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Veröffentlicht am 25.04.2025

Geschichte mal anders - aber keine leichte Kost

1177 v. Chr. – Eine Graphic Novel
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Die Bronzezeit sagt vielen Menschen bestimmt etwas, aber genaueres darüber wissen die Wenigsten. Es ist auch schwierig diese Zeit zu vermitteln, da es wenige Quellen gibt und die meist in anderer Sprache ...

Die Bronzezeit sagt vielen Menschen bestimmt etwas, aber genaueres darüber wissen die Wenigsten. Es ist auch schwierig diese Zeit zu vermitteln, da es wenige Quellen gibt und die meist in anderer Sprache verfasst sind.

Daher fand ich die Idee sehr witzig sie in Form einer Graphik Novel darzustellen.



Sie basiert auf Eric. H. Clines gleichnamigem Bestseller, in dem er die möglichen Ursachen für den Zusammenbruch der frühen Zivilisationen des östlichen Mittelmeerraums untersucht. Und damit geht es los. Es werden fast 400 Jahre beleuchtet, was eine Menge an Informationen und Namen mit sich zieht, was für den Historiker schon eine sehr mühsame Sache darstellt, für den Laien, was der Ottonormal Leser nun mal ist kann es überwältigend wirken, ja vielleicht auch abschreckend. Zum Glück ist diese Graphic Novel deutlich umfangreicher als andere und nimmt sich den Raum auch Zusammenhänge zu erklären. Sie in einem Rutsch durchzulesen kann ich mir allerdings nicht vorstellen.

Interessant für mich: Ich wusste - Geschichte wiederholt sich, aber dass die Themen wie Klimawandel und Migration auch damals schon so aktuell waren, war mir nicht mehr bewusst.

Trotz der gewählten Darstellungsform keine leichte Kost.



Die grafische Umsetzung soll nicht vergessen werden, denn die ist wirklich genial. Solch ein komplexes Werk in Bilder zu fassen, stelle ich mir nicht einfach vor. Dabei geht es selten über Erdtöne hinaus, aber genau das passt so wunderbar und macht die Geschichte lebendig und für den Leser greifbarer.


Alles in allem eine wirklich gelungene Graphic Novel, die einen interessanten Teil der Menschheitsgeschichte beleuchtet. Es ist immer schwer so komplexe Themen auf einen übersichtlichen Platz zu erklären. Das ist gelungen, man fühlt sich aber dennoch an manchen Stellen erschlagen von Daten und Informationen. Grafisch ist das Werk klasse und es passt alles zueinander. Wer sich traut, der wird nicht enttäuscht, aber man sollte Pausen einlegen um nicht unterzugehen wie die Völker am Mittelmeer.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Super Idee, aber die Umsetzung

What a Way To Go
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Anthony feierte gerade noch seinen 60. Geburtstag und im nächsten Moment findet er sich im Willkommensraum des Jenseits wieder. Er ist gestorben, aber wie? Das muss er herausfinden. Erst dann darf er weiter.

Im ...

Anthony feierte gerade noch seinen 60. Geburtstag und im nächsten Moment findet er sich im Willkommensraum des Jenseits wieder. Er ist gestorben, aber wie? Das muss er herausfinden. Erst dann darf er weiter.

Im Diesseits findet seine Familie seine Leicht - Wahrscheinlich ein Unfall. Davon geht dann auch die Polizei aus. Nur eine True Crime Fanatikerin aus der Nähe des Landsitzes, auf dem die Tragödie ihren Lauf nahm, und die jüngste Tochter sind sich sicher, dass es Mord war.

So viel zu Geschichte. Als Leser erlebt man diese aus 3 verschiedenen Perspektiven: Anthonys (im Jenseits), sowie seiner Frau Olivia und der True Crime Vloggerin (deren Followerzahlen stetig steigen, je weiter die Geschichte voranschreitet). Ab und an lockert ein Zeitungsbericht das ganze auf. Eine gute Mischung, aus der man viele Informationen bekommt, aber eben nicht, wie es denn jetzt passiert ist.

Die Idee, dass sich der Verstorbene erinnern muss, wie es passiert ist, finde ich persönlich klasse. An der Umsetzung hat es allerdings gehapert. An manchen Stellen ist es sehr langatmig und die Figuren waren allesamt nervig. Also für mich. Es gab keinen, den ich auch nur annähernd "nett" gefunden hätte. Alle verhätschelt und auf Papa angewiesen bis dann der große Krach kam.

Neben den Charakteren hatte ich anfangs auch mit den Namen zu kämpfen. Es waren zu viele und ich wusste nicht, wo ich sie hinstecken sollte. Das wurde gegen Mitte besser.

Immerhin: es wird verraten, wie es passiert ist und das Ende fand ich dann auch sehr amüsant - es hat einige wett gemacht, was das Buch anfangs versaut hat.

Alles in allem ist es ein solides Buch mit einer spannenden Idee dahinter, nur an der Umsetzung hat es für mich ein wenig gehapert. An sich spannend, wenn es etwas kürzer wäre.

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Veröffentlicht am 12.02.2025

Für die Zielgruppe super

Gregs Tagebuch - Von Idioten umzingelt!
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Gregs Tagebuch kennt wahrscheinlich jeder - Greg hat von seiner Mutter ein Tagebuch bekommen und schreibt nun fleiß0ig auf, was ihn im Laufe des Jahres so beschäftigt. Hauptsächlich ist das sein Freund ...

Gregs Tagebuch kennt wahrscheinlich jeder - Greg hat von seiner Mutter ein Tagebuch bekommen und schreibt nun fleiß0ig auf, was ihn im Laufe des Jahres so beschäftigt. Hauptsächlich ist das sein Freund Rupert, die Schule und seine Familie. Die einzelnen Abschnitte sind mit comicartigen Illustrationen aufgelockert und lesen sich gut. Der Text ist nicht lang und man kommt gut durch, was wohl der Zielgruppe zu Gute kommt. Auch faule Leser fühlen sich bestimmt angesprochen.

Das Buch hat durchaus Witz, wobei Greg seine Umwelt ziemlich einseitig sieht - es sind nämlich alle gegen ihn. Was in seinem Alter nicht untypisch als Einstellung ist, ist doch manchmal anstrengend. Aber wie gesagt, ich bin auch nicht die Zielgruppe und finde es in Ordnung.

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Veröffentlicht am 17.12.2024

Irrungen, Wirrungen und ein Mord

Käpt'ns Dinner
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Wart ihr schon mal auf Weltreise oder wenigstens auf Kreuzfahrt? Ich nicht, aber das Cover des Buches fand ich schon sehr ansprechend und habe mich auf eine witzige Reise um die Welt eingestellt.

Als ...

Wart ihr schon mal auf Weltreise oder wenigstens auf Kreuzfahrt? Ich nicht, aber das Cover des Buches fand ich schon sehr ansprechend und habe mich auf eine witzige Reise um die Welt eingestellt.

Als Leser lernt man viele verschiedene Charaktere kennen, aus deren Sicht, die Kapitel geschrieben sind. Hauptfigur ist Maria, die Schwester des Kapitäns und seit neuestem Bordshopleiterin der "Soleil". Sie ist resolut und hält im Geheimen die Fäden ihrer Familie zusammen. Neben ihr lernt man noch einige andere Figuren kennen. Ich muss gestehen, es waren mir direkt zu viel und ich hatte Probleme mich rein zu finden. So ab der Hälfte ging es dann. Wirklich Zugang zu den meisten der Figuren habe ich trotzdem nicht bekommen. Ihre Handlungen fand ich oft komisch und gerade bei der Liebesgeschichte habe ich mich oft wundern müssen, warum das nun genau so beschrieben wurde.

(Achtung Spoiler) Die Leiche kam dagegen ziemlich kurz und wurde (wie auf dem Cover) eher unter den Tisch gekehrt.

Spannend fand ich die Weltreise trotzdem, nachdem ich mich etwas hineingelesen hatte. über 700 Seiten sind schon eine Ansage und ich denke an manchen Stellen hätte weniger mehr sein können. Trotzdem fand ich es spannend, wie sich alles entwickelt hat und was am Ende dabei herausgekommen ist. Auch die Beschreibung der Anlegeorte ist wunderbar gelungen und man kam sich manchmal selbst wie auf Weltreise vor. Ein nettes Buch mit seichter Unterhaltung und wer kein Problem mit vielen Akteuren hat, dem kann ich das Buch gern empfehlen. Es war gut, aber mehr als 3,5 Sterne kann ich leider nicht geben.

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Veröffentlicht am 27.11.2024

Spannender Ansatz aber nicht ganz rund

Die Geisterflöte
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Elspeth hat nach dem Tod ihrer Schwester eine Stelle als Kindermädchen in einem Herrenhaus auf einer schottischen Insel angenommen. Dort kümmert sie sich um Mary, die seit dem Tod ihres Bruders nicht mehr ...

Elspeth hat nach dem Tod ihrer Schwester eine Stelle als Kindermädchen in einem Herrenhaus auf einer schottischen Insel angenommen. Dort kümmert sie sich um Mary, die seit dem Tod ihres Bruders nicht mehr geredet hat. Jeder im Haushalt von Marys Tante kommt einem schrullig, eigenartig und geheimnistuerisch vor und so dauert es nicht lange, bis Elspeth beginnt Fragen zu stellen. Doch das scheint irgendjemandem nicht zu gefallen. Es tauchen Puppen und mit Haar umwickelte Steine auf und viele nächtliche Geräusche und das Gerede der Einheimischen lassen Elspeth verzweifeln.

Genauso wie Elspeth bin auch ich beim Lesen verzweifelt. An sich kommt schon eine tolle Atmosphäre auf, aber zum Gruseln hat es bei mir leider nicht wirklich gereicht. Viele Szenen wiederholen sich gefühlt, es wird auf jeder Seite eine andere Spur gelegt, wer was getan haben könnte. Die Figuren sind Elspeth gegenüber abweisen und geheimnistuerisch und ich bin leider mit keiner von ihnen wirklich warm geworden. In die Tiefe gingen sie auch nicht, obwohl von wenigstens 2en der Hintergrund ein wenig beleuchtet wurde. Es gab auch einige Ansätze die ich spannend fand, die dann aber im Sand verlaufen sind und die damit auch gar nicht hätten erwähnt werden müssen.
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Das Setting an sich - in einem nur teils bewohnten Herrenhaus, ist schon cool, aber kam an den wichtigsten Stellen nicht so gut rüber. Auch dass das Wetter eigentlich immer schlecht ist fand ich komisch. Die Titelgebende "Geisterflöte" bekommt auch einen kleinen Part ab - immerhin - alles in allem wird aber gerade auf das gespenstische zu wenig eingegangen. Das Ende war für mich okay, aber auch nicht mitreißend. Ein solides Buch, aber eben nicht ganz rund, es hat mich nicht gefesselt. 3,5 Sterne bekommt es von mir.

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