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Veröffentlicht am 21.04.2025

Der ganz normale Arbeitswahnsinn...

Geht so
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"Geht so" ist die Geschichte von Marisa, einer Frau in den Dreißigern, die ohne Beruhigungsmittel und YouTube-Videos den Arbeitsalltag mit all seinen Höhen und Tiefen nicht erträgt. Marisa hasst ihre Arbeit. ...

"Geht so" ist die Geschichte von Marisa, einer Frau in den Dreißigern, die ohne Beruhigungsmittel und YouTube-Videos den Arbeitsalltag mit all seinen Höhen und Tiefen nicht erträgt. Marisa hasst ihre Arbeit. Ihre Arbeit in der Marketingagentur benötigt sie eigentlich nur, weil sie einfach die guten Dinge des Lebens so gerne genießt. Außerdem läuft im Büro ständig die Klimaanlage, die Zuhause zu hohe Stromkosten verursachen würde... Marisa hat ihre Arbeit "perfektioniert": Sie lässt quasi arbeiten, erscheint aber allen als durchaus produktive Teamleiterin.
Allerdings gibt es etwas, was Marisa unwahrscheinlich Angst macht: Ein bevorstehendes Teambuilding-Event - und zwar über das Wochenende. Der bloße Gedanke an ein Wochenende gemeinsam mit ihren Arbeitskollegen lähmt sie förmlich, zumal es da eine verblasste Erinnerung an eine gemeinsame Kollegin gibt, deren Schicksal nie komplett aufgelöst wird.
Dieser Roman lässt sich wundervoll lesen, und mehrfach musste ich laut auflachen. Viele der Sätze, der Gedanken von Marisa, treffen den Arbeitsalltag auf dieser immer rasanter werdenden Welt gerade zu meisterhaft.
Geradezu zielsicher schafft es die Autorin, die Gefühle einer arbeitenden Person in der heutigen Gesellschaft mit allen seinen Ecken und Kanten zu spiegeln: Es geht um Einsamkeit, die Kunst, sich im Arbeitsleben gekonnt und selbstsicher zu präsentieren, und sich trotz alledem nicht vor den nächsten Zug zu werfen.
Leider ist das Ende etwas abrupt und verrückt - das nimmt dem Ganzen etwas von der Brillanz des Romans.

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Veröffentlicht am 21.06.2025

Kann ich nichts mit anfangen

Berlin Heat
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Ich bin ein großer Fan des Krimi- und Thrillergenres, weswegen mich nicht nur das Cover sondern auch der Klappentext sofort angesprochen hat. Wir befinden uns in dem Buch nach dem ersten Sommer der Pandemie ...

Ich bin ein großer Fan des Krimi- und Thrillergenres, weswegen mich nicht nur das Cover sondern auch der Klappentext sofort angesprochen hat. Wir befinden uns in dem Buch nach dem ersten Sommer der Pandemie in Berlin. Der Protagonist Tom Lohoff verdient sein Geld damit, Luxuswohnungen, Drogen und mehr für Feierlustige zu beschaffen. Er selbst hat horrende Spielschulden, die er schnellstens zurückzahlen sollte, denn seine Schuldner verstehen wenig Spaß.
Der Thriller ist mir persönlich zu schnell und zu schrill. Tom Lohoff ist einfach nur unsympathisch. Weder konnte ich Mitleid mit ihm empfinden noch sonst irgendetwas.
Letzten Endes habe ich das Buch nicht bis zu Ende gelesen und aus der Hand gelegt, weil ich einfach nicht die Lust dazu hatte, weiterzulesen. Eventuell werde ich es irgendwann nochmal in die Hand nehmen und dem Buch eine zweite Chance geben und dann meine Rezension gegebenenfalls überdenken.

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