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Laurel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2025

Interessante Einblicke

Das Parlament der Natur
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Ich habe mich für das Buch beworben, weil ich in dieser Richtung arbeite und mit bisher nicht gegebene Einblicke in das Naturkundemuseum Berlin und Meinungen zur politischen Situation rund um dieses Thema ...

Ich habe mich für das Buch beworben, weil ich in dieser Richtung arbeite und mit bisher nicht gegebene Einblicke in das Naturkundemuseum Berlin und Meinungen zur politischen Situation rund um dieses Thema bekommen wollte. Ich wurde nicht enttäuscht.
Das Buch ist im Interviewformat zwischen Boris Herrmann und den beiden Naturwissenschaftlern Johannes Vogel und Sarah Darwin geschrieben. Alles fing an mit einem Zeitungs-Interview. Schnell wurde klar, dass in diesem limitierten Format längst nicht alles gesagt werden kann, also wurde sich zu einem Buch entschlossen.
Die drei Gesprächspartner sind sympathisch und schaffen es, wichtige und komplexe Themen für die Allgemeinheit verständlich zu machen.
Hinter dem Buch steht enorm viel Wissen, Recherche und Erfahrung. Es wird mit einigen schönen Bildern aufgelockert.
Es hat Spaß gemacht, dieses Sachbuch zu lesen, wobei mir das Format als Interview nicht gänzlich gefallen hat. Ich bin nun aber auf jeden Fall schlauer und die gewünschten Eindrücke in die Museumssammlung habe ich auch bekommen.

Veröffentlicht am 10.03.2025

Schmerz & Versöhnung

Die Summe unserer Teile
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...diese Worte beschreiben die Geschichte der drei Frauen aus drei Generationen einer Familie wohl ganz gut.

Der Roman dreht sich um Ludmila, Daria und Lucy, Großmutter, Mutter und Tochter. Die drei Frauen ...

...diese Worte beschreiben die Geschichte der drei Frauen aus drei Generationen einer Familie wohl ganz gut.

Der Roman dreht sich um Ludmila, Daria und Lucy, Großmutter, Mutter und Tochter. Die drei Frauen sind hoch intelligent, jede in einem anderen Fachgebiet. Der hohe Stellenwert einer unabhängigen Karriere wird in beiden Generationen von der Mutter an die Tochter weitergegeben. Dabei schwingt jeweils bei der Tochter das Gefühl, nicht dem Anspruch zu genügen, mit. Daraus entwickelten sich Beziehungen, in denen der Schmerz durch unausgesprochene Gefühle, Vorwürfe und Nichtwissen im Zentrum steht.

Der Leser begleitet die drei Frauen durch ihre Leben. Er bekommt Einblicke in die Ursachen dieses großen Schmerzes, der die drei Generationen verbindet beziehungsweise die drei Frauen von einander entfernt.

Das Buch hat mir gut gefallen. Ich konnte mich gut in die Personen hineinversetzen, besonders die Mutter und Großmutter sind mir sympathisch geworden. Allerdings fand ich das Ende nicht auserzählt - da fehlt doch noch was?

Veröffentlicht am 10.03.2025

Berührend & authentisch

Die Garnett Girls
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Das Buch „Garnett Girls“ hat mich gepackt und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen.

Es handelt von den drei Schwestern Rachel, Imogen und Sasha, deren Beziehung untereinander sowie mit dem jeweiligen ...

Das Buch „Garnett Girls“ hat mich gepackt und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen.

Es handelt von den drei Schwestern Rachel, Imogen und Sasha, deren Beziehung untereinander sowie mit dem jeweiligen Partnern und der Mutter Margo. Die Geschichte beginnt im Prolog mit einer Szene in der Kindheit der drei Mädchen an einem Strandtag auf der Isle of Wight. In den ersten Kapiteln, die etwa 30 Jahre später spielen, wird schnell klar, dass diese Familien-Sommer-Strand-Idylle nur ein Schein war. Der Vater verließ bald danach die Familie. Bis zu diesem Punkt in ihrem Erwachsenenleben wissen die drei nicht, was hinter dem Verschwinden steckte. Doch eine Schwester macht nun eine Entdeckung. Außerdem stehen die drei im Schatten der alles überstrahlenden Mutter und lernen während der dargestellten Zeit, ihr Leben nach ihren Wünschen zu gestalten.

Die Autorin beschreibt die seelischen Verletzungen, die bei Kindern auftreten, die von einem Elternteil verlassen werden und auch die Verletzungen, die die Beziehungen der Familienmitglieder dadurch erlitten sehr authentisch. Ich kann mich mit den Figuren gut identifizieren, da ihr Handeln und ihre Gefühle greifbar und realistisch sind.

Einige Stellen sind vorhersehbar und etwas klischeehaft, aber darüber konnte ich in diesem Fall sehr gut hinwegsehen, da es in sich stimmig war.

Insgesamt fand ich diesen Roman sehr unterhaltsam und stellenweise tiefgründig. Hat mir richtig gut gefallen!

Veröffentlicht am 14.03.2025

Sprachlich stark

Der Einfluss der Fasane
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Beim Buch „Der Einfluss der Fasane“ sollte ein aktuelles und gesellschaftspolitisches Thema behandelt werden: Panikmache und Hetzjagd in Medien sowie das schnelle und oberflächliche Abarbeiten von zu Skandalen ...

Beim Buch „Der Einfluss der Fasane“ sollte ein aktuelles und gesellschaftspolitisches Thema behandelt werden: Panikmache und Hetzjagd in Medien sowie das schnelle und oberflächliche Abarbeiten von zu Skandalen aufgeputschten Geschehnissen. Das hätte ein sehr wichtiges Buch werden können, jedoch wurde es inhaltlich nicht sehr tiefgründig. Die Handlung drehte sich eher um die Journalistin Hella Karl, ihre Gefühlswelt und Privatleben. Sicher ist dies eng mit dem Job verknüpft, ich hatte nur auf ein weiter gefasstes Bild gehofft. Hella wirkt auf den Leser kühl, harsch und irgendwie unnahbar. Ich wurde während der gesamten Geschichte nicht warm mit ihr, konnte mich nicht mit ihr identifizieren.

Abgesehen vom Inhalt ist das Buch handwerklich total gut gemacht. Jeder Satz hat einen Feinschliff erhalten. Die Sprache ist so „akkurat“, die Autorin trifft oft genau auf den Punkt.

Alles in allem war es vielleicht nicht die Art der Geschichte, die ich erwartet habe und die mir gefällt. Sie wird aber ihre Liebhaber finden. Durch die Erzählweise und sprachlichen Gestaltung konnte ich dem Buch doch etwas abgewinnen.

Veröffentlicht am 13.02.2025

Ein Krimi, wie es ihn schon hundertfach gibt

Dunkle Asche
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In „Dunkle Asche“ von Jona Thomsen wird ein Cold Case wieder aufgerollt, nachdem ein alter Mann kurz vor seinem Ableben sein Gewissen erleichtern möchte und einen Hinweis gibt. Die Kommissarinnen Gudrun ...

In „Dunkle Asche“ von Jona Thomsen wird ein Cold Case wieder aufgerollt, nachdem ein alter Mann kurz vor seinem Ableben sein Gewissen erleichtern möchte und einen Hinweis gibt. Die Kommissarinnen Gudrun und Judith nehmen die Ermittlungen auf. Die gerade 18jährige Sanna wurde Anfang der 1990er Jahre in dem Ostseeort ermordet.

In meinen Augen ist die Geschichte etwas abgedroschen. Ich habe schon etliche Krimis mit dem gleichen Aufbau und der gleichen Methodik, Spannung zu erzeugen, gelesen. Als Motiv der Verdächtigen wird hauptsächlich die nicht erwiderte Liebe herangezogen. Am Ende möchte der Autor einen Spannungsbogen erzeugen, das wirkt für mich etwas weit hergeholt und gekünstelt.

Auch wenn es grundsätzlich positiv ist, Frauenbilder abseits des traditionellen zu zeigen, empfand ich die Art und Weise, wie der Autor dies umsetzte, als unglaubwürdig. Da gibt es die Kommissarin, die weit entfernt von zu Hause arbeitet, während ihr Mann sich um die Kinder kümmert, und eine andere Kommissarin, die lesbisch ist, in einer Rockband spielt und eine Affäre mit einer deutlich jüngeren Frau hat. Natürlich, diese Frauenleben gibt es zuhauf, doch die Art, wie sie in diesem Buch nahezu beiläufig eingeführt werden, nur um dann ständig wiederholt zu werden, macht sie zunehmend plakativ und unglaubwürdig. Es entsteht der Eindruck, dass der Autor bewusst zeigen möchte: „Schaut her, ich bin Mann und Feminist, ich bin ein guter Mensch!“ Ich weiß, dass er es gut meint, doch leider ist mir dieser Versuch zu oberflächlich.