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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2025

Wichtiges Thema informativ und verständlich präsentiert

Dein Körper glaubt dir alles
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Dass man Körper und Geist nicht getrennt voneinander betrachten kann, ist mittlerweile denke ich zum Glück den meisten bewusst. Der Placebo Effekt ist wissenschaftlich nachgewiesen und darf nicht in die ...

Dass man Körper und Geist nicht getrennt voneinander betrachten kann, ist mittlerweile denke ich zum Glück den meisten bewusst. Der Placebo Effekt ist wissenschaftlich nachgewiesen und darf nicht in die esoterische Ecke abgeschoben werden.
Die Autoren dieses informativen Sachbuches erklären genau, wie sich positive Erwartungen auswirken und wie man sich dies in der Medizin zunutze machen kann.
Anhand vieler beeindruckender Studien und Fallbeispiele wird deutlich gemacht, dass eine positive Erwartungshaltung, Therapien unterstützen und Symptome verschiedenster Art lindern kann.
Dieses Buch ist ein Aufruf sowohl an alle, die im medizinischen Bereich tätig sind, als auch an Patienten, verstärkt auf Kommunikation zu setzen.
Denn so lässt sich der Placebo-Effekt am einfachsten nutzen; sei es durch ein paar aufmunternde Worte eines Arztes oder ein paar klärenden Fragen von Seiten des Patienten.
Da ich mich mit dem Thema schon länger befasse, war für mich nicht so unglaublich viel Neues dabei. Ich hätte mir noch ein paar Tipps gewünscht, wie man den Placebo Effekt für sich selbst mehr nutzen kann.


Fazit
Ein wichtiges Thema wird hier sehr verständlich präsentiert. Für diejenigen, die sich noch nicht soviel damit beschäftigt haben, ist dieses Buch absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Gelungener Abschluss der Trilogie

Wir sehen uns wieder am Meer
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Die Trilogie der Autorin Trude Teige, die mit „Als Großmutter im Regen tanzte“ begann findet mit „Wir sehen uns wieder am Meer“ ihren würdigen Abschluss.
Konnte mich der hoch gelobte erste Teil noch nicht ...

Die Trilogie der Autorin Trude Teige, die mit „Als Großmutter im Regen tanzte“ begann findet mit „Wir sehen uns wieder am Meer“ ihren würdigen Abschluss.
Konnte mich der hoch gelobte erste Teil noch nicht wirklich begeistern, überzeugte mich der Fortsetzungsroman „ Und Großvater atmete mit den Wellen“ deutlich mehr.
Trude Teiges aktuelles Werk habe ich als Hörbuch gehört und ich finde, die Sprecherin Yara Blümel hat hier wirklich tolle Arbeit geleistet.
Ihre Stimme ist sehr angenehm, sie liest ausdrucksstark und in einem passenden Tempo. Ich habe ihr wirklich gern zugehört.

Doch zunächst noch kurz zum Inhalt:
1944 entscheidet sich Birgit dazu als Krankenschwester in den Norden Norwegens zu gehen. Dort trifft sie die Ukrainerin Nadia, die als Zwangsarbeiterin unter schrecklichen Umständen in einer Fischfabrik arbeiten muss. Die beiden Frauen freunden sich miteinander an und unterstützen sich gegenseitig wo sie nur können.
Als sich Birgit schließlich dem Widerstand anschließt, brechen gefährliche Zeiten für sie an. Dass sie sich zudem auch noch in einen geflohenen russischen Gefangenen verliebt, macht alles nur noch komplizierter.

In diesem dritten Teil steht die Krankenschwester Birgit im Mittelpunkt. Ihre mutigen Entscheidungen und ihr entschlossenes Handeln sind beeindruckend. Gebannt verfolgt man ihren Weg, der von der Medizin über Arbeit im Widerstand bis zu Spionage reicht.

Auch Nadias Schicksal hab ich gern verfolgt, auch wenn es teilweise natürlich ganz schrecklich zu lesen war, was viele Menschen damals aushalten mussten.

Trotz allem bleibt es aber dabei, dass mir hier, wie auch schon in den beiden anderen Büchern etwas die emotionale Tiefe fehlte, ohne dass ich genau sagen könnte, woran es liegt.
Es ist so interessant und auch bewegend über norwegische Kollaborateure, Spionage und die mutigen Entscheidungen der Protagonisten zu lesen. Und doch fehlt mir das gewisse emotionale Etwas, um es zu einem besonderen Roman werden zu lassen.

Fazit

Ein gelungener Abschluss der Trilogie, dem ich gerne gute vier von fünf Sternen gebe. Man kann diesen Roman übrigens auch durchaus lesen ohne die vorherigen Bücher zu kennen.

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Emotionaler Debütroman

Beeren pflücken
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Der Debütroman der kanadischen Schriftstellerin Amanda Peters behandelt ein Thema, das auch heute noch betroffen macht und nachdenklich stimmt - der teilweise skrupellose Umgang mit indigenen Bevölkerungsgruppen.

Es ...

Der Debütroman der kanadischen Schriftstellerin Amanda Peters behandelt ein Thema, das auch heute noch betroffen macht und nachdenklich stimmt - der teilweise skrupellose Umgang mit indigenen Bevölkerungsgruppen.

Es ist 1962 und wie jeden Sommer reist eine Mi‘kmaq Familie nach Maine um dort Blaubeeren zu pflücken. Doch in diesem Jahr passiert etwas Schreckliches - die kleine Ruthie ist plötzlich spurlos verschwunden. Ihr Bruder Joe leidet am meisten unter dem Verlust und macht sich zudem Zeit seines Lebens Vorwürfe, Schuld an ihrem Verschwinden zu sein.
Der zweite Erzählstrang befasst sich mit einem Mädchen, das von unerklärlichen Albträumen geplagt wird. Norma wächst in einem wohlbehüteten, eher überfürsorglichen Elternhaus auf und spürt allmählich, das ihre Eltern irgendetwas vor ihr verbergen.

Der Aufbau des Romans hat mir sehr gut gefallen; abwechselnd wird aus Joes und Normas Perspektive erzählt. Dass ziemlich bald klar ist, wie die beiden Erzählstränge miteinander verbunden sind, schmälert das Lesevergnügen zwar nicht, doch so ganz konnte mich der Fortgang der Handlung dann nicht fesseln.

Das Schicksal der Protagonisten ist ergreifend, macht sprachlos und wütend.
Ich habe diesen Roman als wirklich emotional empfunden, habe ihn gerne gelesen und empfehle ihn gerne weiter.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Ein Buch, das Mut macht

Der Bright-Side-Running-Club
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Völlig aus dem Nichts kommt die Diagnose Brustkrebs für die mitten im Leben stehende Keira. Sowohl beruflich als auch privat ist sie voll eingespannt und es könnte eigentlich nicht besser laufen. Da zieht ...

Völlig aus dem Nichts kommt die Diagnose Brustkrebs für die mitten im Leben stehende Keira. Sowohl beruflich als auch privat ist sie voll eingespannt und es könnte eigentlich nicht besser laufen. Da zieht ihr die Krankheit plötzlich den Boden unter den Füßen weg. Doch als sie vor der Klinik die Bekanntschaft einer Joggerin macht, überlegt sie nicht lange und schließt sich einer Laufgruppe von Frauen an, die das gleiche Schicksal teilen. Das Laufen und die neuen Freundschaften geben Keira Kraft, um ihrer Krankheit den Kampf anzusagen.

Mir hat der Gedanke mit Bewegung und sozialen Kontakten gegen eine Krankheit vorzugehen sehr gefallen und ich finde, dass dieser Roman tatsächlich Mut macht, dass dies auch funktionieren kann.
Sehr authentisch beschreibt die Autorin Keiras Reaktion auf die schreckliche Diagnose und das Gefühlschaos der folgenden Wochen. Dabei wirft sie einen eher distanzierten Blick von außen auf die Situation, sodass sich Keiras Geschichte nicht bedrückend, sondern vielmehr berührend liest.
Ihre Lauffreundinnen mochte ich gern und es war sehr schön zu lesen, wie sich die Frauen gegenseitig Halt gegeben und unterstützt haben.
Das andere Umfeld, Keiras Kollegen und auch ihre Familie, sind mir allerdings ein wenig fremd geblieben. Deren Verhalten wirkte doch etwas unemotional auf mich und ich wurde bis zum Schluss eigentlich nicht wirklich warm mit ihnen.

Insgesamt ist Josie Lloyd mit „Der Bright Side Running Club“ ein Roman gelungen, der
berührt und Mut macht und das auf eine lockere und zum Teil humorvolle Weise.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Ein gelungener Roman, der mich gut unterhalten hat

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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„Der Gesang der Seeschwalben“ von Gabriella Engelmann bringt uns auf zwei Zeitebenen nicht nur den wunderschönen Norden der Insel Sylt näher, sie lässt die Leser zudem noch tief in eine Welt voller Bücher ...

„Der Gesang der Seeschwalben“ von Gabriella Engelmann bringt uns auf zwei Zeitebenen nicht nur den wunderschönen Norden der Insel Sylt näher, sie lässt die Leser zudem noch tief in eine Welt voller Bücher eintauchen.

Die Journalistin Anna reist nach Sylt, um die 85-jährige Fenja Lorenzen zu treffen, eine Bücherfrau durch und durch. Doch in List angekommen, ist es nicht Fenja sondern nur deren Tochter Elisa, die sie dort antrifft.

Gemeinsam mit Elisas Bruder Eric durchforsten die beiden Frauen den Dachboden von Fenjas Haus, wo ein starkes Unwetter die gesammelten Buchschätze zu zerstören droht und stoßen dabei auf Hinweise, die Licht in die Geschichte der Familie Lorenzen bringen könnte.



Dieser Roman über die Bücherfrauen von Listland verströmt wirklich von Beginn an ein ganz besonderes Sylt Feeling. Wer die Insel kennt und liebt, wird sich beim Lesen nach der rauen Gemütlichkeit der Nordseeinsel sehnen, wer noch nie dort war, bekommt vielleicht Lust, den nächsten Urlaub hier zu verbringen.

Sehr schön fand ich auch, dass sich das Thema Bücher tatsächlich wie ein roter Faden durch das Buch zieht und nicht einfach nur Teil des Titels ist.

Die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, haben mir besonders gut gefallen, es hätten gern noch ein paar mehr Seiten über Lene, Marten und Beeke sein dürfen.

Auch Annas Geschichte in der Gegenwart ist schön zu lesen, hat mir persönlich nur etwas zu viel Raum eingenommen.



Fazit

Ein gelungener Roman, der mich gut unterhalten hat.

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