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Veröffentlicht am 07.04.2025

niedliches und schön gestaltetes Mitmachbuch

Wer ist hier ein Frechdachs?
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Die Sonne ist schon aufgegangen, alle Waldtiere sind schon wach, nur der kleine Dachs schläft noch tief und fest. Als er schließlich geweckt wird, hat er ziemlich schlechte Laune. Er muss schnell aufgemuntert ...

Die Sonne ist schon aufgegangen, alle Waldtiere sind schon wach, nur der kleine Dachs schläft noch tief und fest. Als er schließlich geweckt wird, hat er ziemlich schlechte Laune. Er muss schnell aufgemuntert und versorgt werden!
Eine Aktion des Lesers zieht immer eine neue Situation für den Dachs nach sich wo der Leser erneut eingreifen und ihm helfen muss.
Erstmal muss ich sagen, wie unfassbar schön und liebevoll das Buch gestaltet ist. Alle 26 Seiten sind gefüllt mit leuchtenden, fröhlichen Farben und zahlreichen Details, die man beim Lesen gemeinsam mit dem Kind (ab 2 Jahren) entdecken kann.
Die kurzen Texte heben sich in verschiedenen Farben gut von den Illustrationen ab. Auf jeder Seite gibt es jeweils eine kurze Erzählung, was passiert/ passiert ist, immer sehr passend zu den Illustrationen, und eine Aufforderung, die sich direkt an das Kind wendet, was es jetzt tun soll, um dem kleinen Frechdachs zu helfen, zum Beispiel soll er angelächelt werden, als er schlechte Laune hat oder man muss sich die Ohren zuhalten, wenn er schimpft und meckert. Diese Aufforderungen haben mir sehr gut gefallen, sie fordern das Kind direkt auf mit dem Buch zu interagieren. Die Aufgaben sind auch für kleinere schon sehr gut verständlich und machbar, nur wenn das Buch gekippt werden sollte, musste ich ein wenig helfen (für die Dreijährige war das Buch etwas zu groß um es alleine zu kippen).
Die einzige Aktion, die mir nicht gefallen hatte, war die, Bienen anzutippen, damit sie den Dachs nicht stechen. Da habe ich sicherheitshalber auch direkt erklärt, dass man echte Bienen nicht anfassen sollte! Die anderen Aktionen waren toll, sie zeigen, wie viel manche Handlungen manchmal ausmachen können.
Das Verhalten des Dachses mochte ich auch sehr gerne. Seine Gefühle sind ziemlich gut nachvollziehbar, auch für Kinder, denn wer wollte morgens noch nie im Bett liegen bleiben oder hat manchmal schlechte Laune?
Für Kinder, die sich schnell langweilen, wird es beim wiederholten Lesen möglicherweise schnell langweilig oder wissen schon, was sie machen sollen, bevor es vorgelesen werden kann. Bei uns war das zum Glück kein Problem, die Kleine hat kein Problem damit immer wieder die gleichen Geschichten zu hören. Die Seiten sind auch so schön gestaltet, dass man beim nächsten Mal lesen immer wieder andere Dinge entdecken oder suchen kann.
Die Haptik ist sehr angenehm, das Buch ist robust, die Ecken sind abgerundet und die Seiten sind schön dick.

Insgesamt ein wirklich schönes Buch, mit viel Herz gestaltet und mit klaren Aufforderungen an die Kinder, was sie tun sollen und wie sie den Dachs aufmuntern können.
Es ist der zwölfte Band einer Reihe von Mitmachbüchern. Für uns war es das erste das wir gelesen haben, aber sicher nicht das letzte, die kleine war sehr angetan von Inhalt und Gestaltung.

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Veröffentlicht am 28.11.2023

Wunderschöne, entspannende Lovestory

Skogen Dynasty (Crumbling Hearts, Band 1)
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In Skogen Dynasty geht es um Sander, den Erben eines millionenschweren Unternehmens und Norah, die in einem kleinen Familienbetrieb Führungen durch die Wildnis Norwegens unternimmt. Vor dieser atemberaubenden, ...

In Skogen Dynasty geht es um Sander, den Erben eines millionenschweren Unternehmens und Norah, die in einem kleinen Familienbetrieb Führungen durch die Wildnis Norwegens unternimmt. Vor dieser atemberaubenden, nordischen Kulisse prallen die beiden aufeinander. Die beiden Charaktere einzeln betrachtet sind eigentlich nichts besonderes. Er will seinem reichen Erbe entkommen, sie hat kaum jemals ihr kleines Heimatdorf verlassen. Eigentlich ziemliche Klischees, die man in ihren eigenen Welten schon mehrgach erleben und lesen konnte. Erst das Aufeinandertreffen der beiden Welten macht das Buch so besonders. Dadurch taucht das Buch in tiefe Dimensionen ein, wird facettenreich und vielschichtig.
Im allgemein handelt das Buch von zwei jungen Menschen in ihren 20ern, die sich in der Welt noch nicht angekommen und verloren fühlen. Bei der emotionalen Geschichte über Selbstfindung schafft die Autorin es grandios dafür zu sorgen, dass die beiden wirklich zu sich selbst und ihren Platz in der Welt finden. Die Liebe spielt natürlich eine große und sehr schön ausgearbeitete Rolle in dem Buch, aber glücklicherweise wird es nicht so dargestellt, als wäre die Liebe der einzige Sinn im Leben und ohne einen Partner an der Seite könnte man niemals ein glückliches Leben führen. Es ist sehr schön, dass das nicht der Fall ist, das Buch aber dennoch eine gehörige Portion Romantik besitzt.
Besonders gut gefallen haben mir die vereinzelt eingestreuten norwegischen Begriffe, die aus dem Kontext oder einer gewissen Ähnlichkeit zum Deutschen oder Englischen eigentlich immer gut verständlich waren.
Das einzige, was ich nicht so gut fand war, dass es besonders bei den Gedanken der Protagonisten oft viele Wiederholungen gab. Einerseits wurde damit natürlich auch die Thematik verdeutlicht, weil beide irgendwie in ihrem Alltagstrott festhängen und Probleme dabei haben aus diesem Kreislauf zu entkommen, aber bei der fünften Wiederholung wird es dann doch einfach nervig.

Insgesamt eine große Empfehlung für alle Fans vielschichtiger, gefühlvoller Romane vor wunderschönen Kulissen zum dahinschmelzen und wegräumen.

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Veröffentlicht am 11.11.2023

Sehr schönes, idyllisches Buch für Zwischendurch

Crashing Waves. Irische Gezeiten
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Eliza beginnt ein neues Leben in Irland. In einem kleinen Dorf mit mehr Schafen als menschlichen Einwohnern zieht sich in ein wunderschönes Haus mit großartigem Küstenblick. Auf der Flucht vor ihrer traumatischen ...

Eliza beginnt ein neues Leben in Irland. In einem kleinen Dorf mit mehr Schafen als menschlichen Einwohnern zieht sich in ein wunderschönes Haus mit großartigem Küstenblick. Auf der Flucht vor ihrer traumatischen Vergangenheit als Polizistin, trifft sie auf den Cafébesitzer Daragh, der auch ihr Nachbar ist, wie sie bald entdeckt.
Beide sind in diesem Dorf auf der Suche nach sich selbst und der Flucht vor ihrem alten Leben, versuchen zu beweisen, dass sie das Leben alleine packen können.
Die beiden treffen immer wieder aufeinander und geraten dabei immer wieder in funkensprühende Streitereien. Aber bald schlagen die Herzen der beiden aus ganz anderen Gründen sehr schnell.

Mir hat die Chemie zwischen den beiden unglaublich gut gefallen. Zuerst die Streitereien, dann eine Art Freundschaft und schließlich eine Beziehung. Als Leser spürt man die vielen Emotionen zwischen den beiden und kann die Geschichte aus Sicht beider Protagonisten erleben. Man merkt schon sehr schnell, dass beide große Lasten auf ihren Schultern tragen. Auch wenn Elizas Probleme erst gegen Ende des Buches richtig klar werden und sie es vorher meist mit Verdrängung und Ablenkung versucht. Zunächst finde ich die Darstellung ihrer Probleme ein wenig übertrieben und in einem Kapitel wirkt es so als wäre alles nach zwei Wochen wieder perfekt und klasse. Diese Darstellung hat mich stellenweise ein wenig gestört, aber am Ende des Buches wurde es wieder deutlich besser und es wurde gezeigt, dass es ein langer Weg zur Heilung ist, der in vielen kleinen Schritten und Rückschritten erfolgt.

Die Handlung des Buches war stellenweise ziemlich unvorhersehbar und konnte mich deutlich positiv überraschen.
Die Landschaftsbeschreibungen sind so wunderschön und sehr bildhaft beschrieben, am liebsten möchte man sofort seine Sachen packen und nach Irland reisen, um die Meeresbrise ebenfalls auf der Haut zu spüren.
Khaleesi, das kleine Schaf von Daragh ist wirklich der süßeste Charakter des Buches. Es ist so ein wundervolles, niedliches kleines Wesen und ich musste jedes Mal breit lächeln, wenn sie in einer Szene auftauchte.

Insgesamt ein wirklich schönes, liebevolles, romantisches Buch inmitten einer idyllischen Landschaft mit tollen, ausgearbeiteten Charakteren, die sich innerhalb des Buches stark entwickeln. Eine große Leseempfehlung für alle, die ein entspanntes Buch für Zwischendurch suchen, das dennoch stellenweise sehr tiefgründig und ernst wird.

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Veröffentlicht am 25.06.2023

historischer Spionageroman

Reizende Verlockung
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Im historischen Paris begegnet der Leser englischen und französischen Spionen, getrennten Zwillingen, lang gehüteten Geheimnissen und Rachsucht.
Das Buch erzählt die Geschichte von drei Frauen, einer ...

Im historischen Paris begegnet der Leser englischen und französischen Spionen, getrennten Zwillingen, lang gehüteten Geheimnissen und Rachsucht.
Das Buch erzählt die Geschichte von drei Frauen, einer Mutter und ihren zwei Töchtern. Alle bergen ihre eigenen Geheimnisse und aus der Sicht jeder Frau werden ein paar Abschnitte erzählt, auch die wichtigsten männlichen Charaktere bekommen die Chance selbst einen Teil der Geschichte zu erzählen.
Die Geschichte von verlorenen und verbotenen Lieben wird auf sehr tragische, dramatische und spannende Weise erzählt.
Es gibt zahlreiche Feindbilder in der Geschichte. Englische und französische Spione stehen sich gegenüber, ein im verborgen gehaltener Mann zieht seine Fäden und immer wieder sind auch einzelne Protagonisten gegeneinander und stehen sich selbst im Weg. Dadurch wird die Geschichte natürlich deutlich spannender, aber auch sehr viel verworrener, was das lesen teilweise erschwert und es hin und wieder erfordert zurückzublättern, um wirklich alles verstehen zu können.
Wer wirklich der rätselhaft L`esprit ist, konnte ich vorher nicht erkennen, aber, auch nach gründlichem Nachdenken finde ich, dass es nicht allzu plausibel ist und etwas aus der Luft gegriffen erscheint, um ein Happy End für eine der Frauen zu erzwingen.

Insgesamt war das Buch sehr spannend, dramatisch, geheimnisvoll und überraschend, hatte aber einige Fehler und künstlich dramatisierte Längen. Als leichte Unterhaltung ist es durchaus zu empfehlen, aber nicht als tiefgründigere Geschichte, über die man später noch viel nachdenken kann/will.

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Veröffentlicht am 18.06.2023

Historischer Detektivroman mit einigen unrealistischen Aspekten

Meine ungezähmte Highland-Braut
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Insgesamt mochte ich auch den dritten Band dieser Reihe sehr und das Buch hat mich so sehr gefesselt, dass ich es vom ersten bis zum letzten Wort nicht aus der Hand legen konnte.
Der Schreibstil war gewohnt ...

Insgesamt mochte ich auch den dritten Band dieser Reihe sehr und das Buch hat mich so sehr gefesselt, dass ich es vom ersten bis zum letzten Wort nicht aus der Hand legen konnte.
Der Schreibstil war gewohnt fantastisch und es ist der Autorin unfassbar gut gelungen, den Leser ins historische Schottland zu entführen. Von der ersten Begegnung der Protagonisten an spürt man diese ungeheure, funkensprühende, knisternde romantische Spannung, die im gesamten Buch kein Stück nachlässt - eher im Gegenteil.
Es gibt sehr viele facettenreiche Nebencharaktere. Einige von ihnen sind schon aus den vorherigen Büchern bekannt, was ich immer besonders Liebe Einigen Nebencharakteren wurde leider nicht so viel Beachtung geschenkt, wie sie es verdienen und ich es mir beim Lesen gewünscht hätte, anderen dafür aber umso mehr, zum Beispiel dem Pagen von Greer, Alpin. Er ist wirklich ein toller Junge. Beim Kennenlernen erscheint er erstmal nervig, aber je mehr man über ihn und seine Geschichte erfährt, desto mehr mag man ihn. Am Ende fand ich den Charakter einer strengen Gouvernante im Körper eines kleinen Jungen einfach unfassbar lustig und liebenswert.
Besonders gut gefallen haben mir auch Saidhs Brüder, die zwar relativ oft vorkamen, über die man aber kaum mehr als die Namen, die Reihenfolge der Geburt und einige Spiele aus ihrer Kindheit erfahren hat, was ich sehr schade fand, da man über sie sehr viel tiefgründiger in die Vergangenheit und Charakterentwicklung der Protagonistin hätte eintauchen können.
Viele Charaktere wurden nur erwähnt und sind nicht selbst aufgetaucht und ich fand es ein bisschen schockierend, wie viele Menschen im Umkreis der verschiedenen Charaktere gestorben sind. Nach einigem Überlegen, passte es aber zu der zeit und den Umständen in den Highlands.
Einige andere Dinge finde ich aber durchaus ziemlich unrealistisch, wie zum Beispiel mehrere homosexuelle Charaktere, beziehungsweise der Umgang mit ihnen. Vor mehreren Jahrhunderten, im schottischen Hochland, in den strenggläubigen Clans, wo Hinrichtungen, Folter und Verbrennungen noch an der Tagesordnung waren, hätte wohl niemand, erst recht nicht eine ganze Vielzahl von Charakteren so cool darauf reagiert und die betreffenden Charaktere hätten es sicher auch nicht beliebig erzählt, da darauf der Tod stand. Dies zerstört ein wenig die Magie, mit der die Autorin die Leser in die Vergangenheit mitnimmt und man wird aus dem Lesefluss gerissen, da dass einfach nicht zum Rest des Buches passt.
Außerdem war die Darstellung der Männer allgemein ein wenig problematisch. Es wurde so dargestellt, als wären nur die Schwulen keine schwanzgesteuerten brutalen Vergewaltiger und jeder Mann, der mit einer Frau schläft ist automatisch ein Monster. Das hat mich ziemlich gestört. Natürlich sieht man in verschiedenen Szenen des Buches, dass zumindest der Protagonist nicht so ist, aber an den allgemeinen Aussagen ändert das nichts. Natürlich ist mir bewusst, dass Vergewaltigungen damals durchaus noch üblicher als heutzutage waren und es teilweise auch in der Ehe vorkam, aber es war mit Sicherheit nicht jeder einzelne Mann so.

Die Handlung gefiel mir extrem gut. Zu Beginn nahm ich an, dass es einfach nur eine schöne Liebesgeschichte vor historischem Setting wird, aber es wurde vielmehr zu einem historischen Detektivroman, wo vor allem die beiden Protagonisten mit einiger Unterstützung ermitteln. Dennoch kam die Liebesgeschichte nicht zu kurz und man konnte sehen, wie sie sich immer mehr entwickelt hat. Auch ich als Leser hatte keine Ahnung, wer am Ende der Täter sein würde. Ich hatte einige Theorien, aber wer es dann schließlich war hat mich wirklich extrem überrascht und man merkte, wie durchdacht und geplant die Geschichte erstellt wurde. Diese unglaublich trickreichen Wendungen waren nicht zu erwarten, aber auch hier werden die Hintergründe und Umstände so genau erklärt, dass man am Ende des Buches nicht mit tausend offenen Fragen oder gefundenen Logikfehlern dasitzt (zumindest ging es mir nicht so)

Ein wirklich schöner und spannender historischer Roman. Einige Logikfehler im Setting der Vergangenheit, aber dennoch eine klare Leseempfehlung.

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