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JonasRoka

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2025

Die verschiedenen filmischen Darstellungen eines der bedeutendsten Komponisten

Bach bewegt
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Gerade höre ich jeden Mittwoch in der Kuppelkirche in Darmstadt ‚Bach zum Mittag‘.
Der Organist spielt ca. eine halbe Stunde aus dem schier unerschöpflichen Vorrat zu Ehren des 275. Todestages von Bach ...

Gerade höre ich jeden Mittwoch in der Kuppelkirche in Darmstadt ‚Bach zum Mittag‘.
Der Organist spielt ca. eine halbe Stunde aus dem schier unerschöpflichen Vorrat zu Ehren des 275. Todestages von Bach und zum 150. Geburtstag des großen Bachinterpreten Albert Schweitzer. So ist vielleicht auch das Erscheinen dieses Buches im Jahr 2025 kein Zufall.

Ich war überrascht, wie wenig über Bachs persönliches Leben bekannt ist und nicht einmal ganz gesichert ist, wie er überhaupt ausgesehen hat. Wenn nun ein Regisseur oder eine Regisseurin einen Film über ihn drehen möchte, können sie nur auf Eckdaten zurückgreifen. Das sehr unterschiedliche Werke dadurch entstanden sind, war mir klar. Das Buch bietet einen Überblick. Wo noch möglich, hat der Autor mit Schauspielern und weiteren Beteiligten persönlich gesprochen und lässt ihre Erinnerungen auch in das Buch einfließen.
Außerdem wirft er einen Blick auf eine Auswahl an Filmen, in denen einzelne Werke von Bach eine zentrale Rolle spielen. Nicht fehlen darf aber auch ein Besuch bei Bachs Nachfolger als Kantor in Arnstadt und beim Thomaskantor in Leipzig: Andreas Reize.

Es gibt sehr viele Querverweise und Hintergrundinformationen. Das Buch ist gut zu lesen und wird durch einige schw/w Fotos von Filmszenen oder von der getroffenen Personen aufgelockert. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bisher keinen einzigen der besprochenen Film gesehen habe. Ich kenne nur den Film „Bach in Brazil“ aus dem Jahr 2016, in dem es aber nicht um das Leben des großen Meisters geht.

Fazit: Das Buch hat mich animiert, tiefer in die Materie einzusteigen, einige der vorgeschlagenen Clips anzuschauen und nach Personen zu googeln.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Bringt mir einen Mann näher, den ich immer nur am Rande mitbekommen habe

Hanns Dieter Hüsch zum 100. Geburtstag
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Natürlich ist mir sein Name ein Begriff, ja, ich weiß auch, dass er als Kabarettist unterwegs gewesen ist. Doch ich habe ihn nie persönlich getroffen und nur flüchtig bei seinen TV-Auftritten kennengelernt. ...

Natürlich ist mir sein Name ein Begriff, ja, ich weiß auch, dass er als Kabarettist unterwegs gewesen ist. Doch ich habe ihn nie persönlich getroffen und nur flüchtig bei seinen TV-Auftritten kennengelernt. Was mich nicht wundert, ist, dass er keine tieferen Spuren bei mir hinterlassen hat, da ich damals wahrscheinlich noch nicht aufnahmefähig genug war, für seine leisen Töne und seine Art, die Welt und die Menschen zu betrachten.

Und jetzt lese ich 20 Jahre nach seinem Tod und zu Ehren seines 100. Geburtstages einen Sammelband mit ca. 45 Beiträgen bekannter und weniger bekannter Wegbegleiter, Freunde, Bewunderer und auch von seiner Tochter und seiner Witwe. Dabei schlägt der Herausgeber einen weiten Bogen mit einem Vorwort von Matthias Richling, Beiträgen von Katja Ebstein, Renate Künast, Margot Käßmann und Nicolas Evertsbusch, um nur einige zu nennen.

Was ich lese, macht mich neugierig. Neugierig darauf, noch mehr von Hanns Dieter Hüsch zu erkunden. Ein bewundernswerter Mensch, wie ich erfahre. Wir hätten uns auf einem Kirchentag über den Weg laufen können, als ich noch Jugendlicher war. Ich bin mir sicher, dass er mich ernst genommen hätte, wenn ich mich bei einer Podiumsdiskussion aus dem Publikum heraus mit einer Frage an ihn gewendet hätte.

Es lässt sich wohl nicht ganz vermeiden, dass es kleinere Wiederholungen in den Beiträgen gibt, die mich auch gar nicht gestört haben, sondern vielmehr dazu dienten, die zentralen Aussagen über HDH zu vertiefen.

Fazit: Ich wünsche diesem Buch viele Wiederentdecker und Neuentdecker eines Ausnahmemenschen.

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Veröffentlicht am 24.04.2025

Fettnäpfchen lauern…

Der Peinlich-Run
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… in diesem Buch genügend. Gut, dass man nicht selbst hineingetreten ist. Schadenfreude ist diesbezüglich doch die eindeutig bessere...

Gestern aus dem Briefkasten gefischt, heute Nachmittag schon fertig ...

… in diesem Buch genügend. Gut, dass man nicht selbst hineingetreten ist. Schadenfreude ist diesbezüglich doch die eindeutig bessere...

Gestern aus dem Briefkasten gefischt, heute Nachmittag schon fertig gelesen, das ist doch auch mal eine Aussage.

Neben 22 peinlichen Kurzgeschichten aus dem bewegten Leben der Autorin, erfährt man im 1. Teil „Essay“ so manch Hintergründiges und Tiefgründiges, schöne kleine Texte, die einem das Thema erschießen und schon die eine oder andere Anekdote aus dem Alltag der Autorin bereithalten.

In der S-Bahn heute habe ich meine Mitfahrer irritiert oder mit einem Lachen angesteckt. War zu konzentriert, um es wirklich mitzubekommen.

Besonders gefallen haben mir: „Der Opernsänger“ (selbst in einer WG gelebt) , „preisgekrönt peinlich“ (kann mich dunkel erinnern) und „Die sprechende Handtasche“.


Fazit: Die Lektüre hat mir köstlichste Lachmomente bereitet.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Wissenschaft und Tradition

Geflochtenes Süßgras
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Verflochten wie das Süßgras auf dem Cover. Die Autorin ist Botanikerin und als Amerikanerin mit indigenen Wurzel stark in den traditionellen Mythen verankert. Was für eine wunderbare Verbindung. Denn ...


Verflochten wie das Süßgras auf dem Cover. Die Autorin ist Botanikerin und als Amerikanerin mit indigenen Wurzel stark in den traditionellen Mythen verankert. Was für eine wunderbare Verbindung. Denn sie spielt nicht beide Richtungen gegeneinander aus, sondern sie schafft Verbindungen und Brücken.

Es ist ein umfangreiches Werk, das auch tiefe Einblick in ihre Vergangenheit, den Verlauf ihres Lebens und ihre Visionen bietet. Die Autorin schreibt mit so einer Seelenwärme und Herzlichkeit, dass ich einen starken Wunsch verspüre, sie persönlich kennenlernen zu wollen.

Sie knüpft in ihrem Buch an vielem an, was mir lieb und wert ist. Die Natur in ihrer Vielfalt und der ihr innewohnenden „Seele“. Wie man sie behandeln sollte und das Nehmen auch immer Geben bedeuten sollte. Da spricht so ein hohes Maß an Wertschätzung und Achtung, dass es mir beim Lesen manchmal die Sprache verschlug. Wenn wir alle ein Stück zu diesen mit der Natur verwundenem Wissen zurückkehren würden, was wäre dadurch möglich!

Das Buch ist eine wundervolle Reise in viele unbekannte Mikrokosmos, das Hoffnung macht und den Blick auf die Welt zu ändern vermag.

Fazit: Ich habe so unglaublich viel gelernt durch dieses Werk. Das macht mich sehr dankbar.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Es ist zum Weinen, aber auch zum Lachen

Taxi Damaskus
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Es ist, als ob man selbst im Taxi mitfahren würde. Der Fahrer Ahmed versucht, trotz schwieriger werdenden Bedingungen, sich und seine Familie mit seinem so heißgeliebten Beruf über Wasser zu halten. Und ...


Es ist, als ob man selbst im Taxi mitfahren würde. Der Fahrer Ahmed versucht, trotz schwieriger werdenden Bedingungen, sich und seine Familie mit seinem so heißgeliebten Beruf über Wasser zu halten. Und wir dürfen ihn begleiten, durch die in Teilen stark zerstörte Stadt. Gleichzeitig geht das Leben in anderen Vierteln fast seinen gewohnten Gang weiter. Es sind diese Kontraste und die ganz unterschiedlichen Fahrtgäste, die die Lektüre so außergewöhnlich machen. Wir begegnen Menschen, die ihr Schicksal so gut es geht meistern.
Es ist das Gute, was es zu bewahren gilt, das Menschliche. So ist es auch ein hoffnungsvolles Buch, dass man dem Terror niemals freiwillig das ganze Feld überlassen sollte.

Die Gestaltung des Buches hat mir insgesamt ausgesprochen gut gefallen: Die Mischung zwischen Kurzgeschichten, Gedichten (zweisprachig) sowie Fotos und Zeichnungen.

Fazit: Eine Bereicherung.

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