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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2025

Wenn der Schein trügt

Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
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Natalie ist die erfolgreichste Verkäuferin bei Vixed, ein Unternehmen für Gesundheits- und Schönheitsprodukte oder besser gesagt Nahrungsergänzungsmittel. Sie ist schön, charismatisch und veranstaltet ...

Natalie ist die erfolgreichste Verkäuferin bei Vixed, ein Unternehmen für Gesundheits- und Schönheitsprodukte oder besser gesagt Nahrungsergänzungsmittel. Sie ist schön, charismatisch und veranstaltet jedes Jahr einen 5-km-Spendenlauf für Zerebralparese zu Ehren ihrer Kindheitsfreundin Amelia, die daran gestorben ist. Dawn hingegen ist eine zurückhaltende, sozial unbeholfene Buchhalterin. Sie ist immer pünktlich, ordentlich und zuverlässig, doch eines Tages erscheint Dawn nicht zur Arbeit, was untypisch ist, weil Dawn noch nie zu spät gekommen ist. Ein anonymer Anruf, den Natalie für Dawn entgegennimmt, führt dazu, dass Natalie auf eigene Faust ermittelt und sich auf die Suche nach Dawn macht. Aber wer sagt die Wahrheit und wer ist das wahre Opfer?

Die Geschichte rund um Dawn und Natalie zu lesen hat richtig Spaß gemacht und überzeugt mit einem fesselnden Schreibstil, den man von Freida McFadden bereits von ihrer The Housemaids-Reihe kennt. Zwar wusste ich fast sofort, worauf die Geschichte hinausläuft, aber ich konnte trotzdem nicht aufhören zu lesen, woran bestimmt auch die kurzen Kapitel schuld waren. Besonders gut hat mir der Perspektivenwechsel gefallen, denn das Buch ist zwar aus der Perspektive von Natalie geschrieben, aber die E-Mails von Dawn bieten weitere Einblicke in das Unternehmen und lassen einen neue Sichtweisen auf die verschiedenen Charaktere werfen. Beim Lesen entstehen dadurch einige Unstimmigkeiten, die man sofort aufgedeckt haben möchte. Leider ging mir das Ende viel zu schnell und teilweise gab es Geschehnisse in dem Buch, die ich sehr unrealistisch fand und die dadurch einfach deplatziert wirkten. Die Grundidee hat mir gefallen, allerdings hätten dem Buch ein paar Seiten mehr nicht geschadet, um bestimmte Geschehnisse glaubwürdiger zu machen.

Die Geschichte konnte mich folglich nicht komplett überzeugen, daher bekommt das Buch von mir 3 von 5 Sternen. Die kurzen Kapitel und der Perspektivwechsel halten die Spannung dennoch aufrecht, aber das Potenzial schöpft die Autorin für meinen Geschmack nicht aus.

Ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher von Freida McFadden und bin gespannt auf ihren nächsten Thriller mit dem Titel Der Lehrer. Übrigens sind Freida McFaddens Bücher eine Empfehlung für alle, die überlegen, mit dem Genre zu starten, denn auch ich habe meine Liebe zu Thrillern durch ihre The Housemaids-Reihe entdeckt und das hat etwas zu bedeuten.

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Süß wie Erdbeerbonbons

Fischbrötchen und Erdbeerbonbons
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Isa als Hauptfigur hat mir gut gefallen, besonders ihre Leidenschaft für die Bonbonkocherei war ein süßes Detail, das der Geschichte eine besondere Note verliehen hat. Außerdem war das auch mein erstes ...

Isa als Hauptfigur hat mir gut gefallen, besonders ihre Leidenschaft für die Bonbonkocherei war ein süßes Detail, das der Geschichte eine besondere Note verliehen hat. Außerdem war das auch mein erstes Buch mit der Thematik, daher fand ich das Drumherum sehr interessant. Auch das Setting an der Ostsee war schön beschrieben und hat für eine angenehme Atmosphäre gesorgt. Eckernförde ist mir sehr gut bekannt, genauso wie die Oststee, daher habe ich mich beim Lesen sehr wohl gefühlt. Es war wie ein Kurzurlaub an der Ostsee mit vielen Bonbons und alten Bekanntschaften.Die Handlung konnte mich aber nicht durchgehend fesseln, sodass ich das Buch am Ende zeitgleich mit einem anderen Buch gelesen haben. Es gab einige Längen, in denen mir zu wenig passiert ist und manche Entwicklungen haben mich nicht wirklich überrascht.

Die Dreieckskonstellation mit Erik und Sönke hatte Potenzial, doch die Emotionen konnten mich nicht immer überzeugen, weil leider vieles vorhersehbar war. Manche Entscheidungen von Isa wirkten zu impulsiv, während andere Konflikte zu schnell aufgelöst wurden. Der Schreibstil war dennoch leicht und flüssig und ich werde in Zukunft definitiv erneut ein Buch von Jana Hell lesen wollen. Vielleicht ja im Sommer an der Ostsee?

Insgesamt war das Buch eine lockere Lektüre für zwischendurch. Wer leichte Liebesromane mit Küstenflair mag, wird hiermit sicher auf seine Kosten kommen. Für mich persönlich war es solide, aber kein Highlight, daher 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Enttäuschende Lektüre

Women
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Women erzählt aus der Ich-Perspektive von einer jungen Frau, die ihre erste Liebesbeziehung zu einer älteren Frau erlebt. Es geht um Leidenschaft, Obsession und die Suche nach der eigenen Identität. Die ...

Women erzählt aus der Ich-Perspektive von einer jungen Frau, die ihre erste Liebesbeziehung zu einer älteren Frau erlebt. Es geht um Leidenschaft, Obsession und die Suche nach der eigenen Identität. Die Erzählerin kämpft mit Unsicherheit, Selbstzweifeln und der Anziehung zu Finn, einer selbstbewussten und gleichzeitig komplizierten Frau. Die Geschichte springt zwischen Momenten intensiver Nähe und Konflikten, die immer wieder eskalieren, und zeigt, wie destruktiv eine Beziehung sein kann, wenn Grenzen nicht respektiert werden. Neben der Liebesgeschichte tauchen auch Themen wie Sucht, Selbstfindung und weibliche Sexualität auf.
„Zum Glück für die Erzählerin - und für mich - muss die erste Liebe nicht zwangsläufig die letzte sein, und normalerweise ist das auch nicht so.“ - S. 13

Leider konnte mich das Buch nicht richtig fesseln. Die Handlung wirkte oft repetitiv und die Figuren blieben oberflächlich. Ich konnte kaum eine Verbindung zu ihnen aufbauen. Besonders Finn erschien mir nicht greifbar, die Erzählerin teils anstrengend in ihrer Selbstbesessenheit. Die kurzen Passagen über Bücher oder Popkultur haben zwar nette Einblicke gegeben, konnten die Geschichte für mich aber nicht retten. Insgesamt war das Buch für mich langweilig und hat meine Erwartungen nicht erfüllt.

„Schließlich wird mir klar, dass ich aufgehört habe zu leben und nur noch Zeit totschlage. Ich nehme kaum bis gar nicht mehr am Leben teil.“ - S. 159

Women ist eine Novelle über intensive Gefühle, toxische Beziehungen und die Suche nach sich selbst. Auch wenn die Geschichte für manche Leserinnen durch ihre ungefilterte Ehrlichkeit und die Darstellung weiblicher Sexualität spannend sein kann, konnte sie bei mir nicht punkten. Ich würde das Buch eher nur an Leserinnen empfehlen, die sich besonders für queere Liebesgeschichten oder autobiografisch inspirierte Novellen interessieren.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Viel Potenzial, aber kaum Tiefe

Das schönste aller Leben
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"Ich muss so vieles wiedergutmachen. Aber es gibt kein Gutmachen, weil es nicht mehr gut wird, nur vielleicht ein bisschen weniger schlimm." - S. 32

Leider hat es mich insgesamt nicht überzeugt. Ich ...

"Ich muss so vieles wiedergutmachen. Aber es gibt kein Gutmachen, weil es nicht mehr gut wird, nur vielleicht ein bisschen weniger schlimm." - S. 32

Leider hat es mich insgesamt nicht überzeugt. Ich war mehr als einmal kurz davor, das Buch abzubrechen, weil mich die Geschichte nicht richtig packen konnte.

Der Roman erzählt auf mehreren Zeitebenen von Theresia und Vio. Grundsätzlich finde ich solche Erzählweisen spannend, hier hat es für mich aber nicht richtig funktioniert. Die einzelnen Handlungsstränge konnten mich nicht wirklich fesseln und wirkten stellenweise eher langatmig.

Was für mich am schwersten gewogen hat, war die fehlende emotionale Verbindung zu den Charakteren. Ich konnte keinen richtigen Draht zu ihnen aufbauen, wodurch mich viele Entwicklungen kalt gelassen haben. Die Figuren blieben für mich zu oberflächlich und ich hatte oft das Gefühl, ihnen eher von außen zuzusehen, statt wirklich mit ihnen mitzufühlen.

"Love it. Change it. Or leave it. Aber alles davon ist unmöglich. Ich hasse es. Ich kann es nicht ändern. Und verlassen kann ich höchstens mich selbst." - S. 31

Auch inhaltlich hatte ich mir mehr Tiefe erhofft. Viele Themen werden angesprochen, aber für mich nicht ausreichend ausgearbeitet. Dadurch wirkt das Buch stellenweise etwas überladen, ohne wirklich in die Tiefe zu gehen. Es bleibt vieles an der Oberfläche, obwohl eigentlich viel Potenzial da gewesen wäre.

Der Schreibstil ließ sich zwar gut lesen, konnte aber für mich nicht ausgleichen, dass mich die Geschichte insgesamt nicht wirklich erreicht hat. Am Ende sind es für mich 2 von 5 Sternen. Eine interessante Idee, die mich in der Umsetzung leider nicht überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Brutal, jugendlich und langweilig

The Poet Empress
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Uff... Was war das für eine Geschichte? Das Buch war brutal, aber echt langweilig. In Hinblick auf den Klappentext habe ich etwas ganz anderes erwartet, als das was ich mit diesem Buch bekommen habe. Der ...

Uff... Was war das für eine Geschichte? Das Buch war brutal, aber echt langweilig. In Hinblick auf den Klappentext habe ich etwas ganz anderes erwartet, als das was ich mit diesem Buch bekommen habe. Der Klappentext klang nämlich richtig spannend. Umso enttäuschter war ich am Ende, weil mich die Geschichte trotz ihres Potenzials kaum packen konnte. Die Idee ist grundsätzlich cool, aber an der Umsetzung scheitert es.

Mir hat es in dem Buch auch an Fantasy gefehlt. Fantasy-Elemente sind durchaus vorhanden, etwa in Form von magisch wachsenden Blumen oder Pfirsichbäumen, doch das Magiesystem bleibt sehr vage. Vieles wird nur angedeutet und nie wirklich erklärt, sondern passiert einfach, wodurch die Welt für mich überraschend klein und wenig greifbar wirkte. Der Geschichte fehlte es folglich an Worldbuilding. Ich hatte oft das Gefühl, dass dem Plot nicht genug Zeit gegeben wurde, sich sinnvoll zu entwickeln oder Tiefe aufzubauen. Eine Sache passiert und schon gehts mit dem nächsten Punkt weiter.

Der Fokus der Geschichte liegt sehr stark auf der Brutalität. Vorher also unbedingt die Triggerwarnung durchlesen. Die Gewalt ist zwar extrem präsent und teilweise sehr explizit, aber ohne für mich einen echten "Mehrwert" für die Handlung oder die Figuren zu haben. Die Brutalität dominiert die Erzählung so stark, dass andere Aspekte wie Figurenentwicklung und Worldbuilding in den Hintergrund rücken. Dadurch wurde die Geschichte zunehmend zäh und repetitiv. Besonders schwer fiel es mir, eine emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen, da ihre Entwicklung hinter der konstanten Grausamkeit zurückblieb.

Auch tonal hatte ich Schwierigkeiten. Das Buch ist definitiv eher Young Adult, den Stil und Figuren lesen sich stellenweise sehr jugendlich, was für mich nicht gut mit den düsteren Themen harmoniert. Was mir zusätzlich das Lesen erschwert hat, war das Tempo. Die Geschichte zieht sich lange, ohne dass wirklich etwas vorangeht oder Spannung aufgebaut wird. Ich war mehrfach kurz davor, das Buch abzubrechen, habe mich dann aber doch bis zum Ende durchgekämpft.

Unterm Strich bleibt für mich eine Geschichte mit einer starken Idee, die in der Umsetzung leider nicht überzeugen konnte. Brutal, aber gleichzeitig überraschend langweilig und ohne den Sog, den ich mir erhofft hatte. Für mich kein Muss und leider eine Enttäuschung. Schön aussehen tut das Buch aber.

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