Verwundert hat mich dies allerdings nicht, da die Geschichte wirklich ziemlich schnell an Tempo gewinnt und ich mich schon nach wenigen Seiten gefragt habe, was denn jetzt noch alles passieren soll. Aber ja, es passiert trotz mancher Phasen definitiv noch genug.

Genug passiert auch zwischen Connor und Rachel, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Er Anwalt, sie professionelle Kuschlerin – und das finde ich mega. Denn Rachel sticht aus der Masse heraus und es war irgendwie super interessant mal darüber etwas zu lesen. Abweichend davon hat man im Verlaufe der Geschichte immer weiter gemerkt, wie sie ihre Emotionen etwas rauslassen. Die Kommunikation auf der anderen Seite, war dann zwischendurch doch eher Mangelware.

Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte gut gefallen, weil es die ein oder andere Überraschung gab, manche Dinge aber auch vorhersehbar waren. Alles in allem ist es eine tolle Geschichte für zwischendurch.

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