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Veröffentlicht am 04.05.2025

Tretet mit Vorsicht ein. Und mit Wörterbuch.

Kings & Thieves (Band 1) - Die Letzte der Sturmkrallen
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Dieses Buch verlockt mit Magie, Messern und Mythologie und stielt manchmal deine Orientierung - zumindest wenn du nicht gerade fließend Koranisch sprichst. Die Flut an Namen, Begriffe und Orte ... hui. ...

Dieses Buch verlockt mit Magie, Messern und Mythologie und stielt manchmal deine Orientierung - zumindest wenn du nicht gerade fließend Koranisch sprichst. Die Flut an Namen, Begriffe und Orte ... hui. Ehrlich: ich habe zu Beginn Leute mit Städtenamen verwechselt. Oder umgekehrt. Upsiii.

Ich sah Klingen tanzen, fühlte Regen auf Haut, hörte das Knurren uralter Götter und dazwischen sind zwei Herzen im Katz-und-Maus-Spiel. Linas Entwicklung war spannend - aber ob ich ihr die abgebrühte Assassinin wirklich abkaufe? Hmmm, nicht immer. Manchmal fühlte sich ihr Schmerz echt an, manchmal war er mehr Kulisse. Rui ist manchmal Gott, manchmal Schatten, manchmal fast ... menschlich. Ich wusste nie, woran ich bei ihm bin. Er bleibt genauso rätselhaft wie die Hälfte der Begriffe.

Der Stil ist bildgewaltig, fast poetisch. Du liest nicht, du träumst und manchmal … da stolperst du. Es ist nicht perfekt, aber es hat Herz. Manchmal reicht das schon und manchmal bleibt manchmal mit viel manchmal, denn vertrau diesem Buch nicht zu schnell. Es schlägt zu, wenn du’s am wenigsten erwartest. Der Plottwist kam dreckig und direkt - so sehr, dass man, ganz in Lina-Sprache, nur noch denkt: Ach du ..., Mannomann.

Empfehlenswert!? Ja, manchmal.
Aber sei gewarnt - Betreten auf eigene Gefahr.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Diese Geschichte hat mich geschlagen - und ich habs geliebt

I Am Fury
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I Am Fury ist kein stilles Buch. Es brüllt, faucht, zittert vor Zorn. Es brennt. Es ist der Inbegriff von Female Rage Revenge. Ich liebe es, wenn mich ein Buch so erwischt.

364 Tage im Gefängnis. 364 ...

I Am Fury ist kein stilles Buch. Es brüllt, faucht, zittert vor Zorn. Es brennt. Es ist der Inbegriff von Female Rage Revenge. Ich liebe es, wenn mich ein Buch so erwischt.

364 Tage im Gefängnis. 364 Tage voller Wut, Schmerz, Gedanken, die nur eine Richtung kannten: Rache. Sie ist gerechtfertigt und ich hab sie mit jedem Satz gespürt. Dania ist keine Frau großer Worte ist, sondern ihre Art der Kommunikation der Schwertkampf. Sie ist rasend vor Zorn, blind vor Wut. Ich hab diese Frau einfach gefühlt. So viel Schmerz, dass man am liebsten selbst losziehen würde, um Gerechtigkeit zu fordern.

Und DIESE Wendungen kann man einfach nicht vorhersehen. Es sind Kapitel, nach denen du einfach nur starrst. Ich hätte das Buch fast in die Luft geschleudert, aber aus Liebe. Dieses Ende passt. Es ist abgeschlossen und so wunderschön unerwartet, dass es mir kurz den Atem genommen hat.

Ein einziger Wunsch war jedoch da: Mehr Dschinn, mehr Magie, mehr von diesem geheimnisvollen Glanz, der nur angekratzt wurde. Sie war mir zu leise im Vergleich zum tosenden Lärm der Wut.

Leseempfehlung?
OOOH JAA. Definitiv!

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Zaubersüß - bitter wie das Ende

How to Seduce a Sorcerer
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Regina Meißner hat sich was getraut. Nicht den klassischen Fantasywalzer, sondern eine bittersüße Geschichte über Mut, Liebe, Schmerz und Selbstfindung. Es ist magisch und melancholisch. Süß und still. ...

Regina Meißner hat sich was getraut. Nicht den klassischen Fantasywalzer, sondern eine bittersüße Geschichte über Mut, Liebe, Schmerz und Selbstfindung. Es ist magisch und melancholisch. Süß und still. Slice-of-Magic, könnte man sagen. Und obwohl wenig passiert, passiert ganz viel.

Ja, das Buch ist dünn. Vielleicht zu schnelllebig. Die Welt - wunderschön gedacht - bleibt ein bisschen wage und zart angerissen. Aber trotzdem: Ich konnt’s nicht weglegen. Nicht mal für Schokolade.
Zwischen Fabelwesen, Visionen und einem Zauberer, der mehr Mauer ist als Mann, entfaltet sich eine Liebesgeschichte, die... ja, NAWWWW - die so richtig NAAAAAAW-süß ist.

ABER - und das ist ein großes ABER: das Ende.
What the Spell?! Ein erzwungenes Happy-End im Schnellzauberverfahren? Das passte nicht. Gar nicht. Und tut der Geschichte, die bis dahin so besonders war, leider weh.

Also ... How to Seduce a Sorcerer war für mich wie heiße Zartbitter-Schokolade: ein bisschen herb, ein bisschen süß - nicht perfekt, aber verzaubernd.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Ich kam wegen der Welt und blieb wegen ihr

Powerless - Das Spiel
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Ich sag’s gleich - Powerless hat mich nicht umgehauen, aber weggepackt hat es mich trotzdem. Nicht wegen dem großen Kampf, nicht wegen der Welt, die ein bisschen blass blieb - sondern weil Paedyn einfach ...

Ich sag’s gleich - Powerless hat mich nicht umgehauen, aber weggepackt hat es mich trotzdem. Nicht wegen dem großen Kampf, nicht wegen der Welt, die ein bisschen blass blieb - sondern weil Paedyn einfach eine Naturgewalt ist.

Wer hier mit "Panem in günstig" rechnet, der hat was falsch verstanden. Powerless ist NICHT einfach Tribute mit TikTok-Glitzer. Klar, da sind Spiele, Intrigen, Fallen und Blut - aber das Herzstück legt den Fokus auf das, was zwischen den Zeilen knistert: Paedyn und Kai. Kein Distrikt, kein Rebellionsplan - sondern eine Geschichte über Nähe, Angst, Zorn, Täuschung und die Magie zwischen zwei Herzen.

Dadurch kann Welt drumherum manchmal wie Deko für die Lovestory wirken - hübsch, aber nicht ganz ausgefüllt. Man merkt, dass der Fokus ganz klar auf der Chemie liegt. Da hätte mehr gehen können. Aber ehrlich? War mir egal. Denn Paedyn ist clever, keine Heldin mit Glow, sondern mit Intelligenz und Geschick.

War es perfekt? Nein. Aber spannend, besonders der Plot ist außergewöhnlich. Das Finale war wie ein Dolchstoß im besten Sinne.
Jetzt will ich mehr. Oder besser: Ich muss. Denn das Spiel ist noch lange nicht vorbei.

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Veröffentlicht am 24.12.2024

Ein Duell mit Stil und Herz

Die Duellantin. Kein Herz ist unbesiegbar
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Schiedsrichterwertungen aus dem Fechtkampf „Leser gegen Buch“

Runde 1: Inhaltsangabe – Treffer!
Mailand 1850 schwingt den historischen Degen mit voller Wucht. Prachtvolle Bälle, enge Korsetts - und eine ...

Schiedsrichterwertungen aus dem Fechtkampf „Leser gegen Buch“

Runde 1: Inhaltsangabe – Treffer!
Mailand 1850 schwingt den historischen Degen mit voller Wucht. Prachtvolle Bälle, enge Korsetts - und eine Elena, die sich lieber auf dem Fechtboden statt im Ballsaal beweist. Wie oft sieht man eine Frau, die mit dem Schwert ficht, statt mit dem Fächer? Der Leser taumelt, beeindruckt vom schillernden Kontrast aus Tradition und Rebellion. Punkt für das Buch.

Runde 2: Elena greift an
Mutig, entschlossen, facettenreich - Elena führt eine perfekte Finte. Der Leser versuchte, sich zu wehren, doch wie kann man gegen eine Heldin kämpfen, die so tapfer für ihre Träume streitet? Es ist absolut mitreißend, wie Elena kämpft - nicht nur gegen Valentino, sondern gegen eine ganze Gesellschaft. Ihre Attacken zielen präzise auf das Herz der Leser, und ihre Stärke ist unwiderstehlich. Ein Doppeltreffer für das Buch und Applaus für diese außergewöhnliche Frau.

Runde 3: Der Schreibstil kontert
Mit einem geschickten Hieb zieht der atmosphärische Schreibstil den Leser in Elenas Welt. Es ist fast, als halte man selbst den Degen in der Hand, während man für Gerechtigkeit und Freiheit kämpft. Doch dann, eine Schwachstelle: Manche Szenen treten auf der Stelle, die Spannung droht zu sinken. Der Leser kontert mit einer meisterhaften Parade und punktet.

Finale: Das Hörbuch setzt zum entscheidenden Stoß an
Gelesen von Madiha Kelling Bergner, bringt Elenas Stimme Lebendigkeit ins Duell. Anfangs wirkt sie jung, fast zu zart - wie eine Finte, die den Leser in Sicherheit wiegt. Doch bald zeigt sich ihre Präzision: Jede Emotion, jede Bewegung wird hörbar. Ein finaler Stoß, der mitten ins Leserherz trifft. Sieg für das Buch!

Endergebnis: 4:1 für Die Duellantin!
Ein spannendes Duell mit leichten Schwächen, aber einer Protagonistin, die wie ein gezielter Stoß mitten ins Leserherz trifft. Wer sich nach einer fechtenden Bridgerton-Version sehnt, ist hier am richtigen Turnierplatz.

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