London Girl
Girl AbroadAbbey muss dringend weg aus der erdrückenden Liebe ihres Vaters und vor allem aus seinem Schatten. Denn ihr Vater ist ein berühmter Rockstar und irgendwie ist das alles, was Abbey auszumachen scheint, ...
Abbey muss dringend weg aus der erdrückenden Liebe ihres Vaters und vor allem aus seinem Schatten. Denn ihr Vater ist ein berühmter Rockstar und irgendwie ist das alles, was Abbey auszumachen scheint, wenn es nach anderen geht. Sie braucht eigene Geschichten, eigene Erlebnisse und eigene Abenteuer, daher nutzt sie ihre Chance und macht ein Auslandsjahr in London. Doch nichts läuft wie geplant, denn ihre Mädels-WG besteht nur aus Jungs und sollte ihr Vater das erfahren, sitzt Abbey postwendend im nächsten Flieger zurück nach Hause. Dazu kommt noch eine Schwärmerei für Nate, einen sehr gut aussehenden und leider sehr vergebenen Bassisten und einen ihrer Mitbewohner, der mehr als tabu für Abbey ist.
Das Buch ist komplett aus der Perspektive von Abbey geschrieben, die eine junge und interessante Frau ist, der das aber nicht bewusst ist. Ein bisschen zu oft wurde diese Tatsache für mich betont, ansonsten mochte ich Abbey wirklich gerne. Der Schreibstil ist dabei angenehm und tut sein übriges dafür, dass ich quasi durch die Seiten geflogen bin.
Neben Abbey spielen vor allem die Jungs ihrer WG eine zentrale Rolle, sowie weitere Studienkollegen und Bekannte, die Abbey im Verlaufe des Buches kennenlernt. Ich mochte die meisten davon gerne, wobei einzelne mir etwas zu übertrieben waren, aber gut ins Gesamtbild gepasst haben. Es werden einige klassische Klischees bedient, trotzdem ist die Zusammenstellung der Protagonisten in sich stimmig.
Die Lovestory steht im Zentrum, wobei sich Abbey für meinen Geschmack ein paar Mal zu viel um sich selbst gedreht hat. Sie ist sehr unentschlossen und ich fand ihr Verhalten dabei nicht immer ganz so fair.
Neben der Lovestory steht eine wirklich spannende Recherche im Mittelpunkt der Handlung. Diese Recherche verflicht die anderen Handlungsstränge gekonnt und gibt dem Buch eine Tiefe, die ich nicht unbedingt erwartet hatte, aber äußerst erfrischend und interessant finde. Dadurch wird auch die Spannung hochgehalten auf eine Weise, die unerwartet aber sehr willkommen kam.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn es sich stellenweise ein bisschen im Kreis dreht und etwas kürzer gefasst hätte sein können. Ich kann es trotzdem wärmstens empfehlen, da es wirklich angenehm zu lesen ist.