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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2025

Zwischen Trauer und Neuanfang

Passion Project
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Das bunte Cover täuscht ein wenig - "Passion Project" ist kein fröhlicher Wohlfühlroman, aber dafür ein tiefgründiger Roman über Trauer und Trauerbewältigung. Die zarte Liebesgeschichte steht über weite ...

Das bunte Cover täuscht ein wenig - "Passion Project" ist kein fröhlicher Wohlfühlroman, aber dafür ein tiefgründiger Roman über Trauer und Trauerbewältigung. Die zarte Liebesgeschichte steht über weite Teile nicht wirklich im Zentrum der Story, ist aber dennoch ein wichtiger Bestandteil.

Darum geht's:
Nach einem Schicksalsschlag steckt Bennet in einer Mischung aus Apathie und Depression. Sie schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch, lebt in einer spärlich eingerichteten Übergangswohnung und geht den Menschen am liebsten aus dem Weg. Zumindest war das so, bis sie auf Henry trifft. Erst ghosted sie ihn, aber dann machen sie sich gemeinsam in einer Reihe von Nicht-Dates auf die Suche nach ihrer persönlichen Leidenschaft. Project Passion also.
Über weite Teile des Buches ist Bennet gefangen in ihrer Trauer, abweisend und schroff, und als Charakter schwierig zu mögen. Kann sie ihre Trauer hinter sich lassen und wieder ins Leben finden? Im Gegensatz zu Bennet ist Henry eine wandelnde Green Flag und einfach liebenswürdig und ihr perfekter Gegenpol.

Fazit: Eine feinfühlige Geschichte über zweite Chancen, Freundschaft und Neuanfänge, die unter die Haut geht.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Tödlicher Countdown

Sieben letzte Tage
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"Sieben letzte Tage" ist ein temporeicher Thriller mit multinationalem Setting und komplexer Storyline. Hier muss man als Leser:in ganz schön mitdenken. Zugegeben: nicht alle Punkte waren ganz plausibel ...

"Sieben letzte Tage" ist ein temporeicher Thriller mit multinationalem Setting und komplexer Storyline. Hier muss man als Leser:in ganz schön mitdenken. Zugegeben: nicht alle Punkte waren ganz plausibel oder leicht nachvollziehbar, trotzdem war die Story unterhaltsam bis zum Schluss.

Darum geht's: Nach 14 Jahre Funkstille zwischen Alice und ihrem Vater kommt die Nachricht über seine Verurteilung zum Tode aus dem Nichts. Sie befindet sich in einem moralischen Dilemma: soll sie die komplizierte Vergangenheit ruhen lassen und sich als Anwältin für seinen Fall stark machen?

Schnell verstrickt sich Alice in den Nachforschungen und der Countdown zur Hinrichtung läuft immer schneller. Ist ihr Vater wirklich unschuldig und: kann sie das auch beweisen?

Fazit: solider Debütroman des Autors, aber kein absolut genialer Pageturner.

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Mythische Welt voller komplexer Verstrickungen

A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren
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Der Einstieg in 'A Fate Forged in Fire' ist mir nicht leicht gefallen: in einem Moment ist Aemyra noch Schmiedelehrling, im nächsten Moment will sie Tir Teines Thron übernehmen. Ich habe ein wenig gebraucht, ...

Der Einstieg in 'A Fate Forged in Fire' ist mir nicht leicht gefallen: in einem Moment ist Aemyra noch Schmiedelehrling, im nächsten Moment will sie Tir Teines Thron übernehmen. Ich habe ein wenig gebraucht, um Aemyras Herkunft und Rolle als einzige weibliche Nachkommin im Clan Daercathian nachzuvollziehen und was es mit den Macht- und Familienverhältnissen auf sich hat.

Ich hatte auf ein Buch mit einer starken und einnehmenden weiblichen Hauptfigur gehofft, die für die Emanzipation kämpft, allerdings war mir Aemyra nicht ganz sympathisch. Sie ist zu sehr von sich überzeugt, meint sich als stärkste Dùilach an einen der letzten Drachen binden zu können und problemlos das Matriarchat wieder herstellen zu können. Dafür scheitert sie mir aber zu oft an ihren Gegnern. Positiv überrascht hat mich hingegen die Charakterentwicklung von Prinz Fiorean. Die Enemies to Lovers Dynamik zwischen den beiden war auf jeden Fall eines der Highlights dieses Buches. Allerdings hat mich diese Beziehung auch überrascht, da sich Aemyra zu Beginn so ausdrücklich als lesbisch geoutet hat.

Die Autorin bringt viele Elemente ihrer schottischen Herkunft mit ein und kreiert damit ein stimmungsvolles Setting. Allerdings musste ich viele der schottischen und gälischen Worte nachschlagen, was den Lesefluss etwas gestört hat. Ein Glossar am Anfang oder Ende des Buches wäre hier hilfreich gewesen.

Neben der Feuermagie und den Drachen bleibt der Rest des Magiesystems ein wenig blass. Ich hätte gerne mehr über die anderen Elementarmagien und magischen Wesen erfahren, die am Rande erwähnt werden. Vielleicht ja im zweiten Teil der Dilogie!

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Veröffentlicht am 07.05.2025

Auftaktband mit spannendem Magiesystem und queeren Charakteren

Faebound
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"Faebound" spielt in einer Welt, in der einst Elfen, Fae und Menschen lebten. Doch Fae und Menschen sind schon längst vom Erdboden verschwunden und die Elfenvölker bekriegen sich seit Jahrhunderten im ...

"Faebound" spielt in einer Welt, in der einst Elfen, Fae und Menschen lebten. Doch Fae und Menschen sind schon längst vom Erdboden verschwunden und die Elfenvölker bekriegen sich seit Jahrhunderten im Ewigen Krieg.

Mittendrin sind die Elfenschwestern Lettle und Yeeran, die beide mit magischen Fähigkeiten ausgerüstet sind. Yeeran kämpft an der Front mit magischem Trommelfeuer und Lettle ist Wahrsagerin.
Als Yeeran in der Schlacht einen verheerenden Fehler begeht, wird sie in die Verbannung geschickt - und Lettle folgt ihr. Weit entfernt von ihrer Heimat treffen sie zu ihrem Erstaunen auf Fae. Doch sind diese eher Freund oder Feind? Und was hat es mit deren Fluch auf sich? Schon bald erleben die Schwestern am eigenen Leib, was "faebound" wirklich bedeutet.

Erzählt wird die Geschichte im Wechsel aus der Sicht der Schwestern, wodurch es manchmal zu Doppelungen kommt. Mit dem Schreibstil hatte ich ein wenig Probleme, weil Elfen und Fae doch sehr hoch gestochen sprechen. Es war auf jeden Fall kein Buch, durch das ich nur so geflogen bin.

Das Erzähltempo ist eher gemächlich und ohne große blutigen Kampfszenen, auch der Spice Anteil ist eher gering. Einige Wendungen zum Schluss kamen überraschend, aber ein paar Stellen habe ich schon vorausgeahnt.

Fazit: gelungener Auftaktband einer Trilogie mit einzigartigem Magiesystem und vielen queeren Charakteren, allerdings kein überaus fesselnder Pageturner.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Hat mich nicht ganz überzeugt

A City of Flames
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Mit seinen Drachen, Drachenwandlern und der Kampfschule für Drachenjäger ist "A City of Flames" ein wenig wie eine Kombination aus Fourth Wing und Burning Crown, kommt aber nicht ganz an diese gehypten ...

Mit seinen Drachen, Drachenwandlern und der Kampfschule für Drachenjäger ist "A City of Flames" ein wenig wie eine Kombination aus Fourth Wing und Burning Crown, kommt aber nicht ganz an diese gehypten Bücher heran.

Der Mix aus Drachen, Hexen, Gestaltwandlern und Kobolden macht die Welt etwas unübersichtlich. Auch haben mir ein paar Hintergründe gefehlt, zum Beispiel warum sich Venatoren und Drachen beziehungsweise Drachenwandler überhaupt bekämpfen. Auch die Venatorenausbildung, für die Nara ihr Dorf und ihre Brüder verlässt, bleibt sehr vage und blass.

Das Liebesdreieck zwischen Nara und den zwei gegensätzlichen Männern hatte am meisten Potential, war für mich stellenweise aber nicht ganz nachvollziehbar.

Fazit: die Idee hinter der Geschichte war recht vielversprechend, die Umsetzung konnte mich aber nicht ganz überzeugen.

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