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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2025

Schöner Liebesroman

Variation – Für immer oder nie
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Das Cover wirkt elegant und passt perfekt zur Geschichte. Rebecca Yarros’ Schreibstil ist angenehm flüssig und bildhaft, wodurch ich mühelos in Allies Welt eintauchen konnte. Besonders beeindruckt haben ...

Das Cover wirkt elegant und passt perfekt zur Geschichte. Rebecca Yarros’ Schreibstil ist angenehm flüssig und bildhaft, wodurch ich mühelos in Allies Welt eintauchen konnte. Besonders beeindruckt haben mich die authentischen Einblicke in das harte und fordernde Leben als Balletttänzerin – ein Thema, mit dem ich vorher wenig Berührungspunkte hatte, das hier aber sehr glaubwürdig umgesetzt wurde. Allie ist für mich als Hauptfigur sehr greifbar. Ihre Verletzlichkeit und der innere Kampf, mit den Erwartungen ihrer Familie und der Vergangenheit zurechtzukommen, wurden sehr authentisch dargestellt. Die Beziehung zwischen Allie und Hudson hat mich berührt, auch wenn ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr emotionale Tiefe gewünscht hätte.

Insgesamt ist Variation ein gefühlvoller Roman, der mich gut unterhalten hat und neugierig auf weitere Bücher der Autorin macht.

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Veröffentlicht am 24.04.2025

Bewegend, ehrlich und wichtig

Something happened to Ally
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Dieses Buch hat mich tief bewegt und wird mir lange im Gedächtnis bleiben. Von Anfang an konnte ich in Allys Geschichte eintauchen: Ihre Hoffnung, ihre Verletzlichkeit und schließlich ihr Schmerz nach ...

Dieses Buch hat mich tief bewegt und wird mir lange im Gedächtnis bleiben. Von Anfang an konnte ich in Allys Geschichte eintauchen: Ihre Hoffnung, ihre Verletzlichkeit und schließlich ihr Schmerz nach dem Übergriff haben mich sehr berührt. Es ist erschütternd mitzuerleben, wie ein Moment, auf den sie sich so sehr gefreut hat, zu einem Albtraum wird – und wie authentisch die Autorin Allys Scham, Schuld und Verzweiflung schildert. Besonders stark fand ich, wie die Nachwirkungen der Vergewaltigung ohne Klischees, aber mit viel Feingefühl beschrieben werden. Die wechselnden Perspektiven zwischen Ally und Blythe machen die Handlung intensiv und zeigen, wie unterschiedlich Menschen mit so einer Situation umgehen.

Das Buch spricht ein wichtiges Thema offen an und macht deutlich, dass die Schuld niemals beim Opfer liegt. Allys Mut, am Ende ihre Stimme zu erheben, hat mir Gänsehaut bereitet und das Nachwort der Autorin war für mich ein ehrlicher, sehr persönlicher Abschluss.

„Something happened to Ally“ ist ein bewegendes Buch, das ein wichtiges und aktuelles Thema offen anspricht und viele Denkanstöße bietet.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Ein kluger Roman über Leistungsdruck, Sinnsuche und Selbstverlust

Geht so
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„Geht so“ von Beatriz Serrano hat mich mit seiner Mischung aus Ironie, schwarzem Humor und Tragik überrascht. Marisa, die Hauptfigur, steckt in einem „Bullshit-Job“, den sie zutiefst verabscheut. Um ihren ...

„Geht so“ von Beatriz Serrano hat mich mit seiner Mischung aus Ironie, schwarzem Humor und Tragik überrascht. Marisa, die Hauptfigur, steckt in einem „Bullshit-Job“, den sie zutiefst verabscheut. Um ihren Alltag zu ertragen, flüchtet sie sich in YouTube-Videos und Medikamente – eine stille Verzweiflung, die unter dem witzigen Ton immer spürbar bleibt.
Die ironische und überspitzte Darstellung ihres Lebens hat mich häufig zum Schmunzeln gebracht, gleichzeitig aber auch tief nachdenklich gestimmt. Besonders beeindruckend fand ich die Gesellschaftskritik, die sich durch den Roman zieht – sei es die Sinnentleerung moderner Arbeitswelten oder der Einfluss des Kapitalismus auf unser Leben.

Das Teambuilding-Wochenende war ein Wendepunkt – chaotisch, komisch und erschreckend zugleich. Marisas selbstzerstörerischer Umgang mit Drogen, auch in Bezug auf ihre Kolleginnen, hat mich zunehmend betroffen gemacht. Das Ende hat mich irritiert – es wirkt wie eine Flucht statt einer Lösung.

Dennoch bleibt „Geht so“ ein lesenswerter Roman, der unterhält, rüttelt – und lange im Kopf nachhallt.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Ein bewegender Roman über Träume und Realität

Chopin in Kentucky
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Chopin in Kentucky ist eine ebenso originelle wie berührende Coming-of-Age-Geschichte. Die zehnjährige Marie wächst in einer kinderreichen, von Armut und Gewalt geprägten Familie in Kentucky auf. Trotz ...

Chopin in Kentucky ist eine ebenso originelle wie berührende Coming-of-Age-Geschichte. Die zehnjährige Marie wächst in einer kinderreichen, von Armut und Gewalt geprägten Familie in Kentucky auf. Trotz schwieriger Verhältnisse verliert sie nie ihren Mut und ihren großen Traum: Sie will Ballerina werden. Dabei begleitet sie der imaginäre Frédéric Chopin, der mit scharfsinnigen Kommentaren für skurrile und oft humorvolle Momente sorgt. Die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit ist beeindruckend – das Buch thematisiert harte Realitäten wie Gewalt und Vernachlässigung, schafft es aber gleichzeitig, Hoffnung und Lebensfreude zu vermitteln. Der Schreibstil ist bildhaft und lebendig, manchmal poetisch, manchmal nüchtern. Besonders gelungen fand ich die kunstvolle Verknüpfung von Musik, Tanz und der kindlichen Vorstellungskraft. Chopin in Kentucky ist ein Roman, der nachhallt – eine Geschichte über Träume, Durchhaltevermögen und die Kraft der Fantasie.

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Die Schatten der Erinnerung

Haltlos
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Emily steht vor einem Rätsel: Ihre beste Freundin Liv ist tot, doch sie selbst kann sich an nichts erinnern – dabei war sie direkt neben ihr. Sie spürt, dass mehr hinter dem Unfall steckt, doch je tiefer ...

Emily steht vor einem Rätsel: Ihre beste Freundin Liv ist tot, doch sie selbst kann sich an nichts erinnern – dabei war sie direkt neben ihr. Sie spürt, dass mehr hinter dem Unfall steckt, doch je tiefer sie gräbt, desto gefährlicher wird es. Die Autorin versteht es meisterhaft, mit falschen Fährten und unterschwelliger Spannung zu spielen, sodass ich ständig an meinen eigenen Theorien gezweifelt habe. Durch kurze Kapitel und wechselnde Perspektiven entsteht ein Sog, dem ich mich kaum entziehen konnte. Besonders faszinierend fand ich die psychologische Tiefe der Geschichte – wie viel kann man seiner eigenen Erinnerung trauen?

Ich empfehle das Buch sehr gern weiter.

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