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Veröffentlicht am 02.05.2025

Abenteuer dreier, kleiner Wasserschweine

Drei Wasserschweine wollen's wissen
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Die drei kleinen Wasserschweine Emmy, Tristan und Raul leben einen gemütlichen Alltag in ihrem Gehege, zwischen dahin tümmpeln, sich ihre Snacks schmecken lassen und die Sonnenstrahlen genießen, lässt ...

Die drei kleinen Wasserschweine Emmy, Tristan und Raul leben einen gemütlichen Alltag in ihrem Gehege, zwischen dahin tümmpeln, sich ihre Snacks schmecken lassen und die Sonnenstrahlen genießen, lässt sie ihre Abenteuerlust ständig neues entdecken! Dieses Mal verschwinden zahlreiche Tiere, angefangen bei den rosa Flamingos, die angeblich von einem Raubtier überfallen wurden...

Ein außergewöhnliches Tier, wie das Wasserschwein als die Hauptakteure in einem Kinderbuch zu wählen, ist eine schöne Idee und führt zur Abwechslung im Bücherregal des Kinderzimmer. Mit den unterschiedlichen Eigenschaften der kleinen Schweinchen Emmy, Raul und Tristan können sich die Kinder sicherlich bei einem der Drei damit identifizieren und bei ihrer detektivischen Tätersuche noch stärker mitleben.
Zwischendurch sind wirklich lustige Absätze und Sager bei den Tieren eingebaut, die auch mich Erwachsenen zum Lachen brachten und somit das familiäre Vorlesebuch noch mehr betonen!
Gut finde ich zudem, dass die Bücher unabhängig voneinander lesbar sind, aber natürlich die wiederkehrenden Charaktere für Kinder Lust auf die weiteren Abenteuer machen!
Die Illustrationen haben einen weichen, kinderfreundlichen Stil, der die Geschichte auflockert und damit die Aufmerksamkeit beim Erzählten hält.

Der Sprecher und gleichzeitig Autor
Dietmar Bär (-Hätte es einen passenderen Namen für das Vorlesen eines Tierkinderbuchs geben können!) hat eine angenehme Stimme, die er für jeden Charakter ein bisschen anders verstellt und so ein lebhaftes Ambiente für die Kinder bietet.

Fazit: Lustiges Vorlesebuch/Hörbuch für Kinder ab durchaus 4 1/2 Jahren, zumindest bei uns daheim wurde mit dem Alter sehr aufmerksam den Wasserschweinen zugehört!

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Frei erfunden, hat sich aber definitiv so zugetragen

Staying Alive
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Das Cover sticht einem mit dem Comic- Stil ala Roy Lichtenstein sofort ins Auge und auch die Haptik der Schrift beim Titel und der "Ärztin" gefiel mir gut!
Bei den Charakteren erfährt man selbst ...

Das Cover sticht einem mit dem Comic- Stil ala Roy Lichtenstein sofort ins Auge und auch die Haptik der Schrift beim Titel und der "Ärztin" gefiel mir gut!
Bei den Charakteren erfährt man selbst von der Hauptprotagonistin Nicki wenig aus ihrem Leben abseits der Arbeit und lernt von allen eigentlich nur deren Arbeitsleben kennen, kann man authentisch nennen, denn aus Erfahrung bleibt wenig Zeit im medizinischem Alltag, sich viel über seine Hobbys in der Freizeit, die man selten hat, auszutauschen. Trotzdem lebt der Roman stark von den kurzen Interaktionen zwischen ÄrztInnen und Pflegepersonal oder Patientengesprächen, in denen die unterschiedlichen Aspekte in der Kommunikation im Krankenhaus beleuchtet werden. Der Schreibstil der Autorin Eva Mirasol(selbst Ärztin) ist wie der Alltag in einem Krankenhaus erzählt: schnell lebig, rasch und kurz! Der schwarze, für manche vielleicht irritierend zynische Humor ist realitätsnah, da viele Mediziner so Distanz zu der emotionalen, psychisch belastenden Arbeit schaffen.
Etwas zwiegespalten war ich bei den Fußzeilen, die zum einen zur Einzigartigkeit des Romans beitragen und die ein oder andere medizinisch witzige Anekdote verstecken und andererseits ab einer gewissen Länge, die doch öfter überschritten wurde, den Lesefluss stören.
Meinerseits hat der Roman für einige nette Lesestunden gesorgt und ich hab den Inhalt der Handlung genießen können, bin aber eben auch sehr vertraut mit der Thematik, die durchaus manch einem anderen im Magen liegen mag.

Fazit: Empfehlenswert mit Wiedererkennungswert für medizinisches Personal und kleine Einblicke in den zynischen Humor der Krankenhauswelt!

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Humor nach meinem Geschmack

Der Duft des Wals
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Ein toter Wal, der die stumme Hauptrolle in diesem ungewöhnlichem Roman übernimmt und mich während dem Lesen herrlich Schmunzeln ließ und auch einige Male laut zum Lachen brachte! Es bedarf jedoch einer ...

Ein toter Wal, der die stumme Hauptrolle in diesem ungewöhnlichem Roman übernimmt und mich während dem Lesen herrlich Schmunzeln ließ und auch einige Male laut zum Lachen brachte! Es bedarf jedoch einer gewissen Begeisterung für Zynismus und schwarzen Humor um darin Gefallen zu finden, leider lässt der humoristische Teil im Laufe der Zeit auch nach.
Die Geschichte liest sich wie eine Kurzgeschichte, erzählt aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten: Celeste, Waldemar, Hugo, Judith, Ava und Belen. Es werden bei all diesen Charakteren positive und negative Eigenschaften während ihrer Erzählperioden herausgearbeitet, so fand ich Hugo in seiner Art, Dinge zu nehmen wie sie sind und das beste daraus zu machen, sympathisch, konnte aber rein gar nichts mit der Bestrafung seiner Tochter anfangen.
Damit ist der Autor Paul Ruban der Realität nicht sehr fern und schreibt zynisch und symbolisch mit dem Walkadaver, über die kleinere Tragik etwa in Familien, die einander nichts mehr zu sagen haben, ihre Kinder nicht richtig wahrnehmen und im Großen über den tragischen Zerfall unserer Gesellschaft. Der verrottende Gestank, der sich ausbreitet, nur mit Nasenklammern auszuhalten ist, überall haftet und vor dem es in der kleinen Welt in der Geschichte kein entkommen gibt, lässt sich irgendwie auch auf unsere scheinbar unaufhaltbare Zerstörung des Planeten umlegen.
Viele tragische Momente die mit trockenem Humor zur Selbstreflexion einladen, aber mir dabei gleichzeitig oder gerade deshalb schöne Lesestunden in einem "übelriechendem" Paradies lieferten!

Als kleiner Schlusspunkt: ich fand zudem das Cover mit den Wellen und dem Walauge einen künstlerisch schönen Schachzug!

Fazit: Absolut empfehlenswert!!!

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Spannende Liebesgeschichte

Kodiak Echoes – Hide me
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Brynn/Blair muss nach einer Aussage vor Gericht ins Zeugenschutzprogramm und findet sich somit in der Kleinstadt Echo Cove auf der Insel Kodiak in Alaska wieder. Dort hat sie jedoch keinen leichten Start, ...

Brynn/Blair muss nach einer Aussage vor Gericht ins Zeugenschutzprogramm und findet sich somit in der Kleinstadt Echo Cove auf der Insel Kodiak in Alaska wieder. Dort hat sie jedoch keinen leichten Start, als nicht nur ihr Nachbar Archer, den die anderen ebenfalls meiden, gegen ihre Anwesenheit zu sein scheint. Archers Bruder Liam soll vor 10 Jahren seine damalige Freundin ermordet haben und seither selbst vermisst werden. Blair gerät zwischen die Fronten und wird zur Zielscheibe einiger Personen. Ausgerechnet Archer erweist sich als mögliche Rettung...

Das Cover und der Farbschnitt bestechen mit dem tiefen blau und dem Wald von oben, gefällt mir persönlich sehr gut!
Ausschlaggebend dieses Buch zu lesen, war für mich die Tatsache, dass es sich bei der Autorin um eine Österreicherin handelt und die Handlung jedoch in Alaska spielt. Daher war ich ursprünglich skeptisch, ob die Örtlichkeiten und die amerikanischen Charaktere authentisch umgesetzt werden. Jedoch konnte der Schreibstil und die Umsetzung der verschiedenen Punkte mich positiv überraschen. Wahrscheinlich sind bei genauerem Wissen um z.B. das Zeugenschutzprogramm oder ähnlichem Diffrenzen zu erkennen, aber für mich als Leserin wirkte alles gut recherchiert und besonders die Beschreibungen der Insel Kodiak, die fein eingestreuten Informationen zu den Kodiakbären und den ansässigen Ureinwohnern des Gebiets gefielen mir.
Der Schreibstil ist einfach, flüssig und beinhaltet einige spannende Elemente und die richtige Menge an Romantik sowie elektrisierender Chemie zwischen den zwei Hauptprotagonisten Blair und Archer, aus deren Sicht abwechselnd die Handlung erzählt wird. Die Beiden haben sehr ehrbare Ansichten, sind sympathisch und loyal sichgegenüber.

Fazit: Sehr spannende Story und vielleicht liefert der zweite Teil zu den letzten Rätseln eine Antwort- würde es auf alle Fälle lesen!

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Veröffentlicht am 01.04.2025

Die Liebe und die Musik

Verliebt in Stockholm
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Mira arbeitet als Violistin für das Stockholmer Orchester und hat eine leidenschaftliche Beziehung zu Alessandro, einem weltbekannten Geiger. Leider scheint aufgrund ihrer beider beruflichen Wege wenig ...

Mira arbeitet als Violistin für das Stockholmer Orchester und hat eine leidenschaftliche Beziehung zu Alessandro, einem weltbekannten Geiger. Leider scheint aufgrund ihrer beider beruflichen Wege wenig Chance auf eine gemeinsame Zukunft. Als Mira für eine Konzertreihe übt, begegnet ihr William, die Jugendliebe aus ihrer Schulzeit wieder. Sie steht nun zwischen zwei Männern und scheint die schwerste Entscheidung ihres bisherigen Lebens treffen zu müssen...

Zu diesem Buch habe ich tatsächlich aufgrund des Titels gegriffen, da ich mich auf einer früheren Reise, zwar nicht in einen Mann aus Stockholm, aber in die Stadt selbst verliebt habe!
Das Cover schließt da mit den gelb, orangen und roten Tönen einen schönen Kreis in meinen Erinnerungen.
Ein wirklich schönes Element in diesem Buch ist die Musik und Melodie, die einem beim Lesen in den Ohren zu klingen scheint. Die Zerrissenheit von Mira zwischen den zwei Männern Alessandro und William aka ihren großen Lieben des Lebens bringt die Autorin Anna Lönnqvist mit ihrem Schreibstil wahnsinnig gut zu Geltung. Die romantische Art die Umgebung und Miras Gedanken Leben einzuhauchen, hat mir bei diesem Roman am besten gefallen, da es die richtige Menge an Kitsch und realistischer Lebensproblematik vereint. Mit den Wechseln der Zeitebene lernt man auch beide Männer aus ihrer Sicht besser kennen und obwohl natürlich beide Vorzüge und ihre Eigenheiten haben, war der bodenständige William mir im Umgang mit Mira sympathischer und lebensnaher.
Man kann das Buch relativ gut, schnell und flüssig durchlesen, auch wenn es zwischendurch kleine Durststrecken gibt, bei denen man auf mehr Action wartet.
Es ist nicht immer leicht den richtigen Weg zu finden, sei es im Job, in der Liebe oder zu sich selbst und in diesem Roman kann man Mira auf ihrem Weg dorthin begleiten.

Fazit: Leichtes Lesevergnügen, natürlich ideal für eine Kurzreise in genau jene Stadt!

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