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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.08.2025

Zwischen Freundschaft, Misstrauen und Täuschung

Eine von uns
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Nach einem Hausbrand zieht Gina mit ihrer Familie in das leerstehende Haus ihrer alten Freundin Annie, die gerade verreist ist. Schon kurz nach dem Einzug steht Mary vor der Tür, die sich als Annies Haushälterin ...

Nach einem Hausbrand zieht Gina mit ihrer Familie in das leerstehende Haus ihrer alten Freundin Annie, die gerade verreist ist. Schon kurz nach dem Einzug steht Mary vor der Tür, die sich als Annies Haushälterin ausgibt. Gina ist zunächst skeptisch, nimmt die Hilfe der Fremden aber trotzdem an. Während sich die neue Situation im Haus zuspitzt, wird schnell klar, dass Mary eigene Pläne verfolgt. In Rückblenden erfährt man außerdem mehr über Ginas Jugendclique, alte Geheimnisse und eine verhängnisvolle Nacht, die noch immer Schatten wirft.

Die Idee hat mir richtig gut gefallen und der Einstieg war vielversprechend. Es herrscht von Beginn an eine bedrückende Atmosphäre und ich wollte unbedingt wissen, was hinter Mary steckt. Leider hat sich die Handlung für meinen Geschmack zu vorhersehbar entwickelt. Viele Wendungen habe ich schon früh geahnt, und die Reaktionen der Figuren wirkten auf mich oft unlogisch oder zu naiv. Besonders Gina habe ich manchmal einfach nicht verstanden. Trotzdem ließ sich das Buch flüssig lesen und einige Szenen konnten mich auch fesseln. Der Showdown war zwar spannender, aber insgesamt nicht ganz überzeugend.

Ein Psychothriller mit guter Grundidee, der für mich aber zu durchschaubar war. Trotz der Schwächen möchte ich mehr von Samantha Hayes lesen, da mir der Stil grundsätzlich gefallen hat. Für Fans von Freida McFadden könnte die Geschichte interessant sein, wenn man über die Vorhersehbarkeit hinwegsehen kann. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Besser als Band 1

Now You're Mine
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„» Menschen haben zwei Seiten. Eine, die sie der Welt präsentieren - und die andere, geheime. Das heißt aber nicht, dass man sie für die eine Seite nicht lieben dürfte.« »Ich wüsste nicht, wie man nur ...

„» Menschen haben zwei Seiten. Eine, die sie der Welt präsentieren - und die andere, geheime. Das heißt aber nicht, dass man sie für die eine Seite nicht lieben dürfte.« »Ich wüsste nicht, wie man nur teilweise lieben kann... Wenn ich jemandem mein Herz schenke, dann ganz.«“ -S. 180

Nachdem der erste Band der Dark Romance Dilogie namens Possessing Her mit einem fiesen Cliffhanger endete, wollte ich unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht. Daher habe ich mich sehr auf den zweiten Band gefreut. Calista steht nach DER Enthüllung am Ende von Band eins völlig neben sich. Hayden ist nicht nur der Mann, in den sie sich verliebt hat, sondern auch ihr Stalker. Und als wäre das nicht genug, gibt es noch eine Wahrheit, die sie auf keinen Fall erfahren darf. Hayden setzt alles daran, Calista bei sich zu behalten, doch was bleibt von einer Beziehung, wenn sie auf Angst, Kontrolle und Manipulation basiert?

Band 2 war für mich viel unterhaltsamer als der erste. Die Geschichte hatte mehr Tempo, es wurde spannender und vor allem gab es weniger Momente, bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte, was bei Calista im ersten Band nicht selten vorkam. Trotzdem hat mich auch dieser Teil nicht komplett überzeugt. Vieles wirkte wie eine Wiederholung, weil die ständige Dynamik zwischen Anziehung und Zurückweisung, die endlosen inneren Konflikte, sich irgendwann im Kreis drehten. Es ist zwar was passiert, aber wirklich weiterentwickelt hat sich die Beziehung zwischen den beiden kaum. Der Plottwist kam für mich jedoch überraschend und hat mir gut gefallen, weil die Geschichte dadurch nochmal eine andere Wendung genommen hat.

Hayden bleibt der Mittelpunkt des Ganzen. Er ist toxisch, kontrollierend und moralisch völlig daneben, aber genau diese überzeichnete Obsession ist irgendwo auch der Reiz. Man weiß, dass es falsch ist, aber genau deshalb liest man weiter. Calista dagegen hat sich zwar etwas weiterentwickelt, war für mich aber immer noch nicht nahbar. Ich konnte ihre Reaktionen bzw. Entscheidungen nicht nachvollziehen, was es schwierig gemacht hat, mit ihr mitzufühlen.

Was mich am meisten gestört hat, war die Länge. Für meinen Geschmack hätte die Geschichte auch locker in einem Band erzählt werden können. Es gab viel Wiederholung, wenig echte Entwicklung und der Mittelteil fühlte sich dadurch etwas zäh an. Wer Dark Romance nur für die Spannung und den Spice liest, kommt hier auf seine Kosten und wer mehr emotionale Tiefe sucht, eher weniger. Ich hätte mir nach dem nach dem zweiten Band noch eine Fortsetzung gewünscht, um zu sehen, wie es mit den beiden weitergeht und ob es überhaupt funktionieren kann. Gerade für Dark Romance-Einsteiger finde ich die Reihe ganz passend. Die Bücher sind nicht zu extrem, aber mit etwas Spannung und Drama, um neugierig auf mehr zu machen.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Ein gutes Buch für Dark Romance Einsteiger

Once You're Mine
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Once You’re Mine war mein erstes „richtiges“ Dark Romance Buch und ich würde sagen, dass es ein gutes Buch für Dark Romance Einsteiger ist, denn so „dark“ fand ich es gar nicht.

Die Geschichte beginnt ...

Once You’re Mine war mein erstes „richtiges“ Dark Romance Buch und ich würde sagen, dass es ein gutes Buch für Dark Romance Einsteiger ist, denn so „dark“ fand ich es gar nicht.

Die Geschichte beginnt damit, dass Hayden auf der Beerdigung von Calistas Vater erscheint, den er selbst getötet hat. Er war überzeugt, dass ihr Vater ein schlechter Mensch war und hat daher für Gerechtigkeit gesorgt. Hayden ist ein wohlhabender Anwalt, dessen Skrupellosigkeit ihn in seiner Branche bekannt gemacht hat. Calista hingegen arbeitet in einem Café und das Einzige, was sie daran liebt, ist ihre Arbeitskollegin, die zu ihrer besten Freundin wird (und wahrscheinlich auch die Cake Pops). Hayden und Calista sind sich bereits während des Prozesses gegen ihren Vater begegnet, der Prozess, nach dem ihr Vater getötet wurde. Calista kennt die Wahrheit und möchte herausfinden, wer hinter dem Mord steckt. Sie engagiert einen Detektiv, der ihr aber nicht weiterhelfen kann, sodass Hayden seine Chance ergreift und seinen Platz einnimmt. Er hat sie schon länger im Visier, zunächst mit dem Vorwand, sie beschützen zu wollen, doch in Wahrheit wächst seine Besessenheit mit jedem Tag, doch davon weiß Calista noch nichts...

"Obwohl die Beweislast erdrückend war, hat das Rechtswesen versagt. Deshalb habe ich das Gesetz in die eigenen Hände genommen" - S. 50

Und ja, Hayden ist eine offensichtliche Red Flag, während Calista die naive Protagonistin ist, aber ohne die beiden würde die Geschichte so auch gar nicht funktionieren. Wer davon also kein Fan ist, sollte die Finger von dem Buch lassen.

"Sie sieht alles. Sie sieht mich offen und verletztlich vor sich, sieht die Schwäche, die ich so sehr verabscheue, und trotzdem ist sie geblieben" - S. 176

Ich habe das Buch schnell beendet, denn der Schreibstil und die kurzen Kapitel haben dafür gesorgt, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Für mich war die Geschichte insgesamt jedoch wie eine lange Einleitung. Man hat die Charaktere kennengelernt und die Grundidee hat mir auch gut gefallen, aber als die Geschichte dann losgeht, war sie auch schon wieder vorbei. Das Buch endet daher auch mit einem fiesen Cliffhanger. Ich möchte folglich direkt Band 2 lesen und kann mir vorstellen (und hoffe), dass der Folgeband noch besser wird und mehr Spannung bereithält. Im ersten Band hat es mir leider auch an Tiefgang gefehlt, da die Handlung nur schleppend vorangeht. Zusätzlich gab es Kapitel (z. B. Kapitel 25), die aus beiden Sichtweisen geschrieben werden, sodass man zwar Einblick in die Gedankengänge und Perspektiven von Hayden und Calista erhält, dadurch doppeln sich aber die Chatverläufe der beiden und auch die Situationen sind demenstprechend bereits bekannt, was mir nicht so gut gefallen hat. Von mir bekommt Once You’re Mine dennoch 3 von 5 gut gemeinten Sternen, da das Buch eine nette Lektüre für zwischendurch ist, wenn man sich an das Dark Romance Genre wagen möchte.

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Wenn der Schein trügt

Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
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Natalie ist die erfolgreichste Verkäuferin bei Vixed, ein Unternehmen für Gesundheits- und Schönheitsprodukte oder besser gesagt Nahrungsergänzungsmittel. Sie ist schön, charismatisch und veranstaltet ...

Natalie ist die erfolgreichste Verkäuferin bei Vixed, ein Unternehmen für Gesundheits- und Schönheitsprodukte oder besser gesagt Nahrungsergänzungsmittel. Sie ist schön, charismatisch und veranstaltet jedes Jahr einen 5-km-Spendenlauf für Zerebralparese zu Ehren ihrer Kindheitsfreundin Amelia, die daran gestorben ist. Dawn hingegen ist eine zurückhaltende, sozial unbeholfene Buchhalterin. Sie ist immer pünktlich, ordentlich und zuverlässig, doch eines Tages erscheint Dawn nicht zur Arbeit, was untypisch ist, weil Dawn noch nie zu spät gekommen ist. Ein anonymer Anruf, den Natalie für Dawn entgegennimmt, führt dazu, dass Natalie auf eigene Faust ermittelt und sich auf die Suche nach Dawn macht. Aber wer sagt die Wahrheit und wer ist das wahre Opfer?

Die Geschichte rund um Dawn und Natalie zu lesen hat richtig Spaß gemacht und überzeugt mit einem fesselnden Schreibstil, den man von Freida McFadden bereits von ihrer The Housemaids-Reihe kennt. Zwar wusste ich fast sofort, worauf die Geschichte hinausläuft, aber ich konnte trotzdem nicht aufhören zu lesen, woran bestimmt auch die kurzen Kapitel schuld waren. Besonders gut hat mir der Perspektivenwechsel gefallen, denn das Buch ist zwar aus der Perspektive von Natalie geschrieben, aber die E-Mails von Dawn bieten weitere Einblicke in das Unternehmen und lassen einen neue Sichtweisen auf die verschiedenen Charaktere werfen. Beim Lesen entstehen dadurch einige Unstimmigkeiten, die man sofort aufgedeckt haben möchte. Leider ging mir das Ende viel zu schnell und teilweise gab es Geschehnisse in dem Buch, die ich sehr unrealistisch fand und die dadurch einfach deplatziert wirkten. Die Grundidee hat mir gefallen, allerdings hätten dem Buch ein paar Seiten mehr nicht geschadet, um bestimmte Geschehnisse glaubwürdiger zu machen.

Die Geschichte konnte mich folglich nicht komplett überzeugen, daher bekommt das Buch von mir 3 von 5 Sternen. Die kurzen Kapitel und der Perspektivwechsel halten die Spannung dennoch aufrecht, aber das Potenzial schöpft die Autorin für meinen Geschmack nicht aus.

Ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher von Freida McFadden und bin gespannt auf ihren nächsten Thriller mit dem Titel Der Lehrer. Übrigens sind Freida McFaddens Bücher eine Empfehlung für alle, die überlegen, mit dem Genre zu starten, denn auch ich habe meine Liebe zu Thrillern durch ihre The Housemaids-Reihe entdeckt und das hat etwas zu bedeuten.

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Süß wie Erdbeerbonbons

Fischbrötchen und Erdbeerbonbons
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Isa als Hauptfigur hat mir gut gefallen, besonders ihre Leidenschaft für die Bonbonkocherei war ein süßes Detail, das der Geschichte eine besondere Note verliehen hat. Außerdem war das auch mein erstes ...

Isa als Hauptfigur hat mir gut gefallen, besonders ihre Leidenschaft für die Bonbonkocherei war ein süßes Detail, das der Geschichte eine besondere Note verliehen hat. Außerdem war das auch mein erstes Buch mit der Thematik, daher fand ich das Drumherum sehr interessant. Auch das Setting an der Ostsee war schön beschrieben und hat für eine angenehme Atmosphäre gesorgt. Eckernförde ist mir sehr gut bekannt, genauso wie die Oststee, daher habe ich mich beim Lesen sehr wohl gefühlt. Es war wie ein Kurzurlaub an der Ostsee mit vielen Bonbons und alten Bekanntschaften.Die Handlung konnte mich aber nicht durchgehend fesseln, sodass ich das Buch am Ende zeitgleich mit einem anderen Buch gelesen haben. Es gab einige Längen, in denen mir zu wenig passiert ist und manche Entwicklungen haben mich nicht wirklich überrascht.

Die Dreieckskonstellation mit Erik und Sönke hatte Potenzial, doch die Emotionen konnten mich nicht immer überzeugen, weil leider vieles vorhersehbar war. Manche Entscheidungen von Isa wirkten zu impulsiv, während andere Konflikte zu schnell aufgelöst wurden. Der Schreibstil war dennoch leicht und flüssig und ich werde in Zukunft definitiv erneut ein Buch von Jana Hell lesen wollen. Vielleicht ja im Sommer an der Ostsee?

Insgesamt war das Buch eine lockere Lektüre für zwischendurch. Wer leichte Liebesromane mit Küstenflair mag, wird hiermit sicher auf seine Kosten kommen. Für mich persönlich war es solide, aber kein Highlight, daher 3 von 5 Sternen.

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