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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.06.2025

Herzerwärmender Roadtrip

Tage wie Salzwasser
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Wow! Dieses Buch habe ich sogar während einer extremen Leseflaute sehr gerne gelesen.
Zwei unterschiedliche Frauen, beide mitten in der Trauer, laufen einander über den Weg und begeben sich auf einen Roadtrip ...

Wow! Dieses Buch habe ich sogar während einer extremen Leseflaute sehr gerne gelesen.
Zwei unterschiedliche Frauen, beide mitten in der Trauer, laufen einander über den Weg und begeben sich auf einen Roadtrip bis nach Sizilien. Dazwischen gehen sie getrennte Wege, lernen interessante Menschen kennen, finden einander wieder.
Soweit die Kurzfassung ohne Spoiler.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, der Schreibstil ist sehr ansprechend und der Text lässt sich fluffig weglesen. Die Ortsbeschreibungen wecken Fernweh! Der Plot ist so aussergewöhnlich, dass ich zwischendurch immer wieder daran gedacht habe, dass es vielleicht viel von der Autorin Selbsterlebtes enthält.
Die Protagonistinnen menscheln richtig, viele Aktionen sind vielleicht nicht nachvollziehbar, aber glaubwürdig, die Emotionen fühlen sich echt an.
Die Thematik der Trauerarbeit ist berührend und die entstehende Freundschaft herzerwärmend.
Dieses Buch kann ich guten Gewissens weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Harter Plot aber tolles Buch

Wir sind dieser Staub
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Oh wow! Das war definitiv ein Highlight, auch wenn die Handlung furchtbar wütend macht… oder vielleicht sogar genau deswegen.
Texas, wir befinden uns in den 70er Jahren, ein vierzehnjähriges Mädchen mexikanischer ...

Oh wow! Das war definitiv ein Highlight, auch wenn die Handlung furchtbar wütend macht… oder vielleicht sogar genau deswegen.
Texas, wir befinden uns in den 70er Jahren, ein vierzehnjähriges Mädchen mexikanischer Herkunft wird brutal von einem jungen Mann missbraucht.
Übel zugerichtet schleppt sie sich zum nächsten Farmhaus, wo sie auf eine hochschwangere Frau mit kleiner Tochter trifft.
So beginnt das Drama und nach und nach erfahren wir vom Schicksal mehrerer Frauen und Mädchen: Nachbarinnen, Mütter, Töchter, Kellnerinnen. Wir erfahren von ihrem Kampf des Überlebens in einer unwirtlichen Gegend in dem das Patriarchat herrscht. Wir lesen von Rassismus und Misogynie.
Und die Art des Erzählens ist so lebensnah, die weiblichen Charaktere so stark und kämpferisch, so genial geschrieben, dass man das Land und die Menschen direkt vor sich sieht.
Ein hartes aber großartiges Buch, super übersetzt von Eva Bonné. Auf jeden Fall empfehlenswert, allerdings nichts für schwache Nerven.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Berührende Lebensgeschichten

Flusslinien
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Es gibt Bücher, da ist man völlig überrascht wenn sie zu Ende gehen, weil man so in ihnen versunken ist. Und obwohl eigentlich alles auserzählt ist, möchte man einfach weiter lesen. Dieses wunderbar ruhig ...

Es gibt Bücher, da ist man völlig überrascht wenn sie zu Ende gehen, weil man so in ihnen versunken ist. Und obwohl eigentlich alles auserzählt ist, möchte man einfach weiter lesen. Dieses wunderbar ruhig erzählte Buch war für mich genau so.
Die Autorin hat einen schönen Schreibstil (vor allem bei Beschreibungen generell, aber ganz besonders bei Naturbeobachtungen) und haucht ihren Protagonist*Innen sympathische Wesenszüge und interessante Lebensgeschichten ein.
Da ist zum einen Margrit, hundertundzwei Jahre alt und rüstig; ihre Enkelin Luzie, achtzehn Jahre jung und schon ein ordentliches Lastenbündel zu schleppen; und Arthur der Chauffeur Margrits, ein Mittzwanziger - etwas verschroben.
Nach und nach erfahren wir ihre Lebensgeschichten, die teils berühren, aber auch erschüttern.
Ich mochte dieses Buch wirklich sehr und kann es ruhigen Gewissens weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Unkitschige Geschichte von starken Frauen in China

Wo die Wasser sich begegnen
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Es ist schon lange her, dass ich einen Roman gelesen habe, der in China angesiedelt ist... vor einigen Jahren habe ich fast ausschließlich Chinesische Geschichten gelesen.
Daher war dieses Buch für mich ...

Es ist schon lange her, dass ich einen Roman gelesen habe, der in China angesiedelt ist... vor einigen Jahren habe ich fast ausschließlich Chinesische Geschichten gelesen.
Daher war dieses Buch für mich eine Reise in die Vergangenheit im doppelten Sinne.
Es ist die Geschichte von Rain und Phönix, Mutter und Tochter, die aus China nach Canada flohen und unzertrennlich waren, bis Rain im Pflegeheim hochbetagt stirbt. Phönix ist untröstlich und reist mit der Asche ihrer Mutter nach China. Dort trifft sie ihre alte Tante, die ihr in kleinen Happen von ihrer Vergangenheit und der ihrer Mutter erzählt, vom Krieg gegen die Japaner und vom Bürgerkrieg.
Wir erfahren aber auch Phönixs Kindheits- und Jugendjahre unter Maos Herrschaft. Der Schreibstil bleibt erfrischend undramatisch und ohne Kitsch.
Eine dramatische Geschichte von mutigen und starken Frauen, von Krieg und Diktatur - übersetzt von Susanne Hornfeck.
Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Spannend und unterhaltsam

Dark Places - Gefährliche Erinnerung
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Obwohl ich „Gone Girl“ als Film kenne, war dies mein erster Roman der Autorin. Und was soll ich sagen: das Drama hat mich gut unterhalten.
Libby, Anfang dreissig, hat mit sieben Jahren ihre Familie verloren, ...

Obwohl ich „Gone Girl“ als Film kenne, war dies mein erster Roman der Autorin. Und was soll ich sagen: das Drama hat mich gut unterhalten.
Libby, Anfang dreissig, hat mit sieben Jahren ihre Familie verloren, ihr Bruder hat in einer Nacht ihre Mutter und die beiden Schwestern umgebracht.
Zu ihrem Bruder, der lebenslänglich im Gefängnis sitzt, hat sie keinen Kontakt.
Durch eine True Crime Fangruppe wird sie gezwungen sich mit dem Drama noch einmal auseinander zu setzen.
Abwechselnd begleiten wir Libby in der Gegenwart, tauchen in ihre Gedanken ein und folgen Ihr bei der Vergangenheitsbewältigung und gleichzeitig wird der letzte Tag ihrer Familie aufgerollt. Und das ist durchaus spannend zu lesen. Sicher kein klassischer Thriller, aber für mich war es ein Pageturner, den Christine Strüh übersetzt hat.

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