Eine magische Story die sich peu á peu ins Herz schleicht.
Quicksilver - Tochter des Silbers. Gefangene der SchattenZitat:
"Ich wusste seit Jahrhunderten, dass du kommen würdest. Dass du einfach eines Tages auftauchen und alles verändern würdest. Du bist der Spalt in meiner Rüstung, Saeris. Die weiche Stelle, an der ...
Zitat:
"Ich wusste seit Jahrhunderten, dass du kommen würdest. Dass du einfach eines Tages auftauchen und alles verändern würdest. Du bist der Spalt in meiner Rüstung, Saeris. Die weiche Stelle, an der das Messer hineinrutscht."
Story:
Nach Jahren des Überlebenskampfes in einem Reich verbrannter Wüsten, scheint Saeris Fane's kein Glück mehr zu haben. Die Königin erwischt sie beim stehlen und ihr Schicksal scheint von diesem Moment an besiegelt zu sein. Doch als sie im Angesichts des Todes versehentlich ein Portal zwischen den Welten öffnet, erschließt sich ihr nicht nur eine neue Welt ins Feenreich. Sie erkennt auch, dass sie als Alchemistin geboren wurde und die Kraft eines Metalls, auch bekannt als Quecksilber nutzen kann. Den wichtigsten Schlüssel zum Sieg in einem jahrhundertelangen Konflikt. Doch weder ist sie auf ihre übernatürlichen Kräfte, noch auf Kingfisher, einem unwiderstehlichen Fae-Krieger vorbereitet...
Meine Meinung:
An Quicksilver scheinen sich ein biserl die Geister zu scheiden. Entweder wird die Romantasy geliebt oder das Gegenteil ist der Fall. Ich kann beide Seiten nachvollziehen, da es mir doch anfangs schwer viel, in die Geschichte vollkommen einzutauchen. Zudem ist das Buch auch noch verdammt lang und zieht sich stellenweise ganz schön. Bis zur Hälfte scheint gefühlt kaum etwas zu passieren, so dass ich ernsthaft mit dem Gedanken spielte abzubrechen. Zusätzlich noch eine Heldin, die als knallhart beschrieben wird, zunächst jedoch einen weinerlichen und leicht nervigen Eindruck bei mir hinterließ.
Aber!
Ich mochte die erschaffene Welt von Callie Hart. In der jede einzelne magische Kreatur existiert und ihren eigenen Zweck hat. Ich will nicht lügen, am Anfang war es für mich verwirrend. Doch je mehr man in sie eintaucht, desto besser versteht man sie. Der Kontrast zwischen dem Wüstenreich der Menschen und dem Reich der kalten Feen war großartig dargestellt. Ich mochte alles, was mit der Alchemie zu tun hatte, sowie die geheimnisvolle Aura des Quecksilbers.
Kingfisher ist extrem einschüchternd, gefährlich und natürlich mit seiner dominanten und besitzergreifenden Art, ein Held wie ich ihn liebe. Zuerst habe ich ihn wirklich gehasst. Er war Searis gegenüber wirklich ein Arsch. Im Laufe der Geschichte merkt man jedoch, dass er auch äußerst loyal, beschützend und selbstlos ist. Es gibt nichts, was er nicht für die Menschen tun würde, die er liebt und für die er verantwortlich ist.
Searis hingegen wird als extrem impulsiv dargestellt, bis zu dem Punkt, an dem ich sie innerlich anflehte, doch bitte klügere Entscheidungen zu treffen. Ihr Charakter ist für mich definitiv noch ausbaufähig.
Dann wäre noch der Found Family Trope. Carrion war einfach urkomisch, Everlayne ist die Süßeste überhaupt und Searis Freundin. Ren und Lorreth, wie ich ihre unsterbliche Loyalität zu Kingfisher mochte und ihre Hintergrundgeschichten, die alle so eng zusammengeschweißt haben. Nicht zu vergessen Onyx, das niedlichste Füchslein ever!
Fazit:
Quicksilver war für mich keine Liebe auf den ersten Blick. Nicht nur weil mir der Roman viel zu lang daherkam. Jedoch hat sich die Story um Kingfisher und Saeris peu à peu in mein Herz geschlichen. Schlussendlich war ich in ihrer Welt gefangen und wollte sie gar nicht mehr verlassen. Erst recht bei diesem Ende!!
☆☆☆☆ 4/5 ☆☆☆☆