Scents of Feelings
Scents of FeelingsWorum geht es?: Gabriel Harewood bleiben nur vier Wochen, um eine Frau zu finden, die ihn heiratet, sonst verliert er seine Position als CEO im Parfümimperium seiner Familie. Ausgerechnet jetzt taucht ...
Worum geht es?: Gabriel Harewood bleiben nur vier Wochen, um eine Frau zu finden, die ihn heiratet, sonst verliert er seine Position als CEO im Parfümimperium seiner Familie. Ausgerechnet jetzt taucht Violet Wright in seinem Büro in San Diego auf, um eine Kolumne über ihn und das Unternehmen zu verfassen – niemand Geringeres als die Frau, mit der er eine unvergessliche Nacht verbracht hat. Was Gabriel nicht weiß: Violet Wright wird dafür bezahlt, seine Heiratspläne scheitern zu lassen. Doch je näher sie ihm kommt, desto schwerer fällt es ihr, Job, Wahrheit und Gefühl zu trennen. Und Gabriel erkennt zu spät, dass er seinen größten Feind in sein Bett gelockt hat.
Das Cover: Optisch ist das Buch ein echtes Highlight. Der schwarze Hintergrund in Kombination mit den farbenfrohen Blumenmotiven wirkt edel und auffällig zugleich. Besonders hervorzuheben ist der blumige Farbschnitt, der dem Buch eine zusätzliche ästhetische Note verleiht. Der Purebelle Verlag beweist hier erneut ein gutes Gespür für visuelle Gestaltung.
Der Schreibstil: Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Violet und Gabriel erzählt, was einen direkten Einblick in die Gedankenwelt beider Figuren ermöglicht. Die Kapitel sind angenehm kurz und sorgen für ein zügiges Lesetempo. Der Einstieg ist packend und verspricht eine spannende Handlung – doch leider verliert das Buch im weiteren Verlauf an Klarheit und Fokus.
Genretechnisch wirkt der Roman unausgewogen: Für ein typisches New Adult-Werk sind die erotischen Szenen zu explizit, während es für eine Dark Romance wiederum an Intensität fehlt. Die Handlung rund um Gabriels Suche nach einer Ehefrau gerät zunehmend in den Hintergrund, überlagert von zahlreichen spicy Szenen, die nicht immer zur Charakterentwicklung beitragen. Der finale Plottwist bleibt vorhersehbar und kann die anfängliche Spannung nicht vollständig retten.
Die Hauptfiguren: Violet überzeugt als starke, prinzipientreue Protagonistin. Ihre innere Zerrissenheit zwischen beruflicher Integrität und aufkeimenden Gefühlen ist nachvollziehbar und gut dargestellt. Besonders ihre Fähigkeit, sich gegenüber dominanten Männern zu behaupten, macht sie zu einer sympathischen Figur.
Gabriel hingegen bleibt blass. Trotz wiederholter Hinweise auf eine „dunkle Seite“ wirkt er eher wie ein sanfter Romantiker mit ungewöhnlichen Vorlieben. Die versuchte Charaktertiefe erinnert an bekannte Figuren wie Christian Grey, erreicht jedoch nicht deren Komplexität. Seine Motivation und emotionale Entwicklung bleiben bis zum Schluss schwer greifbar.
Endfazit: Ein vielversprechendes Buch mit einem spannenden Setting und einer starken weiblichen Hauptfigur – doch leider verliert sich die Geschichte zunehmend in erotischen Szenen, die die eigentliche Handlung überlagern. Gabriel als männlicher Protagonist bleibt blass und wenig nachvollziehbar. Wer auf der Suche nach einer klar definierten Genre-Erfahrung ist, könnte hier enttäuscht werden. Für Leserinnen und Leser, die sich auf eine Mischung aus Intrige, Romantik und Erotik einlassen möchten, bietet das Buch dennoch interessante Ansätze.
Das Buch erhält von mir enttäuschte 2 von 5 Sterne.
Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.