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Veröffentlicht am 19.04.2025

Wenn sich der Horror von unten anschleicht...

DER JUDAS-SCHREIN
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Zum Buch: Der Wiener Ermittler Alexander Körner und seine Kollegen werden zu einem grausigen Todesfall in den kleinen Ort Grein gerufen. Ein 14-jähriges Mädchen ist dort unter kuriosen Umständen zu Tode ...

Zum Buch: Der Wiener Ermittler Alexander Körner und seine Kollegen werden zu einem grausigen Todesfall in den kleinen Ort Grein gerufen. Ein 14-jähriges Mädchen ist dort unter kuriosen Umständen zu Tode gekommen. Während die Obduktion des Mädchens seltsame Dinge ans Tageslicht befördert, schweigen sich die Dorfbewohner allesamt aus. Irgendetwas geht in dem kleinen Dorf vor. Für Alex kommt erschwerend hinzu, dass er in dem kleinen Ort aufgewachsen ist, bis ein verheerendes Feuer seine Eltern in den Tod riss. Er wollte eigentlich nie wieder dorthin und nun hängt er auch noch da fest, weil der Dauerregen Grein von der Außenwelt abschneidet. Langsam nähert sich Alex der grausamen Wahrheit und das Morden hört nicht auf…

Meine Meinung: Langsam nähert sich der Leser dem Horror an, der sich heranschleicht! Und das im wahrsten Sinne des Wortes! Dass da irgendetwas Unerklärliches passiert, merkt man ziemlich schnell. Doch wie der Mensch nun einmal ist, braucht es etwas, um das zu akzeptieren. So auch die Ermittler hier. Sie hätten schneller sein müssen, um das große Unglück zu verhindern. Immer tiefer versinkt Alex in der Geschichte des Ortes Grein und des Nachbarorts Heidenhof. Zur besseren Vorstellung und Orientierung gibt es vorne in der Klappe eine tolle Zeichnung des Dorfes.

Was mir hier besonders gut gefallen hat, ist, dass sich die Geschichte von drei Seiten an das Ende annähert. Einmal erleben wir die actionreichen Szenen in der Gegenwart – überschwemmte Häuser, wahnsinnige und verschwiegene Dorfbewohner, Stromausfälle, abgerissene Brücken. Und auf der anderen Seite wird in einigen Kapiteln des Buches der Ursprung der Geschichte im Jahr 1937 im angrenzenden Stollen erzählt. Außerdem erfährt Alex viel aus dem Tagebuch eines Messdieners aus dem Jahre 1864. Und so führt letztlich alles zu einem logischen Ende. Obwohl… eigentlich ist es kein richtiges Ende, aber das müsst ihr selbst herausfinden!

Mein Fazit: Im Mittelteil fand ich die Geschichte etwas langatmig, aber dann wurde es wieder super-spannend! Ich wurde sehr gut unterhalten, habe mitgefiebert und kann dieses Buch auf jeden Fall an Horror-Leser weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Hier werden so einige Geheimnisse verborgen...

Verborgen
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Zum Buch: Bei einem Hausbrand in Akranes wird ein toter Jugendlicher aufgefunden. Schnell ist klar, dass es sich hier um Brandstiftung handelt. Doch wer hat ein Interesse, den jungen Marinó umzubringen? ...

Zum Buch: Bei einem Hausbrand in Akranes wird ein toter Jugendlicher aufgefunden. Schnell ist klar, dass es sich hier um Brandstiftung handelt. Doch wer hat ein Interesse, den jungen Marinó umzubringen? Während Elma und Saevar ihre Ermittlungen im Umfeld beginnen, stellt sich heraus, dass das junge Au-Pair-Mädchen Lise, was bei einer befreundeten Familie gewohnt hat, verschwunden ist. Ist sie wieder nach Hause gefahren? Und warum so voreilig? Viele Fragen türmen sich für die Ermittler auf und irgendwie scheint jeder irgendetwas zu verheimlichen…

Meine Meinung: Ich habe mich gefreut, gedanklich wieder in Island zu sein und zusammen mit Elma und Saevar zu ermitteln! Wie alle Island-Krimis der Autorin ist auch dieser hier ein ruhiger Krimi ohne viel Blutvergießen. Dafür belohnt sie den Leser mit tausend Fragen, die einem während des Lesens durch den Kopf schießen, weil man immer wieder neue Erkenntnisse serviert bekommt, die aber noch keinen Sinn ergeben! Es geht hauptsächlich um zwei Familien, deren Kinder schon von klein auf befreundet sind. Doch wie so oft, gibt es auch hier viele Familiengeheimnisse, von denen auch einige enge Familienmitglieder nichts wissen. Und das erzeugt die Spannung beim Lesen!

Der Schreibstil ist wirklich gut, man kann flüssig durchlesen. Für die vielen Charaktere gibt es am Ende des Buches ein Personenregister, das ist gerade anfangs sehr hilfreich. In einigen Kapiteln, die hier kursiv geschrieben sind, wird aus der Sicht von dem jungen Au-Pair-Mädchen erzählt. Sie liefert auch letztlich die Auflösung für das ganze Durcheinander!

Mein Fazit: Mir hat auch der dritte Band von Eva Björg Aegisdóttir wieder sehr gut gefallen und es hat Spaß gemacht, zusammen mit Elma und Saevar den Geheimnissen auf den Grund zu gehen! Von mir gibt es für Liebhaber des nordischen Krimis auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Eine katastrophale Silvesterparty...

Die Yacht
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Zum Buch: Hannah nimmt einen weiten Weg mit ihrem Auto auf sich, um an der legendären Silvesterparty ihrer alten Freundin Libby aus Kindertagen teilzunehmen. In den letzten Jahren ein unheimliches Mega-Event, ...

Zum Buch: Hannah nimmt einen weiten Weg mit ihrem Auto auf sich, um an der legendären Silvesterparty ihrer alten Freundin Libby aus Kindertagen teilzunehmen. In den letzten Jahren ein unheimliches Mega-Event, soll es in diesem Jahr in einem kleinen Rahmen stattfinden: auf einer festvertäuten Yacht im Hafen von Ventimiglia. Außer Hannah sind nur Libby und ihr Mann Olly, Maggie und ihr Mann Leon und Harry mit an Bord. Der Abend verläuft aufgrund von Drogen und viel Alkohol nicht so erfreulich, doch als Hannah am nächsten Morgen von Bord gehen will, stellt sie mit Entsetzen fest, dass die Yacht auf offener See treibt und sich vom Land immer weiter entfernt. Und dann fehlt auch noch jemand…

Meine Meinung: Natürlich ist die Yacht nicht dafür gedacht, wirklich in See zu stechen. Libby hat aus Platzgründen sogar die Rettungsboote entfernen lassen. Wie sich schnell herausstellt, ist an Bord sehr wenig wirklich funktionstüchtig, kein Funkgerät, kein Sprit, keine Lebensmittel. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Menschen an Bord sich überhaupt gar nicht mögen. Hannah stellt endlich fest, dass sie von Libby die ganzen letzten Jahre eigentlich nur aus Mitleid eingeladen wurde, um so ihren eigenen Reichtum noch besser darzustellen. Auch Maggie und Leon kommen aus der oberen Schicht und alle gemeinsam sind unheimlich fies zu Hannah. Einzig Harry scheint noch normal zu sein.

Es ist hier ganz klar ein Kampf ums Überleben. Sarah Goodwin stellt die Charaktere sehr überzogen dar, sie zerfleischen sich am Ende fast alle gegenseitig, da nur wenig so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Hannah muss zusehen, dass sie irgendwie überlebt.

Der Schreibstil ist sehr spannend, jedoch gingen mir die ganzen Auseinandersetzungen an Bord irgendwann auf die Nerven. Auch das Gutmenschentum von Hannah war mir dann doch zu viel. Von daher ziehe ich einen Stern ab. Die Auflösung kommt spät und ziemlich überraschend. Das hat mich dann wieder versöhnt!

Mein Fazit: Insgesamt ein spannendes Abenteuer, wenn auch mit völlig nervenden Charakteren. Alles ist ziemlich überspitzt dargestellt. Dennoch konnte mich die Spannung packen und ich wollte unbedingt herausfinden, warum das Boot überhaupt abgetrieben ist! Ich vergebe hierfür gerne 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Wer ermordete Elita Svart?

Bluteiche
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Zum Buch: Die Ärztin Thea Lind zieht mit ihrem Mann David zurück in dessen Heimatort Tornaby. Sie soll die dortige Hausarztpraxis leiten und David ein neues Restaurant in dem örtlichen Schloss Bokelund ...

Zum Buch: Die Ärztin Thea Lind zieht mit ihrem Mann David zurück in dessen Heimatort Tornaby. Sie soll die dortige Hausarztpraxis leiten und David ein neues Restaurant in dem örtlichen Schloss Bokelund aufbauen. Unterstützt werden sie dabei von Davids Familie, die in der kleinen Gemeinde hoch angesehen sind. Zufällig stößt Thea auf einen alten Ritualmord von 1986, in dem ein junges Mädchen als sogenanntes „Frühlingsopfer“ in einem Steinkreis tot aufgefunden wurde. David war damals als Kind mit seinen Freunden dabei. Doch er sowie auch die anderen Dorfbewohner wollen darüber nicht sprechen. Und Thea findet immer mehr Rätsel: wo ist zum Beispiel die Familie hin, nachdem der junge Leo des Mordes überführt wurde?

Meine Meinung: In diesem Buch geht es um einen alten Cold Case, der aber nie wirklich schlüssig aufgeklärt wurde. Thea findet immer mehr Ungereimtheiten. Doch je mehr sie nachfragt, desto verschlossener werden die Bewohner des kleinen Örtchens. Wurde damals etwas vertuscht?

Der Schreibstil hat mir hier sehr gut gefallen. Denn manche Kapitel beginnen aus der Sicht des jungen Opfers Elita in Tagebuch-Form. Auch die Gemeinde mit dem Schloss und dem ganzen Ort, in dem es eine morastige Waldlandschaft gibt, konnte man sich als Leser sehr gut vorstellen! Die Charaktere sind gut dargestellt, aber wirklich gemocht habe ich eigentlich nur Thea und den Sohn des ehemaligen Schlossbesitzers Hubert. Alle anderen Figuren sind doch recht oberflächlich und nur auf ihren Eigennutz aus.

Aber auch Thea hat einige Geheimnisse. Sie telefoniert fast täglich mit Margaux, und niemand weiß, wer das ist und in welcher Verbindung sie zu Thea steht. Am Ende überschlagen sich dann die Ereignisse und Thea wird auf jeden Fall fündig. Wer suchet, der findet!

Mein Fazit: Ein toller Krimi aus dem schönen Schweden, der langsam, aber sicher zum Ziel führt! Nicht blutrünstig, auch wenn der Titel ziemlich düster klingt, geht es hier doch mehr um die noch lebenden Menschen. Das hat mir gut gefallen und ich vergebe hier gerne 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Eine folgenschwere Entscheidung...

Die Schatten, die wir verbergen
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Zum Buch: Joe Talbert hat den Kontakt zu seiner alkohol- und drogenabhängigen Mutter Kathy schon vor Jahren abgebrochen. Damals hat sie den Prozess um das Sorgerecht für Joes autistischen Bruder Jeremy ...

Zum Buch: Joe Talbert hat den Kontakt zu seiner alkohol- und drogenabhängigen Mutter Kathy schon vor Jahren abgebrochen. Damals hat sie den Prozess um das Sorgerecht für Joes autistischen Bruder Jeremy verloren und ist ins Gefängnis gewandert. Er wollte auch nie Kontakt zu seinem leiblichen Vater haben, der die beiden schon während der Schwangerschaft hat sitzen lassen. Dann erfährt er durch einen komischen Zufall, dass sein Vater ermordet wurde. Da wird Joe dann doch neugierig und begibt sich nach Buckley, dem Wohnort seines Vaters. Wie sich schnell herausstellt, war Joe Talbert Senior nicht sehr beliebt. Und dann erfährt er, dass er viel Geld erben wird, sollte er wirklich der leibliche Sohn sein. Dann taucht Charlie Talbert auf, sein Onkel. Und ab da geht es eigentlich immer nur noch bergab…

Meine Meinung: Hier handelt es sich um die Fortsetzung von „Das Leben, das wir begraben“. Aber man muss das erste Buch nicht zwingend gelesen haben (obwohl, man sollte schon, denn es ist sehr gut!). Aber die Handlung ist eine ganz andere und die Hintergründe erfährt der Leser hier auch.

Besonders die Charakterzeichnung gefällt mir in Eskens Bücher immer sehr. Sie sind total authentisch dargestellt. Joe Talbert, ein sympathischer junger Mann, der immer ungewollt in irgendetwas hineingezogen wird. Er meint es eigentlich nur gut mit allen, macht es aber nicht immer gut… Aber wie er sich um Jeremy kümmert, hat mich schon im ersten Teil sehr angerührt. Hier bekommt auch seine Mutter Kathy ein Gesicht und es ist auch eine tolle Familiengeschichte.

Joe erlebt auf jeden Fall in Buckley viele Dinge und arbeitet mit der Polizei zusammen, um den Mörder aufzuspüren. Das finden natürlich nicht alle gut und Joe kommt öfter in brenzlige Situationen. Am Ende steht er genauso da wie am Anfang, nur um viele Erfahrungen reicher!

Mein Fazit: Es ist ein Thriller, Familiengeschichte und Actiondrama, was Allen Eskens dem Leser hier serviert. Bedient euch, mir hat das Buch wieder sehr großen Spaß gemacht!

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