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Veröffentlicht am 11.07.2025

Ein tierisch schöner Detektivcomic!

Detektiv Stanley und das Geheimnis im Museum
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Detektiv Stanley hat sich gerade in den Ruhestand verabschiedet und möchte seinen ersten Tag als Pensionär so richtig genießen. Ausschlafen ist also angesagt, statt Kriminalfälle werden nur noch Puzzles ...


Detektiv Stanley hat sich gerade in den Ruhestand verabschiedet und möchte seinen ersten Tag als Pensionär so richtig genießen. Ausschlafen ist also angesagt, statt Kriminalfälle werden nur noch Puzzles gelöst und zum Frühstück gibt es einen großen Berg warmer Pfannkuchen. Doch ehe es sich Stanley schmecken lassen kann, flattert ein Brief durch den Türschlitz. Es ist ein Hilferuf aus dem städtischen Museum, in dem über Nacht eingebrochen wurde. Eigentlich hat Stanley mit der Schnüffelei ja aufgehört...aber er kann einfach nicht widerstehen. Schnell schlüpft er in seine Detektivmontur und ab geht’s zum Museum. Dort angekommen, beginnt er sofort zu ermitteln und stößt auch schnell auf einige Merkwürdigkeiten. Doch dann gerät er auf einmal selbst unter Verdacht und landet im Gefängnis. Stanley muss jetzt sein ganzes detektivisches Können aufbieten, um seine Unschuld zu beweisen und den Fall zu lösen.

Als mir Detektiv Stanley zum ersten Mal in der Verlagsvorschau begegnete, war sofort klar, dass ich ihn kennenlernen möchte. Schon allein die Tatsache, dass er sich wie Sherlock Holmes kleidet, ließ mein Herz direkt höher schlagen. Es war Coverliebe auf den ersten Blick, der Klappentext tat dann sein Übriges und so viel sei schon mal gesagt: Ich habe die Lektüre dieses Buches nicht bereut.

Das Autorin-Illustratorin-Duo Hannah Tunnicliffe und Erica Harrison hat hier einen reizenden Tierkrimi gezaubert, der sich irgendwo zwischen Bilderbuch und Graphic Novel bewegt und obendrein noch an ein Wimmelbuch erinnert. Optisch ist dieses Buch ein besonderes Highlight. Erica Harrisons kunterbunte, meist großformatige Illustrationen haben einen gewissen Retro-Comic-Charme und sind mit viel Humor und Detailliebe gezeichnet. Auf den wimmelbildartigen Seiten gibt es eine Menge zu entdecken, sodass einem auch nach mehrmaligem Betrachten ständig neue lustige Kleinigkeiten auffallen.

Inhaltlich bekommt man hier eine sehr amüsante und abenteuerliche Detektivgeschichte geboten, bei der kleine Spürnasen richtig schön mitraten und mitfiebern können. Langweilig wird es zu keiner Zeit, auch als Erwachsener hat man seine helle Freude an diesem Buch. Die Figuren sind allesamt sympathisch-schräg gestaltet, allein schon unser titelgebender Held ist einfach zum Gernhaben. Herrlich taff und clever, ein bisschen grummelig auf eine liebenswerte Weise und mit einer großen Leidenschaft für warme Pfannkuchen. Es macht einfach Spaß, diesen frisch pensionierten Hundeermittler auf seiner Diebesjagd zu begleiten. Ganz nebenbei wird auch noch spielerisch etwas Kunstwissen vermittelt. Das gestohlene Gemälde ist eine augenzwinkernde Anspielung auf den Maler Piet Mondrian, über dessen Lebensgeschichte man im Anschluss noch ein wenig mehr erfährt.
Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass sich Stanley noch einige weitere Male aus dem Ruhestand bequemen wird. Sein erster Fall als neugebackener Rentner macht definitiv Lust auf mehr!

Fazit: „Detektiv Stanley und das Geheimnis im Museum“ ist eine spannende und unterhaltsame Detektivgeschichte zum Miträtseln, Schmunzeln und Entdecken. Ein tierisch schöner, farbenfroher Wimmelbilderbuch-Comic-Mix, der Krimi und Kunst auf charmante Weise miteinander verbindet. Ideal geeigent für Erstleser*innen und Lesemuffel ab 6 Jahren. Ich bin begeistert von diesem Kindercomic, über weitere Bände würde ich mich sehr freuen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Ein märchenhaft schöner Tier-Comic!

Greenwood. Band 1
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4,5 Sterne
Tief verborgen im Wald liegt das Städtchen Greenwood. Es ist eine märchenhafte Welt voller geheimnisvoller Orte. Aber keiner davon ist so magisch wie die Hütte der Hexe Urania – eine weise Hasendame, ...

4,5 Sterne
Tief verborgen im Wald liegt das Städtchen Greenwood. Es ist eine märchenhafte Welt voller geheimnisvoller Orte. Aber keiner davon ist so magisch wie die Hütte der Hexe Urania – eine weise Hasendame, die eine begnadigte Geschichtenerzählerin und Heilerin ist und für alle Waldtiere stets ein offenes Ohr hat. Hier treffen sich jeden Samstag sechs befreundete Tierkinder: Die Hasengeschwister Snow und Winter, Fledermaus Moon, Eule Vanilla, Spinne Shadow und Fuchs Honey (der sich vegetarisch ernährt und kein Blut sehen kann). Atemlos lauschen die Freundinnen den gruseligen Erzählungen von Urania wie beispielsweise von der gefährlichen Teufelskralle, die nachts ihr Unwesen treibt. Neben Uranias Schauermärchen gibt es jedoch noch etwas ganz anderes, worauf die Tierkinder hinfiebern: Ein Wettbewerb, für den wichtige Vorbereitungen getroffen werden müssen. Zum Glück sind die Freunde schon im Vorfeld an geheime Informationen gelangt, die sie zu ihrem Vorteil nutzen wollen. Doch ganz so wie erwartet, läuft es nicht, denn die offiziellen Wettkampfregeln bringen eine große Überraschung mit sich...

Als mir „Greenwood“ zum ersten Mal begegnete, war ich sofort Feuer und Flamme. Ein Blick aufs Cover und es war um mich geschehen und der Klappentext tat dann sein Übriges. Diesen Kindercomic musste ich einfach bei mir einziehen lassen und ich habe es nicht bereut.

Die beiden Autor
innen Barbara Canepa und Anaïs Halard legen mit dem ersten Band von „Greenwood“ einen vielversprechenden Auftakt einer neuen Comicreihe vor, für die sie sich gleich mehrere Zeichnerinnen ins Boot geholt haben. In jedem Band wird ein anderer Künstler oder eine andere Künstlerin das Greenwood-Universum zum Leben erwecken und seine oder ihre eigene Note einbringen. Eine tolle Idee, auf deren Umsetzung ich sehr gespannt bin! Den Anfang macht Florent Sacré und wie das Cover schon erahnen lässt, legt er die Messlatte ziemlich hoch.

Optisch ist diese Graphic Novel ein echtes Highlight! Florent Sacrés Zeichnungen sind herrlich detailverliebt und stimmungsvoll und schaffen durch ihre wunderbare Kolorierung eine mystisch-magische, waldige Wohlfühlamtosphäre. Man kann sich stundenlang in seinen Bildern verlieren. Und in die sehr süß gezeichneten Tierkinder mit ihren großen Augen muss man sich einfach verlieben.

Storytechnisch vermag dieser Serienstart nicht vollends zu überzeugen. Nach einem leicht schaurigen Beginn verläuft die Handlung recht ruhig, bisweilen auch etwas sprunghaft und punktet mehr mit Märchenflair als spannenden Wendungen. Große Abenteuer erleben unsere tierischen Helden hier eher nicht. Die Erzählung wirkt ein bisschen wie eine Einleitung und endet ziemlich abrupt. Ein paar Seiten mehr wären vielleicht nicht schlecht gewesen. Anderseits ist der cliffhangierische Schluss auch ein geschickter Schachzug, da er definitiv die Neugier auf die Fortsetzung weckt.
Trotz der kleinen Kritikpunkte macht es richtig Spaß in diesen Comic einzutauchen, vor allem Fans von Tiergeschichten wie „Winnie Puuh“ oder „Der Wind in den Weiden“ werden an „Greenwood“ ihre helle Freude haben. Das Künstlerteam hat hier eine überaus entzückende Fantasywelt erschaffen, in der es von smpathischen, anthropomorphen Waldtieren nur so wimmelt. Gleich zu Beginn lernen wir die untertitelgebende Figur Urania, die Hexe kennen sowie unsere Hauptprotagonist
innen: Die ungleichen Hasengeschwister Snow und Winter, der vegetarische Fuchs Honey, die tollpatschige Fledermaus Moon, die Eule Vanilla und die ein wenig gruselige, aber sehr freundliche Spinne Shadow. Die sechs Tierkinder sind ziemlich verschieden, doch sie zeigen uns, wie stark Freundschaft trotz großer Unterschiede sein kann und dass man gemeinsam unschlagbar ist.
Die Charaktere sind allesamt mit viel Witz und Charme versehen, was für viele lustige Dialoge sorgt. Ganz nebenbei vermittelt die Geschichte auch noch wundersames Wissen über die Natur. An passenden Stellen ist die Geschichte mit liebevoll gestalteten Enzyklopädie-Seiten gespickt, auf denen man unter anderem erfährt, was sich aus Rote Bete Leckeres kochen lässt oder welche Superkräfte Knoblauch hat.

Fazit: „Greenwood 1: Urania, die Hexe“ ist ein märchenhafter Fantasy-Comic ab 8 Jahren, der durch sein wunderschönes Artwork und seine liebenswerten Charaktere besticht und Jung und Alt gleichermaßen verzaubert. Ein gelungener Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht. Kurzweilig, warmherzig und zum Wohlfühlen schön. Trotz seiner kleinen Schwächen bin ich begeistert von diesem Comic und kann es kaum erwarten weiterzulesen. Zum Glück wird der zweite Band bereits Ende Juni auf Deutsch erscheinen, dieses Mal illustriert von Jérémie Almanza. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Trotz ernster Themen ein wunderschöner Comic zum Wohlfühlen!

Der Kuss Club (Band 3) - Liebe, Songs & beste Freundinnen
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Die Welt vom Kuss Club ist alles andere als rosarot. Jasmine macht es schwer zu schaffen, dass sie fortan abwechselnd bei ihrem Vater und ihrer Mutter leben soll. Mit der neuen Wohnung ihres Papas kann ...

Die Welt vom Kuss Club ist alles andere als rosarot. Jasmine macht es schwer zu schaffen, dass sie fortan abwechselnd bei ihrem Vater und ihrer Mutter leben soll. Mit der neuen Wohnung ihres Papas kann sie sich einfach nicht anfreunden. Ihr einziger Lichtblick ist der niedliche Nachbarsjunge Abel, der Musik genauso sehr zu lieben scheint wie sie. Adèles gute Neuigkeiten, dass sie sich in der alten Fabrik einen Raum für ihre Treffen einrichten dürfen, kommen daher wie gerufen. Doch während sich die drei Mädchen voller Vorfreude ans Renovieren machen, macht Lina eine furchtbare Beobachtung: Joy, die sonst immer der Schwarm aller Jungen war und das beliebteste Mädchen in der Schule, wird plötzlich von allen gemobbt. Niemand scheint sie mehr zu mögen. Was ist nur passiert? Für Lina steht sofort fest, dass sie ihrer Mitschülerin helfen muss.

Dies ist bereits der dritte Teil der Comicbuch-Serie „Der Kuss Club“. Vorkenntnisse aus den vorherigen Bänden sind nicht zwingend erforderlich, aber durchaus von Vorteil, da die Ereignisse aufeinander aufbauen.
Nachdem mir die ersten beiden Bücher so gut gefallen haben, konnte ich es kaum erwarten, endlich weiterzulesen. Schon rein äußerlich steht dieser Band den Vorgängern in nichts nach und dahinter schaut es ganz genauso aus.

Das französische Autorinnen-Duo BeKa und die italienische Zeichnerin Maya haben hier eine weitere entzückende Coming-of-Age-Graphic Novel geschaffen, die weitaus mehr Tiefgang zu bieten hat als man auf den ersten Blick vermuten würde. Verpackt in einer zuckersüßen Teenie-Story werden erneut viele Themen behandelt, die junge Heranwachsende oftmals beschäftigen wie Freundschaft, die erste Liebe, Trennung der Eltern, (Cyber-)Mobbing, Einsamkeit, Hobbys und die sozialen Medien. Obwohl das Buch nur 94 Seiten umfasst, steckt darin echt viel ohne überladen zu wirken. Auf eine ehrliche, aber auch sehr einfühlsame Weise werden unter anderem die Schattenseiten von Social Media verdeutlicht und wie wichtig es ist, Dinge zu hinterfragen und nicht allen Gerüchten Glauben zu schenken.
Es ist unheimlich schön zu sehen, wie Jasmine, Lina und Adèle gemeinsam durch dick und dünn gehen und wie ihre Freundschaft mit ihrer Mitschülerin Joy weiter wächst. Die Vier sind ziemlich verschieden, aber zusammen stark und unschlagbar. Sie machen jungen Leser
innen Mut, für sich selbst und andere einzustehen und zeigen einmal mehr, dass es nichts Wertvolleres im Leben gibt als Menschen, die zu einem halten und in schweren Zeiten immer für einen da sind.

Die Figuren sind sehr vielschichtig und lebensnah gezeichnet, jeder hat seine Ecken und Kanten, Sorgen und Probleme, mit denen sich die Zielgruppe identifizieren kann. Die Balance zwischen Ernst und Leichtigkeit ist den Autorinnen einfach wieder wunderbar gelungen. Man kann wieder richtig gut mit den Charakteren mitfühlen, bekommt neben viel Herzschmerz aber auch durchgehend eine warme Wohlfühlatmosphäre geboten. Einziger kleiner Kritikpunkt sind die gelegentlichen Schimpfwörter wie Schlampe. Diese wirken zwar (leider) sehr authentisch, sind für ein Kinderbuch aber doch eher unpassend.

Ein besonderes Highlight sind erneut die herrlich farbenfrohen, detailverliebten und überaus ausdrucksstarken Illustrationen von Maya. Mit ihrem modernen und jungen Stil erweckt sie die Welt vom Kuss Club zum Leben und setzt das Erzählte perfekt in Szene. Die Panels sind wie gewohnt sehr übersichtlich angeordnet und kommen meist mit nur wenig Text aus. Für Lesemuffel und Comic-Einsteiger
innen ab 10 Jahren ist diese Reihe daher ideal geeignet.

Fazit: „Liebe, Songs & beste Freundinnen“ ist eine weitere gelungene Fortsetzung der Kuss Club-Reihe, die trotz ernster Themen locker-leicht daherkommt und durch ihr wunderschönes Artwork besticht. Ein zauberhafter, kurzweiliger Wohfühlcomic über das Erwachsenwerden und wahre Freundschaft. Mitreißend, echt, ermutigend und warmherzig. Ich habe mich mit diesem Band nur noch mehr in diese süße Comicbuch-Reihe ab 10 Jahren verliebt und hoffe sehr, dass auch noch die weiteren Bände aus dem Französischen übersetzt werden. Von mit gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Ein tierisch schöner Hundecomic!

Chili und Sara
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Hündin Chili mag sehr viele Dinge: Ausgiebige Nickerchen in der warmen Sonne, Futter, Herumschnüffeln, Futter, Spielen und Futter. Doch am allermeisten liebt sie ihre Besitzerin Sara. Für Sara würde Chili ...

Hündin Chili mag sehr viele Dinge: Ausgiebige Nickerchen in der warmen Sonne, Futter, Herumschnüffeln, Futter, Spielen und Futter. Doch am allermeisten liebt sie ihre Besitzerin Sara. Für Sara würde Chili alles tun. In der Regel ist sie auch sehr brav und folgsam, wobei es ihr nicht immer leicht fällt. Zum Beispiel dann, wenn Sara nur an Einhörner denkt und dabei Chilis Futter vergisst. Oder wenn bestimmte Triebe in ihr aktiviert werden wie jagen oder laut bellen. Meist sind Chili und Sara aber ein Herz und eine Seele. Bis zu dem Tag, als plötzlich Chilis innerer Wolf auftaucht, der ihr offenbart, dass Hunde von Wölfe abstammen und eigentliche wilde Tiere sind. Angefeuert von ihrem inneren Wolf beginnt Chili zu rebellieren. Sara versteht die Welt nicht mehr. Und auch Chili beginnt sich zu fragen, ob sie wirklich ein Wolf sein will. Sie war doch schließlich glücklich in ihrem menschlichen Rudel.

Auf der Suche nach neuem Comic-Lesefutter ist mir „Chili und Sara“ sofort ins Auge gesprungen. Das süße Cover verzauberte mich auf Anhieb und der Klappentext tat dann sein Übriges. Diesen Kindercomic musste ich einfach bei mir einziehen lassen und ich habe es nicht bereut.

Bethanie Murguia präsentiert hier eine überaus entzückende Graphic Novel, die bei Jung und Alt Anklang finden wird, allen voran natürlich bei Hundefans. Mit viel Herz und Humor wird die Geschichte aus der Sicht von Hündin Chili erzählt und man merkt auf Anhieb, dass sich die Autorin mit Hunden auskennt. Chilis Perspektive kommt sehr authentisch rüber, liest sich zugleich aber so herzallerliebst und amüsant, dass man aus dem Schmunzeln oft kaum mehr herauskommt. In 12 kurzen Kapiteln begleiten wir Chili und ihren Lieblingsmenschen Sara durch den Alltag. Die tiefe Verbundenheit zwischen ihnen ist sofort spürbar, was wunderschön mitzuerleben ist. Der Einsatz von Chilis innerem Wolf wiederum sorgt für zahlreiche lustige Momente und ist ein cleverer Schachzug, um das Verhalten von Hunden kindgerecht zu verdeutlichen. Eine weitere originelle Idee ist der „Wedelmeter“, das anhand einer Skala von 0 bis 180 Schwanzwedel pro Sekunde Chilis Gemütsstand veranschaulicht.
Dieser Comic ist wie ein Liebesbrief an unsere vierbeinigen Freunde, verpackt in einer aufregenden Abenteuergeschichte (mit Hunde-Panikpupse inklusive). Er zeigt, was Hunde ausmacht und warum wir Menschen sie so sehr lieben. Vor allem Leserinnen, die selbst einen Vierbeiner zu Hause haben, werden das innige Band zwischen Chili und Sara nur zu gut nachempfinden können. Aber auch Nicht-Hundebesitzerinnen werden hier auf ihre Kosten kommen und sich sofort in die bezaubernde Chili verlieben. Und wer nach dieser Lektüre nicht den Wunsch nach einer felligen Schnüffelnase verspürt, muss ein absoluter Hundemuffel sein.

Apropos Muffel: Für Lesefaule und auch Leseanfänger ist „Chili und Sara“ ideal geeignet. Die Panels sind sehr übersichtlich angeordnet und gestaltet und kommen öfters ganz ohne Sprechblasen oder Soundwords aus. Der Textanteil ist recht gering gehalten, die farbenfrohen Zeichnungen sprechen meist für sich. Optisch ist dieser Comic ein richtiges Highlight. Bethanie Murguias Cartoon-Illustrationen sind sehr humorvoll und ausdrucksstark gezeichnet und zeigen neben alltäglichen Situationen auch wundervolle Landschaften.
Der mehrseitige Anhang mit interessantem Hundewissen im Anschluss ist das i-Tüpfelchen obendrauf und rundet das Ganze perfekt.

Fazit: „Chili und Sara“ ist ein tierisch schöner Hundecomic ab 8 Jahren über die besondere Bindung zwischen einem treuen Hund und seinem Lieblingsmenschen. Ein Muss für alle Hundeliebhaber*innen! Herzerwärmend, informativ, urkomisch und wunderbar auf den Punkt gebracht. Einfach nur zum Bellen schön. Ich bin begeistert von diesem Reihenauftakt und hoffe sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit Chili und Sara. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Ein unvergesslich schöner Sommer

Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)
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„Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)“ ist das neue Kinderbuch von Nora Hoch und wie der Titel bereits verrät, geht es darin um ganz viel Himbeereis. Denn Oma Rosa liebt Himbeereis! ...

„Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)“ ist das neue Kinderbuch von Nora Hoch und wie der Titel bereits verrät, geht es darin um ganz viel Himbeereis. Denn Oma Rosa liebt Himbeereis! Sie kann sich auch noch ganz genau an den köstlichen Geschmack ihrer ersten Eiskugel erinnern, die ihr Vater damals für sie gemacht hat, als sie ein kleines Mädchen war. Auch sonst fallen ihr noch viele Geschichten aus ihrer Kindheit ein. Dafür vergisst sie jedoch immer öfters Dinge aus der Gegenwart. Sie wirkt immer verwirrter und in ihrer Wohnung breiten sich überall Erinnerungszettel aus wie Wort-Masern oder Wort-Pocken. Doch was, wenn sie sogar noch das leckere Eisrezept aus ihrem italienischen Bergdorf vergisst? Ihre Enkelin Ada möchte ihrer Oma unbedingt helfen. Zusammen mit ihr will sie nach Italien reisen, um nach dem versteckten Rezept zu suchen. Aber natürlich nicht alleine. Adas große Schwester Rike, ihr bester Freund Bela und dessen Hund kommen auch mit. Fast heimlich, ohne Fahrkarte und mit allerlei Hilfe unterwegs reisen sie nach Italien und erleben das Abenteuer ihres Lebens.



Was für ein wunderschön erzähltes Kinderbuch! „Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)“ ist ein herrlich turbulentes Sommerabenteuer und zugleich eine herzerwärmende Familiengeschichte über das Vergessen und gemeinsame Erinnerungen, über Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und die liebevolle Beziehung zwischen Oma und Enkelinnen. Ein absolutes Wohlfühlbuch mit Tiefgang, das garantiert Lust auf Sommer macht – und auf Eis.

Nora Hoch ist es großartig gelungen, das schwierige Thema Demenz einfühlsam und kindgerecht zu verpacken. Es macht richtig Spaß, die fast 9-jährige Ada, ihre Oma Rosa und den Rest der Reisetruppe zu begleiten und gemeinsam mit ihnen einen unvergesslichen Sommer zu erleben. Man schließt sie allesamt dabei sofort fest ins Herz, vor allem die kleine Ada ist einfach nur zum Liebhaben. Der wunderbare bildliche Schreibstil von Nora Hoch ist wie gewohnt ein Genuss, mit diesem hat mich die deutsche Autorin bereits in ihrem Debüt hellauf begeistert.

Die zahlreichen liebevollen schwarz-weiß Illustrationen von Susanne Göhlich untermalen das Erzählte auf eine bezaubernde Weise und ein leckeres Himbeereisrezept im Anschluss rundet das Ganze perfekt ab. Letzteres braucht man auch definitiv. Dieses Buch macht wirklich richtig heißhungrig auf Eis, allein schon die Kapitelüberschriften lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. :D

Fazit: Ein wirklich zauberhaftes Kinderbuch für alle ab 8 Jahren, das lange im Gedächtnis bleibt! Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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