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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2025

Die grausigen Spiele gehen weiter

Night of Crowns, Band 2 - Kämpf um dein Herz
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Das Buch beginnt direkt dort, wo Band eins geendet hat. Während ich erwartet habe, dass sich Alice nun auf die Suche nach dem anderen Slave macht, erwartet den/ die LeserIn stattdessen eine Parallelwelt ...

Das Buch beginnt direkt dort, wo Band eins geendet hat. Während ich erwartet habe, dass sich Alice nun auf die Suche nach dem anderen Slave macht, erwartet den/ die LeserIn stattdessen eine Parallelwelt und man weiß nicht mehr, was nun real und was Hirngespinste sind. Vor allem habe ich nicht so ganz verstanden, warum Alice überhaupt geflohen ist, denn sofort will sie wieder zurück auf das Spielfeld. Als das nicht funktioniert, wartet sie einfach ab, anstatt nach dem zweiten Slave zu suchen - was doch ihr Ziel war?

Leider konnte mich der 2.Teil folglich auch nicht überzeugen. Ich sehe das Potenzial und ich verstehe, warum die Reihe viele begeistern konnte. Sie ist rasant, es gibt viel Action und immer wieder unerwartete Wendungen. Aber mich hat zu viel gestört und das hat mein Lesevergnügen leider getrübt.

Zum einen ist da der verwirrende, recht lange Einstieg. Ich hatte einfach etwas anderes erwartet. Zum anderen einige Logikfehler: Fähigkeiten und Spielregeln werden so ausgelegt, wie sie gerade passen und einige Fähigkeiten fallen weg oder werden wieder hervorgeholt, um die Geschichte voran zu bringen. Wortwiederholungen haben mich auch gestört und auch inhaltlich haben sich einige Abläufe wiederholt (warum schläft Alice zum Ende von Kapitel immer ein - oder fällt in Ohnmacht?). Immer noch blieben viele Charaktere eher blass, was vielleicht auch an der Fülle der Protagonisten verständlich ist, da können nicht alle eine große Rolle bekommen.

Das Ende empfand ich als recht spannend und die Auflösung war kreativ. Im finalen Kapitel hätte mich dann der Ausgang der anderen Protagonisten doch noch interessiert, welche nur in einem Nebensatz erwähnt werden.

Es war einfach nicht meine Reihe. Die Idee, die hinter der Dilogie steckt, finde ich aber immer noch klasse und ich glaube, sie kann noch viele LeserInnen begeistern.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Die große Jugendliebe

Not Over You
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Hailey und Noah sind eigentlich wie füreinander geschaffen, doch in jungen Jahren verschwindet Noah einfach so, ohne sich zu erklären. Jahre später treffen beide wieder aufeinander, doch nun ist Hailey ...

Hailey und Noah sind eigentlich wie füreinander geschaffen, doch in jungen Jahren verschwindet Noah einfach so, ohne sich zu erklären. Jahre später treffen beide wieder aufeinander, doch nun ist Hailey verlobt und heiratet bald einen anderen. Doch Noah will sich erklären und vor allem will er Hailey nicht aufgeben.

Ich fand die Story-Idee so spannend, doch letztendlich hat sie mich leider nicht überzeugen können. Leider konnte ich mich für keinen der Charaktere erwärmen. Haileys Entscheidungen und auch Gedankengänge konnte ich oftmals nicht nachvollziehen, bei ihrem Verlobten und dessen Darstellung war mir von Anfang an klar, wohin es führen würde und Noah wirkte auf mich oft zu drängend. Haileys Freundinnen waren da sympathischer, wenn auch ebenso recht stereotyp.

Vor allem war es die Handlung, die mir das Lesevergnügen geschmälert hat. Die Ursache des Problems wurde kurz angerissen und mit wenigen Hintergrundinfos einfach so stehen gelassen. Haileys Fehler wurden durch die anderer geschmälert und ihr wurden dadurch schwierige Entscheidungen und auch Gespräche erspart, was ich schade fand. So konnte sie sich einfach aus der Affäre schlängeln, ohne für ihre Fehler gerade zu stehen und auch die eine Entscheidung, die sicher alles andere als leicht war, wurde dadurch quasi für sie getroffen. Zum Schluss war es mir einfach zu viel hochgekochtes Drama.

Der Schreibstil selbst ist super und ich glaube auch, dass die Autorin mit diesem viele begeistern kann, auch wenn mir das Wort Goldlöckchen ein paar Mal zu viel vorkam. Ansonsten hat hier die Geschichte einfach nicht meinen Geschmack getroffen.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Magische Schule

Ravenhall Academy 1: Verborgene Magie
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Seit Harry Potter liebe ich Zauberschulen und nachdem ich in allen sozialen Kanälen über dieses Buch gestolpert bin und mich Story und Cover wahnsinnig angesprochen haben, wollte ich wissen, was es damit ...

Seit Harry Potter liebe ich Zauberschulen und nachdem ich in allen sozialen Kanälen über dieses Buch gestolpert bin und mich Story und Cover wahnsinnig angesprochen haben, wollte ich wissen, was es damit auf sich hat.

Für mich persönlich war es nichts, vielleicht spricht es jüngere Leserinnen noch mehr an. Die Protagonisten sind zwar um die 18 Jahre, kamen mir aber deutlich jünger vor. Ich konnte mich mit niemandem wirklich identifizieren, Lilly blieb blass und stets freundlich/ fand die perfekten Sprüche als Antworten. Gegenspieler wie beispielsweise Vichy waren dagegen stereotyp zickig. Auch Jason konnte ich nicht greifen, ebenso wenig die Beziehung zwischen Lilly und ihm. Was hat die beiden zueinander gezogen? Es war einfach so. Und auch hier kamen die beiden mir eher wie 13-jährige vor... Zum ersten Date gemeinsames Mittag mit den Großmüttern? Hmm...

Der Schreibstil war auch nicht meins. Die Atmosphäre hat die Autorin sehr schön rübergebracht. Cozy beschreibt das Buch sehr gut und vor allem zu Beginn konnte mich der Schreibstil noch zum Lesen animieren. Aber das Magiesystem, die Handlung, die Dialoge alles blieb oberflächlich.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Die Suche geht weiter

One Of Six - Vertrauen
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Im zweiten Teil der "One of Six"-Reihe wollen die verbliebenen AnwärterInnen des Jobs im Resort einfach mit ihren Leben weitermachen, doch scheinbar ist der scheinbare Mord doch noch nicht geklärt. So ...

Im zweiten Teil der "One of Six"-Reihe wollen die verbliebenen AnwärterInnen des Jobs im Resort einfach mit ihren Leben weitermachen, doch scheinbar ist der scheinbare Mord doch noch nicht geklärt. So kommt es, dass Ana bei Luca vorbeischaut, mit Devin im Schlepptau und ihr erläutert, dass es zu viele Ungereimtheiten gibt. Als LeserIn von Band 1 wusste man ja bereits, dass nicht der richtige Täter gefunden wurde. So beginnt eine Suche, bei der man nicht genau weiß, wer hier Jäger und wer der Gejagte ist.

Ich mochte das Feeling aus Band 1, die vielen kleineren Sabotagen durch den Täter und auch die gruselige Stimme von Mr. Unbekannt, da ich das Ganze als Hörbuch gehört hatte. Schon hier gab es einige Szenen, die mir zu detailliert erzählt wurden, doch das Gesamtbild stimmte einfach und war schaurig schön und spannend. In Band habe ich mich die ersten 200 Seiten leider einfach nur ... gelangweilt. Hier werden einzelne Situation so haarklein auseinandergenommen, dass sich mir der Sinn absolut nicht erschlossen hat. Es gab hierbei wirklich wenig, was die Handlung überhaupt voranbrachte beziehungsweise wichtig war. Auch im weiteren Verlauf gab es immer wieder Momente, die sich mir in ihrer Wichtigkeit für die Geschichte einfach nicht erschlossen haben, beispielsweise lange Beschreibungen der Klamotten oder Szenen, die man mit Luca bereits durchlebt hatte, die Devin aber auch noch einmal aufzählen musste, nur um sein Mitgefühl mit Luca zu bekunden. Auch fühlte ich Belville als Schauplatz nicht so sehr, wie das Ski-Resort aus Band 1.

Einzig die Stimme des Unbekannten und 2-3 Szenen waren wiederum wirklich spannend und auch ausschlaggebend für die Handlung. Das Ende wiederum verlief recht zügig und wenig wurde rückblickend noch einmal erörtert, aber das brauchte es für mich nicht unbedingt. Ich hätte nicht unbedingt das rosa-rote Ende gebraucht, dass einem als LeserIn auf den letzten Seiten noch präsentiert wurde. Mit der generellen Auflösung und wie sich alles ergeben hat, war ich recht zufrieden und tappte hier für lange Zeit auch im Dunkeln.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Starker Start, dann verlor mich das Buch

Die Kammer
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Ich mochte die Prämisse von "Die Kammer" so gerne, dass ich mich nach langer Zeit wieder an einen Krimi ranwagte. Denn hier wird mit einem beengten Raum in den Tiefen des Meeres gespielt und ein Verlassen ...

Ich mochte die Prämisse von "Die Kammer" so gerne, dass ich mich nach langer Zeit wieder an einen Krimi ranwagte. Denn hier wird mit einem beengten Raum in den Tiefen des Meeres gespielt und ein Verlassen dieser Kammer ist aufgrund der Druckunterschiede nur nach großen Zeitsprüngen wieder möglich. Taucherin Ellen möchte innerhalb der Männerdomäne zeigen, dass auch Frauen ausgezeichnete Tiefseetaucherinnen sein können und arbeitet daher schon seit Jahren auf diesem Gebiet. Auch diesmal verspricht es zunächst ein normaler Job zu sein, doch plötzlich kommen Menschen um ...

Der Start war sehr spannend, da hier die Atmosphäre geschaffen wurde. Die sechs Taucher steigen in die Kammer hinab, auf engstem Raum arbeiten sie miteinander, ehe schließlich der erste Mord passiert. Auch die Arbeit selbst wird ausführlich erklärt. Da die Crew über eine Pipeline auch Zugang zur Außenwelt hat, um zum Beispiel Essen und Medikamente zu bekommen, ist der Mörder nicht unbedingt innerhalb der Kammer zu verorten.

Leider vorlor mich das Buch dann im Folgenden. Die weiteren Tode verlaufen alle recht ähnlich und es gibt wenige Anhaltspunkte, als dass man als LeserIn hätte mitraten können, was hier vor sich geht. Dafür erzählen die Charaktere alle ähnlich schaurige Geschichten aus ihrem Leben, die in ihrer Vielzahl unglaubwürdig und ermüdent wirkten. Es fühlte sich an, als müsste das Buch gestreckt werden.

Weiterhin fiel es mir schwer, die einzelnen Männer, die neben Ellen in der Kammer sind, auseinanderzuhalten. Jeder hat seinen Namen, sowie den Spitznamen, mit dem er angesprochen wird, das verwirrte zusätzlich. Der Schreibstil war eher kurzgehalten und gib die Geschehnisse relativ schlicht wieder, was zu einem Thriller passt, wodurch sich für mich die einzelnen Charaktere jedoch nicht stark unterschieden.

Die Auflösung hätte dann ruhig auch mehr Raum haben können, nachdem es zuvor so viele Lückenfüller gab. Ich wurde leider nicht überzeugt.

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