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Veröffentlicht am 26.10.2025

Anstrengend

Bella und Edward 1: Biss zum Morgengrauen - Die ungekürzte Lesung
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Ich glaube, über den Inhalt brauche ich nicht viel sagen, aber für die, die dennoch nicht wissen, was im ersten Band der Twillight-Saga passiert, gibt es eine kleine Zusammenfassung. Als Bella mit 17 zu ...

Ich glaube, über den Inhalt brauche ich nicht viel sagen, aber für die, die dennoch nicht wissen, was im ersten Band der Twillight-Saga passiert, gibt es eine kleine Zusammenfassung. Als Bella mit 17 zu ihrem Vater zieht, verändert sich ihr Leben komplett, vor allem als sie auf den geheimnisvollen Edward und seine Familie trifft. Sie verliebt sich in ihn, aber Edward ist ein Vampir, wodurch sie in große Gefahr gerät.

Jap, das ist der Inhalt in zwei Sätzen, denn mehr passierte auch nicht, aber warte, doch ! Denn Bella war so eine anstrengende Nuss, die keinen Selbsterhaltungsbetrieb besaß und eigentlich nur jammern konnte, weil alles irgendwie nicht passte oder sie störte und ihre Doppelmoral fand ich zum schießen. Sehr lustig war es immer, wenn sie andere Menschen wegen gewissen Dingen verurteilte oder es missbilligte, es dann aber selber tat und es bei ihr anscheinden dann in Ordnung war. Ich meine, sie konnte auch einen starken Willen zeigen, aber nicht in positiver Weise. Ich weiß gar nicht, wie oft ich wegen diesem Mädchen den Kopf geschüttelt, die Augen verdreht oder gelacht habe, weil ich sie absolut lächerlich fand. Egal, was auch passierte, sie schaffte es immer wieder, von einer Katastrophe in die nächste zu rennen und bei ihrer arglosen Haltung und ihrem wirklich undurchdachten Verhalten hätte ich irgendwann zu gerne geschrien, weil das nicht mehr auszuhalten war. Und wer meinen sollte, dass zumindest die anderen Figuren gut oder annehmbar waren, den sollte ich warnen. Zwar gingen sie mir nicht so sehr auf den Keks wie Miss Swann, aber Edward war genau so blass wie seine Angebetete, wirkte teilweise wie ein gruseliger Stalker und war mir sehr unangenehm. So gesehen haben die eigentlich recht gut zueinander gepasst, sie war durch und durch naiv und er bessesen von ihr. Die Handlung war recht zäh, drehte sich viel im Kreis und Spannung war kaum vorhanden. Einzig die Entstehungsgeschichten von den Cullens in Vampire fand ich echt interessant. Leider kamen solche Momente viel zu wenig auf und gerade das Ende zog sich wie Kaugummi, selten war ich so froh, als endlich die letzten Minuten durch waren. Für das Hörbuch habe ich wirklich sehr lange gebraucht, was für mich eher ungewöhnlich war, aber es hat mir einfach keinen Spaß gemacht. Meistens habe ich immer nur ein paar Kapitel geschafft und musste mich eher da durchquälen aus den oben genannten Gründen. Aber ein Gutes hat es ja, ich habe nun ein wenig mehr Platz im Bücherregal, weil ich danach die komplette Reihe als Buch aussortiert habe.

Dennoch möchte ich auch etwas Postives sagen, denn die Sprecherin Anina Braunmiller fand ich absolut fabelhaft ! Kleiner Funfact nebenbei. Sie spricht auch in den Filmen Kristen Stewart, was mir nicht sofort klar war, das kam erst später. Allerdings kam mir ihre Stimme durch andere Hörbücher und diverse Serien bekannt vor und ich schätzte erneut ihr ruhige und klare Stimme, die wirklich schön angenehm zu hören war.

Fazit:
Die Geschichte war nur bedingt meins und Bella nervte durch ihre unbedachtes und naives Verhalten extrem, was teilweilse schon wie eine Parodie wirkte, allerdings ging sie mir dafür zu sehr auf den Keks, als dass ich das feiern könnte. Dafür mochte ich die Specherin sehr gerne, die ich schon durch andere Hörbücher und diverse Serien, sowie Filme kannte und schätzte auch hier ihre ruhige, klare und angenehme Stimme, die schön ausbalanciert wirkte. Ich denke aber dennoch, dass ich die Reihe nicht weiter verfolgen werde, meine Teenieerinnerinnerungen haben mich wirklich in die Irre geführt. Keine Ahnung, weshalb ich es damals so liebte, denn nun nervte es mich zu sehr und es reicht dann auch.

3 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Show, don´t tell

The Nightmare Before Kissmas
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Vielen Dank an Droemer Knaur und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares, dies beeinflusst nicht meine Meinung.

Inhalt:
Weihnachten und Halloween haben nichts miteinander zu tun, aber ...

Vielen Dank an Droemer Knaur und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares, dies beeinflusst nicht meine Meinung.

Inhalt:
Weihnachten und Halloween haben nichts miteinander zu tun, aber als Santa eine Allianz mit Ostern anstrebt und aus PR Gründen seinen Sohn Coal mit Prinzessin Iris vermählen will, kämpft auch Prinz Hex von Halloween um ihre Hand. Doch je mehr Zeit vergeht, desto mehr merken die beiden Prinzen, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen. Doch ihre Liebe steht unter keinen guten Stern und die Pläne des Weihnachtsmannes zu durchkreuzen ist auch keine gute Idee, oder etwa doch ?

Meine Meinung:

Es gibt so viele Geschichten über Weihnachten und Halloween, aber über eine Kombination von beiden Feiertagen habe ich bisher noch nie gelesen. Daher sprang mir neben dem sehr interessanten Titel auch das tolle Cover sofort ins Auge und ich war sehr neugieirg drauf. Zwar finde ich die Farbkombination etwas zu grell in der einen Hälfte, insgesamt mag ich es aber sehr gerne und ich finde es schön, dass bei der Gestaltung der beiden Figuren darauf geachtet wurde, dass sie mit den Beschreibungen aus der Geschichte übereinstimmen. Allerdings bin ich bei dem Buch auch ein paar Tage nach dem Beenden immer noch ein wenig hin und her gerissen. Zwar liebte ich die Ideen und es machte auch Spaß, aber es gab durchaus gewisse Dinge, die mich störten.

Der Anfang unterhielt mich wirklich sehr gut und es gab viele Momente, wo ich lachen oder breit grinsen musste, weil das Verhalten von Coal einfach unmöglich war und seine Wortspiele, sowie Humor unterirdisch wirkten, aber genau das habe ich geliebt. Manchmal war er auch richtig ordinär und es machte richtig Spaß. Er war mir sympathisch und ich fand seine Streiche zu herrlich. Die Geschichte wurde rein aus der Ich-Perspektive von Coal geschrieben und man bekam gute Einblicke in sein Leben, allerdings hätte ich es auch schön gefunden, wenn ebenfalls aus der Sicht von Hex erzählt worden wäre, so passte es aber gut für mich. Die erste Hälfte gefiel mir und es war interessant, wie die beiden Prinzen aufeinandertrafen und später um das Herz der Prinzessin kämpften, wobei es da ja auch einige sehr spannende Wendungen gab, mit denen ich so nicht direkt gerechnet habe und die ich erfrischend fand, weil es nicht nach Schema F lief.

Allerdings hatte es auch einige Schwierigkeiten und ab der zweiten Hälfte verlor es mich immer mehr. Leider drehte es sich sehr wenig um den angekündigten Wettkampf und es gab nur vereinzelt Szenen, die dann auch recht kurz waren. Stattdessen legten Coal und Hex eine sehr schnelle Entwicklung hin, die mir zu fix ging und es gab einige erotische Szenen, die ich in dem Umfang und dem Vorkommen nicht gebraucht hätte, da sie die eh akum vorhandene Handlung sehr bremste. Auch führten die Protagonisten oft lange Gespräche oder Monologe, anstatt zu handeln. Ich musste mehrmals an diesen Spruch aus der Filmindustrie denken, der hier sehr gut passte. "Show, don´t tell" ! Denn das passierte hier leider zu viel des Guten. Es ist nicht so, dass es gar keine Handlung gab, aber die vorhandenden Punkte wurden sehr schnell abgearbeitet und es kam keine Spannung, sowie nur bedingt Emotionen auf und ich fieberte absolut nicht mit den Figuren mit, was ich schade fand, da es eben tolle Ansätze und Ideen gab, die mit der richtigen Umsetzung sehr gut funktioniert hätten. Vieles wurde nur kurz angerissen oder schnell durchgespielt, sodass es einfach keine Chance bekam, sich zu entwickeln. Die Handlung kam dadurch sehr schleppend voran, machte teilweise große Sprünge und das Ende wirkte etwas abrupt. Es kamen auch Themen auf, die mitunter gut gewählt waren, aber auch welche, die gar nicht passten. So fand ich es schön, dass sich über die heutige Bedeutung von Weihnachten und Geschenken, sowie deren Auswirkungen Gedanken gemacht wurde, aber die Sache mit der Mutter wurde mir zu einseitig erzählt und das "Gehacke" auf sie fand ich nicht passend.

Die Liebesgeschichte war zwar ganz niedlich, da die Chemie zwischen den beiden Prinzen von Beginn an stimmte und sie durch ihre Unterschiede gut zueinander passten. Leider waren die Spice-Szenen nicht wirklich schön und wirkten eher etwas unangenehm, was für mich zum größten Teil an dem Dirty Talk lag, der absolut nicht meins war. Zudem wirkten viele Szenen zu lang oder waren etwas unpassend platziert. Ja, die beiden waren jung und fanden sich sehr anziehend, aber weniger wäre mehr gewesen, vor allem die blumigen Beschreibungen brachten mich eher unfreiwillig zum Lachen.

Mit den Figuren freundete ich mich nur bedingt an, da sie recht austauschbar wirkten und mir nicht wirklich im Gedächtnis blieben. Gerade Santa oder Kris wirkten trotz allem sehr blass und auch mit Hex wusste ich nicht so wirklich, was ich von ihm halten sollte. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich seine Erzählungen über Halloween und die begleitenden Feiertage sehr interessant fand und er einen guten Gegenpol zu dem übersprudelnden Coal war. Mit Prinzessin Iris wurde ich gar nicht warm und im Grunde hätte ich sie nicht in der Geschichte gebraucht, da sie recht anstrengend wirkte und eigentlich nicht zur Handlung beitrug.

Der Schreibstil ließ sich teilweise recht flüssig lesen, aber durch die vielen verschachtelten Sätze stockte es auch immer wieder und mir fehlte einfach eine gewisse Spannung. Leider führten die Figuren lieber lange Gespräche, sodass die Handlung hinten anstand und ich brauchte sehr lange, um das Buch zu beenden, da es mich ab ca. der Hälfte immer weniger fesselte.

Fazit:
Die Ideen, gewisse Wendungen und gerade den Anfang fand ich wirklich prima und unterhaltsam. Der Humor war meistens genau meins und die Chemie zwischen den Prinzen stimmte. Allerdings wurden lieber lange Gespräche geführt, anstatt zu handeln und wenn, dann wurde alles recht schnell abgehandelt, was schade war. Mehr Seiten, weniger Gespräche und etwas mehr Handlung hätten dem Buch sehr gut getan. Dennoch hatte es auch tolle Momente und konnte mich durchaus für ein paar schöne Lesestunden unterhalten. Nun bin ich etwas unschlüssig, ob ich auch Band zwei lesen möchte, wäre aber nicht abgeneigt.

3 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Unausgeglichen

The Extraordinaries – Alte Geheimnisse
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Eigentlich läuft für Nick und seine Freunde alles super. Er selbst ist mit seinem Traumtypen zusammen, ihr Superhelden-Team hält fest zusammen und es könnte nicht besser sein. Aber irgendetwas stimmt nicht ...

Eigentlich läuft für Nick und seine Freunde alles super. Er selbst ist mit seinem Traumtypen zusammen, ihr Superhelden-Team hält fest zusammen und es könnte nicht besser sein. Aber irgendetwas stimmt nicht und als dann auch noch Simon Burke für das Amt des Oberbürgermeisters kandidiert, schrillen bei ihnen die Alarmglocken. Denn sollte er gewinnen, droht nicht nur den Extraordinairies Gefahr. Und da Chaos praktisch Nicks zweiter Name ist, scheint auch noch Shadow Star aus seinem Gefängnis ausgebrochen und auf Rache aus zu sein.

Meine Meinung:
Auf dieses Finale habe ich mich wirklich sehr gefreut, da die ersten beiden Bände trotz kleinerer Mängel und Längen mich wirklich umgehauen haben. Diese beiden Geschichten besaßen so viel Charme, Humor und ich liebe es, wie wichtige Themen geschickt mit in die Handlung eingewoben wurden. Und nach dem kleinen Cliffhanger vom zweiten Band freute ich mich so sehr auf das Ende dieser Reihe. Zwar war ich im Bezug darauf auch ein wenig anspruchsvoll, um es mal so auszudrücken, aber mit dieser Enttäuschung hätte ich so nicht gerechnet.

Das erste Viertel fragte ich mich permanent, ob ich im falschen Film bzw. falschen Buch war, da die Handlung extrem verwirrend, schräg und absolut sinnlos erschien. Ich habe sogar nochmal die letzten Kapitel vom zweiten Band nachgelesen, weil ich absolut nicht mehr wusste, wo oben und wo unten war. Das nahm mir ehrlich gesagt schon etwas die Freude am Lesen und ich hoffte so sehr, dass der Autor hierfür noch eine plausible Erklärung liefern würde. Und in der Hinsicht wurde ich auch nicht enttäuscht. Diesen heftigen Twist habe ich so sehr geliebt und glaubt nun, dass das Buch noch richtig gut werden würde. Das hin und her machte echt Spaß und ich fand dann sogar den Anfang im nachhinein richtig gut. Mit so etwas hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.

Allerdings verschenkte Klune das neu vorhandene Potenzial ziemlich, da die Handlung danach ziemlich erlahmte und es im Grunde nur noch um die Dad-Jokes, potenzielle Pläne, die Zukunft der Charaktere und vor allem die sexuelle Entwicklung in der Beziehung von Nick und Seth ging. Per se fand ich das nicht verkehrt, allerdings litt darunter die Entwicklung der eigentlichen Geschichte ziemlich und irgendwann fand ich auch die Dad-Jokes nicht nur absolut unlustig, sondern auch ziemlich störend, was mir gerade in dem Finale auffiel, das gut startete und neue Hoffnung auf einen schönen Abschluss weckte, dann aber wieder in den Sand gesetzt wurde, weil die Charaktere in einer Tour nur redeten, anstatt richtig zu handeln. Es frustrierte mich ziemlich, weil Klune in den vorherigen Bänden so gut zeigte, dass dieser Mix aus Humor, ernsteren Themen, Action, Emotionen und einer langsamen Entwicklung der Handlung gut funktionieren kann. Hier allerdings fehlte das gewisse Gleichgewicht, das Herz und die Liebe zur Geschichte. Stattdessen hatte ich das Gefühl, dass er nochmal alles mögliche reinpacken wollte und ehrlich gesagt hätte die Reihe noch einen weiteren Band gebrauchen können, in der auch das Tempo stimmt. Denn das hat es hier abolut nicht. Entweder las es sich recht langatmig und es passierte absolut gar nichts oder es ging Schlag auf Schlag. Richtig frustriert hat mich aber das Ende, das sich einfach echt langweilig las und trotz einer schönen Aktion fand ich es irgendwie enttäuschend, sodass mich dieses Finale sehr rastlos zurückließ. Der Geschichte fehlte ein roter Faden und wirkte zu oft zu chaotisch und in sich nicht stimmig.

Mit den Charakteren wurde ich zwar wieder schnell warm, allerdings muss ich sagen, dass ich gerade Jazz und Gibby zeitwilig anstrengend und selbstgerecht fand, auch nach dem tollen Twist. Ich konnte verstehen, dass manche von Nicks Aktionen und Aussagen anstrengend waren, aber ich fand sie in ihrer Art ihm gegenüber ungerecht. Dagegen mochte ich die Dad-Squad am Anfang richtig gerne und liebte es, wie sie für ihre Kinder da waren. Zwar fand ich sie zum Ende hin sehr anstrengend, aber Bob und Co. hatten das Herz auf dem rechten Fleck. Die Entwicklung der Figuren war manchmal nicht nachvollziehend, bzw. ich fand manche Wendungen etwas plötzlich und schräg. Gerade bei Owen hätte ich eine andere Wendung begrüßt, auch wenn es durchaus zu seiner Figur passte. Die Beziehung von Nick und Seth entwickelte sich kaum weiter und die meiste Zeit ging es nur um sexuelle Handlungen, was ich an sich nicht schlimm fand, bloß irgendwann kippte es etwas und drehte sich nur noch darum. Die beiden waren schon ganz süß und hatten eine tollte Chemie, aber weniger wäre mehr gewesen.

Fazit:
Zwar mag ich bei einem Finale generell gewisse Ansprüche haben, aber dieses hier hat mich in vielen Dingen einfach zu sehr enttäuscht. Die Geschichte kam nie wirklich in Fahrt, wärmte die immer gleichen Gags, Gespräche, sowie Handlungen auf und bot kaum etwas eigenes, was ich sehr schade fand. Zwar fand ich gewisse Ideen wirklich sehr interessant, aber der Autor schaffte es einfach nicht, eine gewisse Balance zu halten. Zu oft drehte sich die Handlung im Kreis, besaß viele Leerläuf und anstatt sich zu entwickeln wurde zu viel über die gleichen Themen geredet. Das ermüdete mich sehr und auch, wenn der Showdown wieder mehr bot, schaffte Klune es nicht, seine tolle Reihe zu einem schönen Abschluss zu bringen.

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Veröffentlicht am 21.05.2025

Finale ?!

Kein Kuss, bevor du 20 bist 04
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Hochzeit, erstes Date und das Treffen mit Nanases Mutter. Bei Shimazaki und Nanase kehrt erst einmal defintiv keine Ruhe ein, vor allem nicht, da ihre Mutter befürchtet, dass ihre Tochter noch nicht so ...

Hochzeit, erstes Date und das Treffen mit Nanases Mutter. Bei Shimazaki und Nanase kehrt erst einmal defintiv keine Ruhe ein, vor allem nicht, da ihre Mutter befürchtet, dass ihre Tochter noch nicht so weit ist. Sie will überzeugt werden und das scheint kein leichtes Unterfangen zu werden, können die beiden sie von ihrer Liebe überzeugen ?

Meine Meinung:
Als ich den vierten Band las, wusste ich noch nicht, dass es auch der letzte sein würde und war mehr als perplex, als ich dann bei der letzten Seite ankam. Selbst jetzt, nach mehreren Wochen weiß ich immer noch nicht so recht, was ich davon halten soll und bin irgendwie enttäuscht, weil hier so viele Handlungsstränge in die wenigen Seiten gequetscht wurden und das merkte man eindeutig. Vieles wirkte viel zu gehetzt und kam teilweise überhaupt nicht zur Geltung, was ich so schade fand. Gerade Nanases Mutter und die Beziehung zwischen den beiden bot so viel Potenzial, dass überhaupt nicht genutzt wurde.

Generell las es sich recht holprig und wirkte sehr abgehackt. Da konnten sich weder die Geschichte, noch die Charaktere oder deren Beziehung zueinander wirklich entwickeln, auch wenn ich Nanase und Shimazaki echt süß zusammen fand. Zwar gab es auch ein paar ruhigere und ernstere Momente, aber die kamen nicht wirklich zur Geltung, weil gleich die nächste Wendung oder ein weiterer Handlungsstrang kam. Es wirkte nicht rund und konnte mich auch emotional nicht so sehr packen wie die vorherigen Bände. Ich fieberte kaum mit und fand es schade, wie die Geschichte von seiner Ex-Freundin Meika beendet wurde, bzw. eher nicht, weil es zu sehr in der Schwebe schien. Das Ende war durchaus süß, wirkte aber auch abgehackt und ich fand es als Finale für diese tolle Reihe auch sehr enttäuschend. Es fühlte sie eher an, als wenn hier noch ein paar Seiten vergessen worden wären und ich war ein wenig perplex, weil es nicht passte.

Den Zeichenstil mochte ich grundsätzlich recht gerne, allerdings störte mich Shimazakis Aussehen. Warum kann ich nicht genau sagen, aber sein Aussehen sagte mir einfach nicht zu. Die Mimik wurde gut dargstellt und die Emotionen waren schön greifbar, was man vor allem bei Nanase merkte.

Fazit:
Leider ein enttäuschendes Finale für diese ansich echt tolle Reihe und ich finde es sehr schade, dass es nicht noch ein paar mehr Bände gab, da für mich einiges noch nicht auserzählt ist und viele Handlungsstränge recht abrupt gekapt wurden. Insgesamt war es okay und bot interessante Momente, wirkte aber auch zu hektisch und ließ sich kaum Zeit für die Figuren und ihre Geschichten. Daher kann ich diese Reihe nur eingeschränkt empfehlen und von mir gibt es:

3 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Etwas wenig Sport

The Rule Book – Liebe kennt keine Regeln
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Nora hatte ihr Ziel immer fest vor Augen und opferte dafür im College sogar die Beziehung zu Derek. Aber so, wie es das Schicksal will, wird er ihr erster Klient als Sportagentin und der erfolgreiche Footballstar ...

Nora hatte ihr Ziel immer fest vor Augen und opferte dafür im College sogar die Beziehung zu Derek. Aber so, wie es das Schicksal will, wird er ihr erster Klient als Sportagentin und der erfolgreiche Footballstar will nichts mehr mit ihr zu tun haben, was für Nora zum Problem werden könnte. Als muss sie nach seinen Regeln spielen, die Dinge in Gang setzen, mit denen beide nicht rechneten und am Ende wachen sie nach einer ausgelassenen Nacht verheiratet auf. Damit dies nicht in einem Skandal endet, müssen sie jetzt doch zusammenarbeiten.

Meine Meinung:
Eigentlich stand ein Buch von Sarah Adams nicht mehr auf meiner Leseliste, dennoch zog es mich in der Buchhandlung immer wieder an. Ich blieb standhaft, aber da ich es als Überraschungsbuch bei einer Verlosung gewann, war es für mich das Zeichen, dass ich der Autorin noch mal eine Chance geben sollte. Der zweite Band der Reihe gefiel mir zwar besser als The Cheat Sheet, allerdings hatte es mit den gleichen Schwächen wie der Vorgänger zu kämpfen und der Geschichte ging gerade zum Ende hin ziemlich die Luft aus, zumal es für eine Sportromance recht wenig Sport beinhaltete, was ich schade fand.

Für ein paar gemütliche Lesestunden ist es sehr gut geeignet und es gab ein paar Stellen, die mich ziemlich zum Lachen und Grinsen brachten, was vor allem an den Kollegen von Derek lag, deren Teamgefühl ich wieder einmal sehr liebte. Die Chaos-Bande hatte es definitiv faustdick hinter den Ohren und lockerte die recht eingefahrene Haupthandlung immer wieder auf. Denn die hatte mit vielen Längen und wenig Spannung zu kämpfen und ich musste das Buch immer mal wieder zur Seite legen, weil es nie so wirklich schaffte, mich zu fesseln, vor allem emotional nicht. Ich hatte kein Problem damit, dass man am Anfang schon wusste, wie es ausgehen würde, es war nur schade, dass relativ wenig damit gemacht wurde und ich das Gefühl hatte, dass einfach nur die üblichen Punkte abgehakt wurden, die man generell bei Second-Chance findet. Da fehlten mir die Emotionen, die schon erwähnte Spannung und die Chemie zwischen dem Paar, auch wenn diese durchaus vorhanden war. Mir war das Gesamtpaket aber zu wenig und trotz fehlender Erwartungen war es schade, dass nicht mehr aus der Storyline gemacht wurde.

Es gab viel hin und her, Drama, Missverständnisse und das große Happy End, aber es fehlte der gewisse Charme. Zwar ließ es sich flüssig lesen und bot einen gewissen Humor, aber mir wirkte es zu glatt. Leider fand ich zu den Charakteren nur bedingt einen Draht, die trotz ihrer Hintergrundgeschichten nicht wirklich vielschichtig wirkten oder Tiefe aufwiesen. Ich meine, für das Genre passten sie gut rein, aber im Grunde könnten sie auch die Figuren aus dem Vorgänger sein, da sehe ich keine Unterschiede. Nora war die taffe und doch auch zarte Geschäftsfrau und Derek der ebenso taffe und doch auch gefühlvolle Sportler. Sie boten keine wirkliche Wandlung oder Überraschung und das war auch okay für mich. Die Nebencharaktere mochte ich ganz gerne, vor allem Dereks Teamkameraden.

Wenn ich eine Sportromance lese, möchte ich schon, dass es einen gewissen Anteil Sport beinhaltet, aber hier war es eindeutig zu wenig und verdient diese Bezeichnung eigentlich gar nicht. Klar, es wurden gewisse Begriffe aus der Sportwelt und dem Football genannt, der Leser bekam einen kleinen Einblick in Noras Arbeit, nur um das Thema selbst drehte es sich nur ganz, ganz dicht am Rand, nicht mehr. Und das fand ich wieder einmal recht enttäuschend, da hätte man echt mehr machen können und es gibt genügend Bücher, die eine tolle Balance aus Sport und Romance hinbekommen haben.

Fazit:
Danke, dass ich der Autorin nochmal eine Chance geben konnte, schließlich sagt ein Buch nicht alles aus, aber leider hat auch der zweite Teil der Reihe bestätigt, dass sie einfach nichts für mich ist. Die Geschichte an sich ist in Ordnung, bot ein paar interessante und gute Momente und mir gefielen die Nebencharaktere, aber es konnte mich nicht packen oder emotional erreichen. Mir fehlte eine gewisse Tiefe, Spannung und es zog sich an einigen Stellen zu sehr. Zu Nora und Derek fand ich nie wirklich einen Draht, auch wenn beide so ganz ok waren. Für mich war´s das mit den Büchern von Sarah Adams und ich werde einen Schlussstrich ziehen. Von mir gibt es:

3 von 5 Sterne

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