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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2025

Sehr emotional und beeindruckend

Maikäferjahre
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Der Schreibstil von Sarah Höflich ist sehr flüssig und mitreißend. Ihr Erzählstil ist beeindruckend bildhaft und gefühlvoll. Die Charaktere sind realistisch dargestellt, so dass man sich sofort mit ihnen ...

Der Schreibstil von Sarah Höflich ist sehr flüssig und mitreißend. Ihr Erzählstil ist beeindruckend bildhaft und gefühlvoll. Die Charaktere sind realistisch dargestellt, so dass man sich sofort mit ihnen verbunden fühlt.
Das Cover gefällt mir gut. Es hat Bezug zum Lied "Maikäfer flieg", das die Zwillinge Anni und Tristan eng verbindet.

Die Geschichte spielt in der Zeit von 1944 bis 1947 und wird abwechselnd aus der Sicht von Anni und von Tristan erzählt.
Anni lebt mit ihrer kleinen Tochter bei ihren Eltern in Dresden. Von ihrem Ehemann Fritz, der an der Front kämpft, hat sie keine Nachrichten.
Annis Vater hat den Juden Adam heimlich versteckt. Er ist ein Jahrhundertmusiker. Bei der Bombardierung flieht Anni mit ihrer Tochter und Adam aus Dresden. Sie will nach Tirol zu ihren Schwiegereltern.
Tristan ist Jagdflieger, seine Maschine wird über England abgeschossen. Er stürzt ab und entrinnt knapp dem Tod. In Kriegsgefangenschaft wird er von der Krankenschwester Rosalie aufopfernd gepflegt. Sie ist fast die Einzige, die keinen Hass gegen ihn hegt. Tristan und Rosalie verlieben sich ineinander. Diese Liebe ist bei den Engländern verboten, auch Rosalies Vater ist strikt dagegen.

Die Geschichte ist absolut emotional und bedrückend. Die Seiten flogen nur so dahin. Die gegenseitigen Anfeindungen und der Hass der Deutschen und Engländer werden eindrücklich beschrieben. Ebenso ausführlich die dramatische Flucht von Anni und Adam.

Ein großartiger Roman mit absoluter Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Mutige Frauen im Kampf für Demokratie und Gleichheit der Frauen

Im Wind der Freiheit
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Der Schreibstil von Tanja Kinkel ist - wie immer - flüssig und mitreißend. Ihr Erzählstil ist packend und bildhaft.

Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut und ist total passend zu dem Historischen Roman ...

Der Schreibstil von Tanja Kinkel ist - wie immer - flüssig und mitreißend. Ihr Erzählstil ist packend und bildhaft.

Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut und ist total passend zu dem Historischen Roman der deutschen Revolution im Jahr 1848. Die Geschichte spielt in der Zeit von 1835 bis 1849 und wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt.

Die junge Susanne und ihre Mutter leben in ärmlichsten Verhältnissen, sie haben eine Unterkunft bei einem Lehrer, der Susanne vergewaltigt hat. Danach arbeitet sie in einer Fabrik, in der Frauen ausgebeutet werden. Über die Zustände dort dürfen sie nicht sprechen.

Louise Otto stammt aus guten Verhältnissen und verliert im kurzen Abstand ihre Mutter und ihren Vater, den Gerichtsdirektor. Ihr zukünftiger Schwager möchte unbedingt ihr Erbe verwalten und die Vormundschaft übernehmen. Das lehnt Louise strikt ab. Sie will über ihr Erbe und sich selbst bestimmen und als Schriftstellerin arbeiten.

Louise und Susanne treffen durch Zufall aufeinander. Beide wollen für mehr Rechte der Frauen kämpfen. Louise schreibt über die schlimmen Zustände in der Tuchfabrik. Daraufhin wird Susanne fristlos und ohne Zeugnis entlassen. Um Geld zu verdienen und sich um ihre kranke Mutter zu kümmern, verkauft sie ihren Körper. Da lernt sie Gernot kennen, der sie zur Spionage überredet.

Mehr wird von mir nicht verraten.

Louise Otto ist eine reale Person, sie gilt als Pionierin der deutschen Frauenbewegung und engagierte sich in der Revolution von 1848/49. Die historischen Ereignisse sind gut recherchiert und mit vielen historischen Personen in den Roman eingebunden. Die Geschichte hat mich gefesselt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Sehr bewegend und fesselnd

Wintertöchter
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Der Schreibstil von Mignon Kleinbek ist flüssig und mitreißend. Der Erzählstil ist gefühlvoll und bildhaft, sehr angenehm zu lesen. Das Cover ist passend zu dem Roman.

Es ist die letzte Raunacht im Jahr ...


Der Schreibstil von Mignon Kleinbek ist flüssig und mitreißend. Der Erzählstil ist gefühlvoll und bildhaft, sehr angenehm zu lesen. Das Cover ist passend zu dem Roman.

Es ist die letzte Raunacht im Jahr 1940, ein bitterkalter Winter, als Marie auf einem Berghof ihre Tochter Anna zur Welt bringt. Sie bittet ihren Mann Toni, dass er ihre Ziehschwester Barbara zu Hilfe holt, die als Hebamme arbeitet. Auf dem Weg stürzt er mit dem Pferdegespann den Berg hinab und stirbt.
Marie und Barbara bemerken, dass die kleine Anna eine besondere Gabe hat, wie auch Barbara sie besitzt. Diese besondere Gabe ist Segen und Fluch zugleich.

Die Geschichte ist bewegend und dramatisch, sie hat mich in den Bann gezogen und gefesselt.
Sehr berührend finde ich die Briefe von Anna, die sie als Erwachsene Frau geschrieben hat und zwischen die einzelnen Kapitel eingebunden sind.

Ich bin schon gespannt auf Band 2 und 3, um zu erfahren wie es mit Anna weitergeht.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

London Bridge - Spannende historische Geschichte

Die Brücke von London
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Julius Arth hat einen flüssigen mitreißenden Schreibstil. Seine Sprache ist lebendig und bildhaft, sehr angenehm zu lesen. Das Cover gefällt mir gut, es ist passend zu dem Roman.

Die Geschichte von zwei ...

Julius Arth hat einen flüssigen mitreißenden Schreibstil. Seine Sprache ist lebendig und bildhaft, sehr angenehm zu lesen. Das Cover gefällt mir gut, es ist passend zu dem Roman.

Die Geschichte von zwei starken mutigen Frauen wird im Wechsel über zwei Zeitebenen erzählt: Bau der London Bridge im Jahr 1202 und Abriss im Jahr 1749.
Im Jahr 1202 bis 1203 wird die London Bridge gebaut. In der Zeit lebt Estrid, deren Mann bei den Bauarbeiten ums Leben kommt.
Im Jahr 1749 muss die Tuchhändlerin Juliana, deren Mann verstorben ist, um ihre Existenz bangen. Er hat ihr viele Schulden hinterlassen. Weil eine neue London Bridge gebaut wird, soll die alte Brücke mit allen Geschäften abgerissen werden. Juliana lernt den Straßenjungen Alder kennen und steigt ins Schmuggelgeschäft ein.

Ich war von der ersten Seite an von der spannenden Geschichte gefesselt. Man kann wunderbar eintauchen in die damalige Zeit und die Sorgen und Nöte der Protagonisten.

Ein gelungener Historische Roman mit klarer Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 15.02.2025

Historischer Kriminalroman – sehr spannend

Nacht der Ruinen
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Der Autor Cay Rademacher hat einen sehr flüssigen und mitreißenden Schreibstil. Die Erzählweise ist total packend und bildhaft. Zu der Story ist das Cover mit dem Fallschirm passend gewählt.

"Nacht der ...

Der Autor Cay Rademacher hat einen sehr flüssigen und mitreißenden Schreibstil. Die Erzählweise ist total packend und bildhaft. Zu der Story ist das Cover mit dem Fallschirm passend gewählt.

"Nacht der Ruinen" spielt im total zerstörten Köln während der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges, März 1945. Der junge amerikanische Pilot Richard Rohrer wird abgeschossen. Er stürzt mit seinem Fallschirm ab in eine Kirche und wird Opfer eines Lynchmordes.
Joe Salmon (Joseph Salomon) ist Jude und in Köln aufgewachsen. Nach der Reichskristallnacht ist er sofort n die USA emigriert. Nun ist er als amerikanischer Soldat zurück in Köln und soll den Mord an dem Piloten aufklären. Mit seinem Fahrer Gonzales und dem Englischen Reporter George Orwell begibt er sich in dem zerbombten Köln auf die Spurensuche.
Joe versucht heimlich, noch Hilda und Jakob zu finden, zwei Menschen aus seiner damaligen Zeit in Köln.

Die Geschichte ist einfach packend und hat mich in den Bann gezogen. Das Ende nimmt eine erstaunliche Wendung.

Ein sehr gut recherchierter Historischer Kriminalroman, in dem bekannte Personen gut in die Story eingebunden sind, z. B. Konrad Adenauer, George Orwell.
Authentisch wird die zerstörte Stadt und der Überlebenskampf der Kölner Bevölkerung beschrieben.

Absolut lesenswert.

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