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Veröffentlicht am 18.04.2025

Kunst und Kultur

Montmartre - Licht und Schatten
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Zwei junge Frauen, am gleichen Tag geboren, die eine aus reichem Hause, die andere aus armen Verhältnissen, aber beide mit Träumen.
Während Elise sich als Tänzerin in Montmartre immer mehr zum Erfolg tanzt, ...

Zwei junge Frauen, am gleichen Tag geboren, die eine aus reichem Hause, die andere aus armen Verhältnissen, aber beide mit Träumen.
Während Elise sich als Tänzerin in Montmartre immer mehr zum Erfolg tanzt, versucht sich Valerie in der Malerei - studiert sogar an einer angesehenen Akademie. Doch beide Frauen werden mit den Problemen ihrer jeweiligen Lebensführung im Pariser Vorort bzw. Stadtteil Montmartre konfrontiert.

„Montmartre - Licht und Schatten“ ist Band 1 der Dilogie von Erfolgsautorin Marie Lacrosse, die auch unter ihrem Klarnamen Marita Spang oder als Krimiautorin Tessa Duncan, bekannt ist.
Die Geschichte spielt zum Großteil kurz vor der großen Weltausstellung in Paris. 
Mit den zwei Protagonistinnen Elise und Valerie hat Marie Lacrosse zwei Figuren geschaffen, die vor Mut, Selbstbewusstsein und Ehrgeiz strotzen. Sie sind dabei aber nicht unsympathisch, sondern geerdet. Diese zwei Frauen spiegeln etwas wider, was viele Frauen, wofür viele Frauen nach ihnen auch noch kämpften. Es sind zwei Frauen, die gegen gesellschaftliche Konventionen kämpfen. Sie wollen ihren eigenen, eigenständigen Weg gehen, ohne von einem Mann abhängig zu sein, ohne die brave Hausfrau zu spielen usw.
Gleichzeitig spielt die Geschichte vor dem Hintergrund des Vororts und späteren Stadtteils Montmartre. Als Leser erlebt man hier eine Entwicklung vom armen Ort hin zu einem lebenshungrigen Ort. Es ist ein Ort der etwas anderen, aber bunten Kunst und Kultur, ein Ort, der viele unterschiedliche Gesellschaftsschichten tagtäglich abbildet, aber auch ein Ort, der Aufbruchstimmung vermittelt.
Ich habe vorher noch nichts von diesem Stadtteil gehört, einzig Moulin Rouge war mir bekannt. Aber ich habe nun einiges dazu gelernt und sei es nur das Wissen um Sacre Coeur.
Marie Lacrosse ist es also wieder einmal wunderbar gelungen, historische Ereignisse in spannender Form zu vermitteln. Denn immer und immer hoffte ich nur das beste für die beiden Frauen, dass sie es schaffen, ihren Weg zu gehen, keine Rückschritte erleben müssen und sich zum Vorbild entwickeln. Diese Kombination aus Personen und Handlungsort ist einfach wieder sehr stimmig und nachvollziehbar. Vor allem die Gestaltung der Kapitel durch die Nennung von Ort und Datum machte die Nachvollziehbarkeit leicht.
Was ich einzig etwas zu viel fand, war die Häufung an berühmten Persönlichkeiten. Hier hätte weniger auch mehr sein können. Dennoch fand ich es gerade sehr interessant, was ich z.B. über Vincent van Gogh erfahren habe.

Fazit: Ein interessanter historischer Roman über einen berühmten Pariser Stadtteil, der aber auch viel Wissen über Kunst und Kultur vermittelt. Damit knüpft Marie Lacrosse nahtlos an die Erfolge ihrer bisherigen Bücher an und somit kann ich dieses Buch nur allen empfehlen, die ihre Romane mögen.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Post für St. Peter-Ording

Nordseefunkeln
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Nachdem Lucia während ihres Jobs als Moderatorin einen Zusammenbruch erleidet und dieser durch die sozialen Medien ging, flüchtet sie nach St. Peter-Ording. Durch einen Wohnungstausch mit Felke kümmert ...

Nachdem Lucia während ihres Jobs als Moderatorin einen Zusammenbruch erleidet und dieser durch die sozialen Medien ging, flüchtet sie nach St. Peter-Ording. Durch einen Wohnungstausch mit Felke kümmert sie sich liebevoll um deren Großmutter und hat auch hin und wieder mit deren Nachbar Wilko zu tun. Dabei findet sie nicht nur dessen Schweine süß.

„Nordseefunkeln“ von Tanja Janz reiht sich wunderbar in deren liebevolle St. Peter-Ording Reihe ein. Dabei fällt auch bei diesem Cover die gewechselte Gestaltung auf, die mir sogar besser gefällt als die der älteren Bücher.
Lucia ist eine lebensfrohe, junge Frau, die an einer Stelle im Leben ist, an der sie ihr Leben hinterfragt. Man spürt nach und nach, wie Gelassenheit von ihr Besitz ergreift und sie sich den wichtigen Dingen des Lebens widmet. Gerade Havaneserin Tiffy unterstreicht das wunderbar. Ich finde diese kleine Hündin einen wunderbaren, begleitenden Charakter.
Die Figur der Felke fand ich auch super interessant. Hier hätte ich mir gerne mehr Infos über ihr vergangenes Leben gewünscht, aber vielleicht kommt das ja in einer anderen Geschichte einmal.
Was mir besonders gefallen hat, war die Geschichte um das alte Postamt. Die Idee darum eine Geschichte zu stricken, finde ich sehr kreativ.
Ansonsten muss man sagen, dass die Romane ja alle ähnlich aufgebaut sind und es somit keinen Überraschungseffekt über den Verlauf der Geschichte gibt. Ich hätte mir sogar eine intensivere Erzählung um die Geschichte von Lucia und Wilko gewünscht.

Alles in allem wieder ein schöner St. Peter-Ording Roman zum Wohlfühlen, ohne Überraschungseffekt, aber mit viel liebevoller Atmosphäre.
Wer Tanja Janz mag und St. Peter-Ording liebt, ist hier richtig.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Umfangreich

Kochen für Babys
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Kochen für Babys von Dagmar Cramm ist eine Art Rundum-Sorglos-Paket, was mir wirklich gut gefallen hat.
Das Buch enthält viele Hinweise und Erklärungen.
Der „praktische Teil“ ist nach dem Alter des Kindes ...

Kochen für Babys von Dagmar Cramm ist eine Art Rundum-Sorglos-Paket, was mir wirklich gut gefallen hat.
Das Buch enthält viele Hinweise und Erklärungen.
Der „praktische Teil“ ist nach dem Alter des Kindes aufgebaut. So beginnen die Rezepte mit den einfachen Breisorten für Babys ab fünf Monaten. Die Rezepte hierbei sind sehr umfangreich und vielfältig. 
Die Aufteilung erfolgt dann weiterhin in zwei Monatsschritten.
Die Autorin erklärt den frisch gebackenen Eltern auch im hinteren Bereich, welche Sorgen und Probleme, auch abseits der Ernährung bei Babys auftreten können und was dann gemacht werden sollte.
Ebenso erklärt sie, wie man das Breiessen angeht und wann welcher Brei kommt. Dazu gibt es auch eine sehr interessante Übersicht.
Ich muss zugeben, dass diese Übersicht nicht mit dem übereinstimmt, was mir meine Kinderärztin geraten hat und wie wir es ausgeführt haben, aber ich denke, es ist eher als Anhalt zu sehen und jeder macht dabei seine eigenen Erfahrungen.
Was mir jedoch nicht so ganz gefallen hat, waren die Umfänge der Rezepte. Ich hätte mir da ein bisschen mehr Einfachheit gewünscht. Deswegen habe ich auch hierbei die Rezepte als Anhalt und Hilfestellung genutzt, aber doch Vieles abgewandelt, sodass ich ein bisschen mehr Zeit gewinnen konnte.

Alles in allem ist dieses Buch ein toller Anhalt und eine gute Ideensammlung für Babybrei.
Auch die Hilfestellungen im Buch finde ich toll, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass man mit dieser Thematik ganz schnell allein gelassen wird, wenn man niemanden hat, den man fragen kann. 
Wer sich Zeit nimmt und die Rezepte gem. Anleitung ausprobiert und auch die Hilfestellungen beachtet, für den ist dieses Buch jedoch, wie schon erwähnt, ein Rundum-Sorglos-Paket.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Erneut packender Justiz-Krimi

Der zweite Verdächtige
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Bereits die bildliche Gestaltung und der Schriftzug des Buchcovers lassen hier auf den ersten Blick die Zugehörigkeit zur Eberhardt- und Jarmer - Reihe des Autorenduos Schwieker und Tsokos erkennen.

Ein ...

Bereits die bildliche Gestaltung und der Schriftzug des Buchcovers lassen hier auf den ersten Blick die Zugehörigkeit zur Eberhardt- und Jarmer - Reihe des Autorenduos Schwieker und Tsokos erkennen.

Ein Mord in der Homosexuellen-Club-Szene Berlins scheint anfänglich schnell aufgeklärt. Durch einen strikten Polizeieinsatz kann ein Verdächtiger festgenommen werden, in dessen Wohnung zudem auch die Substanz aufgefunden wird, die zum Tod des Opfers geführt hat.
Dem Strafverteidiger Rocco Eberhardt gelingt es trotzdem vor Gericht, den vermeintlichen Täter frei zu bekommen.
Als kurze Zeit später ein zweiter Mord geschieht und alle Anzeichen wieder auf den gleichen Verdächtigen hinweisen, entspinnt sich ein Gerichtskrimi, bei dem der Strafverteidiger zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und seinem eigenen Mandanten auf die Suche nach der Wahrheit gerät.

Die zahlreichen Überraschungen und Wendungen im Handlungsverlauf machen das Buch absolut lesenswert und spannend.

Negativ anmerken muss ich aber leider den Umstand, dass sich die Autoren selbst kopieren. Das 10. Kapitel dieses Buchs entspricht inhaltlich zu 100% und auch sprachlich zu großen Teilen dem 13. Kapitel des vorangegangenen Romans "Die siebente Zeugin". Nur um Seiten zu füllen, sollte das nicht notwendig sein.
Trotzdessen: spannend und lesenswert!

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Das liebe Alter und seine Auswirkungen

Inselpralinen
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Jana und Oke sind glücklich. Sie haben ihr Haus, ihre kleine Tochter Svea ist absoluter Sonnenschein und Janas Pralinenmanufaktur läuft sehr gut. Doch dann bemerkt Jana an ihrer Freundin Enna Verhaltensänderungen ...

Jana und Oke sind glücklich. Sie haben ihr Haus, ihre kleine Tochter Svea ist absoluter Sonnenschein und Janas Pralinenmanufaktur läuft sehr gut. Doch dann bemerkt Jana an ihrer Freundin Enna Verhaltensänderungen und ist besorgt um die ältere Dame. Für Jana beginnt eine Zeit zwischen Organisation und Gewissensbissen.

„Inselpralinen - Freunde und Meer“ ist der dritte Band der „Inselpralinen“-Reihe von Jette Hansen.
Auch wenn der vorherige Band für mich nicht ganz stimmig war, hat mir dieser Band wieder etwas besser gefallen. Nur dieses ewige Hickhack um die Betreuung fand ich etwas unrealistisch.
Auch hier muss ich wieder sagen, dass Jette Hansen mit dem Thema ein wirklich wichtiges angeschnitten hat, doch die Herangehensweise war für mich mal wieder nicht stimmig. Es fehlte für mich eine Abstimmung mit der professionellen Seite, in dem Falle der Kranken- oder Pflegeversicherung, die vermutlich das Ganze etwas beschleunigt hätte.
Dennoch war es schön mitzuerleben, was der Kern dieser Geschichten ist, der Zusammenhalt der Insulaner und Freunde, das geschlossene Auftreten und eben auch die Freundschaft zueinander, die oftmals schon in familiäre Züge übergeht.
Was jedoch etwas anstrengend war, war der Handlungsstrang um Frauke. Hier kam ich mir zum Teil manchmal vor wie in einem Teenagerroman. Das Ganze wirkte etwas überzogen und in Zügen auch schon naiv.

Alles in allem waren es wie immer wichtige Themen, die Jette Hansen angesprochen hat, jedoch waren sie in der Herangehensweise nicht so überzeugend. Dennoch ist diese Reihe für mich die bisher schönste der Autorin.

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