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Veröffentlicht am 14.06.2025

Dümpelt leider ein wenig vor sich hin

Die Hummerfrauen
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Ann 72, Julie, 54, Mina 28 sind drei einenständige Frauen die durch verschiedene Lebensumstände auf der Insel Stone Harbor gestrandet sind.

Ann ist die Älteste in diesem ungewöhnlichen Trio und wohnt ...

Ann 72, Julie, 54, Mina 28 sind drei einenständige Frauen die durch verschiedene Lebensumstände auf der Insel Stone Harbor gestrandet sind.

Ann ist die Älteste in diesem ungewöhnlichen Trio und wohnt alleine in einem großen gelben Haus am Meer, bzw nicht ganz alleine, sie hat einen Hummer Namens Mr Darcy der ihr Gesellschaft leistet.

Julie hatte einen schweren Autounfall von dem sie leider einiges zurück behalten hat, wodurch auch sie auf der Insel gelandet ist.

Zum guten Schluss bleibt noch Mina, die nach dem Tot ihres Bruders ihrer Familie den Rücken kehrt und nach Stone Harbor flüchtet, wo sie früher immer die Ferien gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem Bruder verbracht hat.

Puh, wo soll ich hier anfangen? Leider hat mich dieser Roman sehr enttäuscht. Ab circa Seite 100 - 120 habe ich ständig überlegt diesen abzubrechen, doch dann kam ein wenig Interessantes auf, was ich dann doch gerne lesen wollte. Leider war das nur von kurzer Dauer. Das letzte viertel war für mich wieder eine Qual. Nachdem ich es dann endlich geschafft hatte und diesen Roman nun doch zum Abschluss gebracht hatte, war meine Frustration erst richtig groß und mein einziger Gedanke war: Warum habe ich nicht auf mein Bauchgefühl gehört und abgebrochen?

Ann dümpelt für mich mehr oder weniger vor sich hin und hängt ihrer verlorenen Liebe hinterher, was sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch zieht und einfach nur noch nervig ist ab einem gewissen Punkt.
Ann hat bei mir keinerlei Interesse geweckt als Charakter, sie war für mich auch absolut nicht greifbar.

Julie ganauso. Sie habe ich ebenfalls als mehr oder weniger uninteressant empfunden, auch, wenn die Autorin hier sehr bemüht gewesen ist sie "anders" darzustellen, jemand der nicht so ganz ins Schema passt. Allerdings konnte mich auch dies nicht erreichen.

Einzig Mina und ihre Geschichte war interessant, jedoch hat die Autorin hier erstens verpasst eine "vernünftige" Story daraus zu machen und zweitens hing bei Mina alles in Dauerschleife in der Luft was auch einfach absolut nervig war.

Irgendwie hatte ich so das Gefühl, wie gewollt und nicht gekonnt.

Keiner der Charaktere konnte mich erreichen, die verschiedenen Geschichten waren für mich absolut nicht greifbar. Dieser Roman dümpelt so vor sich hin, nicht mehr und nicht weniger.
Über Judith kam ich vom ersten bis zum letzten Moment nicht aus dem Kopfschütteln heraus, ich befürchte mir hier ein Schleudertrauma zugezogen zu haben.
Sam fand ich ebenfalls unmöglich, auch wenn man ein umtriebiger Mensch ist, gibt es Situationen im Leben wo man daran arbeiten sollte sich umzustellen.

Der Schluss ist für mich ein absolutes No go! Selbstverständlich kann man ein Ende auch mal offen lassen und das der Phantasie des Lesers überlassen ABER hier war dieses offene Ende unterirdisch, da, für mich persönlich viel zu viel offen geblieben ist. Darauf kann ich jetzt allerdings aus Spoiler technischen Grünen nicht näher eingehen.

Etwas positives bleibt dann doch, die Kapitel haben äußerst angenehme Längen. Sehr gut hat mir gefallen das immer abwechselnd erzählt wurde aus der Sicht von Ann, Julie und Mina. Dadurch wirkt alles ein wenig lebendiger.
Julie hat den ein oder anderen Spruch kommen lassen, der mich amüsiert hat.
Ebenfalls gut gefallen hat mir das Cover und, dass unter dem Schutzumschlag ein blauer Hummer abgebildet ist, der hier ganz eindeutig Mr Darcy darstellen soll.
Sehr greifbar war für mich hingegen Stone Harbor, die Beschreibungen der Insel, der Bewohner und allem was dazu gehört, da konnte ich mich richtig reinfühlen und hatte teilweise das Gefühl, das ich selbst dort bin.

Mein Fazit
Ein Roman der oberflächlich vor sich hindümpelt ohne das wirklich etwas passiert. Mit Charakteren die zu keinem Zeitpunkt greifbar sind oder Interesse in mir geweckt haben mehr über sie erfahren zu wollen.
Lesempfehlung?
Leider nein.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Todesursache! Lebenserwartung!

Vorsehung
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Es passiert auf einem ganz gewöhnlichem Flug nach Sydney als plötzlich eine ältere Dame von ihrem Platz aufsteht. Sie geht langsam von Platz zu Platz, zeigt nach und nach auf jeden einzelnen Passagier ...

Es passiert auf einem ganz gewöhnlichem Flug nach Sydney als plötzlich eine ältere Dame von ihrem Platz aufsteht. Sie geht langsam von Platz zu Platz, zeigt nach und nach auf jeden einzelnen Passagier und sagt:
Ich erwarte Bauchspeicheldrüsenkrebs mit 66.
Ich erwarte einen Arbeitsunfall mit 43.
Ich erwarte zu ertrinken mit 7.
So zeigt sie auf jeden Passagier und sagt jedem einzelnen seine Todesursache und seine Lebenserwartung voraus.

Wer ist diese Dame? Ist sie eine Hellseherin? Verrückt? Hat sie vielleicht wirklich eine Gabe? Was ist wenn sie Recht hat? Gibt es das Schicksal wirklich? Kann man das Schicksal verändern?

Eins ist sicher, nach diesem Flug ist es für keinen der Passagiere mehr so, wie es vorher war. Jeder hat nun seine Zukunft vor Augen und hardert damit. Jeder versucht auf seine ganz eigene Weise mit der Vorausssage umzugehen, die einen besser, die anderen schlechter.

Richtig brisant wird es als die ersten Prophezeihungen eintreffen und sich bewahrheiten. Zwei Frauen die auch auf dem Flug gewesen sind, treffen sich zufällig auf der Beerdigung einer anderen Person, die auch auf diesem Flug gewesen ist und beschließen zusammen nach der Dame zu suchen. Sie erstellen eine facebook Seite und versuchen alle Passagiere dieses Fluges zusammen zu bekommen.
Des weiteren gelangen die Geschehnisse dieses Fluges auch an die Presse und ganz schnell bekommt die Dame den Namen Death Lady.

Der Gedanke zu diesem Roman hat mir sehr gut gefallen, nur leider muss ich sagen, das mich die Umsetzung nicht überzeugen konnte. Bei der Bewertung schwankte ich zwischen drei und vier Sternen hin und her und habe mich letzendlich für drei Sterne entschieden, da ich vier Sterne nicht mit einem guten Gewissen vergeben kann.
Zeitweise zieht sich alles sehr in die Länge, zum Ende hin war ich auch ziemlich genervt, so sehr, das ich gar nicht mehr alles richtig aufnehmen konnte, weil ich eine Blockade hatte. Ich wollte nur noch fertig werden.
Vor allem mit der Erzählweise aus der Sicht von Cherry habe ich mich von Anfang bis Ende sehr schwer getan. Von Cherry werden direkt zu Beginn Dinge erzählt, die erst ganz zum Schluß nochmal aufgegriffen und erzählt werden. Bis dahin hatte ich jedoch die Zusammenhänge vom Anfang schon wieder vergessen. Cherry war für mich, bis zum Schluss nie richtig greifbar.
Dazu kommt, das so viele Charaktere in dieses Buch hinein gepackt worden sind, das ich selbst nach über vierhundert Seiten noch immer kurz zu Anfang der Kapitel überlegen musste wer das nochmal war.

Die Kapitel werden abwechslend von den jeweiligen Passagieren und von Cherrys Leben selbst erzählt.

Gut gefallen haben mir die jeweiligen Passagiere die sich mit ihrer jeweiligen Prophezeihung auseinander gesetzt haben. Die Gedankengänge, das Handeln der ein oder anderen Person. Das war wirklich interessant und hat sehr zum Nachdenken über das eigene Leben angeregt und darüber wie man selbst sich verhalten würde wenn man ein festgesetztes Sterbedatum vor Augen hätte. Was man vielleicht ändern würde und warum man Dinge nicht "einfach" ändert mit denen man unzufrieden ist.

Wirklich sehr bedauernswert das die Autorin hier nicht noch mehr auf diese Dinge eingegangen ist und ihr Potential anderweitig "verschwendet" hat.

Mein Fazit
Ein guter Roman wenn man sich mit der eignenen Sterblichkeit und dem eigenen Leben ein wenig auseinadersetzen möchte, allerdings mit einigen Längen und einer unbefriedigenden Erzählweise was Cherry betrifft.
Leseempfehlung ja oder nein?
Puh, schwierig, da habe ich nicht wirklich eine Tendenz.
Am besten die Leseprobe lesen und dann entscheiden.

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Veröffentlicht am 08.01.2025

Wodka Soda - Schöne Frau im Garten

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
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Nina steht der fünfzigste Geburtstag bevor als sie den 29 jährigen David kennenlernt. Beide merken relativ schnell das sie Interesse aneinander haben.

Zuerst ist mir natürlich der Titel des Buches in ...

Nina steht der fünfzigste Geburtstag bevor als sie den 29 jährigen David kennenlernt. Beide merken relativ schnell das sie Interesse aneinander haben.

Zuerst ist mir natürlich der Titel des Buches in die Augen gesprungen, das Cover mit der bunten Schrift hatte auch von Anfang an meine volle Aufmerksamkeit.
Sehr lange habe ich auf die Veröffentlichung hin gefiebert und mich sehr darüber gefreut als es endlich soweit war und ich es in meinen Händen halten konnte.

Im Klappentext und auch in der Leseprobe wird einem suggeriert das es sich hier um eine Liebesgeschichte handelt, erzählt mit Witz, Bissigkeit und voller Wärme.

Bekommen habe ich hier eine "Liebesgeschichte" die für mein Empfinden nur nebenbei gelaufen ist. David hat fast gar nicht stattgefunden.

Diese sogenannte "Liebesgeschichte" hat vielleicht lediglich ein viertel in diesem Roman stattgefunden.
Dafür wurde überaus viel Zeit in das Berufliche von Nina, Flori und Phil gesteckt, was mich auch gestört hat, da gefühlt jeder Nebencharakter in dem gleichen Unternehmen angestellt ist bzw dafür arbeitet.
Als wäre das nicht schon genug, werden hier eine MeeToo Geschehnisse eingebaut die viel zu viel Raum einnehmen. Alles was damit zu tun hat wird viel zu Detailreich beschrieben.

Obendrauf kommt noch Ninas Mutter der hier auch viel zu viel Aufmerksamkeit entgegengebracht wird.

Als wären diese Nebenhandlungen noch nicht genug, bekommt auch Ninas Schwester Lena viel zu viel Raum.

Zum guten Schluss bleibt noch zu sagen das die Kapitel unfassbar in die Länge gezogen sind was mich auch immens genervt hat.

Es wäre angemessen den Klappentext an den Inhalt anzupassen, denn dann wäre es ein ganz interessanter Roman gewesen, so fühle ich mich in die Irre geführt, da der Klappentext etwas anderes suggeriert als das was man hier bekommt.

Mein Fazit
Wenn man diesen Roman kauft und sich nicht die Liebesgeschichte erhofft die einem hier versprochen wird, da diese lediglich am Rand stattfindet, wird hier gut unterhalten und an der ein oder anderen Stelle auch zum Nachdenken angeregt.
Erwartet man allerdings das zu bekommen was auf dem Klappentext steht, wird Enttäuschung zurück bleiben.
Aufgrund dessen fällt es mir schwer eine Leseempfehlung auszusprechen.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

Konnte mich nicht begeistern

Someday I'll heal
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In diesem Roman geht es um die 17 jährige Ari, die ihren Zwillingsbruder Sam an Krebs verliert. Für Ari bricht eine Welt zusammen. Jedoch war es Sams letzter Wunsch das Ari nach England zu ihrem Vater ...

In diesem Roman geht es um die 17 jährige Ari, die ihren Zwillingsbruder Sam an Krebs verliert. Für Ari bricht eine Welt zusammen. Jedoch war es Sams letzter Wunsch das Ari nach England zu ihrem Vater ziehen soll, da sie dort bessere Voraussetzungen für ihre Zukunft hat. Ari hat Sam versprochen, das sie ihm seinen letzten Wunsch erfüllen wird.

In England angekommen, stellt Ari fest, dass ihr Vater eine neue Familie hat, zu der nun auch ihre Stiefmutter Holly und ihre beiden Stiefbrüder Justin und Riven gehören.

Der Einstand in England ist mehr als schwierig. Ari zieht sich immer mehr in sich selbst zurück, kapselt sich von allen anderen ab und versinkt immer tiefer in Depressionen.

Die Leseprobe hatte mir sehr gut gefallen, der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte an sich zwar eher düster, jedoch gibt es auch Stück für Stück ein vorwärts kommen und den ein oder anderen Lichtblick.
Allerdings konnte ich absolut nicht mit Ari warm werden, weshalb ich mich auch zu keinem Zeitpunkt so richtig in die Geschichte rein finden konnte.

Mein Fazit
Ein Roman den man schnell und flüssig nebenher mal lesen kann. Für mich leider aber nicht mehr. Um hier eine Leseempfehlung auszusprechen bin ich der Geschichte gegenüber zu zwiespältig.

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Es ist nie zu spät, das zu werden, was man hätte sein können!

Das Buch der neuen Anfänge
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Das Cover gefällt mir sehr gut und hat mich auch sofort angesprochen.

In diesem Roman geht es Hauptsächlich um Jo. Ihr Onkel Wilbur hat in London einen Kleinen Schreibwaren/ Haushaltswarenladen und ist ...

Das Cover gefällt mir sehr gut und hat mich auch sofort angesprochen.

In diesem Roman geht es Hauptsächlich um Jo. Ihr Onkel Wilbur hat in London einen Kleinen Schreibwaren/ Haushaltswarenladen und ist an Demenz erkrankt. Da Jo gerade von Ihrem Freund verlassen wurde, entscheidet sie sich dazu den Laden vorübergehend zu übernehmen.

In London angekommen lernt sie die Kunden ihres Onkels kennen, darunter befinden sich Ruth, die verschwundene Vikarin und Malcom, der mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat.

Zu diesem Buch fällt es mir nicht leicht eine Rezension zu verfassen, da ich leider sehr enttäuscht davon bin. Ehrlicherweise muss ich auch sagen, das ich zwischen zwei und drei Sternen geschwankt habe.
Sehr lange schon hatte ich mich auf diesen Roman gefreut, die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen, als ich dann jedoch das Buch in meinen Händen hielt und begonnen habe zu lesen nahm meine Enttäuschung ihren Lauf.

Angefangen bei dem Schreibstil, der bei mir keinerlei Lesefluss aufkommen lies. Immer wieder musste ich Stellen mehrfach lesen und hatte dann das Gefühl ich habe es immer noch nicht gänzlich verstanden.

Mit Jo konnte ich auch nicht so richtig warm werden. Sie wirkte auf mich absolut nicht wie eine fast 40 jährige, ich habe sie als eher unbeholfen empfunden, zumindest was ihre Denkweise angeht.
Dazu kommt dann das immer und immer wieder ihr Ex Freund Thema gewesen ist? Warum? Das hatte Null Nährwert für die Geschichte. Selbstverständlich war es schon von Bedeutung was Jo in Ihrer Beziehung erlebt hat um auch einiges Nachvollziehen zu können, aber muss der Ex dann durch das halbe Buch mit durch geschliffen werden? Nein!

Ähnlich ging es mir mit der Geschichte von Ruth. Ist es nötig gewesen die Gründe von ihrem Weggang bin zu Schluss nicht zu erzählen? Mich hat es genervt das immer wieder die Frage aufkam: Was ist mit Ruth? Was ist ihre Geschichte? Warum ist sie weggegangen?

So in etwa erging es mir auch mit den Erzählungen rund um Malcom. Oh man, Recherchen machen zu bereits verstorbenen, alles schön und gut, aber das hat mir dann hier doch viel zu viel Raum eingenommen. In wie vielen Szenen Jo, Ruth und Malcom auf dem Friedhof waren, puh.

Natürlich Enthält dieser Roman die Botschaft wie wichtig Freundschaft ist, aber da hätte es unzählige Möglichkeiten gegeben das besser zu verpacken.

Das ist auch der Grund warum ich mich für drei, anstatt für zwei Sterne entschieden habe. Weil die Botschaft doch im Kern eine sehr gute ist und weil doch ein paar Stellen dabei waren die mir gut gefallen und über die ich nachgedacht habe.

Mein Fazit
Den Hype um dieses Buch kann ich nicht nachvollziehen. Für mich war es aus den oben genannten Gründen leider eine Enttäuschung Aufgrund dessen ich auch hier keine Leseempfehlung aussprechen würde.

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