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Veröffentlicht am 23.04.2025

Eiskalte Spannung in Norwegen

Snø - Ohne jeden Zeugen: Ein Fall für Snø
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Meine Meinung und Inhalt

"Unni Lindells Thriller Snø – Ohne jeden Zeugen" entführt die Leser:innen in die düstere Welt einer jungen Polizistin, die einem mysteriösen Vermisstenfall nachgeht. Snø stößt ...

Meine Meinung und Inhalt

"Unni Lindells Thriller Snø – Ohne jeden Zeugen" entführt die Leser:innen in die düstere Welt einer jungen Polizistin, die einem mysteriösen Vermisstenfall nachgeht. Snø stößt auf eine Reihe von verschwundenen Personen, deren Spuren bis in die oberen Kreise der norwegischen Ölindustrie führen. Lindell schafft es, eine dichte, spannungsgeladene Atmosphäre zu erzeugen, die durch die wechselnden Perspektiven und kurzen, aber packenden Kapiteln verstärkt wird.

Die Protagonistin Snø wurde von der Autorin authentisch als wirklich vielschichtige Figur gezeigt, die mit ihren eigenen Dämonen kämpft, was ihr eine glaubwürdige und interessante Tiefe verleiht.

Snø wird also demnach nicht als Superheldin, sondern eine realistische und menschliche Ermittlerin, was sie für mich besonders sympathisch gemacht hat.

Die Verstrickung der Ermittlungen mit der Ölindustrie fügt der Geschichte eine gesellschaftskritische Dimension hinzu, die zum Nachdenken anregt.

Für mich war Snø wirklch ein spannungsgeladener Thriller, der trotz kleinerer Schwächen (Vielzahl an Charakteren und Perspektivwechseln) vor allem Fans von tiefgründigen, atmosphärischen Krimis überzeugen wird.


Klappentext

Ein heißer Sommer in Norwegen. Beim Blumengießen bemerkt Studentin Sonja einen Schatten im Haus der verreisten Nachbarn. Sie schöpft Verdacht und ruft die Polizei.
Als die junge Polizistin Snø dem Hinweis nachgeht, scheint in dem idyllischen Viertel alles mit rechten Dingen zuzugehen. Aber ein ungutes Gefühl bleibt. Snø will noch einmal mit Sonja sprechen, doch die ist spurlos verschwunden. Wurde sie Zeugin eines Verbrechens und nun zum Schweigen gebracht? Oder weisen die zahlreichen Vermisstenfälle der letzten Monate auf einen Serientäter hin?
Snø treibt die Ermittlungen voran und stellt schon bald fest, wie brisant der Fall wirklich ist. Denn eine der Spuren führt sie bis in die obersten Kreise der norwegischen Ölindustrie – und plötzlich muss Snø um ihr Leben fürchten.


Über die Autorin

Unni Lindell wird 1957 in der norwegischen Hauptstadt Oslo geboren und studiert nach dem Schulabschluss Romanistik. Während dieser Zeit reist sie in verschiedene europäische Länder. Nach ihrem Abschluss absolviert sie eine journalistische Ausbildung und ist anschließend freiberuflich für mehrere Zeitungen und Zeitschriften tätig.

Schon als Kind interessiert sie sich jedoch für die Arbeit der Schriftstellerin und verliert diese nie aus den Augen. Zunächst verfasst sie mehrere Gedichte und veröffentlicht schließlich 1986 den Jugendroman »Den grønne dagen« (dt. »Der grüne Tag«).

Seither hat Lindell mehr als zwei Dutzend Romane geschrieben, besonders beliebt sind ihre Krimi-Reihen, wie beispielsweise die um den Osloer Kommissar Cato Isaksen. Für den Auftaktband dieser Reihe, »Drømmefangeren« (dt. »Pass auf, was du träumst«), wird Lindell 1999 mit dem Riverton-Preis für den besten norwegischen Kriminalroman ausgezeichnet. Bis heute sind ihre Bücher in mehrere Sprachen übersetzt worden und international erfolgreich.

Unni Lindell lebt heute gemeinsam mit ihrer Familie in der Nähe von Oslo, in Røyken.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Ein radikaler Blick in das Innenleben einer Soziopathin

Soziopathin
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Meine Meinung und Inhalt

"Soziopathin" von Gagnes ist alles andere als ein gewöhnliches Memoir. Es ist der schonungslose Versuch, einer psychischen Störung eine Stimme zu geben, die normalerweise nur ...

Meine Meinung und Inhalt

"Soziopathin" von Gagnes ist alles andere als ein gewöhnliches Memoir. Es ist der schonungslose Versuch, einer psychischen Störung eine Stimme zu geben, die normalerweise nur in Schlagzeilen oder Kriminalromanen auftaucht. Gagne schreibt nicht, um zu schockieren – sie schreibt denke ich um verstanden zu werden.

Schon als Kind spürte sie, dass etwas "anders" war. Keine Reue, keine Schuldgefühle, keine echte Verbindung zu anderen – das war ihre Realität. Doch anstatt sich dem gängigen Bild der "emotionslosen Gefahr" zu fügen, beginnt sie einen ungewöhnlichen Weg: Sie studiert Psychologie, beobachtet sich selbst und lernt, gesellschaftliche Normen wie ein fremdes Vokabular zu begreifen.

Was das Buch auszeichnet, ist nicht nur Gagnes mutige Selbstreflexion, sondern auch ihre kritische Auseinandersetzung mit psychiatrischen Diagnosen. Sie stellt Fragen: Wo endet die Störung, wo beginnt die Persönlichkeit?

Kann ein Mensch ohne Mitgefühl moralisch handeln – einfach, weil er es für richtig hält?

Manchmal hat mir an manchen Stellen die Tiefe gefehlt, weil viele theoretische Ausführungen vorherrschen.

Positiv ist, dass die Autorin keine klinische Psychologin ist, sondern als eine Betroffene schreibt.

Das Buch ist roh, subjektiv und unbequem. Es fordert heraus – sowohl emotional als auch intellektuell. Gagne macht deutlich, dass Soziopathie nicht zwangsläufig mit Gewalt, Manipulation oder kriminellem Verhalten einhergehen muss. Ihre Geschichte bewegt sich im Spannungsfeld zwischen innerer Leere und dem Wunsch, ein sinnvolles Leben zu führen – trotz oder gerade wegen ihrer Diagnose.

Fazit:
Soziopathin ist keine einfache Lektüre, aber aufschlussreich. Für alle, die sich für psychische Gesundheit interessieren, für die Grauzonen menschlichen Verhaltens – oder für das, was Menschlichkeit eigentlich ausmacht.


Klappentext

Schon als kleines Kind weiß Patric Gagne, dass sie anders ist. Sie liebt ihre Familie, empfindet Glück und Wut, doch Emotionen wie Reue, Scham oder Mitgefühl sind ihr fremd. Als Heranwachsende beginnt sie zu stehlen, beobachtet fremde Menschen durch Küchenfenster, verletzt eine Mitschülerin – und fühlt nichts dabei.

In diesem bewegenden Memoir entfaltet sich die Geschichte einer Frau, die mit dem Stigma ihrer Diagnose ringt und gleichzeitig versucht, Beziehungen aufzubauen. Als sie ihre Jugendliebe wiedertrifft, öffnet sich eine Tür zu einer Welt, in der Hoffnung und Liebe möglich sind. Kann Patric die Ketten ihrer Vergangenheit sprengen und das Monster in ihrem Inneren zähmen?


Über die Autorin

Patric Gagne ist Autorin, Therapeutin und Fürsprecherin für Menschen, die an einer soziopathischen Persönlichkeitsstörung leiden. Wenn die Doktorin der klinischen Psychologie nicht gerade mit Patient*innen arbeitet oder ihren kleinen Kindern hinterherläuft, arbeitet sie ehrenamtlich als Trauerbegleiterin, die sich auf Gewaltverbrechen spezialisiert hat. Sie lebt mit ihrer Familie in Florida.


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Veröffentlicht am 10.04.2025

Das gelbe Notizbuch

Notizen eines Killers
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Meine Meinung und Inhalt

"Der Zufall hatte ihr dieses unheilvolle gelbe Notizbuch zugespielt. Doch sie allein war verantwortlich für den Flügelschlag, der einen zerstörerischen Orkan ausgelöst hatte." ...

Meine Meinung und Inhalt

"Der Zufall hatte ihr dieses unheilvolle gelbe Notizbuch zugespielt. Doch sie allein war verantwortlich für den Flügelschlag, der einen zerstörerischen Orkan ausgelöst hatte." (ZITAT)

Die Krankenschwester Emilie findet in einem Café ein gelbes Notizbuch, das sich als handgeschriebenes Manuskript eines Thrillers entpuppt. Doch was wie ein kreatives Gedankenspiel beginnt, entpuppt sich schnell als verstörende Realität – denn die Morde im Buch sind real, ebenso wie der Autor, der sich das Buch zurückholen will.

"Emilie stand auf, ging zur Kommode im Flur, wo sie gewöhnlich ihre Handtasche ablegte, nahm das gelbe Heft und legte sich wieder auf die Couch. Was für ein reißerischer Titel für das nächste Kapitel: »Das Gemetzel von Värmdö«." (ZITAT)

Das Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt:

Emilie, die zunehmend in das Grauen hineingezogen wird, und der Täter selbst – ein unscheinbarer Pharmavertreter, der nach und nach in die Rolle des Auftragskillers schlüpft.. Die Geschichte spielt virtuos mit moralischer Ambivalenz und lässt die Grenzen zwischen Täter und Opfer, Gut und Böse verschwimmen.

Notizen eines Killers ist ein düsterer, raffinierter und echt spannender Thriller, der weit über das klassische Katz-und-Maus-Spiel hinausgeht. Ansgar Sittmann gelingt es, mit psychologischer Tiefe ein wirklich packendes Leseerlebnis zu schaffen.

Ich empfehle es allen, die spannende Bücher mögen!


Klappentext

Emilie denkt sich nicht viel dabei, als sie in einem Café ein gelbes Notizbuch aufhebt. Darin findet die Krankenschwester eine handschriftlich verfasste Geschichte - einen Thriller über einen Pharmavertreter, der zum Auftragsmörder wird. Wie gebannt verfolgt Emilie seine Lebensgeschichte, den ersten Mord, den nächsten ... und nächsten. Auf der Suche nach dem Autor recherchiert Emilie die Fälle und enthüllt eine grausame Realität: Sowohl Opfer als auch Auftraggeber sind echt - wie auch der Mörder. Und der will sein Buch zurück. Eine Verfolgungsjagd auf Leben und Tod beginnt ...


Über den Autor

Ansgar Sittmann, geboren irgendwann in den 60ern, realisiert zusehends, dass man Träume nicht auf die lange Bank schieben sollte. Die Lust am Schreiben ist für ihn wie der Juckreiz nach einem Mückenstich – man kann nicht anders, als dem Impuls nachzugehen. Er wurde in Trier geboren und wohnte unter anderem in Schweich, Brüssel, Paris und Washington D.C. Mit seiner Frau lebt er in Berlin und hat zwei erwachsene Kinder.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Begegnungen

Schweben
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Meine Meinung und Inhalt

"Noch nie war es vorgekommen, dass die Pflicht getan werden musste; so nannte man die Order, jeden, der sich
den Grenzen der Siedlung von außen näherte, sofort zu erschießen. ...

Meine Meinung und Inhalt

"Noch nie war es vorgekommen, dass die Pflicht getan werden musste; so nannte man die Order, jeden, der sich
den Grenzen der Siedlung von außen näherte, sofort zu erschießen. Und es würde nicht vorkommen, war Sasha
sich sicher. Niemand wollte in diese Siedlung. Das System, das behauptete, das hier wäre einer der wenigen schönen,
lebenswerten Orte auf der Welt, log doch. Wenn es so wäre, müsste es doch irgendwann einmal jemand, der sich nach
einem besseren Leben sehnte, probieren. Tat aber keiner." (ZITAT)

Wir treffen als Leser von "Schweben" auf einen Roman, welcher sich scheinbar in einer dystopischen und zukunftsbasierten Welt abspielt.

Das Leben spielt sich in einer - nach einer Klimakatastrophe entstandenen - abgeschotteten Siedlung ab, in welcher es klare Regeln gibt. Verlassen werden darf diese nicht, auch Gewaltausübung wird hart bestraft. Augenscheinlich führen die Menschen dort ein friedliches Leben - wenn auch stark kontrolliert und überwacht.


"Ich hatte nie verstanden, warum das System das Museum nicht längst für etwas anderes nutzte oder den Bau nicht überhaupt niedergerissen hatte, denn eigentlich war es verboten, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Das gehörte zu den wenigen Regeln, die es in der Siedlung gab: kein Streben nach mehr, keine Akkumulation von Wissen um das Davor und Draußen. Verstöße gegen diese beiden Regeln wurden
allerdings kaum geahndet, einzig die Ausübung von Gewalt wurde hart bestraft." (ZITAT)


Amira Ben Saoud schreibt in der Ich-Perspektive. Die "namenlose" Protagonistin verdient ihren Lebensunterhalt, indem sie für zahlende Kunden die Rolle von Frauen übernimmt, die aus deren Leben verschwunden sind. Diese “Begegnungen” dienen dazu, den Hinterbliebenen über ihren Verlust hinwegzuhelfen. Doch während eines neuen Auftrags beginnt sie, ihre eigene Identität und die Realität um sie herum infrage zu stellen.


Der Autorin gelingt es meisterhaft, grundlegende Fragen nach Identität und zwischenmenschlichen (auch toxischen) Beziehungen zu thematisieren. Die Protagonistin, die ihren eigenen Namen vergessen hat und erst durch ein Aufeinandertreffen einer Person aus der Vergangeheit wieder daran erinnert wird, verliert sich zunehmend in den Identitäten anderer, was die Leser:innen dazu anregt, über die Konstruktion des Selbst und die Bedeutung von Authentizität nachzudenken.


"Was ich vermisste, war, mich intensiv mit den Eigenheiten und Angewohnheiten einer Person zu befassen. Ich
vermisste es, mich innerlich und äußerlich zu verwandeln, bis ich mich selbst nicht mehr erkannte. Ich vermisste es,
ein anderer Mensch zu sein. Ich hatte ein Talent an mir entdeckt, das ich nicht ignorieren wollte, denn vielleicht
hatte ich nur das eine. Ich wollte es nutzen, allerdings zu meinen Bedingungen." (ZITAT)


Surreale Ereignisse die sich in plötzlich auftretenden Fähigkeiten der Bewohner widerspiegeln lassen einen als Leser überrascht, irritiert und verstört zurück.

“Schweben” ist kein Wohlfühlroman. Doch gerade diese Eigenschaften machen ihn zu einem lesenswerten Debüt.


Klappentext

Gewalt scheint nicht mehr zu existieren, der Klimawandel längst vollzogen. Eine bedrohliche Gelassenheit liegt über der abgeschotteten Siedlung, in der sie lebt. An ihren eigenen Namen hat sie keine Erinnerung mehr. Sie verdient ihr Geld damit, andere Frauen zu imitieren, deren Angehörige nicht mit dem Verlust der Geliebten, der Ehefrau, der Tochter zurechtkommen. Während eines neuen Auftrags gerät ihre Welt ins Wanken: Wer ist diese Emma, die sie spielt? Weisen seltsame Phänomene am Rand der Siedlung auf deren Untergang hin? Und warum ist sie selbst so besessen davon, eine andere zu sein? Amira Ben Saoud gelingt ein fesselndes Debüt, das schwebend leicht grundsätzliche Fragen nach Identität und Beziehungen stellt und danach, was wir uns selbst vorspielen.


Über die Autorin

Amira Ben Saoud, geboren 1989 in Waidhofen/Thaya, studierte Klassische Philologie, Kunstgeschichte und Komparatistik in Wien. Sie war Chefredakteurin des Popkulturmagazins The Gap und Kulturredakteurin beim Standard. »Schweben« ist ihr erster Roman.

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Veröffentlicht am 01.04.2025

Familiengeheimnisse und das Finden des eigenen Weges

Dieses ganze Leben
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Meine Meinung und Inhalt

Paola De Giorgi wächst in einem wohlhabenden Elternhaus auf, doch anstatt Geborgenheit zu erfahren, fühlt sie sich fremd in ihrem eigenen Leben. Ihr Körperbild belastet sie zutiefst. ...

Meine Meinung und Inhalt

Paola De Giorgi wächst in einem wohlhabenden Elternhaus auf, doch anstatt Geborgenheit zu erfahren, fühlt sie sich fremd in ihrem eigenen Leben. Ihr Körperbild belastet sie zutiefst. Während ihr Vater kaum präsent ist, baut sie eine enge Beziehung zu ihrem jüngeren Bruder Richi auf.

Die Geschichte entfaltet sich mit einer besonderen Tiefe, die die innere Zerrissenheit und die Ängste eines jungen Mädchens greifbar macht. Die Autorin schafft es, Paolas Gedankenwelt so intensiv darzustellen, dass man mit ihr leidet, hofft und wächst. Vor allem die Dynamik zwischen ihr und Richi verleiht dem Roman eine berührende Wärme. Die Begegnungen mit Menschen außerhalb ihrer gesellschaftlichen Blase eröffnen neue Perspektiven und stellen bisherige Überzeugungen infrage.

Der Schreibstil ist feinfühlig und atmosphärisch, manchmal melancholisch, aber immer nah an den Figuren. Manche Passagen wirken bewusst sprunghaft, um die Gedankenströme einer Jugendlichen authentisch einzufangen.

Allerdings könnte die Fokussierung auf Paolas Selbstzweifel für manche Leser*innen ermüdend sein. Auch die harsche Wortwahl in einigen Dialogen wirkt manchmal unnötig provokativ.

Ein Buch, das auf subtile Weise zeigt, dass Identität nicht von äußeren Erwartungen abhängt, sondern davon, wie man sich selbst sieht. „


Inhalt

Paola passt nicht in diese Welt, findet sie. Wo Glanz und Erfolg das Maß vorgeben, hält sie sich lieber an ihren Bruder, der im Rollstuhl sitzt, gerne Schach spielt und auf Likes pfeift. Auf täglichen Spaziergängen mit ihrem Bruder gelingt es Paola, Gegenden zu erkunden, wo sie das wahre Leben vermutet – das so ganz anders ist, als sie dachte.

Über die Autorin

Raffaella Romagnolo wurde 1971 in der italienischen Gemeinde Casale Monferrato geboren. 2007 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, 2019 schließlich erschien die erste deutsche Übersetzung eines ihrer Bücher:

Der Roman »Bella Ciao« war so erfolgreich, dass er in zahlreiche Länder verkauft wurde. Romagnolo war für ihre Arbeit beispielsweise bereits für den Premio Strega nominiert.

Neben dem Schreiben unterrichtet sie an einem Gymnasium Italienisch und Geschichte. Sie lebt heute in Rocca Grimalda im Piemont.



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