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Veröffentlicht am 13.05.2025

Ein tierisch schöner Hundecomic!

Chili und Sara
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Hündin Chili mag sehr viele Dinge: Ausgiebige Nickerchen in der warmen Sonne, Futter, Herumschnüffeln, Futter, Spielen und Futter. Doch am allermeisten liebt sie ihre Besitzerin Sara. Für Sara würde Chili ...

Hündin Chili mag sehr viele Dinge: Ausgiebige Nickerchen in der warmen Sonne, Futter, Herumschnüffeln, Futter, Spielen und Futter. Doch am allermeisten liebt sie ihre Besitzerin Sara. Für Sara würde Chili alles tun. In der Regel ist sie auch sehr brav und folgsam, wobei es ihr nicht immer leicht fällt. Zum Beispiel dann, wenn Sara nur an Einhörner denkt und dabei Chilis Futter vergisst. Oder wenn bestimmte Triebe in ihr aktiviert werden wie jagen oder laut bellen. Meist sind Chili und Sara aber ein Herz und eine Seele. Bis zu dem Tag, als plötzlich Chilis innerer Wolf auftaucht, der ihr offenbart, dass Hunde von Wölfe abstammen und eigentliche wilde Tiere sind. Angefeuert von ihrem inneren Wolf beginnt Chili zu rebellieren. Sara versteht die Welt nicht mehr. Und auch Chili beginnt sich zu fragen, ob sie wirklich ein Wolf sein will. Sie war doch schließlich glücklich in ihrem menschlichen Rudel.

Auf der Suche nach neuem Comic-Lesefutter ist mir „Chili und Sara“ sofort ins Auge gesprungen. Das süße Cover verzauberte mich auf Anhieb und der Klappentext tat dann sein Übriges. Diesen Kindercomic musste ich einfach bei mir einziehen lassen und ich habe es nicht bereut.

Bethanie Murguia präsentiert hier eine überaus entzückende Graphic Novel, die bei Jung und Alt Anklang finden wird, allen voran natürlich bei Hundefans. Mit viel Herz und Humor wird die Geschichte aus der Sicht von Hündin Chili erzählt und man merkt auf Anhieb, dass sich die Autorin mit Hunden auskennt. Chilis Perspektive kommt sehr authentisch rüber, liest sich zugleich aber so herzallerliebst und amüsant, dass man aus dem Schmunzeln oft kaum mehr herauskommt. In 12 kurzen Kapiteln begleiten wir Chili und ihren Lieblingsmenschen Sara durch den Alltag. Die tiefe Verbundenheit zwischen ihnen ist sofort spürbar, was wunderschön mitzuerleben ist. Der Einsatz von Chilis innerem Wolf wiederum sorgt für zahlreiche lustige Momente und ist ein cleverer Schachzug, um das Verhalten von Hunden kindgerecht zu verdeutlichen. Eine weitere originelle Idee ist der „Wedelmeter“, das anhand einer Skala von 0 bis 180 Schwanzwedel pro Sekunde Chilis Gemütsstand veranschaulicht.
Dieser Comic ist wie ein Liebesbrief an unsere vierbeinigen Freunde, verpackt in einer aufregenden Abenteuergeschichte (mit Hunde-Panikpupse inklusive). Er zeigt, was Hunde ausmacht und warum wir Menschen sie so sehr lieben. Vor allem Leserinnen, die selbst einen Vierbeiner zu Hause haben, werden das innige Band zwischen Chili und Sara nur zu gut nachempfinden können. Aber auch Nicht-Hundebesitzerinnen werden hier auf ihre Kosten kommen und sich sofort in die bezaubernde Chili verlieben. Und wer nach dieser Lektüre nicht den Wunsch nach einer felligen Schnüffelnase verspürt, muss ein absoluter Hundemuffel sein.

Apropos Muffel: Für Lesefaule und auch Leseanfänger ist „Chili und Sara“ ideal geeignet. Die Panels sind sehr übersichtlich angeordnet und gestaltet und kommen öfters ganz ohne Sprechblasen oder Soundwords aus. Der Textanteil ist recht gering gehalten, die farbenfrohen Zeichnungen sprechen meist für sich. Optisch ist dieser Comic ein richtiges Highlight. Bethanie Murguias Cartoon-Illustrationen sind sehr humorvoll und ausdrucksstark gezeichnet und zeigen neben alltäglichen Situationen auch wundervolle Landschaften.
Der mehrseitige Anhang mit interessantem Hundewissen im Anschluss ist das i-Tüpfelchen obendrauf und rundet das Ganze perfekt.

Fazit: „Chili und Sara“ ist ein tierisch schöner Hundecomic ab 8 Jahren über die besondere Bindung zwischen einem treuen Hund und seinem Lieblingsmenschen. Ein Muss für alle Hundeliebhaber*innen! Herzerwärmend, informativ, urkomisch und wunderbar auf den Punkt gebracht. Einfach nur zum Bellen schön. Ich bin begeistert von diesem Reihenauftakt und hoffe sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit Chili und Sara. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Ein unvergesslich schöner Sommer

Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)
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„Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)“ ist das neue Kinderbuch von Nora Hoch und wie der Titel bereits verrät, geht es darin um ganz viel Himbeereis. Denn Oma Rosa liebt Himbeereis! ...

„Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)“ ist das neue Kinderbuch von Nora Hoch und wie der Titel bereits verrät, geht es darin um ganz viel Himbeereis. Denn Oma Rosa liebt Himbeereis! Sie kann sich auch noch ganz genau an den köstlichen Geschmack ihrer ersten Eiskugel erinnern, die ihr Vater damals für sie gemacht hat, als sie ein kleines Mädchen war. Auch sonst fallen ihr noch viele Geschichten aus ihrer Kindheit ein. Dafür vergisst sie jedoch immer öfters Dinge aus der Gegenwart. Sie wirkt immer verwirrter und in ihrer Wohnung breiten sich überall Erinnerungszettel aus wie Wort-Masern oder Wort-Pocken. Doch was, wenn sie sogar noch das leckere Eisrezept aus ihrem italienischen Bergdorf vergisst? Ihre Enkelin Ada möchte ihrer Oma unbedingt helfen. Zusammen mit ihr will sie nach Italien reisen, um nach dem versteckten Rezept zu suchen. Aber natürlich nicht alleine. Adas große Schwester Rike, ihr bester Freund Bela und dessen Hund kommen auch mit. Fast heimlich, ohne Fahrkarte und mit allerlei Hilfe unterwegs reisen sie nach Italien und erleben das Abenteuer ihres Lebens.



Was für ein wunderschön erzähltes Kinderbuch! „Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)“ ist ein herrlich turbulentes Sommerabenteuer und zugleich eine herzerwärmende Familiengeschichte über das Vergessen und gemeinsame Erinnerungen, über Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und die liebevolle Beziehung zwischen Oma und Enkelinnen. Ein absolutes Wohlfühlbuch mit Tiefgang, das garantiert Lust auf Sommer macht – und auf Eis.

Nora Hoch ist es großartig gelungen, das schwierige Thema Demenz einfühlsam und kindgerecht zu verpacken. Es macht richtig Spaß, die fast 9-jährige Ada, ihre Oma Rosa und den Rest der Reisetruppe zu begleiten und gemeinsam mit ihnen einen unvergesslichen Sommer zu erleben. Man schließt sie allesamt dabei sofort fest ins Herz, vor allem die kleine Ada ist einfach nur zum Liebhaben. Der wunderbare bildliche Schreibstil von Nora Hoch ist wie gewohnt ein Genuss, mit diesem hat mich die deutsche Autorin bereits in ihrem Debüt hellauf begeistert.

Die zahlreichen liebevollen schwarz-weiß Illustrationen von Susanne Göhlich untermalen das Erzählte auf eine bezaubernde Weise und ein leckeres Himbeereisrezept im Anschluss rundet das Ganze perfekt ab. Letzteres braucht man auch definitiv. Dieses Buch macht wirklich richtig heißhungrig auf Eis, allein schon die Kapitelüberschriften lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. :D

Fazit: Ein wirklich zauberhaftes Kinderbuch für alle ab 8 Jahren, das lange im Gedächtnis bleibt! Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht!

Princess Mysteries – Krone, Küsse und andere Katastrophen
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Die 13-jährige Liara geht eigentlich gerne auf das Internat Kelpie Castle in Schottland. Zumindest war das bis vor kurzem noch so, ehe ihre Mitbewohnerin und allerbeste Freundin Julia von ihren Eltern ...

Die 13-jährige Liara geht eigentlich gerne auf das Internat Kelpie Castle in Schottland. Zumindest war das bis vor kurzem noch so, ehe ihre Mitbewohnerin und allerbeste Freundin Julia von ihren Eltern nach Australien verfrachtet wurde und fortan eine Schule in Sydney besucht. Liara vermisst ihre Seelenfreundin. Und als wäre das nicht schon genug, entpuppt sich ihre neue Mitbewohnerin Viola als eine absolute Katastrophe. Zumindest anfangs. Sie kommandiert Liara ständig herum und benimmt sich wie eine verwöhnte Prinzessin. Na ja, kein Wunder, denn es stellt sich noch heraus, dass Viola tatsächlich eine waschechte Prinzessin ist! Ihre wahre Identität muss allerdings unbedingt geheim bleiben. Liara ist zunächst völlig baff, gewöhnt sich dann aber doch recht schnell an ihre außergewöhnliche neue Zimmernachbarin. Dass diese aber angeblich von einem alten Familienfluch heimgesucht wird, kann sie nicht glauben. Doch dann passieren merkwürdige Dinge und Liara hat zunehmend das Gefühl, dass an dem Fluch vielleicht doch was dran sein könnte und er auf sie übergegangen ist. Ausgerechnet jetzt, wo ihr langjähriger Schwarm ihr endlich Beachtung schenkt.

Nachdem ich schon mehrere Bücher von Marliese Arold mit Begeisterung gelesen habe, war ich sofort Feuer und Flamme, als ich von ihrer neuen Kinderbuchreihe „Princess Mysteries“ hörte. Cover und Klappentext überzeugten mich auf Anhieb. Freundschaft, Liebe, Internat, eine Prinzessin undercover, ein uralter Fluch – das ist einfach genau mein Ding! Eures auch? Dann solltet ihr an „Princess Mysteries“ auf keinen Fall vorbeigehen.

Dieses Mal entführt uns die deutsche Autorin in die schottischen Highlands, auf das Eliteinternat Kelpie Castle, das auch ohne Zauberunterricht ein paar leichte Hogwarts-Vibes aufkommen lässt. Der Roman startet mit einem kurzen, vielversprechenden Prolog in Form eines Zeitungsartikels und wird anschließend durchgehend aus der Ich-Perspektive von Liara geschildert. Marliese Arold schreibt gewohnt jugendlich, leicht und mitreißend, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Von Anfang an macht es richtig Spaß dieses Buch zu lesen, auch als Erwachsener wird man hier bestens unterhalten. Dass die Handlung bisweilen etwas vorhersehbar ist, tut dem Ganzen dabei keinen Abbruch. Es geht stellenweise auch ziemlich mysteriös und geheimnisvoll zu, vor allem zum Ende hin kann die Geschichte mit einigen Überraschungen aufwarten. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, haben ihre Ecken, Kanten und Geheimnisse, was das Lesen aufregend und interessant macht. Liara ist eine äußerst liebenswerte Hauptprotagonistin, die man mit ihrer freundlichen und loyalen Art schnell ins Herz schließt. Viola dagegen ist zunächst keine wirkliche Sympathieträgerin: Arrogant, verwöhnt und vorlaut und der festen Überzeugung, dass alle nach ihrer Pfeife zu tanzen haben. Doch es zeigt sich noch, dass sich hinter dieser hoheitsvollen Fassade ein eigentlich doch recht nettes Mädchen verbirgt.

„Princess Mysteries“ ist weitaus mehr als nur ein kurzweiliges und magisch angehauchtes Internatsabenteuer – es ist auch eine Geschichte mit Tiefgang. Neben den Themen Freundschaft, Schule und dem ersten Verliebtsein erzählt das Buch auch von den Schattenseiten des Berühmtseins und führt vor Augen, dass das Leben einer Prinzessin bei weitem nicht so toll ist, wie viele von uns vermutlich denken. Auch Liara erkennt dies noch und es ist richtig schön mitzuerleben, wie zwischen diesen ungleichen Mädchen mit der Zeit eine starke Freundschaft entsteht.
Das Ende lässt einige Fragen offen, sodass man am liebsten sofort weiterlesen möchte. Mir persönlich haben die letzten Seiten nicht komplett zugesagt, aber abgesehen davon bin ich mal wieder begeistert und schon sehr gespannt, wie es weitergeht.

Fazit: „Princess Mysteries – Krone, Küsse und andere Katastrophen“ ist eine spannende, unterhaltsame und mystische Freundschaftsgeschichte mit einem Hauch Magie und einer Prise Romantik. Ein gelungener Reihenauftakt ab 10 Jahren, der Lust auf mehr macht und nicht nur junge Leser*innen in den Bann zieht. Mir hat Marliese Arold mal wieder tolle Lesestunden bescheren können, auf den zweiten Band, der bereits im August erscheinen soll, freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Ein wunderschöner dritter Band!

Grün & Gold – Liebe in allen Farben 3
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Piets Leben ist nach wie vor das reinste Durcheinander. Nachdem er Lukas nach drei Jahren Funkstille wieder begegnet, sieht es liebestechnisch bei ihm noch chaotischer aus. Die beiden Jungen beginnen ...


Piets Leben ist nach wie vor das reinste Durcheinander. Nachdem er Lukas nach drei Jahren Funkstille wieder begegnet, sieht es liebestechnisch bei ihm noch chaotischer aus. Die beiden Jungen beginnen sich wieder Nachrichten zu schreiben und treffen sich sogar. Endlich kann Piet sich für den damaligen Kontaktabbruch entschuldigen und seiner ersten Liebe wieder nah sein. Doch in ihm drinnen spielt alles verrückt, er weiß einfach nicht wohin mit seinen Gefühlen - Lukas, Henry, seine feste Freundin Thea...Und dann wäre da auch noch sein Patenschüler Tim, zu dem er keinen Zugang findet. Ständig eckt Tim an, gerät mit seinem Zimmernachbarn Molle aneinander und hat zudem auch noch mit Panikattacken zu kämpfen. Als es schließlich zu einem heftigen Streit zwischen Piet und Tim kommt, haut Tim ab und verirrt sich in dem dunklen, verschneiten Wald rund ums Internat...

Dies ist der dritte Teil der „Grün & Gold – Liebe in allen Farben“ – Reihe und es ist sehr ratsam, die zwei Vorgänger zu kennen, da die Bücher nahtlos ineinander übergehen.
Nachdem ich von den ersten beiden Bänden so begeistert war, konnte ich es kaum erwarten, endlich weiterzulesen. Schon das Cover sieht wieder richtig toll aus und macht sofort Lust aufs Losschmökern.

Erneut entführt uns Lisa Brenner zurück ans Internat Tannenberg, dieses Mal vor winterlicher Kulisse, und schafft es gekonnt, die verschiedenen Handlungsstränge weiterzuführen. Man begleitet wieder abwechselnd mehrere Charaktere durch die Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens und Internatslebens und es fällt leicht, mit ihnen mitzufühlen. Die Figuren sind liebevoll und vielschichtig gezeichnet, haben ihre Ecken und Kanten, Geheimnisse und Probleme, was sie echt und greifbar wirken lässt. Vor allem Piet und Tim, auf denen vorrangig der Fokus liegt, sind zwei sehr nahbare Protagonisten, die beide ihr Päckchen zu tragen haben.
Auch dieser Band behandelt wichtige und teils schwere Themen wie Panikattacken, Wut, Mobbing, Liebesverwirrung und Freundschaft und enthält darüber hinaus mehr LGBTQ-Momente als die Vorgänger. Die Geschichte verliert dabei aber nie an Leichtigkeit. Ganz im Gegenteil, sie ist von einer winterlich-warmen Wohlfühlatmosphäre geprägt, die ein bisschen an Heartstopper erinnert.
Diese Reihe zeigt einfach wunderbar, wie kompliziert das Leben sein kann, insbesondere dann, wenn man sich gerade mitten in der Selbstfindungsphase befindet. Für junge Leser*innen bietet sie daher ein hohes Identifikationspotenial, aber auch als Erwachsener fühlt man sich direkt verstanden und mag mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Einziges kleines Manko bleibt, dass sich ein paar Jungen verwirrend ähnlich sehen, mir jedenfalls fällt es nach wie vor etwas schwer, einige Gesichter auseinanderzuhalten. Dies schmälert das Lesevergnügen – wenn überhaupt – aber nur geringfügig.

Ein ganz besonderes Highlight ist wieder die Innengestaltung, bei der man richtig ins Schwärmen geraten kann. Die Illustrationen von Lisa Brenner sind modern, detailreich und ausdrucksstark, die Farben hell, freundlich und klar. Sämtliche Panels fangen die Emotionen der Jugendlichen und das Schulsetting hervorragend ein und laden zum gemütlichen Eintauchen ein.

Hinten im Anhang erwarten einen dann wieder ein paar coole Extras wie Steckbriefe, superniedliche Kinderbilder der Hauptpersonen (die Bilder sind wirklich Zucker!) oder ein sehr unterhaltsames Q & A. Auch ein Art Print liegt wieder im Buch bei und rundet das Ganze perfekt ab.

Fazit: „Grün & Gold – Liebe in allen Farben 3“ ist eine weitere gelungene Fortsetzung der Reihe. Eine mitreißende, warmherzige und tiefgründige Coming of Age-Graphic Novel ab 12 Jahren mit einem wunderschönen Artwork und authentischen Charakteren, die einem ans Herz wachsen. So bunt und turbulent wie das echte Leben und trotz ernster Themen ein absoluter Wohlfühlcomic. Ich habe auch meinen dritten Aufenthalt am Internat Tannenberg in vollen Zügen genossen und freue mich schon sehr den vierten Band, der voraussichtlich im Oktober 2025 erscheinen wird. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Monstermäßig toll!

Kevin, der kleine Vampir (1)
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Kevin Aurelius ist ein Vampir, was aber nahezu unmöglich zu erkennen ist. Na ja, bis auf die Reißzähne natürlich. Oder der Tatsache, dass er keinen Schatten hat und unsterblich ist. Aber abgesehen davon ...

Kevin Aurelius ist ein Vampir, was aber nahezu unmöglich zu erkennen ist. Na ja, bis auf die Reißzähne natürlich. Oder der Tatsache, dass er keinen Schatten hat und unsterblich ist. Aber abgesehen davon sieht er aus wie ein ganz normaler Zehnjähriger. Für einen Vampir ist er noch sehr jung. Zu jung für einen Zirkusjob und auch die Fledermausverwandlung kriegt er noch nicht richtig hin (die ist aber auch wirklich ganz schön schwer!). Seine Geschwister Silus und Sylvia hänseln ihn dafür. Denn im Gegensatz zu ihm sind sie die Stars des Zirkus Monstrometti, den seine Eltern leiten. Als sie sich auf ihrem Weg zum Festival der Furcht in Monstropolis verfahren, landen sie in einer öden Kleinstadt namens Niederbauer. Hier lebt unter anderem das Menschenmädchen Susie, die es wie Kevin nicht leicht hat (ihre zwei Tanten, bei denen sie aufwächst, sind aber auch wirklich schrecklich!). Niederbauer hat jedoch ein ungeheuerliches Geheimnis. Ein sehr altes und hungriges Geheimnis, das durch den Lärm des Monsterzirkus erwacht ist. Als es zu einer Entführung kommt, setzt Kevin mit seiner neuen Menschenfreundin Susie und seinem Lieblingsdrachen Brannie alles daran, die Stadt zu retten.

Als mir der kleine Vampir Kevin zum ersten Mal begegnete, wusste ich sofort, dass ich ihn kennenlernen möchte. Schon allein das farbenfrohe Cover ließ mein Herz direkt höherschlagen und der Klappentext tat dann sein Übriges. Es war mein erstes Werk von Matt Brown und sicherlich nicht mein letztes.

Mit viel Liebe zum Detail entführt der britische Autor Matt Brown seine Leserschaft in eine Welt, in der es so trubelig und lustig-verrückt zugeht, dass man aus ihr nicht mehr auftauchen möchte. Die Karte von Niederbauer zu Beginn liefert diesbezüglich bereits einen ziemlich guten Vorgeschmack. So kann man in diesem kleinen Städtchen Orte mit witzigen Namen entdecken wie „Edwina Läusetods Haarsalon“ oder „Bäckerei zum Alten Toast“ und begegnet grässlichen Tanten, die Scheuselia und Schäbigäil heißen. An dieser Stelle ein großes Lob an die Übersetzerin Kathrin Köller, die bei der Übertragung ins Deutsche hervorragende Arbeit geleistet hat.
Dieses Buch sprüht nur so vor kreativen Ideen und Wortspielereien und wird zu keiner Zeit langweilig. Dafür sorgen in erster Linie auch die Charaktere, die wunderbar schräg und charmant gestaltet sind. Vor allem die beiden Hauptpersonen Kevin und Susie, die man abwechselnd begleitet, sind sehr sympathisch und wachsen einem sofort ans Herz. Es macht richtig Spaß, sie auf ihrem Weg zu begleiten und mitzuerleben, wie sie sich anfreunden und gemeinsam über sich hinauswachsen. Dieser Reihenauftakt garantiert nicht nur monstermäßige Unterhaltung, sondern vermittelt auch wertvolle Botschaften über Freundschaft, Mut, Zusammenhalt, Toleranz und Akzeptanz. Die Geschichte lehrt uns, dass man andere nicht nach ihrem äußeren Erscheinungsbild bewerten sollte und fordert dazu auf, Vorurteile zu hinterfragen – sogar bei Vampiren, Monstern und Co. Darüber hinaus zeigt sie auch, dass Freundschaft keine Grenzen kennt und ermutigt Kinder dazu, an sich selbst und ihre Stärken zu glauben.

Untermalt wird das Ganze von vielen bezaubernden schwarz-weiß Illustrationen von Flavia Sorrentino, die genauso fantasie- und liebevoll sind wie der Text. Die witzigen Monstersteckbriefe im Anschluss eines jeden Kapitels runden das Leseerlebnis perfekt ab und das Ende lässt einen voller Vorfreude auf das nächste Abenteuer zurück.

Fazit: „Kevin, der kleine Vampir: Chaos im Monsterzirkus“ ist ein magisch-turbulentes, liebenswert-skurriles und monströs-unterhaltsames Abenteuer mit viel Herz und wohligem Grusel. Das ideale Lesefutter für alle Monster- und Vampirfans ab 8 Jahren – nicht nur zur Halloweenzeit. Ich bin begeistert von diesem Serienstart und freue mich schon sehr auf den zweiten Band. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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