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Veröffentlicht am 18.06.2025

Ich war leider eher enttäuscht, hätte mehr/anderes erwartet

Aurora erwacht
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Ich bin glaube ich mit zu hohen Erwartungen in das Buch hinein gegangen, sodass ich am Ende dann doch eher enttäuscht war. Ich habe von so vielen Seiten gehört, dass Aurora Rising/Aurora erwacht richtig ...

Ich bin glaube ich mit zu hohen Erwartungen in das Buch hinein gegangen, sodass ich am Ende dann doch eher enttäuscht war. Ich habe von so vielen Seiten gehört, dass Aurora Rising/Aurora erwacht richtig gut sein soll, und mit den Klappentexten (sowohl englisch als auch deutsch) habe ich coole Found Family-vibes in einem Sci-Fi-Setting erwartet, ähnlich wie Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten oder so, aber irgendwie war es dann doch eher ... mäßig. Ich hatte nicht zwingend ein Problem damit, dass die Geschichte vielen anderen so ähnelt (viele davon kenne ich aber auch nicht, insofern habe ich nur Guardians of the Galaxy und Star Trek wirklich erkannt) und sie entsprechend im Worldbuilding eher auf dem aufbaut, was andere Werke schon vorher geschaffen haben, statt etwas neues zu kreieren (ich besuche gerne auch ähnliche Welten, wenn mir mal eine gefällt, insofern fand ich das okay), und die Figuren an sich vom Konzept her fand ich auch ganz cool, aber charakterlich hatte ich leider so meine Schwierigkeiten mit so einigen der Figuren, und ich kam auch gar nicht mit der kindlichen Art zu Fluchen von Aurora klar.
Das Mädchen sagt nicht ein einziges Mal im gesamten Buch ein Schimpfwort, sondern senkt sich immer eine kinderfreundliche Alternative aus, und es ging mir schon beim ersten Mal richtig auf die Nerven. Und dann ging's einfach immer so weiter. Leider fügen die sich in die Übersetzung auch noch echt schlecht ein, sodass ich glaube, dass es das nur noch schlimmer gemacht hat, das Buch auf deutsch zu lesen, und als es dann im Buch auch noch selbst in einem Nebensatz thematisiert wird, hatte ich gar keine Lust mehr. Das war mir einfach viel zu kindisch, dafür, dass das Buch auch noch ab 14 ist. Es sterben so viele Leute, auch richtig brutal, aber Fluchen ist zu viel verlangt? (Und das sage ich als Person, die wirklich nicht gerne oder oft flucht, und die sich selbst beim Schreiben von Geschichten überwinden muss, die Figuren Fluchen zu lassen. Aber wirklich: entweder finde einen weg drumrum, lass es bleiben, oder fluch richtig, aber "son of a biscuit"? Ehrlich? In einer lebensbedrohlichen Situation? Das ist doch kindisch.)
Auch ging es mir extrem auf die Nerven, dass Cat, die so cool hätte sein können, grundlos Aurora gehasst hat, einfach nur, damit wir einen Eifersuchts-Plot haben konnten, der auf nichts beruhte, und Cats einzige Eigenschaften wirklich dieser Hass gegen Aurora war, weil sie dachte, zwischen ihr und Tyler liefe was, und sie Tyler mochte. Cat hätte so viel für sich sprechen gehabt, warum wird sie über ihre Besessenheit von Tyler definiert?
Die Figuren generell kamen mir recht eindimensional vor. Durchaus auch mit dem Potenzial zu mehr, und ich mochte Fin und Kal (gut, den nur großteils, der Teil zu vorbestimmten Partnern und sowas war dann wieder nicht meins) echt gerne, weil die für mich auch etwas Abwechslung und mehr Vielschichtigkeit reingebracht haben, aber der Rest wirkte auf mich nicht so richtig ausgebaut, und ich war auch kein Fan davon, wie hier eigentlich von Anfang an ersichtlich wird, dass in der Gruppe (voraussichtlich) alle Leute irgendwann mit ihrem perfekten Partner zusammen kommen. Also das alles hatte auf mich irgendwie von Anfang an den Vibe von "hier wird irgendwann romantisch alles laufen" und darüber ging für mich der Found Family-Aspekt, den ich mir erwartet und gewünscht hatte verloren. Ich hätte es wirklich bevorzugt, wenn wir eher Found Family gehabt hätten, und dann die Romanzen on top, so wirkte es wie Grundlage für Romanzen, und Forced Family on top, und ... war leider kein Fan. Auch nicht davon, dass alle Leute absolut kompetent und die besten sind, und das Buch es so hinstellt, als wären die alle eher Außenseiter. Also ... es hat auch ansatzweise funktioniert, weil die halt emotional eher Außenseiter waren, aber es hatte auf mich den Eindruck, als würde das Buch es darstellen, als wären sie der übriggebliebene Rest, und ... die waren alle echt gut in ihrem Job, warum ist das der "Rest"? Ich hätte es der Geschichte da eher abgekauft, wenn die Teams irgendwie zusammengewürfelt worden wären, und entsprechend ein gezwungenes Team erst lernen muss, zusammenzuarbeiten, aber alles der Rest/Außenseiter? Das wurde von der Geschichte selbst in meinen Augen außer bei Kal und Zila nicht wirklich bestätigt (und auch bei denen halt nur emotional, weil die waren mindestens so Kompetent wie alle anderen). Und dann kann man es kein Team von Außenseitern/dem übrig gebliebenen Rest nennen.

Aber obwohl das jetzt nach extrem viel Kritik klang: Ich fand's nicht grundsätzlich schlecht als Buch. Ich fand es enttäuschend, weil ich mir mehr erhofft hatte, und ich hätte mir gewünscht, dass mehr Tiefe in den Figuren gesteckt hätte und wir mehr freundschaftlichen Zusammenhalt gespürt hätten, der für mich leider gar nicht rüberkam, aber ich fand den Plot durchaus spannend, die Handlungen waren (nicht immer, aber ich würde sagen großteils) nachvollziehbar und haben durchaus zu den Figuren gepasst, das Setting war auch cool, und ich kann mir auch absolut vorstellen, dass das alles noch an fahrt aufnehmen wird in Zukunft, also ich könnte durchaus sehen, dass die Bücher in Zukunft besser werden/mir besser gefallen würden. Habe ich vor, die Reihe aktiv weiterzuverfolgen? Nicht wirklich. Aber wenn mir ein Buch irgendwann zufällig in die Hände fällt, dann wäre ich auch nicht dagegen, der Reihe wieder eine Chance zu geben.

Veröffentlicht am 06.06.2025

Konnte mich alles in allem nicht wirklich überzeugen

Spiegelgasse
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Inhaltlich geht es in Spiegelgasse um geheime Organisationen, Freundschaft, eine kleine Abenteuerreise und die bösartigen Machenschaften einer Partei, die das Wissen der Menschen beschränken möchte. Das ...

Inhaltlich geht es in Spiegelgasse um geheime Organisationen, Freundschaft, eine kleine Abenteuerreise und die bösartigen Machenschaften einer Partei, die das Wissen der Menschen beschränken möchte. Das ganze in einer Welt, die vor Magie nur so wimmelt, und tatsächlich hat mir genau das eigentlich auch ganz gut gefallen, gleichzeitig fand ich es aber auch sehr schwer, in die Geschichte hineinzufinden.
Die ganzen magischen Elemente finde ich einerseits toll, andererseits konnte ich mir unter einigen Dingen gar nichts vorstellen, und fand sie auch zu wenig erklärt. Dabei gibt es durchaus auch Elemente unserer Welt, nur sind diese im Vergleich extrem sparsam gesetzt, und wirklich für fast alles gibt es magische Begriffe. Einerseits cool, andererseits erschweren sie natürlich das Lesen, und gerade für Kinder kann ich mir durchaus doch vorstellen, dass die neugierig genug sind, um Antworten zu wollen.
Die Geschichte selbst fand ich außerdem sehr spannend, den Aufbau allerdings manchmal recht schwach. So haben wir zwar eine Reihe an Figuren die auch durchaus alle ihr eigenes Ding haben, was schon cool ist, gerade die Dialoge fand ich aber oft gezwungen, das Verhalten einiger Figuren ebenfalls, und insgesamt hatte ich oft das Gefühl, dass die Figuren nur des Buches wegen bestimmte Dinge tun, die sie an sich aber nicht wirklich getan hätten. Und auch hier wurden wieder Dinge nicht immer erklärt. Auch haben wir insgesamt im Buch Kapitel aus ... ich glaube 6 verschiedenen Perspektiven, von denen aber alle gefühlt beliebig auftauchen, teils auch überflüssig auf mich wirkten, und die Unterscheidung der einzelnen Sichten passiert durch minimale Änderungen der Illustrationen die das jeweilige Kapitel einleiten, sodass ich es auch nicht immer ersichtlich fand, durch wessen Augen das Geschehen gerade betrachtet wird.
Das Ende dann fand ich recht vorhersehbar, die Figuren zwischendurch teils sehr flach, gerade Blue kriegt ständig irgendwelche Dinge ab, die ich nicht überzeugend fand (eher vom Buch selbst, weil praktisch ständig darauf rumgeritten wird, wie sehr sie ihre roten Haare hasst und dass jeder rote Haare hassen würde, wenn er sie selbst hätte, aber auch weil sie in manchen Momenten plötzlich sehr stereotypisch handelt und da irgendwie nicht rauskommt, was ich eigentlich eine sehr traurige Darstellung finde, sollten Kinder mit roten Haaren oder Mädchen das Buch lesen), und insgesamt fand ich das Buch einfach nicht überzeugend genug.
Ich denke Kinder wären eindeutig glücklicher mit der Story, aber auch da würde ich vermutlich eher zu anderen Büchern greifen, weil ich dieses hier dann zwischendurch doch recht langatmig und durcheinander fand. Nicht so, dass ich sagen würde, es wäre zwingend ein schlechtes Buch, aber ich gehe eher gleichgültig aus dem Lesen heraus, als irgendetwas anderes.

Veröffentlicht am 11.04.2025

Reihe hat für mich zum Ende wieder nachgelassen

Scary City 3: Der Bezwinger der Dämonen
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Leider konnte der letzte Band der Reihe mich wieder etwas weniger überzeugen als der zweite. Es war weiterhin sehr schnell zu lesen, aber die Klischees waren wieder stark vorhanden, emotional konnte mich ...

Leider konnte der letzte Band der Reihe mich wieder etwas weniger überzeugen als der zweite. Es war weiterhin sehr schnell zu lesen, aber die Klischees waren wieder stark vorhanden, emotional konnte mich nichts vom Geschehen überzeugen (dafür, dass mehrere Leute sterben/in Gefahr schweben war's mir wirklich einfach egal, weil die Art, wie im Buch damit umgegangen wird, für mich einfach sehr gefühllos wirkte, und außerdem wurden die entsprechenden Personen wirklich schnell vergessen), manche Dinge wurden mir zu oft aufgefrischt (es wurde zum Beispiel mehrfach erklärt, wer Mr Myrddin ist, was ich als einmalige Wiederholung von der vorherigen Geschichte okay fände, aber mehr als das braucht's wirklich nicht), einige Figuren fand ich relativ inkonsequent (wie Myrddin, der angeblich niemanden alleine losziehen lassen würde, obwohl ihn das bisher nie gestört hat, oder Mats Mutter, die die ganze Reihe über mal nett, mal ruppig, mal hilfsbereit, mal eher zickig war), und mich hat auch ein wenig gestört, wie leicht Figuren einerseits von Mord reden oder davon Leute umzubringen, sie in anderen Momenten aber ganz geschockt sind, wenn Leute (auch Feinde) sterben.
Auch das Ende ging mir dann leider viel zu schnell. Ich glaube, wenn alles etwas länger oder emotionaler geschrieben worden wäre, dann hätte es auf jeden Fall funktionieren können, so finde ich die Idee zwar nett, die Umsetzung aber an so vielen Stellen eher oberflächlich und mangelhaft, dass ich trotzdem nicht wirklich zufrieden bin.

Veröffentlicht am 22.03.2025

Gute Ansätze mit einigen Schwächen

Krönchen, Chucks und sieben Zwerge
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Das Buch hat mich einerseits sehr positiv überrascht, andererseits dann aber auch an einigen Stellen wirklich sehr enttäuscht, und an einigen einfach nicht ganz überzeugen können, sodass es mir am Ende ...

Das Buch hat mich einerseits sehr positiv überrascht, andererseits dann aber auch an einigen Stellen wirklich sehr enttäuscht, und an einigen einfach nicht ganz überzeugen können, sodass es mir am Ende doch eher negativ aufgefallen ist.

Die Nachricht des Buches (sei du selbst, verändere dich nicht für andere, Aussehen ist nicht alles im Leben, es kommt auf die inneren Werte an) ist zwar ziemlich offensichtlich und nichts wirklich Neues, aber die Umsetzung hat großteils funktioniert, und es war durchaus interessant, zu lesen, wie Rosie mit allem umgeht, und wie sie Probleme überwindet und langsam dazu lernt.
Die Figuren waren sehr vielseitig, aber teils auch extrem Klischeehaft, sodass sie mich nicht immer von sich überzeugen konnten, einfach weil sie so stereotypisch waren. Und dann kam noch hinzu, dass einige Missverständnisse mir einfach nicht richtig vorgekommen sind. Ja, Rosie hat Fehler gemacht, zu denen sie auch stand, aber ich hatte wirklich das Gefühl, dass eigentlich das gesamte Buch über niemand wirklich versucht hat, ihr zu helfen, sondern alle wollten sie immer nur ändern, und dann am Ende war sie plötzlich schuld, weil sie nicht mehr sie selbst war? Alle wollen sie dazu bringen, ein Date zu kriegen, und am Ende werfen Leute ihr vor, dass sie besessen davon ist, nachdem am Anfang niemand je auf die Idee kam, ihr zu sagen, dass sie ja vielleicht kein Date braucht? Jemand macht sie an, sie lehnt empört ab, und dann wird sie von ihren Freundinnen abgeschrieben, weil die ihr nicht glauben, und sie entschuldigen sich nicht mal dafür? Und das alles wurde nur noch davon getoppt, dass die Mutter Rosie absichtlich einen verfluchten Spiegel gegeben hat, nur damit sie was lernt. Der Spiegel hätte fast ihr Leben zerstört, was genau hätte die Mutter dann getan? Ja, sie hatte ein Auge auf Rosie, aber wirklich genug? Was, wenn Rosies Freundinnen nie wieder etwas mit ihr hätten zu tun haben wollten, nachdem das vorbei war? Wie genau hätte sie sich da gerechtfertigt? Hätte Rosie dann einfach damit Leben müssen, dass ihr Leben kaputt ist? Und dann wird der Spiegel in der Zukunft vermutlich ans nächste Kind weitergegeben? Das alles war für mich die absolute Katastrophe, und hat tatsächlich dafür gesorgt, dass ich danach eigentlich nichts mehr an dem Buch genießen konnte, auch wenn das Ende durchaus niedlich war.
Und auch außerhalb vom Ende und der Haupt-Message vom Buch gab es durchaus ein paar ziemlich gute Gedanken, die vorhanden waren, und die Kindern ziemlich sicher den richtigen Weg zeigen können, oder auf jeden Fall richtige Lebenshinweise geben, nur gab es eben auch so einige Schwächen im Verhalten der Figuren.
Und zusätzlich dazu war es wirklich nicht erklärt, wie die Märchen eigentlich eins zu eins passiert sind, die Geschichte aber gleichzeitig im modernen alltäglichen New York gespielt hat. Das war zwar das kleinste der Probleme, die ich beim Lesen hatte, aber trotzdem sehr verwirrend.

Insgesamt einige echt gute Ideen und Ansätze, und die Nachrichten an Kinder sind ziemlich gut, aber es gibt auch eindeutig stellen, die so überhaupt nicht funktionieren (oder auf jeden Fall für mich überhaupt nicht funktioniert haben), und dadurch war es teils zum Ende hin wirklich schwer zu lesen, weil die Handlungen einiger Figuren in meinen Augen einfach katastrophal und nicht wirklich zu entschuldigen waren ... nicht zuletzt, weil sich eigentlich niemand wirklich entschuldigt hat, abgesehen von Rosie, dabei hätte sie wirklich nicht die einzige sein sollen.

Veröffentlicht am 21.03.2025

Spannende Idee, konnte mich nicht überzeugen

Letztendlich sind wir dem Universum egal
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[Spoiler vorhanden, lesen mit Vorsicht]

Die Idee dieses Buches gefällt mir wirklich unglaublich gut, und immer wieder gibt es Momente, die ich einfach fantastisch geschrieben fand. Die Diversität der ...

[Spoiler vorhanden, lesen mit Vorsicht]

Die Idee dieses Buches gefällt mir wirklich unglaublich gut, und immer wieder gibt es Momente, die ich einfach fantastisch geschrieben fand. Die Diversität der Figuren, die mal ganz beiläufig, mal größer in die Geschichte eingebaut ist, hat mir wirklich gut gefallen, und A dabei zuzusehen, wie er immer wieder die Leben wechselt und in neuen Situationen ist, die er irgendwie meistern muss, fand ich wirklich spannend.
Auch hat mir das Konzept gefallen, dass es für A nicht wirklich Geschlechter gibt und es kaum einen Unterschied macht, und er sich weder männlich noch weiblich und gleichzeitig aber irgendwie beides fühlt. Ich habe das Gefühl, dass das Buch (und besonders das Hörbuch) das nicht vollkommen wiedergibt, da der Sprecher Männlich war und der Klappentext außerdem von "ihm" spricht, entsprechend wirkt es beim Lesen/Hören schon so, als wäre A männlich, aber ich hatte auch das Gefühl dass es ihn nicht stört, wenn man ihn anders wahrnimmt, und die Art, wie er einfach mit dem lebt, was ihn jeden Tag aufs neue erwartet, fand ich wirklich schön gemacht.
Was auch der Grund ist, aus dem ich wirklich gerne nur das gehabt hätte. Denn diesen Teil der Geschichte fand ich wirklich toll, und auch der Plot mit Nathan war wirklich interessant, aber leider hat die Liebesgeschichte mir überhaupt nicht gefallen. Die Tatsache, dass es Liebe auf den ersten Blick ist, und er dann wirklich immer und immer wieder darauf besteht, dass er sie liebt, und er bei ihr sein muss, und dass er ohne sie nicht leben kann, war einfach zu viel für meinen Geschmack. Dass er sie ein paar Stunden kennt und lässt seine Liebe sofort an Besessenheit grenzen, wenn man mich fragt, und dass er daraufhin immer wieder alle Grenzen überschreitet, die es gibt, nur um diese Liebe tatsächlich zu bekommen hat mir einfach nicht gefallen. Und zwar nicht nur ihre Grenzen, sondern auch die so ziemlich aller Personen, in deren Körper er steckt. Oft fand ich ihn sympathisch, in vielen kleinen Momenten mochte ich die Art, wie er denkt, aber dann gab es Momente, wie den, in dem er bereit gewesen wäre, ein Date zu versetzen, an dem ihm etwas lag, oder als er den Familienurlaub nicht mit angetreten hat und der Körper darum vermutlich die schlimmsten Probleme jemals bekommen hat/wird, und ... ich hatte einfach so oft das Gefühl, dass er Leben zerstört, und dass er das Gefühl hat, dass ein paar Stunden mit irgendeinem Mädchen (sie ist nett, ja, und ich mag sie, aber sie ist trotzdem nur irgendein Mädchen) das rechtfertigen und okay machen, ging einfach gar nicht.
Leider hat mir an der Stelle auch das Ende wirklich nicht gefallen, auch wenn ich verstehe, was das Ziel war. Also dass er sie hat gehen lassen ist toll, aber nachdem sie ihm gesagt hat, sie braucht nach der Trennung mehr Zeit und alles ist schwer ist sein nächster Anlauf, ihr einfach jemand anderen als sich selbst zu besorgen? Was? Was genau hat er denn nicht verstanden, als sie meinte, sie muss erst mal über Justin hinweg kommen?!
Also eine wirklich tolle Grundidee, und alles um den Hauptplot drumherum mochte ich sehr gerne, aber der hat leider sehr zu wünschen übrig gelassen, da ich immer wieder an As Intentionen zweifeln musste, und ob er wirklich so gut ist, und ich hätte es einfach wesentlich cooler gefunden, wenn er sich unabhängig von der Liebesgeschichte etwas weiterentwickelt hätte, und nicht Rhiannon für alles der Auslöser gewesen wäre. (Und so sehr sie es verdient hat, glücklich zu sein, fühlte sich As Wunsch danach, sie glücklich zu machen und an ihrer Seite zu sein, doch sehr gezwungen in meinen Augen an. Wirklich jedes andere Paar in dem Buch (außer Justin und Rhiannon vielleicht) hatte mehr Chemie als die beiden, in meinen Augen, und ich fand es wirklich schade, so viel Zeit "verschwenden" zu müssen, um über die zu lesen, wenn A sich in der Zeit genauso gut auf andere Leben hätte einlassen können ...)
Insgesamt trotzdem weder richtig schlecht noch richtig gut. Die Romanze hat als schwächster Part leider überwogen, aber der Rest hat mir so gut gefallen, dass es für mich trotzdem eher ein Mittel-Ding ist. Es hätte allerdings wesentlich besser sein können, und ich hätte es mir auch gewünscht.