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Veröffentlicht am 20.04.2025

Wer ist Jäger, wer Gejagter?

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Auf dieses Buch habe ich mich so sehr gefreut, da ich bereits sehr viel Positives darüber gehört habe und ich wurde nicht enttäuscht. Heratless Hunter erzählt die Geschichte vin Rune und Gideon, beide ...

Auf dieses Buch habe ich mich so sehr gefreut, da ich bereits sehr viel Positives darüber gehört habe und ich wurde nicht enttäuscht. Heratless Hunter erzählt die Geschichte vin Rune und Gideon, beide stehen auf unterschiedlichen Seiten der Revolution und lernen sich innerhalb eines Katz-und-Maus-Spieles schlussendlich doch näher kennen, sodass Gefühle ins Spiel kommen...

Aber zurück zum Anfang: Rune Winters ist im Verborgenen eine Hexe, doch in einer Welt, in der eben jenes den Tod bedeudet, hat sie sich eine neue Identität zugelegt, in der sie ebene jene verrät. Nachts wiederum ist sie der rote Nachtfalter, der Hexen hilft und sie gemeinsam mit ihren Freunden Verity und Alex bei ihrer Flucht unterstützt. Gideion wiederum, Alex Bruder, hat eine tiefe Abneigung gegenüber den Hexen und versucht seit zwei Jahren, den roten Nachtfalter zu finden. Nachdem Gideon Informationen erhält, dass es sich bei Rune um eben jenen Nachtfalte handelt und Rune wiederum hofft, von Gideon als Hauptmann der roten Garde Informationen zum Gefängnis zu erhalten, beginnt ein gefärhliches Spiel zwischen den beiden.

Das Buch selbst baut handlungstechnisch innerhalb der ersten circa 60% stark auf die Charakterentwicklung. Hier war es für mich lange Zeit über ein solides 4-Sterne-Buch, denn es gibt zahlreiche sich wiederholende Szenen rundum Rune und Gideon, die aufzeigen, warum die beiden so fühlen und handeln, wie es tun. Bei einer Geschichte mit so widersprüchlichen gegnerschen Seiten war dies gut, um beide Hauptcharaktere gut nachollziehen zu können und sie immernoch menschlich wirken zu lassen, vor allem Gideon, der ja zur Verhaftung und Tötung zahlreicher Hexen beiträgt. Dennoch hatte ich mir hier noch mehr World-Building sowie Abwechslung erhofft.

Die Charaktere sind aber folglich sehr nahbar, auch gebrochen, sowohl Rune, als auch Gideon haben schwere Päckchen in einer solch düsteren Welt zu tragen. Ich mochte sie beide sehr gerne, wobei es mir vor allem Rune mit ihrer sanften und gleichzeitig stoischen Art sehr angetan hatte. Auch die Nebencharaktere, insbesondere Runes beste Freunde Verity und Alex nehmen einen großen Teil der Geschichte ein, wobei es mir vor allem Alex über weite Teile mit seiner so hilfsbereiten Art sehr angetan hatte.

Die letzten 40% nehmen dann rasant an Spannung an. Es gibt einige Twists, die die Geschichte noch einmal in eine ganze andere Richtung drehen und es gibt auch mehr Action-Szenen und solche, in der die besondere Magie der Welt zum Tragen kommt. Die Gespräche werden ebenso emotionaler, die Chemie zwischen Gideon und Rune stieg ebenfalls stark und das Buch selber schlich sich immer öfter in meine Gedanken und ich konnte es schwer weglegen. Ich empfand hier auch den Schreibstil als bildgewaltiger.

Bei dem Ende wiederum würde ich am liebsten sofort nach Band 2 greifen und überlege schon, ob ich ihn auf Englisch lesen werde. Es wird auf jeden Fall sehr emotional. Diese zweite Hälfte des Buches hat in meinen Augen auf jeden Fall rasant Spannung gewonnen und das Buch für mich zu einem Highlicht werden lassen. Große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Ein Stück Kindheit

Der kleine Maulwurf als Maler
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Der kleine Maulwurf war zumindest aus meiner eigenen Kindheit kaum wegzudenken, umso mehr habe ich mich gefreut, dass es ihn nun auch als "Neuauflage" für die Kleinen gibt. Dieses Buch steht dabei den ...

Der kleine Maulwurf war zumindest aus meiner eigenen Kindheit kaum wegzudenken, umso mehr habe ich mich gefreut, dass es ihn nun auch als "Neuauflage" für die Kleinen gibt. Dieses Buch steht dabei den früheren Versionen in nichts nach, im Gegenteil, es kommen bei der Geschichte Kindheitsgefühle wieder hoch.

In diesem kleinen Büchlein entdeckt der kleine Maulfwurf gemeinsam mit seinen Freunden die prächtige Farbenwelt. Dabei entstehen lustige Farbkombinationen und auch Muster, sodass schlussendlich der Fuchs mit einem großen Schrecken davonkommt.

Die Kombination aus Text und Schrift hatte einen sehr ausgeglichenen Anteil. Vor allem empfand ich die Bilduqalität als sehr schön. Durch den Retro-Look hat das Buch für mich noch mehr Wärme und Herz. Auch wenn das Thema Farben waren und diese dadurch ein bisschen weniger knallig waren, hat es sehr gut gepasst. Die Geschichte selbst ist sehr kinderfreundlich und spaßig erzählt, sodass man der Geschichte einfach gerne folgt. Durch den Fuchs als Feind hat man hier auch noch eine gehörige Portion Spannung, die zum Schluss aber mit Witz und Spaß aufgelößt wird.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

So magisch!

Sister of the Stars
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Wie sehr habe ich mich nach einem magischen Fantasy-Roma gesehnt, in dem ich insbesondere Hexen, aber auch andere Fantasiewesen begleiten darf. Marah Woolf hat es geschafft, diese Welt zu erschaffen, wobei ...

Wie sehr habe ich mich nach einem magischen Fantasy-Roma gesehnt, in dem ich insbesondere Hexen, aber auch andere Fantasiewesen begleiten darf. Marah Woolf hat es geschafft, diese Welt zu erschaffen, wobei es vor allem ihre tollen Charaktere und ihre magischen Ideen sind, die mich begeistern konnten.

Es ist mein erstes Buch der Autorin. Ich habe schon lange ein Auge auf die HexenSchwesternSaga geworfen, da ich Geschichten über Zauberer & Hexen liebe und nun konnte ich die Reihe endlich beginnen. Dabei verfolgt man Vianne, die nach einem Biss durch eine Sylphe ihre magischen Fähigkeiten verloren hat. Gemeinsam mit ihren Schwestern verlässt sie Frankreich, da sie in Groß Brittanien auf Heilung hofft. Währenddessen dringen immer mehr Dämonen in das Land und gerade Frankreich wird zum Mittelpunkt der Auseinandersetzung, da sich hier das Portal in die Unterwelt befindet.

Man wird regelrecht in die Geschichte hineingeworfen, aber vieles wird Stück für Stück erklärt, während man gemeinsam mit Vianne die Reise beginnt. Ich muss sagen, dass ich noch immer einige Fragen habe, die sich mir regelrecht aufgedrängt haben, die die Protagonisten aber keineswegs zu stören schien, was mein Lesevergnügen ein winziges bisschen getrübt hat. Aber da mich dieses magische Abenteuer einfach so fesseln konnte, muss ich einfach 5 Sterne geben.

Das liegt vor allem an der Handlung, die sich immer wieder in unerwartete Richtungen entwickelt. Viele Nebenstränge mit magischen Weisungen versprechen in den Folgebänden noch einiges an Spannung. Auch die Charaktere schließt man leicht in sein Herz, auch wenn deren Entwicklung noch offen ist und sicher noch einiges geschehen wird. Vianne war mir einfach sympathisch mit ihrer furchtlosen, treuen Art, ebenso wie ihre Schwestern, wobei Maëlle noch ein wenig blass blieb.

Ich freue mich schon auf die Folgebände.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Blindes Vertrauen

Sechs Tage zwischen dir und mir
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Dani Atkins lese ich schon eine Weile und meist sind tiefe Gefühle und auch ein paar Tränchen vorprogrammiert. Auch bei diesem Roman war es nicht anders. In "sechs Tage zwischen dir und mir" begleiten ...

Dani Atkins lese ich schon eine Weile und meist sind tiefe Gefühle und auch ein paar Tränchen vorprogrammiert. Auch bei diesem Roman war es nicht anders. In "sechs Tage zwischen dir und mir" begleiten wir Gemma, deren große Liebe Finn plötzlich nicht bei seiner eigenen Hochzeit auftaucht. Viele sind sich sicher, dass er Gemma hat sitzen lassen, doch sie selbst glaubt nicht daran und lässt sich nicht unter kriegen.

Der Roman ist überwiegend aus Gemmas Sicht geschrieben. Dani Atkins konnte mich erneut mit ihrem gefühlvollen, einnehmenden Schreibstil überzeugen, bei dem man oft das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Zudem hat sie mit Gemma eine authentische Protagonistin geschaffen, in die ich mich oft hineinfühlen konnte. Finn war zunächst schwer zu durchschauen, doch dies hatte storytechnisch seine Gründe.

Die Autorin konfrontiert auch den/die LeserIn hier mit der Frage, was man tun würde, wenn der Partner einen am Hochzeitstag im Regen stehen lässt. Ich weiß nicht, ob ich solch ein bedingungsloses Vertrauen wie Gemma hätte. Die Gesankenspiele haben mich bis zur letzten Seite gefesselt und auch berührt.

Fazit: Ein weiterer toller, emotionaler Roman der Autorin, der zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Viel Zorn, wenig Liebe

So viel Zorn und so viel Liebe
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In Sabaa Tahirs damaligen Jugendroman hatte ich nur kurz reingelesen und er konnte mich nicht recht überzeugen, daher hatte ich keine Erwartungen an "So viel Zorn und so viel Liebe" - umso mehr wurde ich ...

In Sabaa Tahirs damaligen Jugendroman hatte ich nur kurz reingelesen und er konnte mich nicht recht überzeugen, daher hatte ich keine Erwartungen an "So viel Zorn und so viel Liebe" - umso mehr wurde ich von einer emotionale und tiefgreifenden Geschichte überrascht und mitgerissen.

Sabaa Tahir beschreibt in ihrem Roman das tragische Leben zweier pakistanischer Jugendliche, die in das amerikanische Leben geworfen werden und hier wenig Schutz erfahren, sondern stattdessen Rassismus, Vorurteilen, Hass und ständiger Kontrolle ausgesetzt werden. Bei den Lebensumständen, die Sabaa Tahir den beiden gezeichnet hat, ist es kaum verwunderlich, dass einer von beiden auf die schiefe Bahn Gerät und bald das Leben beider aus den Angel gerissen wird.

Der Roman wird aus der Sicht beider Jugendlicher geschrieben: Sowohl Salahudin, als auch Noor. Ich mochte beide sehr gerne und ihre unterschiedlichen Charaktere kamen gut zur Deutung. Insbesondere Noor wirkte in ihrer ruhigen, analytischen Art sehr sympathisch. Man spürt aber auch, dass beide bereits auf eine lange Lebensgeschichte zurückblicken können, die sie verändert hat. Da ist Noor, die langsam den Glauben in sich selbst und ihre Träume verliert und Sal, der all seinen Kämpfen zum Trotz kein Kind mehr sein darf und verzweifelt versucht, das Familiengeschäft zu retten. Gespickt werden die Geschichten beider durch Rückblicke in das Leben von Salahudings Mutter.

Generell lebt der Roman vor allem von seiner Tragik. Die Autorin schafft es, dass ich mich immer wieder gefragt habe, wie viel Leid ein einzelner Mensch ertragen kann und ich mich erinnern musste, dass es sich hierbei um eine fiktive Geschichte handelt. Gleichzeitig habe ich nie daran gezweifelt, dass genau solch ein Lebenslauf die Realität für eine Migranten ist. Sabaar Tahir ist hier ein großer Drahtseilakt gelungen. Manchmal war die Geschichte für mich so erschütternd, dass ich von der Traurigkeit Pausen brauchte. Es ist auf jeden Fall ein Buch, das einen mitnimmt und das keine leichten Lesestunden beschert.

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