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Veröffentlicht am 02.11.2016

ereignisreiche Geschichte voller Überraschungen

Ormog
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Auf dem Planeten Magnus ist ein Kampf zwischen den Weißen Magiern und den Gorgul entbrannt. Ormog ist der letzte weiße Magier und wird von den Feinden erbarmungslos gejagt. Trotz seiner aussichtslosen ...

Auf dem Planeten Magnus ist ein Kampf zwischen den Weißen Magiern und den Gorgul entbrannt. Ormog ist der letzte weiße Magier und wird von den Feinden erbarmungslos gejagt. Trotz seiner aussichtslosen Lage versucht Ormog mit seinen Gefährten, den Meister der Gorgulzauberer zu vernichten. Kein einfaches Vorhaben... denn die Feinde sind ihm schon auf der Spur. Das Schicksal des ganzen Planeten liegt nun in seinen Händen.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mit nicht ganz leicht. Ormog lebt auf dem fremden Planeten Magnus. Dem Leser eröffnet sich eine komplett unbekannte, magische Welt voller ungewöhnlicher Bewohner mit teilweise recht komplizierten Namen. Schade ist, dass es weder eine Karte zur Orientierung gibt, die es erleichtert hätte, Ländergrenzen und Reisewege zu verfolgen, noch einen Glossar mit kurzen Erklärungen, um welche Art von Wesen es sich beispielsweise bei der Tierwelt handelt.
So bleibt die Geschichte trotz vielfältiger Ideen für mich etwas blass. Denn leider fehlt es auch an bildhaften Beschreibungen, die Land und Leute lebendig werden lassen. Von Ormog kenne ich eigentlich nur die Augenfarbe. Im letzten Drittel wird er als junger Magier beschrieben, zuvor handelte es sich in meiner Vorstellung eher um einen älteren Mann.
Und so gab es dann auch ein paar Geschehnisse, die aufgrund zu knapper Beschreibungen für mich nicht nachvollziehbar wurden (Beispiel: Wie passt ein drei Handspannen großer Drache in eine Manteltasche...? Handelt es sich bei den Bewohnern von Magnus um Riesen mit entsprechend großen Taschen? Kann sich der Drache schrumpfen...?)

Die Handlung an sich konnte mich aber schnell fesseln. Die Geschichte bietet jede Menge Verrat und Intrigen, vorhersehbar ist die Handlung an keiner Stelle. Ormog und seine Gefährten müssen zahlreiche Gefahren überstehen, wobei sich ihnen immer neue Probleme in den Weg stellen. So jagt ein Ereignis das nächste, das Tempo ist insgesamt hoch, es gibt aber auch ein paar wenige ruhigere Szenen.
Das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen, da mir der entscheidende Kampf etwas zu einfach gelöst ist. Es werden aber alle begonnenen Handlungsstränge zuende geführt, sodass sich dennoch ein stimmiger Abschluss ergibt.

Erzählt wird die Geschichte von einem Er-Erzähler, wobei Ansätze der personalen Erzählweise, die zwischen verschiedenen Figuren wechselt, vorhanden sind, aber nicht ganz konsequent durchgeführt werden. Aufgrund der vielen ungewöhnlichen Eigennamen liest sich der Text, der ansonsten mit einer flüssigen Sprache punkten kann, nicht immer ganz einfach.

Sehr beeindruckend finde ich übrigens, dass Autor Thomas Engel erst 16 Jahre alt ist.

Packende, immer wieder überraschende Story voller List und Intrigen, die die sympathischen Protagonisten auf eine ereignisreiche Reise schickt. Leider fehlt es an vielen Stellen an bildhaften Beschreibungen, die Figuren und Handlung im Kopf richtig lebendig werden lassen.

Veröffentlicht am 26.10.2016

viel Gefühl, weniger Spannung

Glutrot (Elfenblüte, Teil 3)
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Band 3 der Reihe - Vorwissen ist auf jeden Fall erfolderlich, da auf vergangene Ereignisse aufgebaut wird, Rückblicke gibt es kaum.

Die Geschichte von Lilly und Alahrian geht in die dritte Runde. Diesmal ...


Band 3 der Reihe - Vorwissen ist auf jeden Fall erfolderlich, da auf vergangene Ereignisse aufgebaut wird, Rückblicke gibt es kaum.

Die Geschichte von Lilly und Alahrian geht in die dritte Runde. Diesmal steht die Beziehung der sympathischen Figuren im Vordergrund. Die Annährung des Pärchens gestaltet sich nicht immer einfach, da beide sehr unsicher sind und sich in der Welt des anderen nur wenig auskennen. Trotzdem ist es total süß, ihr vorsichtiges Herantasten, das Zögern und Sich-Winden zu beobachten. Es gibt verhältnismäßig viele Gespräche und relativ wenig Handlung.

Insgesamt fehlt es ein wenig an spannenden oder dramatischen Szenen, dafür stehen die Emotionen im Vordergrund.
Erst zum Schluss gibt es doch noch ein wenig Aufregung und ein überraschendes Ereignis, das für weitere Fragen und Spekulationen sorgt.

Schön war der Blick in die Vergangenheit von Alahrian und vor allem Morgan, den man nun nochmal von einer ganz anderen Seite kennenlernt.

Nun fiebere ich aber den Antworten zu meinen Vermutungen entgegen!

Veröffentlicht am 12.04.2025

Schwächer als Teil 1

Die Elite von Ashriver - Broken Lies
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Achtung: 2. Band. Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden. Zwar steht ein neues Pärchen im Mittelpunkt, die Figuren sind aber alle bereits bekannt und vorherige Handlungsstränge und Konflikte werden ...

Achtung: 2. Band. Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden. Zwar steht ein neues Pärchen im Mittelpunkt, die Figuren sind aber alle bereits bekannt und vorherige Handlungsstränge und Konflikte werden fortgeführt.

Riley war im ersten Band nicht gerade eine Sympathieträgerin. Daher war ich tatsächlich ein wenig skeptisch, dass sie nun die Hauptfigur des zweiten Bandes sein soll. Aber ich wurde positiv überrascht. Sie hat einen ziemlichen Wandel durchgemacht und bereut zumindest einen Teil ihres zurückliegenden Verhaltens.

Ezra fand ich schon im ersten Teil recht rätselhaft. Einerseits war er nett, andererseits hat er Jade, Protagonistin von Band 1, viele schräge Dinge tun lassen, wobei man gemerkt hat, dass mehr dahinter steckt. Daher ist es interessant, seine Beweggründe nun weiter zu ergründen.

Es gab ein paar Momente, in denen das Verhalten der beiden für mich nicht so recht nachvollziehbar war. Zwar müssen sie in ihrer jeweiligen Position verschiedene Dinge bedenken, dennoch gab es Situationen, wo mir ihre Entscheidungen nicht sehr schlau erschienen.
Auch gibt es ein paar Szenen im Kontakt mit anderen Figuren, die ich als schräg oder zu einfach gelöst empfand.

Darüber hinaus enthält das Buch aber auch viele spannende Momente. Beide Figuren sind von zahlreichen Geheimnissen und Intrigen umgeben, deren Ausdeckung sie nach und nach näher kommen, aber nicht ohne dabei gewissen Gefahren ausgesetzt zu sein.

Die Gefühlsentwicklung von Ezra und Riley geht langsam vonstatten. Von anfänglicher Abneidung entwickelt sich eine Art Freundschaft, die mit der Zeit umschlägt. Dabei sind die beiden von so vielen Dramen umgeben, dass sie untereinander zum Glück mit weniger künstlichem Drama auskommen.

Während ich nach Band 1 das Gefühl hatte, dass viele Handlungsstränge abgeschlossen sind, bleibt hier am Ende absolut alles offen, auch die ganz persönlichen Angelegenheiten der beiden, was ich ein wenig schade finde, wenn man bedenkt, dass es im nächsten Band wieder neue Hauptfiguren gibt, sodass ihre Geschichte vermutlich (?) nur im Hintergrund fortgeführt werden kann.

Fazit

Zahlreiche Geheimnisse und Intrigen sorgen für spannende Szenen, es gab für mich aber auch ein paar unstimmige Ereignisse und einige Längen. Insgesamt konnte mich Band 1 etwas mehr fesseln, dennoch bin ich gespannt auf die Auflösungen im letzten Teil.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 04.04.2025

eher ereignisarm

Dark Cinderella
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Sofia sucht ihre vermisste Freundin, die zuletzt im Palast von Skønien gesehen wurde. Dass sie Prinzessin Linnea das Leben rettet, verschafft ihr letztlich die Chance, sich im Palast umzusehen und das ...

Sofia sucht ihre vermisste Freundin, die zuletzt im Palast von Skønien gesehen wurde. Dass sie Prinzessin Linnea das Leben rettet, verschafft ihr letztlich die Chance, sich im Palast umzusehen und das Vertrauen der Geschwister Linnea und Maximilian zu erschleichen, während der Prinz seinerseits die Aufgabe hat, sie im Auge zu behalten…

Die Ereignisse wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Sofia und Maximilian geschildert. Gesprochen werden die Hauptfiguren von Chantal Busse und Vincent Fallow, denen man gut zuhören kann.

Zudem ist es leicht, dem Geschehen hörend zu folgen, weil letztlich leider nicht wahnsinnig viel passiert. Nachdem Sofia Linnea geholfen hat, ist ihr der erhoffte Schritt in den Palast gelungen. Viel zu lange schon sucht sie nach Spuren ihrer Freundin und tatsächlich fällt deren Name im Palast. Aber es bleibt bei unverständlichen Andeutungen, die Sofia nicht voran bringen. Und so führt sie mal hier und da ein Gespräch, schaut sich um und sucht nach Antworten.
Sie sucht den Kontakt zu beiden Geschwistern, versucht Linneas Freundschaft zu gewinnen und flirtet mit Maximilian in der Hoffnung auf Hinweise. Dass Maximilian seinerseits versucht, ihre wahren Absichten zu ergründen, macht die Sache ein wenig verworren.
Einerseits knistert es zwischen ihnen, andererseits lügen sie einander an und spielen sich etwas vor. Daher ist es schwer, die Annährung zwischen den beiden wirklich einzuordnen.
Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr verstrickt Sofia sich in ihren eigenen Lügen und den aufgeheizten Gefühlen. Sie lügt und betrügt, um nicht ertappt zu werden und ihre Antworten zu finden, ohne Rücksicht auf die Gefühle anderer. Sie ist schlagfertig, tough und mutig, aber ihr rücksichtsloses Vorgehen macht sie dennoch nicht gerade zur sympathischsten Protagonistin.

Mit dem Cliffhanger wird das Geschehen erstmals richtig dramatisch. Am Ende bleiben zahlreiche Fragen offen.

Fazit

Auch wenn sich die Geschichte gut hören lässt, empfand ich die Story als unspektakulär. Große Spannung kommt nicht auf. Protagonistin Sofia erhält kleine Hinweise auf ihrer Suche, die aber nur neue Fragen aufwerfen.

Veröffentlicht am 04.04.2025

History meets Fantasy

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Inez’ Eltern reisen regelmäßig nach Ägypten und lassen sie dafür monatelang allein. Sie würde sie so gern begleiten und das fremde Land selbst entdecken, doch dann bekommt sie einen Brief, dass ihre Eltern ...

Inez’ Eltern reisen regelmäßig nach Ägypten und lassen sie dafür monatelang allein. Sie würde sie so gern begleiten und das fremde Land selbst entdecken, doch dann bekommt sie einen Brief, dass ihre Eltern gestorben sind. Inez begibt sich auf eine lange Reise nach Kairo, um herauszufinden, was passiert ist. Vor Ort trifft sie auf ihren Onkel und dessen Handlager, die sie unbedingt loswerden wollen. Das macht Inez nur noch neugieriger und misstrauischer.

Inez ist eine aufgeweckte, neugierige und mutige Protagonistin. Allein begibt sie sich auf die Reise von Südamerika nach Ägypten, um die letzten Wege ihrer Eltern zu rekonstruieren. In Empfang genommen wird sie von Whit, der für ihren Onkel arbeitet und sie direkt auf das nächste Schiff zurück schaffen möchte. Doch Inez lässt sich von dem muskulösen Mann genauso wenig einschüchtern, wie von den Waffen, die in der Folge hin und wieder auf sie gerichtet werden.
Ihr Interesse an der Kultur und der Geschichte des Landes vermischt sich mit dem unbedingten Drang, die Wahrheit herauszufinden, wobei Inez in einigen Situationen recht naiv agiert.
Und dann ist da auch noch Inez’ Gabe, bei dem Kontakt mit magisch aufgeladenen Artefakten kleine Visionen zu bekommen.

Inez stößt auf jede Menge Geheimnisse und Halbwahrheiten. Sie schafft es, ihren Onkel bei dessen Arbeit auf verschiedenen Ausgrabungsstätten zu begleiten und wird immer misstrauischer, während sie Whit gleichzeitig immer lieber gewinnt – und das auf keinen Fall zulassen möchte.
Whit hingegen bleibt die komplette Zeit recht rätselhaft und undurchschaubar, da er nicht viel von sich preisgibt.

Es entwickelt sich eine abenteuerliche Suche, in der sich Geschichte und Fantasy vermischen. Wobei die Handlung durch den Schauplatz im 19. Jahrhundert ebenfalls bereits ein historisches Setting hat und Inez mit ihrem Freiheitsdrang als alleinreisende Frau an so manche Grenze dieser Zeit stößt.

Inez sucht nach Hinweisen, nach versteckten Gräbern und magischen Schätzen. Sie findet vom allem etwas – verbunden mit einigen Gefahren und Schwierigkeiten, die sie überwinden muss.
Insgesamt empfand ich die Geschichte als etwas zu lang, dafür dass insgesamt dann gar nicht so wahnsinnig viel passiert. Es gibt kleinere Wendungen, jede Menge Geheimnisse, Lügen und Intrigen. Spannende Passagen wechseln sich mit zähen Kapiteln ab. Von einer Wende werden zumindest die Figuren extrem überrascht, obwohl sie ziemlich offensichtlich ist. Der Magieaspekt kommt insgesamt relativ kurz.

Am Ende überschlagen sich die Ereignisse in einem turbulenten, dramatischen Finale, dass im Vergleich zum Rest der Handlung sehr extrem daherkommt.
Es bleiben viele Fragen offen.

Der überwiegende Teil der Handlung wird aus der Ich-Perspektive von Inez geschildert. Dazwischen gibt es ein paar kurze Kapitel aus Whits Sicht. Gesprochen wird die Geschichte von Leonie Landa und Martin Valdeig, denen ich beiden gut zuhören konnte.

Fazit

Das historische Ägypten, in dem noch weiter nach Schätzen der Vergangenheit gesucht wird, hat mir gut gefallen. Die Handlung bietet spannende Momente, allerdings auch viele Passagen, an denen das Geschehen nur vor sich hin plätschert.