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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2023

wenn ein Schwein über deine Zukunft entscheidet

Chef's Kiss
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Der Graphic Novel, in dem es um Ben Cook geht, hat mich sehr gut unterhalten. Es geht um einen jungen Mann, der gerade sein Studium beendet hat und auf Jobsuche ist. Diese stellt sich als nicht so einfach ...

Der Graphic Novel, in dem es um Ben Cook geht, hat mich sehr gut unterhalten. Es geht um einen jungen Mann, der gerade sein Studium beendet hat und auf Jobsuche ist. Diese stellt sich als nicht so einfach heraus und lässt ihn auch an seiner Berufswahl zweifeln.
Als er dann einen Job in einer völlig anderen Branche, einem Restaurant, findet stellt sich das in vielerlei Hinsicht als eine positive Wendung für ihn heraus.
Ben hat typische Probleme eines jungen Erwachsenen: seine Eltern sind mit seiner Entscheidung nicht einverstanden, er hat Streit mit seiner besten Freundin und verliebt sich auch noch in einen Arbeitskollegen und ein kleines wählerisches Schwein bewertet seine Kochkünste und entscheidet so über seine Zukunft im Restaurant.

Die Geschichte ist sehr witzig und schön am besten hat mir jedoch der Zeichenstil gefallen. Besonders gut hat mir auch der im Bonusmaterial enthaltene Teil gefallen, in dem der Entstehungsprozess des Graphic Novels gezeigt wird und wer der Mitwirkenden was dazu beigetragen hat.
Auch die enthaltenen Gastzeichnungen fand ich sehr interessant, da so ein Einblick gewehrt wurde, wie der Graphic Novel auch hätte aussehen können und wie unterschiedlich die Zeichenstile der Künstler:innen sind.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

feminischtisch?

Ich, die ich Männer nicht kannte
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Diese Rezension enthält Spoiler!

Das Buch wurde ziemlich gehyped was immer schwierig ist, da es immer hohe Erwartungen schürt.
Dem Hype wurde das Buch für mich nicht gerecht. Ich ...

Diese Rezension enthält Spoiler!

Das Buch wurde ziemlich gehyped was immer schwierig ist, da es immer hohe Erwartungen schürt.
Dem Hype wurde das Buch für mich nicht gerecht. Ich fand es nicht schlecht doch zum Ende hin gefiel es mir dann leider schlechter und es wies für mich auch unlogische Stellen auf. Womit ich jedenfalls am wenigsten einverstanden bin, ist die Bezeichnung des Romans als feministisch. Das Buch hat für mich, inklusive (oder vor allem) dem Titel nichts feministisches. Oder gilt es als feministisch, wenn Frauen ohne Männer überleben? Ich hoffe nicht!
Sie stirbt an Gebärmutterkrebs da sie die ist, die Männer nicht kannte und keine Kinder geboren hat? Das ist in meinen Augen wirklich kein feministischer Ansatz.
Was die Autorin auf jeden Fall geschafft hat ist eine sehr beklemmende Atmosphäre zu schaffen und sehr viele Fragen zu stellen, für die sich die Leserin Antworten überlegt.
Ich habe auf jeden Fall mit gefiebert und wurde emotional abgeholt, zu sehr sogar, denn ich musste auch eine emotionale Pause einlegen.
Einiges zum Ende hin war für mich jedoch leider nicht stimmig. Zum Beispiel konnte bis zum Ende nicht glaubwürdig erklärt werden, wie sie so sprachgewandt werden konnte und Dinge richtig bezeichnen konnte, die sie niemals gesehen hatte und vielleicht einmal zufällig irgendwann von ihren Gefährtinnen erwähnt wurden.
Ich hatte nicht erwartet Antworten für die Lage der Protagonistinnen zu erhalten, doch ich hoffe sehr, dass die Autorin sich welche überlegt hatte. Die Bücher, die auf diesem Planeten zur Verfügung standen, sollten mit Sicherheit ein Hinweis sein.
Alles in Allem fand ich das Buch wirklich nicht schlecht, kann aber den Hype wie gesagt nicht so ganz verstehen und hatte so meine Schwierigkeiten mit einigen Dingen, trotzdem war das Buch sehr emotional, spannend und eine sehr interessante psychologische Menschenbeobachtung. Es hat mir sehr gut gefallen zu beobachten, was die Frauen und vor allem die Protagonistin sich alles aneignen, was das junge Mädchen durch das Aufwachsen im Kellergefängnis alles nicht kennt, am meisten berührt hat mich dabei, dass sie noch ihr Spiegelbild gesehen hat und nicht weiß wie sie eigentlich aussieht.
Ich fand es auch sehr schön, dass sie, da sie mit Gefühlen nicht so viel anfangen konnte, wie die anderen, das Erlösen der Kranken übernimmt.

Ich würde das Buch weiter empfehlen, aber dazu raten nicht zu hohe Erwartungen zu haben.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Die Beleuchtung von Mutter-Tochter Beziehungen

Die Summe unserer Teile
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In der Geschichte geht es um drei Generationen von Frauen. Großmutter, Mutter und Tochter. Diese Beziehungen werden jedoch nicht nur in diese eine Richtung beleuchtet, sondern auch in die jeweils ...

In der Geschichte geht es um drei Generationen von Frauen. Großmutter, Mutter und Tochter. Diese Beziehungen werden jedoch nicht nur in diese eine Richtung beleuchtet, sondern auch in die jeweils andere und gerade, dass war das spannende und besondere an diesem Roman.
Es war unheimlich interessant zu lesen, wie Handlungen und Entscheidungen von der Mutter, jeweils bei der Tochter ankamen und was dies für deren jeweilige weitere Leben bedeutete. Es ist wirklich erstaunlich wie unterschiedlich Dinge von unterschiedlichen Personen interpretiert oder empfunden werden können und wie sehr sich der Blickwinkel darauf ändert, umso mehr man über die Geschichte einer Person erfährt. Das wurde in diesem Buch gut beleuchtet.
Der Roman ließ sich auch schnell und recht flüssig lesen. Die Metaphern waren für meinen Geschmack jedoch oftmals etwas gezwungen und sperrig, jedoch war die Rahmenhandlung rund um die Beziehungserzählung eher nebensächlich, weshalb mir das Buch auch trotzdem gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 10.11.2023

Der Kampf einer Frau in der Welt der Medizin

Die Formel der Hoffnung
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Das Thema dieses Romans hat mich sofort angesprochen.

Es geht darin um eine junge Ärztin, Dorothy Horstmann, die in den frühen 40er Jahren unerbuttlich und unerschrocken versucht sich einen Namen in der ...

Das Thema dieses Romans hat mich sofort angesprochen.

Es geht darin um eine junge Ärztin, Dorothy Horstmann, die in den frühen 40er Jahren unerbuttlich und unerschrocken versucht sich einen Namen in der männerdominierten Welt der Medizin zu bahnen. Es ist eine Zeit in der die Erkrakung Polio die Medizinwelt umtreibt und alles dreht sich darum, eine Heilung dafür zu finden beziehungsweise einen Impfstoff zu entwicheln. Dr. Horstmann befindet sich an forderster Front dieses Kampfes, doch es ist nicht der einzige den sie zu Kämpfen hat. Der weitaus ermüdendere Kampf ist es wohl, sich gegen die Männer zu behaupten, welche sie nicht ernstnehmen.

Das Thema des Romans holt mich vollends ab. Der Schreibstil jedoch leider nicht. Dadurch komme ich nur sehr langsam weiter, da es sich für mich doch nicht so flüssig liest, wie erhofft.

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Veröffentlicht am 19.05.2023

Österreich Flair

Das Café ohne Namen
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"Man sollte sich immer ein bisschen mehr Hoffnung als Sorgen machen" ist mein liebstes Zitat aus dem neuen Roman von Robert Seethaler. Obwohl sich der Roman und seine Protagonist:innen nicht so ganz daran ...

"Man sollte sich immer ein bisschen mehr Hoffnung als Sorgen machen" ist mein liebstes Zitat aus dem neuen Roman von Robert Seethaler. Obwohl sich der Roman und seine Protagonist:innen nicht so ganz daran halten, sondern eher im wienerischen "sudern" (sich beschweren) verlieren. Seethaler fängt somit die Wiener:innen meiner Meinung nach sehr gut ein. Das ist es auch, was ich an seinen Romanen mag, die typisch österreichische Atmosphäre meines Heimatlandes.
Jedoch war mir der Roman alles in allem, etwas zu bedrückend (was jedoch auch ein momentanes subjektives Empfinden sein könnte).
Ich finde es sehr schön überlegt, die ganze Lebenszeit eines Cafés anstatt eines Menschens zu erzählen. Die Menschen lernt man über das Café kennen, das hat mir sehr gut gefallen. Jedoch konnte ich zu all den Menschen, die mir das Café vorstellte leider keine emotionale Bindung aufbauen.

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