Profilbild von Ladylike0

Ladylike0

Lesejury Star
offline

Ladylike0 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Ladylike0 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2025

Starke Fantasy-Mistery-Geschichte

Four Dead Queens
0

Zurzeit greife ich wirklich gerne zu Fantasy-Romanen und nachdem ich nur ein bisschen mehr über den Buchinhalt von „Four Dead Queens“ gehört hatte, war klar, dass ich nicht an dieser Geschichte vorbeikomme. ...

Zurzeit greife ich wirklich gerne zu Fantasy-Romanen und nachdem ich nur ein bisschen mehr über den Buchinhalt von „Four Dead Queens“ gehört hatte, war klar, dass ich nicht an dieser Geschichte vorbeikomme. Die Autorin entwirft eine sehr spannende Fantasy-Welt, die von vier Königinnen regiert wird. Eine für jeden Quadara und jedes Volk. Begleitet werden die Königinnen jedoch von vielen Regelungen, wie beispielsweise, dass sie das Schloss nach Antritt ihrer Regentschaft nicht mehr verlassen dürfen. Dadurch möchte man vermeiden, dass sie beeinflussbar sind.

Letztendlich hat mich jedoch die Idee fasziniert, dass Erinnerungen auf Chips festgehalten werden können. Sobald du einen davon einnimmst, erlebst und fühlst du alles, was die Person in dieser Erinnerung wahrgenommen hat. Die Protagonistin nimmt die Erinnerung zu sich, wie die 4 Königinnen ermordet werden und damit fängt die Handlung an sich zu entfalten.

Jedoch bringt die Autorin nicht nur eine ungewöhnliche und originelle Fantasy-Idee mit in die Geschichte, auch die Protagonistin ist nicht die typische „Ich rette die Welt“-Gut-Herz-Person, wie man sie häufiger in Fantasy-Romanen antrifft. Als beste Taschendiebin ihres Quadara ist sie gerissen, geschickt und auf ihren Vorteil bedacht. Sie zeigt im Verlauf der Geschichte viele düstere Seiten an sich, bewegt sich aber immer mit gewissen Moralvorstellungen und Liebe zu ausgewählten Personen. Ich als Leser empfand sie als vielschichtig, spannend und gruselig.

So ist sie nach den Erinnerungen der Mordanschläge an die Königinnen erst geschockt und überlegt dann schnell, wie ihr diese Informationen einen Vorteil bringen können. Dass sie mit der Information eine frühere, düstere Tat wieder gut machen will, verstärkt den Eindruck einer Persönlichkeit mit Ecken und Kanten.

An dieser Stelle, entwickelt sich der Roman schnell zu einem Mistery-Roman. Als Leser begleitet man die Hauptfigur in ihrer Gegenwart und bei ihren Taten vor/während/nach der Einnahme der Erinnerungschips. Ein weiterer Handlungsstrang befindet sich im Schloss der Königinnen. Man lernt jede Einzelne von ihnen kennen, ihre Werte und Vorstellungen und wer ihnen nahestand. Nach und nach liest man über das Geschehen im Schloss und wie der Inspektor im Schloss seine Ermittlungen anstellt.

Mir gefiel der Aufbau der Geschichte so gut. Fieberhaft habe ich überlegt, wer den Königinnen schaden wollte, wer den Plan ausgeheckt hat und hinter welchem Gesicht Verrat steckte. Dabei gelingt es der Autorin einen ausgereiften Spannungsbogen einzubauen, welcher durch die verschiedenen Handlungsstränge nur unterstützt wird. Letztendlich hat sie einige Wendungen geschrieben, die mir nicht in 100 Jahren eingefallen wären.

Fazit:

Es sollte mehr Fantasy-Mistery Bücher geben.

Mir gefielen die Fantasy-Elemente, die mit nacherlebbaren Erinnerungen einhergehen. Diese legten den Grundstein für eine spannende Mistery-Ebene, in der ich mitgefiebert und mitgerätselt habe. Auf die Auflösung bin ich bis zum Schluss nicht gekommen, dafür sorgen die zahlreichen Wendungen der Geschichte. Für mich eine absolut spannende Handlung mit einer toll aufgebauten Fantasy-Welt, einer vielschichtigen Protagonistin und interessanten Königinnen.

Dies ist bestimmt nicht das letzte Buch, das ich von der Autorin lesen werde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2025

Liebe hinterfragen

Als wir Tanzen lernten
0

Von Nicola Yoons Geschichten und ihrem Schreibstil, konnte ich mich bereits vorher begeistern. Ihr Buch „Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt sind“ und ihr mittlerweile verfilmter Roman „The Sun ...

Von Nicola Yoons Geschichten und ihrem Schreibstil, konnte ich mich bereits vorher begeistern. Ihr Buch „Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt sind“ und ihr mittlerweile verfilmter Roman „The Sun is also a Star“, greifen poetisch und mit viel Weisheit eine schöne Liebesgeschichte auf. Doch in diesem Roman, hat sie sich selbst übertroffen.

Die Kapitel sind kurzgehalten, lassen sich flüssig lesen und wechseln zwischen dem aktuellen Geschehen, kleinen Ausschnitten aus Chatnachrichten und Listen über Bücherelemente (z. B. Liste über Genres, die die Protagonistin gerne liest und was das Genre ausmacht) ab. Damit lässt sich das Geschehen leicht lesen. Besonders wird der Schreibstil jedoch durch immer wieder eingefädelte Weisheiten und Denkanstöße.

Und dann erst die Storyidee. Evie kann die Geschichte eines Liebespaares sehen. Wie sie zusammengefunden haben, das Jetzt und wie es enden wird. Und kein Ende, das sie sieht, ist wirklich gut. Warum also an die Liebe glauben? Und sich nicht vor ihr verschließen? Doch dann lernt sie X kennen und möchte vielleicht trotzdem mutig sein.

Aus meiner Sicht ist das Buch eine Liebesgeschichte, aber auch ein großes Hinterfragen des Themas Liebe. Was es bedeutet zu lieben und was alles dazugehört, Herzschmerz, Glück und ein aufgeregtes Herzklopfen und Vieles mehr. Eine sehr interessante und kreative Herangehensweise all die Fragen zu thematisieren.

Aber nicht nur die Storyidee hat mir sehr gut gefallen, Nicola Yoon versteht sich auch darauf die Liebesgeschichte langsam zu spinnen und wunderschöne Szenen zu beschreiben. Dieses Mal in Verbindung mit Tanzunterricht und losgelösten Tanzmomenten. (Was mein Tänzerherz natürlich höherschlagen lässt.)

Für mich war aber auch eine Menge Tiefgründigkeit im Geschehen. Evie glaubt aufgrund bestimmter Erfahrungen nicht mehr an die Liebe und muss sich damit auseinandersetzen, ihre Gefühle verarbeiten. X sagt zu allem ja, aber verbirgt seine eigene Philosophie dahinter. Alles in Allem führt dazu, dass Beide in der Tanzschule aufeinanderstoßen und anfangen für einen Wettbewerb zu trainieren. Vom Kennenlernen, bei dem Blitze schießen, bis hin zu gemütlichen Abenden am Lagerfeuer, haben die Zwei eine Geschichte voller Hoch und Tiefs und atmosphärischer Momente vor sich.

Fazit:

Die Kombination aus der originellen Handlung, einer wunderschön geschriebenen Liebesgeschichte, tollen Hauptfiguren und einem flüssig zu lesenden Schreibstil voller Weisheiten, birgt eine grandiose Geschichte für den Leser. Für mich eine klare Leseempfehlung für jeden, der sich eine tiefgründige Romanze zu Gemüte führen will oder gerade selbst mit dem Glauben an die Liebe hadert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2025

Humor, Moral und eine große Portion Märchen

Der Fluch des Drachenprinzen
0

Die „Ein Märchen für 1001 Nachmittage“-Reihe besteht aktuell aus sieben Büchern, die man unabhängig voneinander lesen kann. Jedes davon befasst sich insbesondere mit einem Märchen, das einige Twists erhält ...

Die „Ein Märchen für 1001 Nachmittage“-Reihe besteht aktuell aus sieben Büchern, die man unabhängig voneinander lesen kann. Jedes davon befasst sich insbesondere mit einem Märchen, das einige Twists erhält und greift mit vielen Andeutungen auch noch andere Klassiker mit auf. Sechs der bisher erschienenen Bände habe ich bereits gelesen und „Der Fluch des Drachenprinzen“ gehört definitiv mit zu meinen Favoriten.

Natürlich konnte dieser Roman schon bei mir extra punkten durch viele Parallelen zu meinem Lieblingsmärchen „die Schöne und das Biest“. Nur, dass es keine Verwandlung zu einem Biest gibt, sondern ein Drache zum Dasein eines schwachen Menschen verflucht wird und statt Belle ist Gretel in der Hauptrolle.

Doch lebt dieses Buch zusätzlich von interessanten Charakteren, spannenden Abenteuern und grandioser Charakterentwicklung. Wie immer mischt Jacqueline auch moralische und psychologische Aspekte mit ins Geschehen und eine gehörige Portion Humor.

Ein absolutes Highlight war auf jeden Fall Gretel, die mit ihren 18 Jahren endlich die Vormundschaft für ihren jüngeren Bruder Hänsel übernehmen konnte. Als Leserin habe ich sie als sehr reflektierte, belesene und moralisch korrekte Person kennengelernt. Sie trägt extrem viel Wissen mit sich herum und hält in einigen brenzligen Situationen eine intelligente Lösung bereit. Mit der Kombination aus hoher Moral und viel Wissen, konnte mich Gretel direkt von sich überzeugen.

Im starken Kontrast dazu steht Doragon, der schwarze Drache voller Vorliebe für sein Gold. Aufgrund seiner Habgier wurde er verflucht und versucht mit Gretels Hilfe sich vom Fluch zu lösen. Seine Pläne beinhaltet jedoch ein Opfer von Gretel, das sie bei Gott nicht bereit ist zu geben.

Bei den „Nebencharakteren“ (- sie sind eigentlich zu gut ausgearbeitet für diesen Begriff) wurde mit Hänsel und Kobold Luchi ein absolutes Traumgespann geschrieben. Durch Umwege enden die Zwei als gemeinsame Wegbegleiter und sticheln, witzeln und foppen sich was das Zeug hält. Wenn man bei den Zweien nicht permanent am Grinsen ist, weiß ich nicht wo sonst.

Gretel habe ich als kleinen Moralapostel wahrgenommen, Hänsel und Doragon eher in der Lernposition. Durch Abenteuer, vielen Erfahrungen und Erlebnissen lernen sie dazu hinter die Fassade zu blicken und werden immer wieder ermutigt zu überlegen, was wirklich von wert ist. Am Ende wächst aber jeder Charakter ein wenig über sich hinaus, was mir sehr gut gefallen hat.

Fazit:

Mir gefiel die Moral hinter dieser Geschichte besonders gut und mein Highlight im Humorbereich waren definitiv die Frotzeleien zwischen Luchi und Hänsel. Unter den Charakteren hat mich Gretel mit ihrer Art und ihrem Wissen absolut begeistert, während bei Doragon insbesondere die authentische Charakterentwicklung heraussticht. Insgesamt ist das Buch an jeder Ecke eine Glanzleistung.

Eine absolute Empfehlung für jeden „die Schöne und das Biest“-Fan sowie Märchenliebhaber, die auf einen Mehrwert in der Geschichte aus sind.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2025

Alles was das Fantasy-Leserherz begehrt

Die Saphirkrone
0

Die Splitterkronen-Reihe (Band 1: Kill the Queen) von Jennifer Estep gehört zu meinen liebsten Büchern aus ihrer Feder. Dass "Die Saphirkrone" in der gleichen Welt nur einige Jahre später spielt, hat mich ...

Die Splitterkronen-Reihe (Band 1: Kill the Queen) von Jennifer Estep gehört zu meinen liebsten Büchern aus ihrer Feder. Dass "Die Saphirkrone" in der gleichen Welt nur einige Jahre später spielt, hat mich positiv überrascht.

Hier würde ich jedem Leser empfehlen mit der vorherigen Reihe zu starten. Zwar baut die Handlung in diesem Buch nicht unbedingt auf der vorherigen Reihe auf, aber es werden einige essenzielle Geschehnisse gespoilert.

In diesem Buch konnte ich auf altbekannte Gesichter treffen. So zum Beispiel auch die Protagonistin Gemma. Auch nach Jahren der Geschehnisse in der vorherigen Reihe, kämpft Gemma noch mit ihren Erinnerungen. Sie hält sich für einen Feigling, der mehr hätte tun können und möchte dafür heute mehr tun. Hier geht es viel um Traumata-Verarbeitung, aber auch um eine starke Persönlichkeit, die über sich hinauswachsen möchte.

Für ihr Volk ist Gemma wiederum lediglich eine Prinzessin mit Hang für Mode und Flirts. Alle kennen sie nur mit Schmuck behangen, wodurch sie hinter vorgehaltener Hand Glimma genannt wird. Leser merken schnell, dass sie sich hinter einem klischeehaften Prinzessinnen-Bild tarnt. Nach wenigen Seiten folgt man Gemma nämlich schon in die Miene, wo sie hart schuftet und zeitgleich ihrer Arbeit als Spionin nachgeht. Sie macht sich das falsche Bild zunutze, bleibt unauffällig und wird dadurch unterschätzt. Ich habe sie als strategisch, vielschichtig und stark empfunden.

Ihre Spionagearbeit verschlägt sie schnell in das feindliche Hoheitsgebiet Morta. Bereits in die Splitterkrone durfte man einige mortanische Charaktere kennen- und fürchten lernen. Umso spannender fand ich den Einblick in die mortanische Welt, Etikette und auch Lebensgeschichte. Es wird wieder eine Welt am königlichen Hofe bildlich dargestellt. Untereinander ist sich niemand wohlgesonnen. Jeder spinnt Intrigen, Bündnisse oder Fallen zu ihrem größten Vorteil. Was deren Welt gefährlich, aber auch spannend macht. Ich bin durch die Seiten geprescht.

Neben der taktisch klugen Protagonistin und dem interessanten Einblick in die feindliche Welt, arbeitet Jennifer Estep wieder eine gehörige Portion Magie, eine schöne Menge an Moral und toll ausgearbeitete, greifbare Nebencharaktere zwischen ihre Seiten ein. Begleitet wird das Geschehen von einer sich leicht anbahnenden Liebesgeschichte, die für ein Kribbeln sorgt.

Insbesondere von den magischen Aspekten war ich total angetan. Fantasievoll ist die Autorin, das muss man ihr lassen. Was mich auch zu meinem magischen Lieblingsnebencharakter Grimmley bringt. Der Gargoyle ist der loyale, beste Freund und starker Verbündeter von Gemma. Es hat nicht lange gedauert, da wollte ich bereits durch die Seiten schlüpfen und dem Steingeschöpf die Stirn kraulen, wie Gemma es gerne tut. Doch auch die magischen Fähigkeiten der Menschen sind nicht zu verachten und es war spannend darüber zu lesen. Ob sie nun Blitze werfen können oder Stärkemagie besitzen, die Fantasy-Elemente erkundet man hier mehr als nur gerne.

Fazit:

Hier fehlt es an nichts.

Hier findet man Alles, was das Fantasy-Herz höherschlagen lässt.

Ich habe mich mehr als nur gefreut, wieder in die altbekannte Welt abzutauchen. Gemma ist eine tolle, taktisch kluge Protagonistin. Ihre Verarbeitung alter Wunden, macht sie zu einer starken Prinzessin, die über sich hinauswachsen möchte. Die feindliche Welt, ihre Spionagearbeit und die Magie sorgen für ein stetiges Spannungslevel. Gleichzeitig kündigen einige Szenen bereits eine prickelnde Liebesgeschichte an, die jedoch noch eher im Hintergrund bleibt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2025

Ein gefährliches Palastspiel voller Intrigen - für alle Hexenliebhaber.

Zwillingskrone
0

Das Buch „Zwillingskrone“ ist unfassbar schön geschrieben. Ein bisschen altmodisch und höfisch, aber insbesondere bildreich. Es schleicht sich immer wieder ein trockener Humor mit ein, der zum Schmunzeln ...

Das Buch „Zwillingskrone“ ist unfassbar schön geschrieben. Ein bisschen altmodisch und höfisch, aber insbesondere bildreich. Es schleicht sich immer wieder ein trockener Humor mit ein, der zum Schmunzeln bringt. Abrundend bedienen sich die Autorinnen einem Stilmittel, der ein hohes Spannungslevel aufrechterhält.

Magische Elemente und Details wurden schön ausgearbeitet. So blieb mir z. B. insbesondere die Szene vor Augen, als eine Gewitterhexe mit Hilfe von Wind und Feuer ein Schattenspiel an die Wand warf, um die Geschichte einer vergangenen Königin zu erzählen. Gewitterhexen können mit einem Windhauch Stürme weben, während andere Hexen mit Sand und Reimen oder dem Nachthimmel als Unterstützung ihre Magie wirken. Doch sie sind von Menschen gefürchtet und gejagt.

In dieses übernatürliche Setting schickt die Autorin ihre Hauptcharaktere Wren und Rose. Die Geschichte beginnt damit, wie Wren in den Palast einbricht, um ihre Zwillingsschwester Rose entführen zu lassen und ihren Platz einzunehmen, um als Hexe gekrönt zu werden.

Wren nimmt den Platz im Schloss ein und sieht sich konfrontiert mit der Schwierigkeit nicht aufzufliegen gegenüber einem Verlobten, der besten Freundin von Rose oder sonst jemanden im Palast. Währenddessen wird Rose queer durch die Wüste verschleppt, fühlt das erste Mal Hunger und Durst und muss sich mit der politischen Meinung ihres Entführers auseinandersetzen.

Ich fand die Beiden total gut ausgearbeitet. Entsprechend ihrer Lebensgeschichte, erkennt man authentische Züge an ihnen. Wren ist ein wenig aufbrausend, rebellisch gar und weiß sich zu verteidigen, was als gejagte Hexe gut gepasst hat. Währenddessen ist Rose noch ein wenig naiv gegenüber der Welt, da sie behütet und ein wenig eingesperrt aufgewachsen ist. Gleichzeitig ist sie höfisch gut ausgebildet und besitzt etwas mehr Ruhe. Ein interessantes Gespann, über das ich gerne gelesen habe. Vor allem, da die Zwei jederzeit nachvollziehbar handeln.

Die Kapitel werden in abwechselnder Perspektive geschrieben, beide befinden sich im Getümmel aus Intrigen und in Lebensgefahr. Jedes Kapitel beginnt und endet spannend. Es war eine Ansammlung an Cliffhangern, so viele hatte ich schon lange nicht mehr. Ich war regelrecht begeistert vom Spannungslevel.

Fazit:

Die zwei Autorinnen schreiben mit einem grandiosen Schreibstil, der das Flair im Palast auffängt, den Leser mal schmunzeln und immer wieder bangen lässt. Mit dieser Grundlage werden die Abenteuer und ein großes Täuschungsmanöver absolut authentischer Zwillinge beschrieben. Durch viele brenzlige Situationen, der Beschreibung magischer Details und kleinen Plottwists wird ein stetiges Spannungslevel geschaffen.

Ein Lesehighlight im Fantasy-Bereich mit toller Kombination aus Hexen-Elementen und dem Palastleben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere