12 Fliegen mit einer Klappe
The Inheritance Games - Das Spiel geht weiterAuch im 2. Band frage ich mich immer noch, wer diese Reihe als Thriller identifiziert hat. Aus meiner Sicht ist es ein guter, slow pace Mistery Roman mit Fokus auf Familiengeheimnissen, den Schattenseiten ...
Auch im 2. Band frage ich mich immer noch, wer diese Reihe als Thriller identifiziert hat. Aus meiner Sicht ist es ein guter, slow pace Mistery Roman mit Fokus auf Familiengeheimnissen, den Schattenseiten des Reichtums und vielen Intrigen.
Avery und die vier Enkel vom verstorbenen Tobias Hawthorne dachten, sie wären einem großen Stück des Rätsels auf der Spur gewesen. Doch der alte Mann schlägt nicht zwei, sondern 12 Fliegen mit einer Klappe. Somit gibt es auch deutlich mehr zu entschlüsseln. Ein weiteres Rätsel findet seinen Weg zu dem jungen Enkel Xander und schickt Alle in ein verworrenes Bild aus Geheimnissen und Vertuschungen.
Mir gefiel die Grundidee des Plots bereits im vorherigen Band. Einer jungen, intelligenten Frau werden Milliarden durch ein Erbe vermacht. Dafür muss sie lediglich ein Jahr im alten Herrenhaus mit der Familie des verstorbenen Herren verbringen. Einem Haus voller Rätsel, Geheimfächer und -gänge, unsichtbarer Schriften und Co. Das größte Rätsel von Allem: Wieso erbt eine Frau alles, die in keiner erkenntlichen Verbindung zur Familie steht?
Mit dem Cinderella Bild und den vier attraktiven Enkeln, bedient sich die Autorin an kleinen Klischee Elementen. Was mir im ersten Band auch zugesagt hat. Doch hatte sie mich in diesem Band mit dem Fokus auf Familiengeheimnisse, begrabenen Wissen statt auf romantischen Aspekten (mein Kritikpunkt im Auftakt).
Es gibt deutlich mehr Enthüllungen und die Autorin behält ausgezeichnet den Überblick über jeden einzelnen, losen Story-Faden. Über die Geschichte zeichnet sich ein Muster aller Zusammenhänge ab. Wie bei einer Polizei Pinnwand aus einem Krimi, steht ein verworrenes Bild aus zusammenhängenden Fäden und zeigt dem Leser auf, dass nichts ohne Grund geschieht. Aufmerksam lesen ist hier die Devise, sonst verliert man den Überblick.
Lediglich im Schreibstil der Autorin sah ich hier noch Verbesserungspotenzial. Die Sätze sind zu lang, die Szenerie oder Umstände zu ausgeprägt beschrieben, um die Handlung atemlos wirken zu lassen. Teilweise verliert man den Überblick, was gerade eigentlich passiert. Kurze, prägnante, aber auch klare Beschreibungen, ein wenig Hetze im Geschriebenen, würden den Spannungsbogen steigern.
Fazit:
Es gibt originelle Rätsel, keine 0815 Elemente und eine intelligente Protagonistin. Die Handlung ist interessant, voller Familiengeheimnisse und würde für mich mit knappen Sätzen noch mehr aus seinem Spannungspotenzial schöpfen.