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Kuckerneese

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2025

Die Vergangenheit atmet noch

Der dunkle Sommer
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Für einen ganzen Euro kauft die Architektin Tilda in einem verlassenen Ort in den Bergen Sardiniens ein sanierungsbedürftiges Haus. Der Ort ist nicht so verlassen, wie er im ersten Augenblick erscheint, ...

Für einen ganzen Euro kauft die Architektin Tilda in einem verlassenen Ort in den Bergen Sardiniens ein sanierungsbedürftiges Haus. Der Ort ist nicht so verlassen, wie er im ersten Augenblick erscheint, denn die schreckliche Vergangenheit atmet noch immer. Anfang der 80-ziger Jahre gab es dort riesengroßes blutiges Massaker. Das Geheimnis des Verbrechens hängt damit zusammen, dass dieses Dorf seit Jahrzehnten fast ausgestorben ist.

Der Inhalt des Buches besteht aus drei Erzählperspektiven. Es gibt die aus Deutschland geflüchtete Tilda, Käuferin des Hauses und auf der Suche nach einem neuen Leben. Zum anderen das Mädchen namens Franka, dass 1982 in dem italienischen Dorf gelebt hat und als dritte Peron die heutige Sichtweise des Journalisten Enzo, der dem Geheimnis auf der Spur ist.

Da die Geschichte dieses Buches auf teilweise wahrhaften historischen Fakten beruht, hat mich der Inhalt sofort in seinem Bann gezogen. Die Erzählstränge oder bestimmte Situationen sind so gut beschrieben, dass mir teilweise schon ein kleiner Schauer über den Rücken lief.

Ich habe mich zu jeder Zeit perfekt unterhalten gefühlt und empfehle das Buch wärmstens an alle Krimifans weiter. Im schummrigen Licht leuchten die Buchstaben des Buches. Das war für mich fast gruselig, so das ich dieses Buch abends abdecken musste.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Auf den Spuren des Großvaters

Zypressensommer
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Julia Matthiesen, von Beruf Goldschmiedin in Hamburg, reist nach Italien in ein kleines Dorf namens Lucignano in der Toskana um das Vermächtnis ihres Großvaters zu ergründen. Es beginnt die Reise ihres ...

Julia Matthiesen, von Beruf Goldschmiedin in Hamburg, reist nach Italien in ein kleines Dorf namens Lucignano in der Toskana um das Vermächtnis ihres Großvaters zu ergründen. Es beginnt die Reise ihres Lebens. Die Kapitel erzählen von Julias Suche nach dem Familiengeheimnis ihres Großvater zur heutigen Zeit und zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Er wurde von den Deutschen nach Deutschland verschleppt und in Hamburg in einer Fischräucherei zur Zwangsarbeit gezwungen. Einzig und allein seine Gedanken an Gulia, seine große Liebe im Heimatdorf in Italien, hielten ihm am Leben.

Im Heute lernt Julia den warmherzigen und interessanten Matteo kennen, der sie bei ihrer Suche nach dem Familiengeheimnis tatkräftig unterstützt.
Dieses Buch hält viele überraschende Wendungen bereit und wird auf keinem Fall langweilig. Es ist ein wunderschöne leichte Urlaublektüre, befasst sich dennoch mit einer wichtigen und noch nicht gut aufgearbeiteten Zeit im Nationalsozialismus. Das wunderschöne Buchcover gibt den Inhalt des Buch wieder. Persönlich hat mir das Buch sehr gut gefallen und bekommt eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Bestes Zeitzeugenbuch

Die Kinder von der Fischerinsel
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Ich habe das Buch in einem Rutsch regelrecht verschlungen. Da ich selbst Ostberlinerin bin, zwar ein paar Jahre jünger als die Kinder in dem Buch, war es wie ein Reise in die Vergangenheit. Der Autor hat ...

Ich habe das Buch in einem Rutsch regelrecht verschlungen. Da ich selbst Ostberlinerin bin, zwar ein paar Jahre jünger als die Kinder in dem Buch, war es wie ein Reise in die Vergangenheit. Der Autor hat ein wunderbare Art sich schriftlich auszudrücken, ohne das auch nur eine Kleinigkeit zu übertrieben wirkt. Ich kenne die Fischerinsel aus DDR-Zeiten. Es gab dort mehrere Exquisit-Läden mit einer hoffnungsvolleren Belieferung für junge Leute. Das Ahornblatt haben wir per Schwarztaxi abends zur Disco aufgesucht. Das dort so viele "Prominente" gewohnt haben, war mir nicht bekannt. Aber es war schon ein besonders magischer Stadtteil, allein durch die Nähe zur Mauer. Ich habe mir wirklich oft die Frage gestellt - als Kind wohlgemerkt - warum ich nicht ein Berliner Spatz bin. Dann könnte ich zu jeder Zeit einfach über diese "blöde" Mauer fliegen. Ich kann alle Geschichten der einelnen Kinder nachvollziehen und finde mich in dem ein oder anderen Satz wieder. Die Bilder in dem Buch ähneln meinen eigenen alten Schulbildern. Meine Pionierausweis sieht noch aus wie neu. Ausgestellt, weglegt und nicht mehr in die Hand genommen. Ich habe alles für meine Tochter aufgehoben. Sozusagen als Zeitzeugenstücke.
Man muss aber auch ehrlich zu sich selbst sein und sich sagen, dass es uns hier in Berlin sehr gut ging, aber im restlichen Teil der Republik nicht. Also das Buch ist keine Blaupause für die gesamte DDR.
Ich kann jeden an diesem Thema Interessierten das Buch wärmstens empfehlen und wünsche mir weitere Bücher vom Autor.
Im übrigen wohnen einige Kollegen von mir auf der Fischerinsel und denen habe ich das Buch sofort in die Hand gedrückt zum Lesen!

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Psychologische Hochspannung

Die Bucht
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Das zweite Buch "Die Bucht" der Autorin Liz Webb ist ein ungewöhnlicher psychologischer Thriller. Vom Lesen des Klappentextes habe ich mir einen völlig anderen Inhalt vorgestellt. Ich wurde sofort während ...

Das zweite Buch "Die Bucht" der Autorin Liz Webb ist ein ungewöhnlicher psychologischer Thriller. Vom Lesen des Klappentextes habe ich mir einen völlig anderen Inhalt vorgestellt. Ich wurde sofort während des Lesens der ersten Seiten in das Buch hineingezogen. Nancy zieht mit ihrem Mann Calder in die abgelegene, raue Landschaft einer einsamen schottischen Insel. Es soll ein Neuanfang für ihre Beziehung werden. In rasanter Schnelligkeit holen die verborgenen Geheimnisse ihres Mannes beide ein. Ihre Beziehung wird auf eine unbarmherzige Art auf die Probe gestellt. Der Inhalt des Buches mit dieser landschaftlich extrem kargen Insel und den äußerst merkwürdig verschlossenen Bewohnern, nimmt rasant von Seite zu Seite an Fahrt auf. Die Charaktere entfalten sich dadurch auf eine ungeahnte Art und Weise. Die Autorin spielt mit den zu lesenden Gedankengängen von Nancy. Der Leser wird Zeuge jeder ihrer einzelnen gedanklichen Überlegungen und Abwägungen und wird dieses Buch, mit den psychologisch überraschenden Wendungen nicht aus der Hand legen. Bis zur letzten Seite bleibt diese Story hochspannend.
Begeisterung wird das Buch bei Fans für psychologische und nervenaufreibende Spannungswerke auslösen. Die Autorin schafft es, mit einer Mischung aus greifbarer atmosphärischer Spannung und psychologischer Einzigartigkeit ein nicht zu vergessendes Leseerlebnis zu bieten. Dieses Buch bekommt eine großartige Leseempfehlung. Ich war begeistert bis zur letzten Seite und bin auf ihr nächstes Buch gespannt.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Außergewöhnlich bewegendes Buch

Schwebende Lasten
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Die Autorin Annett Gröschner hat mit ihrem neuesten Buch "Schwebende Lasten" ein emotionales Meisterwerk geschaffen. Sie erzählt darin von dem beeindruckenden und nicht immer einfachen Leben von Hanna ...

Die Autorin Annett Gröschner hat mit ihrem neuesten Buch "Schwebende Lasten" ein emotionales Meisterwerk geschaffen. Sie erzählt darin von dem beeindruckenden und nicht immer einfachen Leben von Hanna Krause. Hanna hat mehrere große Schicksalsschläge inmitten allen großen Ereignissen des 20. Jahrhunderts erlebt.
Die große Liebe von Hanna gehört ihr ganzes Leben lang den Blumen. Ihr Arbeitsleben beginnt mit ihrem Blumenladen und endet Jahrzehnte später als Kranführerin. Der Leser rauscht mit Hanna durch die dunkelsten Zeiten des 20. Jahrhunderts bis hin zur Planwirtschaft. Man ist Zeuge von ihrem Leben im Krieg und damit verbundenen Verlusten, dem harten und zähen Überlebenskampf sowie dem Wandel der Jahrzehnte und der damit einhergehenden Anpassung.

Dieses Buch hat eine wunderschöne Besonderheit: Jedes Kapitel beginnt mit der Vorstellung von den schönsten Blumensorten bis hin zur Pflege. Das ist so wundervoll zu lesen und in manchem düsteren Kapitel eine Aufhellung, die dem Leser ein Lächeln oder Staunen ins Gesicht zaubert.

Ich war von der ersten Seite mit der Geschichte verbunden und konnte es kaum zur Seite legen. Ich betrachte Magdeburg jetzt aus einem anderen Augenwinkel und möchte unbedingt im Sommer einen Kurzreise mit meiner Familie dorthin machen.
Das Buch ist eines der bewegendsten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Ich gebe eine große Leseempfehlung und danke der Autorin für dieses bewegende Buch!

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