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Veröffentlicht am 31.03.2025

Die Spurenfinder finden wieder!

Die Spurenfinder und das Drachenzepter
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Ich habe mich sehr gefreut, dass es mit der Reihe weitergeht, weil Band 1 ein absolutes Highlight für mich war.
Insofern war Band 2 ein kleines bisschen enttäuschend, weil es nicht ganz an den Vorgänger ...

Ich habe mich sehr gefreut, dass es mit der Reihe weitergeht, weil Band 1 ein absolutes Highlight für mich war.
Insofern war Band 2 ein kleines bisschen enttäuschend, weil es nicht ganz an den Vorgänger herankam. Das ist aber Jammern auf ganz hohem Niveau, denn den Punkabzug würde ich bei einem halben Stern sehen! Also das Buch mit 4,5 von 5 Sternen bewerten, wenn es technisch ginge.
Die Ausstattung und vor allem die Illustrationen überzeugen genauso wie bei "Der Spurenfinder". Lediglich die Geschichte fand ich etwas schwächer, da sie für meinen Geschmack etwas überkonstruiert war. Das passt zwar zu dem typischen Marc-Uwe Kling Humor, hat mich aber etwas mehr gestört als beim ersten Band. Es war irgendwie alles etwas offensichtlicher. Dadurch, dass die Bücher allerdings auch für eine jugendliche Zielgruppe geeignet sind, kann man Erwachsener aber über die Vorhersehbarkeit hinwegsehen und trotzdem Spaß mit dem Buch haben.
Vielleicht hat hier auch der allgemeine Fluch des zweiten Bands zugeschlagen (irgendwie sind zweite Bände oft die schwächsten einer Reihe) und es wird mit einem dritten Band wieder stärker weitergehen. Das würde mich jedenfalls sehr freuen und ich würde die Reihe auf jeden Fall auch weiterlesen, wenn neue Bände dazukämen!

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Etwas ganz Besonderes

Die Lungenschwimmprobe
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Dieser historische Roman sticht nicht nur optisch aus der Masse heraus, sondern ist auch inhaltlich etwas ganz Besonderes!
Erzählt wird die Geschichte der Anna Voigt, die es wirklich gegeben hat und die ...

Dieser historische Roman sticht nicht nur optisch aus der Masse heraus, sondern ist auch inhaltlich etwas ganz Besonderes!
Erzählt wird die Geschichte der Anna Voigt, die es wirklich gegeben hat und die wohl sogar das Vorbild für das Gretchen in Goethes Faust gewesen sein soll.
Dabei wird aber nicht nur einfach chronologisch heruntererzählt, sondern wir verfolgen verschiedene Erzählansätze. So wechseln sich Beschreibungen ihrer Geschichte ab mit einem wütenden Monolog ihres Vaters, mit Erzählungen über das Leben der Scharfrichter in der damaligen Zeit und mit einem Bericht über ihren Anwalt Christian Thomasius (ebenfalls eine historische Persönlichkeit) und den Arzt Johannes Schreyer. Letzterer gab der Lungenschwimmprobe sogar ihren heutigen wissenschaftlichen Namen: Schreyer-Schwimmprobe.
Daraus ergibt sich ein Buch, an dem man dranbleiben muss, um das Gesamtbild zu erkennen. Ich würde es als sehr anspruchsvoll bezeichnen, nicht nur von der Seitenanzahl und dem Schreibstil her, sondern weil es dem Lesenden auch inhaltlich einiges abverlangt. Die Themen sind nichts für schwache Nerven, sondern können jedem die Nackenhaare aufstellen, selbst wenn er/sie sonst nur Thriller liest. Trotzdem ergötzt es sich nicht nur in den Gewaltorgien der damligen Zeit, sondern ordent sie eben auch in den geschichtlichen Kontext ein.
Ich persönlich habe diese Mischung aus Historie und Gesellschaftskritik jedenfalls sehr gespannt verfolgt und viele interessante Dinge gelernt.

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Veröffentlicht am 19.08.2024

Sehr schön gestaltetes Sachbuch mit praktischen Tipps

Hühner-Glück
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Mir gefällt dieses Sachbuch zur Hühnerhaltung sehr gut. Es hat einen modernen, minimalistischen Aufbau mit einem Farbschema, das zum Thema passt und dabei die Aufmerksamkeit vom Inhalt nicht ablenkt.

Die ...

Mir gefällt dieses Sachbuch zur Hühnerhaltung sehr gut. Es hat einen modernen, minimalistischen Aufbau mit einem Farbschema, das zum Thema passt und dabei die Aufmerksamkeit vom Inhalt nicht ablenkt.

Die Bilder sind durchweg gezeichnet, aber ausdrucksstark genug, um zu zeigen, was sie zeigen sollen. Jedoch hätte es an der einen oder anderen Stelle vielleicht noch zusätzlich ein Foto geben sollen.

Inhaltlich habe ich nichts gefunden, was offensichtlich falsch gewesen wäre. Obwohl es sich eher an Anfänger richtet, kann man auch als fortgeschrittener Hühnerhalter sicher noch den ein oder anderen Tipp für sich finden.

Was ich ein bisschen schade fand, war die Konzentration auf französische Rassen. Zwar finden sich auch noch einige andere Rassen, die vorgestellt werden, aber die allermeisten sind französisch und in Deutschland wahrscheinlich nicht so ohne Weiteres zu bekommen. Da das Buch aus dem Französischen übersetzt wurde, ist es nachvollziehbar, aber vielleicht hätte man ja noch einige Rassen für den deutschen Buchmarkt ergänzen können.

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Veröffentlicht am 15.05.2024

Endlich mal wieder eine richtig coole Dystopie!

Honesty. Was die Wahrheit verbirgt
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Honesty tritt in die Tradition großer Jugenddystopien wie "Tribute von Panem", "Die Bestimmung" oder auch "Selction".

Beschrieben wird eine spannende Gesellschaftsform, auch wenn mir da noch einiges an ...

Honesty tritt in die Tradition großer Jugenddystopien wie "Tribute von Panem", "Die Bestimmung" oder auch "Selction".

Beschrieben wird eine spannende Gesellschaftsform, auch wenn mir da noch einiges an Hintergründen fehlt. Aber es sollen ja auch noch zwei weitere Bände folgen ;D

Man sollte vorher wissen, dass es einen fiesen Cliffhanger gibt und ich bin ein bisschen genervt davon, dass ich jetzt noch so lange auf die Fortsetzung warten muss. ;D Das spricht ja aber eigentlich nur für das Buch, wenn man unbedingt weiterlesen will.

Was mit gut gefallen hat, war wie unaufdringlich man die Zukunft in den Roman eingebaut hat, z.B. zeigt sich der Fortschritt im Gendern, das sehr angenehm in den Roman eingebaut ist und nicht nervt.

Was mir weniger gut gefallen hat, waren einige Rechtschreibfehler wie in statt ihn. Sowas wirkt leider schnell schlampig.

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Veröffentlicht am 22.03.2024

Ungewöhnliche Perspektive

Mayfair House
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Es gibt nicht sehr viele Kriminalromane, die aus Sicht der Täter:innen geschrieben sind. Dieser hier ist einer, der diese ungewöhnliche Perspektive einnimmt.
Dadurch entsteht ein ganz eigener Sog ins Geschehen ...

Es gibt nicht sehr viele Kriminalromane, die aus Sicht der Täter:innen geschrieben sind. Dieser hier ist einer, der diese ungewöhnliche Perspektive einnimmt.
Dadurch entsteht ein ganz eigener Sog ins Geschehen hinein und ich persönliche habe auch ganz anders mitgefiebert, als ich es sonst bei der Täterjagd tue. (Immerhin möchte man einmal NICHT, dass die Täterinnen gefasst werden!)
Besonders gut gefallen haben mir das Setting und die Protagonistinnen. Das imposanteste Haus am Platz und die unsichtbaren Dienstmädchen, die permanent unterschätzt werden. Ein sehr reizvoller Kontrast, der das geplante Verbrechen noch interessanter macht. Vielleicht weil auch ein winziges Fünkchen Neid und Besserwisserei dazukommt, der sich zwangsläufig bei protzigem Reichtum einstellt und einen automatisch auf die Seite der Untergebenen bringt. Aber auch, weil die dienstbaren Geister wirklich gute Gründe für ihren Coup haben...

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