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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.07.2025

Cosy Pub in Cornwall

A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe
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Sophie Wilde ist eine der erfolgreichsten Restaurantkritikerinnen Londons und die Tochter des verstorbenen Star-Kochs Antoinne Dubois'. Doch dieser eine Tag ist einfach nicht der ihre. Erst muss ...

Sophie Wilde ist eine der erfolgreichsten Restaurantkritikerinnen Londons und die Tochter des verstorbenen Star-Kochs Antoinne Dubois'. Doch dieser eine Tag ist einfach nicht der ihre. Erst muss sie ihre Mutter aus dem Wohnheim, in dem sie wohnt abholen, da diese dort mit Gras dealt, und bei sich zu Hause einziehen lassen und dann erhält sie auch noch die Scheidungspapiere. Gestresst und mitgenommen, muss sie abends auch noch auf die Eröffnungsfeier des neuen Restaurants von Model Annabelle Scott. Zwar gefällt ihr die Aufmachung des Ladens jedoch nicht das Essen und so kommt es, dass Sophie noch in der Nacht einen Zerriss schreibt, der es in sich hat. Der Shitstorm, den Sophie nun ausgesetzt ist, lässt nicht lange auf sich warten und ihr Chef ordnet ihr eine Auszeit an. Sie soll einen heruntergekommenen Pub in einem Dorf in Cornwall innerhalb eines Jahres in ein Sternerestaurant verwandeln, genau so, wie sie dies öffentlich versprochen hat, bewerkstelligen zu können. Doch in Port Haven angekommen, merkt Sophie, dass es gar nicht so einfach ist, wenn einem doch an der ein oder anderen Stelle die Hände gebunden sind und auch mit den Dorfbewohnern - allem voran dem attraktiven Koch des Pubs, Lennox - hat sie nicht gerechnet.

Mir hat der humorvolle und locker leichte Schreibstil von Katharina Herzog auch hier wieder sehr gefallen. Sie hat tolle Charaktere geschaffen und ein wunderbares Wohlfühlsettig. Durch den bildhaften Schreibstil hatte ich den Pub und seine skurilen Besucher nicht nur einmal deutlich vor Augen. Sophie und Lennox haben mir als Protagonisten gut gefallen und sind mir schnell ans Herz gewachsen. Vor allem aber Sophies Mutter Tanya ist eine Nummer für sich und ich hoffe sehr, dass sie auch in den Folgebändern noch einen kleinen Platz einnehmen wird. An der ein oder anderen Stelle ist es mir zwar etwas zu "gut" für Sophie gelaufen und ihre Probleme haben sich schnell in Luft aufgelöst, was nicht immer ganz realistisch erschien, aber dies ist nur ein ganz kleiner Kritikpunkt. Mir hat die Geschichte jedenfalls sehr gut gefallen und mir gemütliche Lesestunden verschafft.

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Veröffentlicht am 20.06.2025

Entscheidungen über Entscheidungen

My Italian Lovestory
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Da ihr Vater gesundheitlich eingeschränkt ist, kehrt Emilia nach langer Abwesenheit auf das Weingut ihrer Familie nach Sizilien zurück. Doch kaum dort angekommen, stellen zwei Männer ihre Gefühlswelt auf ...

Da ihr Vater gesundheitlich eingeschränkt ist, kehrt Emilia nach langer Abwesenheit auf das Weingut ihrer Familie nach Sizilien zurück. Doch kaum dort angekommen, stellen zwei Männer ihre Gefühlswelt auf den Kopf. Da wäre zum einen ihr Kindheitsfreund Angelo und ihr frühere Rivale Paolo. Beide sind so vollkommen unterschiedlich, sodass eine Entscheidung unheimlich schwer fällt. Aber bei genau dieser Entscheidung können wir als Leser Emilia helfen. An jedem Kapitelende kann man sich für eine Option entscheiden und wird dann entsprechend weitergeleitet. So trifft man nach und nach die Entscheidung für wen Emilias Herz am meisten schlägt. Für mich war es die erste Geschichte dieser Art und sie hat mir gut gefallen. Sicherlich fehlt es an der ein oder anderen Stelle an Tiefe, aber das liegt definitiv an der wenigen Anzahl der Seiten und nicht am Schreibstil der Autorin. Und das Schöne hierbei ist, man kann sich immer wieder neu entscheiden und erlebt jedes Mal eine etwas andere Geschichte.

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Spannung auf zwei Zeitebenen

Die unsichtbare Hand
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Die Ghostwriterin Olivia Dumont erhält einen Auftrag, den sie nur sehr widerwillig annimmt: Sie soll die Biografie ihres Vaters - den berühmten Schriftsteller Vincent Taylor - schreiben. Schon ...

Die Ghostwriterin Olivia Dumont erhält einen Auftrag, den sie nur sehr widerwillig annimmt: Sie soll die Biografie ihres Vaters - den berühmten Schriftsteller Vincent Taylor - schreiben. Schon seit Jahren hat sie zu ihm keinen Kontakt mehr, denn er konnte sich nie ganz von dem Verdacht reinwaschen als Teenager seine beiden Geschwister, die 14-jährige Poppy und den 17-jährigen Danny, ermordert zu haben. Während ihrer Recherchen stellen sich ihr immer mehr Fragen und irgendwann ist sie sich gar nicht mehr sicher, ob ihr Vater wirklich der Mörder sein kann.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist recht einfach und flüssig, dabei auch durchaus spannend, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Zwar fand ich Olivia nicht unsympathisch, konnte aber auch bis zum Ende nicht ganz warm mit ihr werden. Der Geschichte hat dies aber keinen Abbruch getan. Ich fand es sehr spannend mit ihr auf Entdeckungsreise zu gehen und immer mehr Details von damals aufzudecken. Dass die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielt und man somit den jungen Vincent Taylor "hautnah" miterlebt, hat mir sehr gut gefallen. Je besser man ihn kennengelernt hat, desto mehr fragt man sich, was wirklich passiert ist und wie alles zusammenhängen mag. Die Wendung zum Ende hin hat mir gut gefallen, auch wenn diese nicht ganz unerwartet für mich kam. Ein wirklich gelungener Thriller.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Berührend

Der Bright-Side-Running-Club
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Für Keira bricht eine Welt zusammen, als sie erfährt, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist. Wie soll es nun nur weitergehen?! Doch dann trifft sie auf Tamsin, die selbst von der Diagnose betroffen ...

Für Keira bricht eine Welt zusammen, als sie erfährt, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist. Wie soll es nun nur weitergehen?! Doch dann trifft sie auf Tamsin, die selbst von der Diagnose betroffen ist und eine Laufgruppe von erkrankten Frauen gründet. Zusammen wollen sie sich so halt geben in einer für sie sehr schweren Zeit.

Mir hat die Geschichte ganz gut gefallen und man fliegt aufgrund des angenehmen Schreibstils nur so durch die Seiten - trotz schwerer Thematik. Die Charaktere mochte ich gerne dennoch fehlte mir ein wenig der Bezug zu ihnen, sodass mich viele Stellen nicht so berühren konnten, wie ich es mir bei so einem emotionalen Thema gewünscht hätte. Man merkt aber, dass die Autorin selbst durch solche eine schwere Zeit gegangen ist, weil sie hier viel Erfahrung einfließen lassen konnte. Die Reaktionen aus Keiras Umfeld konnte ich hingegen nicht immer nachvollziehen, bzw. hat das ein oder andere Mal Unverständnis bei mir hinterlassen. Wie anfangs schon geschrieben, hat mir die Geschichte gut gefallen, da sie auch vielen Betroffenen Mut machen kann.



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Veröffentlicht am 20.04.2025

Ruhige Geschichte in einer uns fremden Kultur

Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen
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Hatoko hat den Schreibwarenladen ihrer Großmutter geerbt und führt von nun an ihre Arbeit weiter. Neben Schreibwaren, die sie verkauft, schreibt sie aber auch auf Wunsch Briefe für andere Menschen. ...

Hatoko hat den Schreibwarenladen ihrer Großmutter geerbt und führt von nun an ihre Arbeit weiter. Neben Schreibwaren, die sie verkauft, schreibt sie aber auch auf Wunsch Briefe für andere Menschen. Hier erfährt man sehr viel über die Kunst des japanischen Briefeschreibens aber auch über die verschiedensten Menschen, die ihren Weg zu Hatoko finden.

Mir hat die ruhige Erzählweise sehr gut gefallen und auch Hatoko mochte ich sehr gern. Allzu viel erfährt man allerdings nicht von ihr, bzw. taucht man nur oberflächlich in ihre Gefühle und Gedanken ein. Dies hat mich in diesem Fall aber nicht groß gestört und es passt auch einfach zu einer Geschichte, die in Japan spielt. Hatoko und ihre Kultur bleiben einem zwar somit fremd aber auf eine interessante Art und Weise. Etwas seltsam fand ich es schon, dass ihre Auftraggeber ihr ihre doch teilweise sehr persönlichen Geschichte erzählen, die sie dann aufschreiben muss, statt einfach selbst die Briefe zu schreiben. Aber vielleicht gehört auch dies einfach zur japanischen Kultur dazu. Hier fehlt mir das Wissen über eben jene, um dies beurteilen zu können. Meine Erwartungen wurden aber in jedem Fall erfüllt.

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