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Veröffentlicht am 23.07.2020

Verborgene Bedrohungen überschatten Andral

Feuer & Schatten
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Die Welt von Andral wird direkt zu Beginn von mehreren Bedrohungen überschattet. Die Tobor’ákin, sehnige, steinhäutige Wesen, greifen das Reich von Süden aus an und schaffen es durch ihre Brutalität und ...

Die Welt von Andral wird direkt zu Beginn von mehreren Bedrohungen überschattet. Die Tobor’ákin, sehnige, steinhäutige Wesen, greifen das Reich von Süden aus an und schaffen es durch ihre Brutalität und Unnachgiebigkeit ganze Dörfer und Städte dem Erdboden gleich zu machen. Zur gleichen Zeit bemerken die Bewohner von Ulerion, der Hauptstadt von Illwyss, dass jemand auf der Toteninsel, die ihnen direkt gegenüber liegt, Lichter entzündet hat. Ein schlechtes Zeichen, dass die Bevölkerung in Aufruhr versetzt, erinnert es sie doch an einen Krieg gegen einen der mächtigsten Magier, den es bis dato gegeben hat. Damit nicht genug lauern auch Assassinen verborgen in den Straßen von Ulerion und fordern nach und nach ihre Opfer, die alle miteinander verbunden zu sein scheinen. Konfrontiert mit dieser Ausgangssituation, müssen die Hauptcharaktere auch ihre jeweiligen Einzelschicksale bewältigen. Da wäre z.B. Zen, ein Magier der Feuergilde, der Zeuge einer Verschwörung seines Gildenmeisters wird und schnell merkt, dass eine Flucht, die einzige Option ist, um zu überleben oder Thóran Leinenhand, der sich bald in einer Zwickmühle zwischen seiner Pflicht und seinem persönlichen Familienglück befindet. Dies ist der Auftakt eines spannenden neuen Fantasy-Epos.

Besonders gut gefallen hat mir, dass es nicht nur einen Hauptcharakter gibt, sondern man die Welt von Andral aus vielen verschiedenen Augenpaaren erlebt und man somit auch verschiedene Meinungen und Perspektiven präsentiert bekommt. Wie soeben in der Zusammenfassung erwähnt gehören zu den Hauptcharakteren Zen und Thóran Leinenhand. Komplementiert werden sie durch Seido, einem Magier der Wassergilde und dem Überlebenden, der seit vielen Jahren auf den Straßen Ulerions lebt. Jeder hat seine eigene persönliche Geschichte und seinen eigenen individuellen Charakter. Dies hat z.B. bei mir dazu geführt, dass ich mit einigen Charakteren schneller warm wurde als mit anderen. Zen war für mich am Anfang ein kleines Sorgenkind, da er mir zu kleinkindhaft und verweichlicht vorgekommen ist. Jedoch wächst er im Verlauf der Geschichte an seinen Aufgaben und man sieht spürbar eine charakterliche Entwicklung am Ende des Buches, was mich versöhnlich zurückgelassen hat.

Neben den Hauptcharakteren gibt es auch viele Nebencharaktere, die im Gedächtnis bleiben und die Geschichte gut ergänzen. Da wäre z.B. Einfall, ein verrückter Wissenschaftler, Vika Feinklinge, die Wachführerin von Ulerion, Shiva, ein Menschenkind, das unter Elfen aufgewachsen ist oder Aschevogel, eine begnadete Heilerin, zu nennen.

Ebenso ist eine große Stärke des Buches, dass alle Einzelschicksale und kleineren Nebengeschichten miteinander verwoben sind und zum Ende hin auf einen gemeinsamen Nenner hinlaufen. Auch treffen sich die Hauptcharaktere im Verlauf der Geschichte immer mal wieder und geben in den unterschiedlichen Konstellationen ein richtig gutes Team ab.

Zudem hat der Autor eine gute Mischung aus lustigen und traurigen Szenen getroffen. Szenen, wie das Schicksal des Überlebenden oder die Machtlosigkeit der Hinterbliebenen einer Schlacht berühren und lassen den Schmerz gut nachempfinden, aber gleichzeitig gibt es auch genug Szenen, wie der Dialog der Räuber Grabbelhand und Faulzahn, die einen herzhaft lachen lassen. Ebenso kommt auch die Spannung nicht zu kurz und man fiebert, fast wie in einem Krimi, bei den Ermittlungen von Thóran und Vika in Ulerion mit und hofft sie finden schnell den Verantwortlichen der Morde an den Mitgliedern der letzten Wacht.

Demnach bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich jedem dieses Buch empfehlen kann, der gerne Fantasy-Bücher liest, in denen eine neue Welt erschaffen wird, die dazu einlädt, entdeckt zu werden und von der man schon jetzt einfach nicht genug bekommt. Ein rundum gelungener Auftakt!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2020

Ein schöner Rücken kann auch entzücken

Man wird ja wohl noch träumen dürfen
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Die 27-jährige Thea Fuß hat sich ihren Traum Physiotherapeutin zu werden, entgegen aller Widerstände ihrer Oma, erfüllt und betreibt sogar schon eine kleine Praxis im Erdgeschoss eines Mietshauses in Hameln. ...

Die 27-jährige Thea Fuß hat sich ihren Traum Physiotherapeutin zu werden, entgegen aller Widerstände ihrer Oma, erfüllt und betreibt sogar schon eine kleine Praxis im Erdgeschoss eines Mietshauses in Hameln. Direkt gegenüber ihrer Praxis schließt sich die Praxis von Psychotherapeut Dr. Großer an, indem sie eine Oase der wertschöpfenden Konversation gefunden hat. Vervollständigt wird die kleine Wohngemeinschaft von der Sachbuchautorin Margarethe und dem Computer-Nerd Schröder, die im Obergeschoss ihre Wohnungen bezogen haben. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, verstehen sie sich von Anfang an außerordentlich gut und haben in dem Mietshaus quasi ihr eigenes kleines Paradies geschaffen. Allerdings ziehen bald darauf dunkle Wolken, in Form eines Investors, am Horizont auf. Dieser möchte das komplette Gebäude renovieren und setzt dazu die gesamte Wohngemeinschaft geradewegs auf die Straße. Dies wird zu einer ersten größeren Belastungsprobe für die kleine Wohngemeinschaft und sie lassen nichts unversucht, um ihr kleines Paradies doch noch zu retten. Neben dem Trubel rund um die Zwangskündigung, wird Thea noch zu allem Überfluss von ihrer Großmutter vorausgesagt, dass sie bald einen „blonden Mann“ heiraten wird. Damit nimmt das chaotische Leben von Thea Fuß ihren Lauf.

Besonders gut haben mir an diesem Hörbuch, die verschiedenen schrulligen Charaktere gefallen, die alle so liebenswert miteinander umgehen. Egal, ob ein Dr. Großer, der wie ein Dackel direkt angelaufen kommt, sobald Thea einen Fuß in die Praxis setzt oder ein Schröder, der ein nie endend wollendes Lager von Schokolade in seiner Dachwohnung beherbergt. Aller Charaktere tragen dazu bei, dass aus einer guten Geschichte, eine herzerwärmende Geschichte wird. Der besondere Star der Geschichte ist auf jeden Fall Theas Oma. Als robuste Seniorin teilt sie nonchalant ihr Weisheiten mit ihrer Umgebung und gibt Thea immer wieder zu verstehen, dass sie eben noch ein „Kindchen“ ist und noch nicht viel von der Welt versteht. Eben eine perfekte Oma.

Eine Sache, die dieses Hörbuch auch großartig macht, ist der Umgang mit traurigen Szenen. Es werden genau die kleinen feinen Nuancen getroffen, die eben das Leben mit sich bringen. Im ersten Abschnitt des Hörbuchs gibt es viele humorvolle Stellen, bei denen man herzhaft lachen kann, aber gerade im zweiten Abschnitt des Hörbuchs geht es um ernsthafte Themen, die mit dem nötigen Respekt aufgegriffen und thematisiert werden. Im Großen und Ganzen bleibt das Buch, aber eine humorvolle, herzerwärmende Geschichte.

Ein großer Verdienst daran hat die Sprecherin Vanida Karun. Sie hat das Hörbuch so eingesprochen, dass man das Gefühl hat, dass man einer guten Freundin dabei zuhört, wie sie ihre Geschichte erzählt. Ihre Stimme ist sehr nahbar und warm und verleiht der Geschichte etwas Lebendiges. Es macht einfach Spaß ihr zuzuhören. Auch schafft sie es, dass sich die Charaktere unterschiedlich anhören und die Oma hört sich auch wirklich, wie eine liebreizende, schrullige Oma an.

Demnach kann ich jedem dieses Hörbuch empfehlen, der eine gefühlvolle und herzerwärmende Geschichte sucht und Lust hat, eine liebevolle kleine Wohngemeinschaft in Hameln kennenzulernen!

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Veröffentlicht am 15.07.2020

Die wilden 20er-Jahre in Berlin

Fräulein Gold: Schatten und Licht
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Hulda Gold ist eine Hebamme im Berlin der 20er-Jahre. Die Nachwirkungen der Schrecken des 1. Weltkrieges bestimmen das Stadtbild und überall gibt es Armut und Elend. Hulda geht es den Umständen entsprechend ...

Hulda Gold ist eine Hebamme im Berlin der 20er-Jahre. Die Nachwirkungen der Schrecken des 1. Weltkrieges bestimmen das Stadtbild und überall gibt es Armut und Elend. Hulda geht es den Umständen entsprechend noch finanziell gut und sie nutzt jede freie Minute, um armen Menschen zu helfen, da sie der Ansicht ist, dass jeder Mensch ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben hat. Dieser Altruismus führt aber dazu, dass sie bald darauf im Mittelpunkt einer Mordermittlung steht. Rita Schönbrunn, eine Prostituierte, wird eines Tages tot im Landwehrkanal aufgefunden und Hulda macht es sich zur Aufgabe, herauszufinden, wer Rita ermordet hat. Ihr zur Seite steht der Kriminalkommissar Karl North, der jedoch zunächst gänzlich andere Beweggründe hat und die Mordermittlungen erheblich ausbremst. Doch Hulda wäre nicht Hulda, wenn sie sich davon beeindrucken lassen würde.

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte eng mit den geschichtlichen Ereignissen der 20er verwoben ist. Man erhält einen Einblick, welche Auswirkungen der Krieg auf die Wirtschaft hatte (Inflation, Belastung durch die Reparationszahlungen), aber auch welche Auswirkungen der Krieg auf einzelne Schicksale hatte (Familien werden auseinandergerissen, Kriegswaisen, gesundheitliche Versorgung, Wohnungsknappheit). Die Geschichte erhält so etwas Lebendiges und man kann durch die Erzählung fast das Leid und die Armut spüren.

Umso beeindruckender ist, dass die Autorin es schafft, vor diesem Hintergrund, eine packende und dichte Erzählung rund um Hulda Gold entstehen zu lassen. Das Schicksal einer einzelnen Hebamme dürfte zu dieser Zeit, hinter den geschichtlichen Geschehnissen, zurücktreten, aber die Erzählung schafft es ein weiteres Problem der damaligen Zeit zu beleuchten: die gesundheitliche Versorgung der schwangeren Frauen. Durch die Prüderie des Wilhelminismus ausgelöst, schämen sich die Frauen für die natürlichen Vorgänge ihres Körpers und der Staat bezahlt auch nicht für die Vorsorge der Schwangeren, sondern nur für die erfolgreiche Abwicklung der Schwangerschaft. Mit dieser schwierigen Situation konfrontiert, schafft es Hulda aber dennoch, für die Schwangeren da zu sein und ihnen eine hilfreiche Stütze in dieser schweren Zeit zu sein. Ein Zitat ist mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben, da die Situation treffend beschreibt: „Ein neues Leben begann, still und unbemerkt in dieser Mietskaserne, die wie eine Wabe im wimmelnden Bienenstock namens Berlin klebte“.

Auch haben mir die vielen unterschiedlichen Charaktere gefallen, die alle einen gewissen Wiedererkennungswert haben. Karl North, der noch mit den Dämonen seiner Vergangenheit zu kämpfen hat oder Bert, der Zeitungsverkäufer, der immer ein nettes Wort für Hulda auf den Lippen hat oder auch Frau Wunderlich, die ständig auf der Suche nach dem neusten Tratsch und Klatsch ist, aber am Ende doch das Herz am rechten Fleck hat.

Eine Sache, die ich auch besonders hervorheben möchte, ist das schöne Design des Buches. Der Schriftzug „Fräulein Gold“ ist in Gold geschrieben und hebt sich dadurch vom restlichen schwarz-weiß Cover schön ab. Ebenso finden sich in den Ecken des Covers goldene Art déco Elemente, die dem Buch etwas edles und wertiges geben. Im Buch befindet sich auch eine Karte von Berlin in den 20er-Jahre, was ich immer eine schöne Idee finde, da man so die einzelnen Schauplätze besser nachvollziehen kann. Demnach ist das Buch auch so ein echter Hingucker!

Ich kann für dieses Buch nur eine absolute Kaufempfehlung aussprechen, da ich selten so einen schönen Genre-Mix aus Historie, Krimi und Liebesgeschichte gelesen habe!

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Erinnerungen sind wie Zeitreisen, die uns zu unseren besten Momenten führt.

Das Gesetz der Zeit
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Als Sophie nach einigen Eskapaden dem Mann mit den hellblau leuchtenden Augen gegenübersitzt, hofft sie, endlich einen Weg zurück in ihre Zeit zu finden. Allerdings braucht der verbliebene Widerstand Sophie ...

Als Sophie nach einigen Eskapaden dem Mann mit den hellblau leuchtenden Augen gegenübersitzt, hofft sie, endlich einen Weg zurück in ihre Zeit zu finden. Allerdings braucht der verbliebene Widerstand Sophie auch in der Zukunft. Denn die Regierung ist ihnen dicht auf den Fersen und es bleibt immer weniger Zeit, um das Schicksal der Menschheit wieder in eine positive Richtung zu lenken.

Nachdem der erste Band mehr oder weniger mit einem Cliffhanger geendet ist, war ich froh, als ich endlich den zweiten Band lesen konnte. Denn die Handlung spitzt sich immer weiter zu und es bleibt für den Widerstand kaum Zeit, sich auszuruhen, obwohl sie von ihren Energiereserven fast am Ende sind.

Dabei fand ich die Entwicklung von Sophie interessant, weil sie im ersten Band noch alles daran setzt, in ihre Zeit zurückzukommen, aber nun sich gar nicht mehr so sicher ist, ob sie das wirklich möchte. Dadurch, dass sie den Widerstand kennengelernt hat und mit ihnen so einige Eskapaden überlebt hat, fühlt sie sich ihnen verbunden und hat das Gefühl, sie im Stich zu lassen, wenn sie in ihre Zeit zurückreist. Ich fand diesen Konflikt spannend, denn in anderen Zeitreise-Romanen ist es ja meistens so, dass den Zeitreisenden nicht die Wahl gelassen wird, in welcher Zeit sie bleiben wollen.

Darüber hinaus erfährt man in Rückblenden, wie es zur Erfindung der Zeitmaschine kam und welche Rolle Sophie in dem ganzen Prozess spielt. Ich fand diese Auflösung ziemlich erschreckend und ich verstand Sophie automatisch etwas besser, warum sie eigentlich in ihre Zeit nicht mehr zurückwill.

Generell gestaltet sich der zweite Band auch düsterer als der erste und bei der ein oder anderen Stelle war mir schon etwas mulmig zumute. Denn die Regierung schreckt selbst davor nicht zurück, Kinder zu ermorden, wenn es der Sache dienlich ist.

Alles in allem fand ich den Abschlussband ziemlich spannend, da er auch alles andere als gewöhnlich endet und zum Diskutieren einlädt. Aus diesem Grund kann ich jedem die Reihe empfehlen, der eine Geschichte über eine Zeitreisende lesen möchte, die in einer dystopischen Zukunft versucht, dem Widerstand zu helfen, die Menschheit vor einem schrecklichen Schicksal zu bewahren.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Begrenzt ist das Leben, doch unendlich die Erinnerung!

Das Gesetz der Zeit
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Sophia und Mark sind seit ewigen Zeiten die besten Freunde und versuchen gemeinsam, den langweiligen Schulunterricht zu überleben. Als Mark eines Tages auf dem Nachhauseweg Sophia um ein Date bittet, verändert ...

Sophia und Mark sind seit ewigen Zeiten die besten Freunde und versuchen gemeinsam, den langweiligen Schulunterricht zu überleben. Als Mark eines Tages auf dem Nachhauseweg Sophia um ein Date bittet, verändert sich alles, nicht nur zwischen den beiden. Denn als sich Sophie auf dem Weg zu ihrem ersten Date mit Mark macht, verschwindet sie plötzlich aus ihrer Welt und landet in einer alternativen Realität ihrer Stadt mehrere Jahre in der Zukunft. Einer Zukunft, die schauriger nicht sein könnte, denn eine diktatorische Regierung hat die Stadt übernommen und nur die Rebellengruppierung „Irrlichter“ leistet dagegen Widerstand.

Nachdem das Buch bei mir ankam und ich gesehen hatte, dass über 680 Seiten auf mich warten, war ich zunächst abgeschreckt, denn solche „Klopper“ lese ich nur sehr ungern. Einmal deswegen, weil ich diese Bücher nie gut halten kann und mir danach das Handgelenk weh tut, und zum anderen, weil ich immer misstrauisch bin, ob die Geschichte dann auch wirklich so spannend ist, um über die Vielzahl an Seiten hinweg zu unterhalten.

Im Nachhinein waren meine Sorgen unbegründet, denn das Buch hat sich sehr schnell weggelesen und es blieb bis zum Schluss spannend, ob es Sophia wieder schafft, in ihre Zeit zurückzukommen. Das hat zum einen damit zu tun, dass ich das Setting der dystopischen Stadt sehr interessant fand. Zwar ist es die gleiche Stadt, in der Sophia ihr ganzes Leben gewohnt hat, und doch hat die Zeit sie sehr verändert. Zudem muss sie fortan in einer Art Bunker leben und mit dem Widerstand zusammen eine Lösung dafür finden, wie sie wieder in ihre Zeit zurückkehren kann. Dadurch hatte ich ganz leichte „Fallout“-Vibes, was mir gut gefallen hat, denn ich mag das Franchise sehr gerne.

Darüber hinaus sind überall in der Stadt Irrlichter aufgetaucht, die Begehrlichkeiten von Menschen zeigen und von diesen magisch angezogen werden. Allerdings sollte man nicht so lange in diese Irrlichter blicken, da man sich ansonsten verliert. Nur Sophia kann diese Irrlichter anders verwenden und darin die Vergangenheit erkennen, um den Menschen in ihrem Umfeld zu helfen. Nur Mark scheint sie nicht so wirklich helfen zu können, da er sich nur eine Vergangenheit mit ihr wünscht, in der sie nicht verschwunden ist. Dadurch wirkt Mark etwas wie der gebrochene Held, der niemals sein Glück finden wird.

Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich bin sehr gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird. Ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der eine Geschichte über ein Mädchen lesen möchte, das auf dem Weg zu ihrem Date in der Zeit springt und in einer dystopischen Zukunft landet.

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