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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2025

Abgetaucht

Die Kammer
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In dem Thriller müssen fünf Taucher und eine Taucherin einen Einsatz bei einer Ölplattform durchführen. Dazu kommen sie in eine Kammer, um den Druckausgleich zu gewähren. Alles ganz normaler Alltag für ...

In dem Thriller müssen fünf Taucher und eine Taucherin einen Einsatz bei einer Ölplattform durchführen. Dazu kommen sie in eine Kammer, um den Druckausgleich zu gewähren. Alles ganz normaler Alltag für die Taucher, bis es den ersten Toten gibt und sie gezwungen sind, mehrere Tage in dieser Kammer ausharren zu müssen, bevor sie wieder rausgeholt werden können. In dieser Zeit geht das große Rätselraten los, was passiert sein könnte. Ich fand den Beginn der Geschichte recht spannend, wobei viel Taucherwissen mitgeteilt wird. Nachdem es nicht bei einem Toten bleibt, spürt man das Misstrauen untereinander sehr stark. Jedoch verliert sich im Mittelteil die Spannung sehr stark, da immer das gleiche Schema abgespult wird, einer stirbt, die anderen müssen abwarten und verzweifeln und misstrauen immer mehr. Durch die vielen Toten wurde dies viel zu sehr in die Länge gezogen, ohne dass was nennenswertes passiert. Die Auflösung war mir zu banal. Außerdem gefielen mir die Charaktere nicht sonderlich, so dass ich keine großartige Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Für einen guten Thriller fehlte mir hier die Spannung, die nach dem vielversprechenden Anfang total verloren ging.

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Veröffentlicht am 24.04.2025

Eigenwillig

Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins
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Zwei neue Ermittler am Krimihimmel, die einen Mord an der Universität Oxford aufklären sollen. Dort wurde eine junge Frau tot aufgefunden und niemand weiß, wer sie ist. Die beiden Ermittler könnten nicht ...

Zwei neue Ermittler am Krimihimmel, die einen Mord an der Universität Oxford aufklären sollen. Dort wurde eine junge Frau tot aufgefunden und niemand weiß, wer sie ist. Die beiden Ermittler könnten nicht unterschiedlicher sein. Der eine wächst in einem Trailerpark auf, hat mit der Universität so gar nichts am Hut und benimmt sich wie die Axt im Walde und der andere ist hochdekorierter Sportler der Uni, der weiß, wie er sich zu benehmen hat. Was sie eint, ist ihre Namensgleichheit. Genau damit hatte ich riesige Probleme. Es sollte ein cleverer Schachzug des Autors sein, mich hat es einfach nur verwirrt und genervt. Zumal es mir in dieser Geschichte viel zu sehr um die privaten Befindlichkeiten der Ermittler ging, als um den Fall. Als dann noch ein anderer Ermittler dazu kam, der auch noch einen fast gleich klingenden Namen hat, fand ich das ziemlich lächerlich. Es gibt in der Geschichte durchaus spannende Ansätze, die aber immer wieder durch Ryans inakzeptable Ausraster und die vielen privaten Details runtergefahren wurden. Der Schreibstil des Autors an sich ist sehr klar und leicht verständlich. Auch die nicht zu lang gehaltenen Kapitel fand ich sehr gut. Insgesamt ist es leider kein Krimi, der mir in Erinnerung bleiben wird.

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Die Unbekannte

Unsere Suche nach Zärtlichkeit
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Dumont arbeitet bei der Telefonseelsorge. Nach einem Anruf, den die Frau abbricht, beschließt er, eine Auszeit zu nehmen und will diese Frau finden. Auf dieser Reise hinterfragt er sein ganzes Leben und ...

Dumont arbeitet bei der Telefonseelsorge. Nach einem Anruf, den die Frau abbricht, beschließt er, eine Auszeit zu nehmen und will diese Frau finden. Auf dieser Reise hinterfragt er sein ganzes Leben und trifft auf Florence.

Ich habe das Hörbuch gehört und war von der warmen, herzlichen Stimme des Sprechers sehr angetan. Dadurch konnte er das Hörbuch sehr emotional und mit viel Gefühl vortragen. Die Charaktere sind überschaubar. Die Liebesgeschichte ist sehr ruhig, da fehlten mir ein paar Höhepunkte. Ich habe mir aber auch einen etwas anderen Inhalt vorgestellt. Die Arbeit bei der Telefonseelsorge spielt irgendwann gar keine große Rolle mehr. Das Welt- und Frauenbild von Dumont ist an manchen Stellen etwas seltsam. Mich hat Dumonts Geschichte nicht so ganz erreichen können und das Zuhören wurde irgendwann etwas langweilig, weil alles so vor sich hin plätscherte und so ruhig endete, wie es anfing!

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Die Siedlung

Schweben
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Die Geschichte spielt in einer Welt, nach dem Klimawandel, als sie sich in verschiedene Siedlungen aufgeteilt hat. Mittendrin unsere Protagonistin, die sich zur Aufgabe gemacht hat, in die Identität von ...

Die Geschichte spielt in einer Welt, nach dem Klimawandel, als sie sich in verschiedene Siedlungen aufgeteilt hat. Mittendrin unsere Protagonistin, die sich zur Aufgabe gemacht hat, in die Identität von anderen Frauen zu schlüpfen, um es den Angehörigen leichter zu machen, über deren Verlust hinwegzukommen. Das hat sie schon so oft getan, dass sie selbst nicht mehr weiß, wie sie heißt. Doch ihr neuer Auftrag treibt sie an die Belastungsgrenze und die Frage, wie lange funktioniert das mit den Siedlungen noch?
Das Buch ist eine Dystopie, was ich zwischendurch sehr gerne mal lese. Zu Beginn fand ich die Geschichte sehr gut aufgebaut, man wird abgeholt, es wird erklärt, was es mit dem sonderbaren Beruf der Protagonistin auf sich hat. Doch gegen Ende überschlagen sich so viele Dinge, dass man gar nicht mehr mitkommt. Es ergaben sich immer mehr Fragen, die durch das abrupte Ende nicht mehr geklärt werden konnten. Mir fehlte am Ende irgendwie der Sinn des Ganzen und ich blieb mit vielen Fragezeichen zurück. Durch die sehr übersichtliche Anzahl von Charakteren und dem begrenzten Blick auf die eine Siedlung, hat mich die Handlung nicht so ganz packen können.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Zeitungsmeldung

Der Einfluss der Fasane
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Hella Karl schreibt für eine große Zeitung und liest eines Morgens, dass sich der Star der Berliner Theaterszene umgebracht hat. Das wirft sie komplett aus der Bahn und sie versucht zu ergründen, ob der ...

Hella Karl schreibt für eine große Zeitung und liest eines Morgens, dass sich der Star der Berliner Theaterszene umgebracht hat. Das wirft sie komplett aus der Bahn und sie versucht zu ergründen, ob der Artikel, den sie über ihn schrieb, dazu geführt haben könnte. In der Szene wird sie jetzt nämlich dafür verantwortlich gemacht.

Der Roman beschreibt den Umgang der Medien auf gewisse Ereignisse. In diesem Fall wird Hella dafür verantwortlich gemacht, dass sich jemand umbringt und sie wird von der Arbeit suspendiert. Hella hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, weil sie Ursachenforschung betreibt. Jedoch blickt sie dafür oft in die Vergangenheit und das Buch erzählt die Zusammenhänge der Charaktere. Da dies nicht zeitlich gekennzeichnet wurde, fiel es mir sehr schwer zu erkennen, ob gerade in der Gegenwart oder Vergangenheit erzählt wurde. Außerdem wird man immer wieder aus dem Lesefluss gerissen, weil die Perspektiven so oft wechseln. Ich fand die Geschichte eher unaufgeregt erzählt. Gut dargestellt wurde, wie sich die berufliche Suspendierung auf Hellas Privatleben ausgewirkt hat. Es ist kein Wohlfühlbuch, aber die Geschichte stimmt durchaus nachdenklich.

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