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Veröffentlicht am 03.03.2026

Zwischen Rache, Wahrheit und gefährlicher Nähe

Firewatch
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In Firewatch von Colin Hadler geht es um Robin und seinen besten Freund Aaron, der im Sommer während seiner Arbeit in einem Firetower aus bisher unerklärlichen Gründen verschwindet. Auf der Suche nach ...

In Firewatch von Colin Hadler geht es um Robin und seinen besten Freund Aaron, der im Sommer während seiner Arbeit in einem Firetower aus bisher unerklärlichen Gründen verschwindet. Auf der Suche nach der Wahrheit nähert sich Robin Kian Foster an, dem letzten Menschen, der Aaron lebend gesehen hat. Dabei verstrickt er sich immer tiefer in eine Wahrheit, die alles andere als eindeutig ist, und findet sich schließlich zwischen Misstrauen, Schuldfragen und aufkeimenden Gefühlen wieder.

Der Roman ist von Beginn an spürbar düster, was gut zur Grundstimmung passt. Besonders die Naturkulisse mit dem Wald und dem Firetower erzeugt eine dichte, fast beklemmende Atmosphäre. Die immer wieder eingestreuten kryptischen Textpassagen und die Rückblicke in die Vergangenheit verstärken diese Spannung zusätzlich, weil man unbedingt verstehen möchte, was dahintersteckt und wie alles zusammenhängt.
Robin ist keine makellose Hauptfigur. Er handelt oft impulsiv und trifft nicht immer die klügsten Entscheidungen und gleichzeitig reflektiert er sein Verhalten und hinterfragt sich selbst, wodurch er sehr menschlich und nachvollziehbar bleibt. Seine Entwicklung im Verlauf der Geschichte ist deutlich spürbar, je tiefer er gräbt, desto mehr muss er sich fragen wie weit er für die Wahrheit geht.

Auch Kian ist nicht das, was er auf den ersten Blick zu sein scheint. Gemeinsam mit Robin entdeckt man nach und nach neue Facetten, was die Dynamik zwischen den beiden besonders spannend macht. Generell sind viele Figuren moralisch nicht eindeutig einzuordnen, was der Geschichte eine realistische Tiefe verleiht. Niemand ist hier ausschließlich gut oder böse und genau das macht das Geschehen glaubwürdig.

Der Anfang wirkt zunächst noch zurückhaltend, entwickelt jedoch schnell eine starke Sogwirkung. Gerade im letzten Drittel zieht die Spannung noch einmal deutlich an. Man beginnt, jeden zu hinterfragen, kann niemandem vollständig trauen und merkt, dass die Grenzen zwischen Täter und Opfer zunehmend verschwimmen.

Insgesamt ist Firewatch eine intensiver Thriller mit einer Romance-Suspense-Geschichte mit starker Atmosphäre und emotionaler Tiefe. Für mich definitiv nicht das letzte Buch von Colin Hadler, vor allem, weil er es schafft, Emotionen mit konstant wachsender Spannung zu verbinden.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Sport trifft auf Dark Romance

Beautiful Venom (Vipers, Band 1)
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Dahlia möchte sich rächen. Dafür versucht sie, sich in das Elite-Hockeyteam ihres Colleges einzuschleusen, denn ihre einzige Spur führt zu den Vipers. Hinter diesen steckt ein System aus Macht und Kontrolle, ...

Dahlia möchte sich rächen. Dafür versucht sie, sich in das Elite-Hockeyteam ihres Colleges einzuschleusen, denn ihre einzige Spur führt zu den Vipers. Hinter diesen steckt ein System aus Macht und Kontrolle, und ganz oben steht Kane Davenport, der auf den ersten Blick eher harmlos scheint. Als Dahlia ihm näherkommt, findet sie langsam heraus, was sich wirklich hinter seiner Fassade verbirgt.

Beautiful Venom hat mich schnell abgeholt, da ich ohnehin ein großer Fan von Rina Kents Büchern bin und mir ihr Schreibstil bereits vertraut war. Und eins vorab: Meiner Meinung nach gehört das Buch zu den düstereren ihrer Geschichten, auch wenn keines ihrer Werke wirklich harmlos ist.
Hier handelt es sich diesmal um eine Art Sports-Dark-Romance, wobei der Hockeyaspekt nicht im Vordergrund steht und eher nebenbei behandelt wird. Wer sich also viele Spieldetails wünscht, könnte etwas enttäuscht werden.

Dahlia ist von Beginn an eine starke Protagonistin. Sie hat ihren eigenen Kopf, weiß sich zu wehren und schreckt für ihr Ziel vor wenig zurück. Gerade diese Eigenschaften mochte ich besonders an ihr, vor allem, weil ihre Art mich hin und wieder an Protagonistinnen aus anderen Rina-Kent-Reihen erinnert hat.
Kane wirkt auf den ersten Blick ziemlich harmlos, was allerdings ungewöhnlich für das Genre wäre. Erst später erfährt man, was wirklich hinter seiner Fassade steckt, was viel zur Spannung beiträgt. Die Dynamik der beiden ist stark von Anziehung geprägt, gleichzeitig verfolgen beide ihre eigenen Ziele, wodurch sie sich in einem Konstrukt aus Täuschung und Geheimnissen wiederfinden. Das stetige Misstrauen hält die Beziehung zwischen ihnen dauerhaft spannend.

Auch die Nebenfiguren werden bereits charakterlich stärker ausgearbeitet und es werden Handlungsstränge etabliert, die in kommenden Bänden eine Rolle spielen dürften. Sie tragen viel zur düsteren Atmosphäre bei, gleichzeitig gab es aber auch Szenen, die mich hin und wieder zum Schmunzeln gebracht haben. Ich hoffe sehr, dass die ein oder andere Nebenfigur ebenfalls noch einen eigenen Band bekommt.
Wer bereits andere Bücher von Rina Kent kennt, wird hier ebenfalls nicht enttäuscht, da sich die Handlung in einigen Punkten von ihren bisherigen Büchern abhebt und bewusst Raum für die ein oder andere Überraschung lässt.

Beautiful Venom ist insgesamt ein düsterer, intensiver Reihenauftakt, der von seiner Atmosphäre, moralischen Grauzonen und der spannungsgeladenen Dynamik lebt. Der Sportaspekt war für mich dezent eingesetzt und in Kombination eine gelungene Abwechslung. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzungen der Reihe.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Zwischen Flammen und Freiheit

Of Flame and Fury
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Auf Cendor gehören die Phönixrennen zu den beliebtesten, aber auch gefährlichsten Events. Gemeinsam mit ihrem Team kämpft Kel darum, ihre Farm und ihren Phönix Savita zu retten, koste es, was es wolle. ...

Auf Cendor gehören die Phönixrennen zu den beliebtesten, aber auch gefährlichsten Events. Gemeinsam mit ihrem Team kämpft Kel darum, ihre Farm und ihren Phönix Savita zu retten, koste es, was es wolle. Unerwartete Umstände zwingen sie dazu, mit ihrem Rivalen Coup zusammenzuarbeiten und vor der Kamera das perfekte Paar zu spielen. Doch je tiefer Kel in die Welt der Phönixe und ihrer Sponsoren eintaucht, desto deutlicher wird, dass dahinter weit mehr steckt, als sie je vermutet hätte.

Besonders gut gefallen hat mir der leichte Einstieg in diese neue Welt, was unter anderem daran lag, dass es sich um eine Art Urban Fantasy handelt, da das Setting in der moderne spielt. Auch durch den flüssigen Schreibstil der Autorin, habe ich schnell in die Welt von Kel und Savita hineingefunden.
Die Beschreibungen der Rennen waren sowohl spannend als auch lebhaft, sodass ich dem Geschehen jederzeit folgen und es kaum erwarten konnte, zu erfahren, wie sie ausgehen.

Kel hat mir als Protagonistin gut gefallen und war mir schnell sympathisch. Sie ist entschlossen, loyal und zeigt zugleich verletzliche Seiten. Besonders die Dynamik mit ihrem Team, mit dem sie an den Phönixrennen teilnimmt, hat mir Spaß gemacht. Das emotionale Zentrum bildet hier natürlich ihre Bindung zu ihrem Phönix Savita, welche die Handlung grundlegend trägt. 
Coup war von Beginn an charmant und witzig. Er ist eindeutig als Publikumsliebling angelegt und das funktioniert hier hervorragend.
Die Dynamik zwischen den beiden ist gespickt mit Schlagabtauschen, und ihre Beziehung entwickelt sich in einem angenehmen Tempo, ohne den eigentlichen Plot zu überlagern.
Auch moralische Konflikte spielen eine Rolle und zwingen die Figuren immer wieder, ihr Handeln und ihre Entscheidungen zu hinterfragen.
Die Nebenfiguren sind authentisch ausgearbeitet und tragen mit ihrer Gruppendynamik viel zur Spannung bei. Im Verlauf des Buches entsteht ein starkes „Found Family“-Gefühl, das die Handlung zusätzlich bereichert.

Of Flame and Fury ist insgesamt ein mitreißender Fantasyroman, der durch spannende Rennen, glaubwürdige Charakterentwicklung und ein originelles Setting überzeugt. Wer eine Geschichte sucht, die durchweg fesselnd bleibt und unerwartete Wendungen bietet, die sorgfältig von Beginn an in die Handlung eingearbeitet sind, wird hier definitiv fündig. Mikayla Bridge überzeugt mit einem unterhaltsamen Schreibstil und viel Liebe zum Detail und ich hatte viel Spaß daran, Kels Geschichte zu begleiten.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Fantasy mit Herz, Magie und Intrigen

Eislotus. Wasser findet seinen Weg
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In Eislotus von Liza Grimm geht es um eine Welt, in der Menschen Magie durch Seelenbücher erhalten und als Elementgesandte in einem Turnier um die Kontrolle über die mächtigsten Ressourcen kämpfen: die ...

In Eislotus von Liza Grimm geht es um eine Welt, in der Menschen Magie durch Seelenbücher erhalten und als Elementgesandte in einem Turnier um die Kontrolle über die mächtigsten Ressourcen kämpfen: die Buchbinder. Mitten in diesem Wettstreit steht Nara, die für ihre Heimatstadt Kori antritt, doch schnell wird klar, dass weit mehr auf dem Spiel steht als nur der Sieg.

Das war mein erstes Buch von Liza Grimm und ich denke nicht mein letztes. Schon der Einstieg in die Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen. Man findet sich schnell in der Welt zurecht, das Worldbuilding ist atmosphärisch, detailliert beschrieben und gut durchdacht. Besonders das Magiesystem und die Einbindung der Elemente haben mich sofort an „Avatar – Der Herr der Elemente“ erinnert, was mich als langjährigen Fan sofort abgeholt hat.

Die Hauptfiguren Nara und Katso waren mir ziemlich schnell sympathisch und mit beiden habe ich bis zum Ende mitgefiebert. Besonders spannend ist der Perspektivwechsel zwischen den beiden. Sie sind zwei sehr unterschiedliche Figuren mit verschiedenen Beweggründen und Zielen. Beide haben nachvollziehbare Motive, warum sie an der Akademie teilnehmen wollen, wodurch man sich nicht klar auf eine Seite schlagen kann. Genau das hat für mich einen großen Reiz ausgemacht.

Auch die Nebencharaktere sorgen für Spannung, und es war faszinierend zu beobachten, wie sich Beziehungen im Laufe der Geschichte verändern und man fragt sich ständig, wem man überhaupt noch trauen kann. Einige Figuren wirken von Kapitel zu Kapitel undurchsichtiger, und man hatte ständig das Gefühl, dass noch Überraschungen auf einen warten.

Der Spannungsbogen ist wie ich persönlich finde über das gesamte Buch hinweg gelungen mit einem Höhepunkt, der für mich absolut fesselnd war und in einem richtig fiesen Cliffhanger endet. Ich kann den nächsten Band eigentlich jetzt schon kaum abwarten. Zum Glück ist es eine Dilogie, sodass man hoffen darf, dass im zweiten Teil alle offenen Fragen beantwortet werden.

Ich hatte beim Lesen durchgehend Freude und fand das Pacing absolut stimmig. Kein Kapitel war zu langatmig oder unnötig. Wer Fantasy mit emotionaler Tiefe mag, sollte hier unbedingt zugreifen! :) Insgesamt eine gelungene Mischung aus Fantasy, Magie, Gefühlen und politischer Intrige.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Dark Romance mit Thriller-Elementen

Shadow
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Jedes Mal, wenn ich ein neues Buch beginne, bin ich besonders gespannt auf den Einstieg. Er entscheidet oft darüber, wie schnell man in die Geschichte eintauchen kann und ob einen die Handlung direkt fesselt. ...

Jedes Mal, wenn ich ein neues Buch beginne, bin ich besonders gespannt auf den Einstieg. Er entscheidet oft darüber, wie schnell man in die Geschichte eintauchen kann und ob einen die Handlung direkt fesselt. In diesem Fall fiel mir der Einstieg sehr leicht.

Die Einführung der beiden Hauptcharaktere ist gut gelungen, und ihre Dynamik fühlt sich von Anfang an natürlich an. Besonders interessant fand ich die Rückblicke, die im Laufe der Geschichte immer wieder eingestreut werden. Stück für Stück erfährt man mehr über Jaxons Vergangenheit, wodurch sich ein immer klareres Bild seiner düsteren Seite ergibt. Diese bruchstückhafte Erzählweise verstärkt die Spannung enorm.

Die Story entwickelt sich zunehmend spannender, und es entstehen viele Fragen, die einen zum Weiterlesen motivieren. Neben der zentralen Liebesgeschichte gibt es auch einige Thriller-Elemente, die für zusätzlichen Nervenkitzel sorgen. Die düstere Vergangenheit des Protagonisten spielt eine zentrale Rolle und beeinflusst seine Entscheidungen sowie seine Beziehung zur Protagonistin maßgeblich. Dabei stellt sich immer wieder die Frage: Kann Maddie sein Licht in der Dunkelheit sein oder hat sie von Anfang an nur die Augen vor dem Monster verschlossen?

Während des Lesens wurde schnell klar, dass die Geschichte nicht nur eine zweite Chance für die Protagonisten thematisiert, sondern auch tiefere, düstere Abgründe erkundet. Die Charaktere sind komplex und nicht immer leicht einzuordnen, was die Handlung noch packender macht. Besonders beeindruckend fand ich, wie sich die Figuren weiterentwickeln und sich ihre Beziehungen

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