Die verschiedenen filmischen Darstellungen eines der bedeutendsten Komponisten
Bach bewegtGerade höre ich jeden Mittwoch in der Kuppelkirche in Darmstadt ‚Bach zum Mittag‘.
Der Organist spielt ca. eine halbe Stunde aus dem schier unerschöpflichen Vorrat zu Ehren des 275. Todestages von Bach ...
Gerade höre ich jeden Mittwoch in der Kuppelkirche in Darmstadt ‚Bach zum Mittag‘.
Der Organist spielt ca. eine halbe Stunde aus dem schier unerschöpflichen Vorrat zu Ehren des 275. Todestages von Bach und zum 150. Geburtstag des großen Bachinterpreten Albert Schweitzer. So ist vielleicht auch das Erscheinen dieses Buches im Jahr 2025 kein Zufall.
Ich war überrascht, wie wenig über Bachs persönliches Leben bekannt ist und nicht einmal ganz gesichert ist, wie er überhaupt ausgesehen hat. Wenn nun ein Regisseur oder eine Regisseurin einen Film über ihn drehen möchte, können sie nur auf Eckdaten zurückgreifen. Das sehr unterschiedliche Werke dadurch entstanden sind, war mir klar. Das Buch bietet einen Überblick. Wo noch möglich, hat der Autor mit Schauspielern und weiteren Beteiligten persönlich gesprochen und lässt ihre Erinnerungen auch in das Buch einfließen.
Außerdem wirft er einen Blick auf eine Auswahl an Filmen, in denen einzelne Werke von Bach eine zentrale Rolle spielen. Nicht fehlen darf aber auch ein Besuch bei Bachs Nachfolger als Kantor in Arnstadt und beim Thomaskantor in Leipzig: Andreas Reize.
Es gibt sehr viele Querverweise und Hintergrundinformationen. Das Buch ist gut zu lesen und wird durch einige schw/w Fotos von Filmszenen oder von der getroffenen Personen aufgelockert. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bisher keinen einzigen der besprochenen Film gesehen habe. Ich kenne nur den Film „Bach in Brazil“ aus dem Jahr 2016, in dem es aber nicht um das Leben des großen Meisters geht.
Fazit: Das Buch hat mich animiert, tiefer in die Materie einzusteigen, einige der vorgeschlagenen Clips anzuschauen und nach Personen zu googeln.