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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2025

Kinderwünsche

Hello Baby
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Hello Baby - so heißt der Gruppenchat von sechs Frauen, die alle eins gemeinsam haben: sie wollen ein Kind und auf natürlichem Weg klappt es nicht. Deshalb sind sie alle Patientinnen in der Baby-Angel-Fruchtbarkeitsklinik ...

Hello Baby - so heißt der Gruppenchat von sechs Frauen, die alle eins gemeinsam haben: sie wollen ein Kind und auf natürlichem Weg klappt es nicht. Deshalb sind sie alle Patientinnen in der Baby-Angel-Fruchtbarkeitsklinik in Seoul.
Eui-kyung erzählt nach und nach die jeweilige Geschichte der sechs Frauen. Alle haben unterschiedliche Beweggründe, die Klinik aufzusuchen - gleich ist bei allen aber die Gesellschaft, die kinderlose Frauen herabwürdigt; die patriarchalen Strukturen insbesondere im Job, der den Frauen eine Schwangerschaft schwer macht; die Erwartungshaltung der eigenen Familie; das "zu alte" Alter mit 35 Jahren.
Obwohl ich keine Berührungspunkte zu dem Thema habe, ist mir der Roman sehr nahe gegangen. Die Hoffnungen, Sehsüchte, Niederschläge und Strapazen eines jeden Eingriffes wurden so nachvollziehbar erzählt.
Ich habe den Roman als Hörbuch angehört und die Vertonung durch Jana Kozewa ist sehr gelungen - kann den Roman und das Hörbuch auf jeden Fall nur empfehlen (auch Männern!).

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Veröffentlicht am 24.04.2025

Mehr Geschichte, weniger Liebesgeschichte

Great Big Beautiful Life
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Emily Henry hat mit "Great Big Beautiful Life" etwas anderes erschaffen als ihre bisherigen Veröffentlichungen.
Im Fokus steht hier die Aufdeckung von Margaret Ives´ skandalöser Lebensgeschichte und weniger ...

Emily Henry hat mit "Great Big Beautiful Life" etwas anderes erschaffen als ihre bisherigen Veröffentlichungen.
Im Fokus steht hier die Aufdeckung von Margaret Ives´ skandalöser Lebensgeschichte und weniger die Liebesgeschichte zwischen Alice und Scott.
Die Liebesgeschichte war eher subtil und hat sich für mich etwas nach "insta -love" angefühlt. Sie wurde eher im Hintergrund erzählt und ich hatte bis zum Ende das Gefühl, keinen der beiden auf einer tieferen Ebene kennengelernt zu haben. Vielleicht hätte es gut getan, auch aus Haydens Perspektive lesen zu können.
Margarets Leben war wirklich spannend und wurde umfassend über viele Jahre hinweg erzählt. Ich habe bis zum Ende mit gefiebert, wie alles zu einer Lösung zusammengeführt wurde. Zwischenmenschliche Dynamiken kann Henry einfach schreiben und das konnte ich hier wieder ganz deutlich erkennen.
Ich muss aber sagen, ich hatte am Ende ein eher unbefriedigtes Gefühl, und das betrifft Margarets Geschichte und die Liebesgeschichte. Mir hat das "Sahnehäubchen" gefehlt.
Wer Geschichten in Geschichten mag und wer insbesondere Fan von "Die sieben Männer der Evelyn Hugo" ist, wird hierbei auf seine Kosten kommen. Wer eine allumfassende Liebesgeschichte wie auch in ihren früheren Romanen erwartet, wird eher enttäuscht werden.
Empfehlen würde ich "Great Big Beautiful Life" aber auf alle Fälle.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Einblick in das Autoren-Dasein

Woman Down
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Petra ist Autorin und steckt nach einem Shitstorm über eine vergangene Buchverfilmung einer ihrer Romane in einer Schreibkrise. Sie hat sich lange aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und geht nach zwei ...

Petra ist Autorin und steckt nach einem Shitstorm über eine vergangene Buchverfilmung einer ihrer Romane in einer Schreibkrise. Sie hat sich lange aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und geht nach zwei Jahren Funkstille mit ihrer befreundeten Autorin Nora auf TikTok live, was die Geschehnisse in Woman Down so richtig ins Rollen bringen. Daraufhin mietet sie sich in eine Hütte an einem See ein, um sich dort konzentriert dem Schreiben ihres neuen Romanes zu widmen.
Woman Down lässt sich flüssig lesen und ist in einem schnelleren Tempo geschrieben, ein romantischer Thriller ist das meiner Meinung nach aber eher weniger. Dafür bekommt man einen großen Einblick in das Autoren-Dasein, was ich aber auch ganz spannend fand.
Trotz des Vorworts konnte ich aber den Gedanken, dass Hoover über sich selbst schreibt, nicht ablegen, vielleicht ist das ja aber auch gewollt;)
Empfehle Woman Down nichtsdestotrotz, vor allem auch das Hörbuch, solange man keine zu großen Erwartungen hat oder gar einen neuen Verity erwartet.

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Anna und Alex

Lass uns noch bleiben
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Vinka hat Anna ohne ein Wort verlassen und die Trauer trübt Annas gesamten Alltag - den in ihrem Pflanzenladen und den in ihrer Wohnung. Eigentlich hätte Vinka mit einziehen sollen, nun kann sich Anna ...

Vinka hat Anna ohne ein Wort verlassen und die Trauer trübt Annas gesamten Alltag - den in ihrem Pflanzenladen und den in ihrer Wohnung. Eigentlich hätte Vinka mit einziehen sollen, nun kann sich Anna die Miete nicht mehr leisten. Durch Zufall nimmt sie Alex in ihrem Durchgangszimmer bei sich auf. Die Mitbewohner sehen sich anfangs zuhause nie; nach und nach begegnen sie sich schließlich immer öfter und zwischen ihnen entwickelt sich erst Freundschaft, dann mehr.
Lass uns bleiben ist eine leise, melancholische Erzählung, die relativ oberflächlich bleibt und vieles nur zwischen den Zeilen steht. Der fehlende Abschluss von Annas und Vinkas Beziehung begleitet Anna die gesamte Geschichte über, bis sie mit Alex auf einen Roadtrip aufbricht und endlich damit abschließen kann. Mich hat die Geschichte emotional nicht ganz erreichen können, ich habe sie aber dennoch gerne gelesen. Kein Must-Read, aber für Interessierte eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Beste Freundinnen?

Bestie
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Ich habe mich seit der Ankündigung wahnsinnig auf den Debütroman von Joana June gefreut - ich folge ihr schon lange auf Instagram und YouTube und bin von ihrem Content sehr begeistert.
Deshalb wollte ich ...

Ich habe mich seit der Ankündigung wahnsinnig auf den Debütroman von Joana June gefreut - ich folge ihr schon lange auf Instagram und YouTube und bin von ihrem Content sehr begeistert.
Deshalb wollte ich ihren Debütroman auch unbedingt mögen, doch leider hat er mir nur so mittelmäßig gefallen. Vielleicht lag es auch daran, dass ich etwas anderes erwartet habe und davon ausgegangen bin, dass die Freundschaft zwischen Lilly und Anouk mehr im Vordergrund steht.
Der Schreibstil ist toll, aber hat mich auch nicht ganz bekommen können.
Ich hatte auch das Gefühl, Joana June wollte zu viele Themen mit einbeziehen, darunter hat dann aber die Ausarbeitung der Protagonistinnen gelitten. Die beiden konnte ich bis zum Ende hin nicht richtig greifen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das nicht so gewollt war.
Ich dachte auch die ganze Zeit, es endet mit einem richtig großen Knall, der ist für mich aber irgendwie ausgeblieben.
Bin mir trotzdem sehr sicher, dass viele von Bestie begeistert sein werden und freue mich über alles weitere, was von der Autorin noch kommen wird!

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