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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2025

Wer nachträgt leidet am meisten selbst

I am Loved
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Von der ersten Seite an hat mich dieser Roman gepackt und begeistert. Der Schreibstil ist unglaublich angenehm und einnehmend – die bildhaft beschriebenen Szenen haben die Geschichte und das Geschehen ...

Von der ersten Seite an hat mich dieser Roman gepackt und begeistert. Der Schreibstil ist unglaublich angenehm und einnehmend – die bildhaft beschriebenen Szenen haben die Geschichte und das Geschehen in dieser für mich lebendig werden lassen. Es sorgte so dafür, dass man sich ganz in die Geschichte hineinfühlen konnte. Der feine Humor und die Tiefe, mit der der Glaube in die Handlung eingebunden ist, haben mich sehr angesprochen. Eine Szene hat mich so stark berührt, dass ich zu Tränen gerührt war. Auch die kleinen Aussagen am Anfang der Kapitel haben mir sehr gefallen und sie passten perfekt zu dem jeweiligen Geschehen.

Die Figuren sind vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet. Maddie, verletzt und voller Wut auf ihren verstorbenen Vater, möchte am liebsten jede Erinnerung an ihn auslöschen. Doch es kommt anders, als sie erwartet – und genau diese Entwicklung, ihr innerer Stolz und ihr Ringen mit der Vergangenheit, machen sie so greifbar. Matts dagegen ist schnell mit Vorurteilen bei der Hand, bemüht sich aber ehrlich, Maddie ein guter Freund zu sein. Er hat Frank ein Versprechen gegeben – und man spürt, dass er mehr weiß, als er preisgibt.
Der Vergleich zu Jane Austen‘s Stolz und Vorurteil super eingearbeitet und wirkte überhaupt nicht aufgesetzt oder zwanghaft.

Am Ende bleiben die Leser mit einem wirklich gemeinen Cliffhanger zurück – liebe Annemarie, das war nicht fair! Nun brenne ich darauf zu erfahren, wie es mit Kathrine, Aron und Grace weitergeht. So viele offene Fragen, so viel Neugier auf die Geschichten, die noch erzählt werden.

Versöhnung, Vergebung, Geheimnisse – all das findet auf sehr bewegende und stimmige Weise seinen Platz in diesem Buch. Ich freue mich jetzt schon auf die weiteren Bücher und empfehle I am Loved von Herzen weiter.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Aus Pflicht wird Liebe

Auf Flügeln getragen
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Stell dir vor, du könntest dir deinen Mann nicht selbst auswählen, sondern dein Vater sucht ihn dir aus und bestimmt wen du heiraten musst. Würdest du diesem Mann heiraten?

Geneva heiratete einen Mann ...

Stell dir vor, du könntest dir deinen Mann nicht selbst auswählen, sondern dein Vater sucht ihn dir aus und bestimmt wen du heiraten musst. Würdest du diesem Mann heiraten?

Geneva heiratete einen Mann den sie sich nicht ausgesucht hat. Ihr Vater bestimmte wenn sie zu heiraten hat. Auch wenn es eine arrangierte Ehe war, ist diese nicht distanziert geblieben. Warren und Geneva lernen sich in einer kurzen Verlobungszeit kennen und sie verlieben sich in ihren Mann. Unerwartet und kurz nach der Hochzeit stirbt Warren bei einem Flugzeugabsturz. Geneva gerät unter Mordverdacht. Als sie bei einem befreundeten Detektiv mysteriöse Notizen entdeckt, beginnt sie selbst, nach dem Mörder zu suchen.

Dieser Roman, ein historischer Krimi, hat mich ab der ersten Seite gefesselt. Rachel Scott McDaniel schreibt angenehm und wechselt gekonnt zwischen Gegenwart und Vergangenheit in den 1920er Jahren. Zu Beginn jedes Kapitels ist sofort ersichtlich, in welcher Zeit es spielt – das macht es leicht, Genevas Entwicklung nachzuvollziehen.

Ich konnte Geneva sehr gut verstehen, ihre Wandlung hat mir gefallen. Auch Warren mochte ich – er wirkte authentisch und war Geneva gegenüber sehr aufmerksam. Die Darstellung des Lebens und der Gesellschaft in den 20ern war lebendig und anschaulich. Der christliche Aspekt zieht sich dezent durch den Roman.

Wer historische Romane mit Spannung und Liebesgeschichte mag, wird dieses Buch lieben. Ich empfehle es sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Komm heim

Back Into Your Arms
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Bist du schon einmal aus lauter Schuldgefühlen fortgelaufen und hast den Kontakt zu deinen Eltern völlig abgebrochen?

Genau das tut Elle. Nach einem schweren Unfall gibt sie sich selbst die Schuld – und ...

Bist du schon einmal aus lauter Schuldgefühlen fortgelaufen und hast den Kontakt zu deinen Eltern völlig abgebrochen?

Genau das tut Elle. Nach einem schweren Unfall gibt sie sich selbst die Schuld – und um der Trauer und dem Schmerz zu entkommen, verlässt sie ihr Zuhause. In der Ferne baut sie sich ein neues Leben auf: ehrgeizig und zielstrebig arbeitet sie sich in der IT-Branche nach oben, steht kurz vor einer großen Beförderung. Doch dann reißt ein unerwarteter Anruf ihrer Mutter alte Wunden auf: Sie bittet Elle, nach Hause zurückzukehren.

Widerstrebend macht sich Elle auf den Weg zurück in ihre Heimat – und wird dort mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Auf dem elterlichen Hof trifft sie auf Lenny, einen jungen Mann, den ihre Eltern in ihrer Abwesenheit aufgenommen haben. Er ist ihnen zur Stütze geworden – eine Rolle, die einst Elle selbst innehatte. Anfangs wehrt sie sich innerlich gegen ihn und seine Präsenz auf dem Hof, doch je näher sie ihn kennenlernt, desto mehr erkennt sie, dass auch sie selbst Halt finden kann.

Mirjam schreibt mit einer Zartheit und Wärme, die mich tief berührt hat. Ihr Stil ist weich und sanft, fast wie Samt, und trägt einen durch die Seiten. Mit viel Gefühl erzählt sie von Heimkehr, Versöhnung und Neubeginn. Immer wieder musste ich schmunzeln, an anderen Stellen wiederum stiegen mir Tränen in die Augen. Besonders berührt hat mich der Bezug zur biblischen Geschichte des verlorenen Sohnes – ein Vergleich, der das Buch für mich noch besonderer gemacht hat.

Elle, Lenny und all die anderen Figuren wirkten für mich unglaublich echt und waren mir von Anfang an sympathisch. Auch die Beschreibung von Mecklenburg, der weiten Landschaft und dem Leben auf einem Hof voller Tiere ließ lebendige Bilder in meinem Kopf entstehen. Der Glaube an Gott wird dabei auf eine feine und sehr authentische Weise in die Geschichte verwoben.

Dieses Buch hat mir viele wunderbare, berührende Lesestunden geschenkt. Ich empfehle es von Herzen gern weiter.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Ein schöner humorvoller Roman mit Tiefgang

Ein Stiefel kommt selten allein
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Ein Buch von Karen Witemeyer? Kaufe ich blind. Ihre Geschichten gehören für mich einfach ins Regal – und auf die Leseliste. Sie hat ein echtes Talent dafür, Romane zu schreiben, die mitten ins Herz treffen. ...

Ein Buch von Karen Witemeyer? Kaufe ich blind. Ihre Geschichten gehören für mich einfach ins Regal – und auf die Leseliste. Sie hat ein echtes Talent dafür, Romane zu schreiben, die mitten ins Herz treffen. Humor, Romantik, Charme, eine Prise Ernst und natürlich der Glaube – bei ihr ist alles drin. Ihre Hauptfiguren sind so sympathisch, dass man sie am liebsten persönlich kennenlernen würde. Und ihre Beschreibungen des Lebens im 19. Jahrhundert? So lebendig, dass ich beim Lesen manchmal vergesse, dass ich nicht tatsächlich in einem Korsett auf einer staubigen Veranda sitze.

Schon beim Titel dieses Buches musste ich sofort an das Sprichwort „Ein Unglück kommt selten allein“ denken – und ganz ehrlich: Passt wie die Faust aufs Auge. Oder besser gesagt: wie der verlorene Stiefel zur Geschichte.

Auf der Suche nach Gerechtigkeit bricht Asher bei einem Rinderbaron ein um Beweise zu sammeln, dass seine Familie zu Unrecht aus ihrem Zuhause geworfen wurde. Blöd nur, dass er erwischt wird – und bei der Flucht einen seiner Stiefel verliert. Cinderella lässt grüßen!
Samantha, die Tochter des besagten Rinderbarons, findet den einsamen Stiefel. Und da der „Dieb“ kurz zuvor ihren kleinen Bruder vor dem Ertrinken gerettet hat, kann sie sich einfach nicht vorstellen, dass er ein schlechter Mensch ist. Sie macht sich auf die Suche nach ihm – nicht mit dem Glas-Schuh, sondern mit einem Cowboy-Stiefel. Ob sie ihn findet? Tja, das wird natürlich nicht verraten.

Diese Geschichte bietet genau die richtige Mischung aus Gefühl, Spannung und einem Augenzwinkern. Wer christliche Liebesromane mit Herz und Humor mag, wird dieses Buch lieben!

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Familiengeheimnisse und Versöhnung

Das Haus am Ende der Welt
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Wow. Mir fehlen die Worte für dieses Buch. Katrin hat es geschafft, mich mit ihrer Geschichte vollkommen in den Bann zu ziehen. Einmal eingetaucht, konnte ich kaum aufhören zu lesen. Fesselnd und gefühlvoll ...

Wow. Mir fehlen die Worte für dieses Buch. Katrin hat es geschafft, mich mit ihrer Geschichte vollkommen in den Bann zu ziehen. Einmal eingetaucht, konnte ich kaum aufhören zu lesen. Fesselnd und gefühlvoll erzählt sie die Geschichte von Mai und Henning.

Mai hat einen schweren Reitunfall erlitten, lag wochenlang im Koma – und als sie schließlich erwacht, ist nichts mehr wie zuvor. Sie ist nicht mehr dieselbe. In ihr brodelt Schmerz und Wut, die ich beim Lesen förmlich spüren konnte. Ihre Gefühle waren für mich absolut nachvollziehbar.
Henning hingegen war mit Mais Verhalten völlig überfordert, konnte es nicht begreifen – und reagierte oft überfürsorglich. Doch dann verschwindet Mai plötzlich spurlos.
Was ist passiert? Wo ist sie hin?

Die Suche nach ihr führt Henning schließlich nach Finnland, nachdem er einen rätselhaften Anruf erhält. Ohne zu zögern macht er sich auf den Weg – und stößt dort auf ein Geheimnis, das alles verändert. Ein Geheimnis, das sich entfaltet wie die Büchse der Pandora und mich beim Lesen fassungslos zurückgelassen hat. Gleichzeitig zwingt es Henning, sich seiner eigenen Vergangenheit zu stellen.

Katrin zeigt mit diesem Buch eindrucksvoll, wie wichtig es ist, über Verluste, familiäre Geheimnisse und die Wahrheit zu sprechen.
Es ist kein Buch, das laut schreit – aber eines, das tief unter die Haut geht. Ich kann es von Herzen empfehlen.

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