Wenn sich der Horror von unten anschleicht...
DER JUDAS-SCHREINZum Buch: Der Wiener Ermittler Alexander Körner und seine Kollegen werden zu einem grausigen Todesfall in den kleinen Ort Grein gerufen. Ein 14-jähriges Mädchen ist dort unter kuriosen Umständen zu Tode ...
Zum Buch: Der Wiener Ermittler Alexander Körner und seine Kollegen werden zu einem grausigen Todesfall in den kleinen Ort Grein gerufen. Ein 14-jähriges Mädchen ist dort unter kuriosen Umständen zu Tode gekommen. Während die Obduktion des Mädchens seltsame Dinge ans Tageslicht befördert, schweigen sich die Dorfbewohner allesamt aus. Irgendetwas geht in dem kleinen Dorf vor. Für Alex kommt erschwerend hinzu, dass er in dem kleinen Ort aufgewachsen ist, bis ein verheerendes Feuer seine Eltern in den Tod riss. Er wollte eigentlich nie wieder dorthin und nun hängt er auch noch da fest, weil der Dauerregen Grein von der Außenwelt abschneidet. Langsam nähert sich Alex der grausamen Wahrheit und das Morden hört nicht auf…
Meine Meinung: Langsam nähert sich der Leser dem Horror an, der sich heranschleicht! Und das im wahrsten Sinne des Wortes! Dass da irgendetwas Unerklärliches passiert, merkt man ziemlich schnell. Doch wie der Mensch nun einmal ist, braucht es etwas, um das zu akzeptieren. So auch die Ermittler hier. Sie hätten schneller sein müssen, um das große Unglück zu verhindern. Immer tiefer versinkt Alex in der Geschichte des Ortes Grein und des Nachbarorts Heidenhof. Zur besseren Vorstellung und Orientierung gibt es vorne in der Klappe eine tolle Zeichnung des Dorfes.
Was mir hier besonders gut gefallen hat, ist, dass sich die Geschichte von drei Seiten an das Ende annähert. Einmal erleben wir die actionreichen Szenen in der Gegenwart – überschwemmte Häuser, wahnsinnige und verschwiegene Dorfbewohner, Stromausfälle, abgerissene Brücken. Und auf der anderen Seite wird in einigen Kapiteln des Buches der Ursprung der Geschichte im Jahr 1937 im angrenzenden Stollen erzählt. Außerdem erfährt Alex viel aus dem Tagebuch eines Messdieners aus dem Jahre 1864. Und so führt letztlich alles zu einem logischen Ende. Obwohl… eigentlich ist es kein richtiges Ende, aber das müsst ihr selbst herausfinden!
Mein Fazit: Im Mittelteil fand ich die Geschichte etwas langatmig, aber dann wurde es wieder super-spannend! Ich wurde sehr gut unterhalten, habe mitgefiebert und kann dieses Buch auf jeden Fall an Horror-Leser weiterempfehlen!