Regency Fantasy meets Lady Whistledown
A Fragile EnchantmentA Fragile Enchantment vereint auf faszinierende Weise Regency Romance mit Fantasy Elementen. Durch die Kolumne von Lovelace ist ebenfalls kleine Lady Whistledown Note zu erkenne, doch anstelle der Ballsaison ...
A Fragile Enchantment vereint auf faszinierende Weise Regency Romance mit Fantasy Elementen. Durch die Kolumne von Lovelace ist ebenfalls kleine Lady Whistledown Note zu erkenne, doch anstelle der Ballsaison steht eine gesellschaftliche Revolution im Mittelpunkt.
Die magisch begabte Schneiderin Niamh und Prinz Christopher stehen nicht nur im Zentrum der Liebesgeschichte, sondern verkörpern auch sinnbildlich die Hoffnung auf eine Vereinigung zweier Reiche, die sich seit dem Krieg als Unterdrücker und Unterdrückte gegenüberstehen. Eine Romanze, die durch Kits geplanter Heirat mit einer anderen Frau nicht nur verboten, sondern gerade deshalb umso tragischer, romantischer und berührender ist.
Das Buch ist im auktorialen Erzählstil aus Niamhs Sicht verfasst, daher fiel es mir leichter ihre Gefühlswert und Erfahrungen nachzuvollziehen. Ich konnte mich mit vieler ihrer Eigenschaften wiederfinden oder gut hineinversetzen. Im Zusammenhang mit Niamh wurde zu Beginn viel aufsehen um ihre körperliche Verfassung gemacht, dieses Rätsel und ihr weiteres Schicksal diesbezüglich blieb leider bis zum Ende ungelöst. Kits Charakterentwicklung vom vermeintlich leichtsinnigen und unverantwortlichen Prinzen zu einer Person, die bereit ist Verantwortung zu übernehmen, war hingegen schwieriger zu begreifen.
Der bildhafte und lebendige Schreibstil fügt sich perfekt in das Regency-Setting ein. Die vielen subtilen Hinweise auf klassische Märchenerzählungen fügen sich nahtlos in die Handlung ein und verleihen der Geschichte damit einen ganz eigenen, märchenhaften Zauber. Ein gewisses Worldbuilding ist zwar vorhanden, aus meiner Sicht jedoch ausbaufähig. Insbesondere der genaue Hintergrund zu dem Konflikt zwischen Avaland und Iverland hätte besser erläutert werden können.