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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.12.2024

Irrungen, Wirrungen und ein Mord

Käpt'ns Dinner
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Wart ihr schon mal auf Weltreise oder wenigstens auf Kreuzfahrt? Ich nicht, aber das Cover des Buches fand ich schon sehr ansprechend und habe mich auf eine witzige Reise um die Welt eingestellt.

Als ...

Wart ihr schon mal auf Weltreise oder wenigstens auf Kreuzfahrt? Ich nicht, aber das Cover des Buches fand ich schon sehr ansprechend und habe mich auf eine witzige Reise um die Welt eingestellt.

Als Leser lernt man viele verschiedene Charaktere kennen, aus deren Sicht, die Kapitel geschrieben sind. Hauptfigur ist Maria, die Schwester des Kapitäns und seit neuestem Bordshopleiterin der "Soleil". Sie ist resolut und hält im Geheimen die Fäden ihrer Familie zusammen. Neben ihr lernt man noch einige andere Figuren kennen. Ich muss gestehen, es waren mir direkt zu viel und ich hatte Probleme mich rein zu finden. So ab der Hälfte ging es dann. Wirklich Zugang zu den meisten der Figuren habe ich trotzdem nicht bekommen. Ihre Handlungen fand ich oft komisch und gerade bei der Liebesgeschichte habe ich mich oft wundern müssen, warum das nun genau so beschrieben wurde.

(Achtung Spoiler) Die Leiche kam dagegen ziemlich kurz und wurde (wie auf dem Cover) eher unter den Tisch gekehrt.

Spannend fand ich die Weltreise trotzdem, nachdem ich mich etwas hineingelesen hatte. über 700 Seiten sind schon eine Ansage und ich denke an manchen Stellen hätte weniger mehr sein können. Trotzdem fand ich es spannend, wie sich alles entwickelt hat und was am Ende dabei herausgekommen ist. Auch die Beschreibung der Anlegeorte ist wunderbar gelungen und man kam sich manchmal selbst wie auf Weltreise vor. Ein nettes Buch mit seichter Unterhaltung und wer kein Problem mit vielen Akteuren hat, dem kann ich das Buch gern empfehlen. Es war gut, aber mehr als 3,5 Sterne kann ich leider nicht geben.

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Veröffentlicht am 27.11.2024

Spannender Ansatz aber nicht ganz rund

Die Geisterflöte
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Elspeth hat nach dem Tod ihrer Schwester eine Stelle als Kindermädchen in einem Herrenhaus auf einer schottischen Insel angenommen. Dort kümmert sie sich um Mary, die seit dem Tod ihres Bruders nicht mehr ...

Elspeth hat nach dem Tod ihrer Schwester eine Stelle als Kindermädchen in einem Herrenhaus auf einer schottischen Insel angenommen. Dort kümmert sie sich um Mary, die seit dem Tod ihres Bruders nicht mehr geredet hat. Jeder im Haushalt von Marys Tante kommt einem schrullig, eigenartig und geheimnistuerisch vor und so dauert es nicht lange, bis Elspeth beginnt Fragen zu stellen. Doch das scheint irgendjemandem nicht zu gefallen. Es tauchen Puppen und mit Haar umwickelte Steine auf und viele nächtliche Geräusche und das Gerede der Einheimischen lassen Elspeth verzweifeln.

Genauso wie Elspeth bin auch ich beim Lesen verzweifelt. An sich kommt schon eine tolle Atmosphäre auf, aber zum Gruseln hat es bei mir leider nicht wirklich gereicht. Viele Szenen wiederholen sich gefühlt, es wird auf jeder Seite eine andere Spur gelegt, wer was getan haben könnte. Die Figuren sind Elspeth gegenüber abweisen und geheimnistuerisch und ich bin leider mit keiner von ihnen wirklich warm geworden. In die Tiefe gingen sie auch nicht, obwohl von wenigstens 2en der Hintergrund ein wenig beleuchtet wurde. Es gab auch einige Ansätze die ich spannend fand, die dann aber im Sand verlaufen sind und die damit auch gar nicht hätten erwähnt werden müssen.
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Das Setting an sich - in einem nur teils bewohnten Herrenhaus, ist schon cool, aber kam an den wichtigsten Stellen nicht so gut rüber. Auch dass das Wetter eigentlich immer schlecht ist fand ich komisch. Die Titelgebende "Geisterflöte" bekommt auch einen kleinen Part ab - immerhin - alles in allem wird aber gerade auf das gespenstische zu wenig eingegangen. Das Ende war für mich okay, aber auch nicht mitreißend. Ein solides Buch, aber eben nicht ganz rund, es hat mich nicht gefesselt. 3,5 Sterne bekommt es von mir.

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Expedition in die Tiefe

From Below - Die Toten warten
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Rezension - 1928 sank die Arcadia unter ungeklärten Umständen. Lange galt das Wrack als verschollen. Durch Zufall wurde es entdeckt und Cove und ihr Tauchteam möchten das Wrack für eine Doku erkunden. ...

Rezension - 1928 sank die Arcadia unter ungeklärten Umständen. Lange galt das Wrack als verschollen. Durch Zufall wurde es entdeckt und Cove und ihr Tauchteam möchten das Wrack für eine Doku erkunden. Dass am Ende doch alles anders kommt, als gedacht - das liegt wohl an der Autorin 😉
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Der Leser begleitet das Tauchteam und die Begleiter auf dem Schiff bei der Erkundung der Arcadia. Ab und an gibt es außerdem einen Rückblick auf die letzten 12 Tage der Arcadia und den Geschehnissen an Bord. Die sind für mich anfangs deutlich spannender, als die eigentliche Handlung unter Wasser. fast 600 Seiten muss man erst mal füllen und so geht es auf den ersten Seiten viel um die Theorie eines Tiefseetauchgangs. An sich interessant, spielt im weiteren Verlauf aber nicht mehr die Rolle, die die Autorin ihr anfangs zukommen lässt.
Viele Längen gab es für mich trotzdem nicht - es war durchaus an vielen Stellen spannend und die Atmosphäre sehr bedrückend. Spätestens ab dem zweiten Tauchgang hält man als Leser häufiger die Luft an.
Was mich allerdings gestört hat waren einige Logiklücken bzw. auch die größtenteils recht blass gehaltenen Figuren. Bei manchen hätte ich mir mehr gewünscht und nur eine davon hat eine Sternstunde. Auch das Ende ist nicht so ganz das geworden, was ich mir erhofft hatte. Ich meine Leichen gab es genug, aber muss ein Horror Thriller unbedingt mit einem Happy End enden? Es hätte so viele verschiedene Möglichkeiten für unverhoffte Twists oder Enden gegeben.... das hat mich doch etwas enttäuscht.
Alles in allem ist es ein interessantes Buch mit eine wahnsinnig schönen und bedrückenden Atmosphäre und vielen guten Ansätzen - nur leider wurde nicht viel draus gemacht. Der Star ist das Schiff und das ist genial, der Rest wirkt wie Statisten.
Von mir gibt es solide 3,5 Sterne - man kann es super lesen (wer Stephen King liebt, wird mit den 600 Seiten keine Probleme haben) aber für mehr reicht es nicht.

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Veröffentlicht am 23.08.2024

Komische Schwestern

Die Schwestern
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Für guten Horror bin ich immer zu haben und wenn die Autorin als "Dämonisches Kind von Shirley Jackson und Stephen King" bezeichnet wird, wird man hellhörig.
Doch der Einstieg in die Geschichte der Schwestern ...

Für guten Horror bin ich immer zu haben und wenn die Autorin als "Dämonisches Kind von Shirley Jackson und Stephen King" bezeichnet wird, wird man hellhörig.
Doch der Einstieg in die Geschichte der Schwestern Juli und September fiel mir ziemlich schwer. Nicht nur durch den recht eigensinnigen Namen, nein, auch an den Schreibstil musste ich mich gewöhnen. Die wörtliche Rede fällt fast komplett weg bzw. wird nicht als solche gekennzeichnet. Auch das Verhalten der beiden Schwestern ist für mich nicht ganz nachzuvollziehen. Ab der Hälfte des Buches wurde es besser. Mehr und mehr erfuhr man, was passiert ist und wie alles zusammenhängt. Das Buch hat mich trotzdem nicht richtig gefangen nehmen können und obwohl es sehr kurz ist im Vergleich zu vielen anderen, habe ich lange daran gelesen um dahinter zu steigen - Juli, September und ich sind nicht wirklich warm geworden. Der Horror ist auch eher subtiler Art, was absolut nicht schlimm ist, ich hätte es nur anders erwartet. Denn das was im Klappentext angesprochen wird, nimmt nur etwa 5 Seiten des Buches ein und ist (Spoiler) tragisch, aber nicht gruselig.
Ich werde es ein andermal noch mal versuchen - vielleicht war der Sommerurlaub auch einfach nicht das richtige Umfeld oder ich nicht für "höhere Literatur" gemacht. Es ist und bleibt aber ein spannendes Buch, das von mir solide 3,5 Sterne bekommt.

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Veröffentlicht am 01.07.2024

Summerfeeling

Nächsten Sommer am See
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Fern ist die Erbin eines Ferienresorts wie in Dirty Dancing. Doch eigentlich will sie das gar nicht sein, lieber möchte sie ein eigenes Café in Toronto. Doch dann begegnet sie Will und die Erinnerungen ...

Fern ist die Erbin eines Ferienresorts wie in Dirty Dancing. Doch eigentlich will sie das gar nicht sein, lieber möchte sie ein eigenes Café in Toronto. Doch dann begegnet sie Will und die Erinnerungen an einen Tag vor 10 Jahren kommen wieder hoch.
So weit die Story - sie wird immer im Wechsel zwischen der Jetzt-Zeit, der Vergangenheit und Tagebucheinträgen erzählt, wobei die Tagebucheinträge zwar süß sind, aber für mich nicht immer etwas für die Story tun. Ab und an erwecken sie den Anschein eines Twists, der dann doch nicht so kommt. Die beiden Hauptfiguren harmonieren durchaus miteinander (nicht nur im Bett) ich bin aber mit beiden nicht unbedingt warm geworden. Was bei Fern allein schon am Namen liegt - den man eben auch Deutsch lesen kann und dann die Sätze keinen Sinn mehr ergeben. Ist mir mehr als einmal passiert. Und Will ist hintenraus einfach nur dämlich. Ansonsten fand ich die Story recht eingängig und recht schön gestaltet. Durch den Wechsel der Zeiten, bekam man genug Infos, aber die wirklich große Überraschung blieb dann aus. Wieder einmal der Punkt bei dem ich sage: Hätte man mal drüber geredet. Aber was solls. Es ist ein süßes Buch, das an Sommer erinnert - auch wenn es solche Resorts bei uns nicht gibt, kennt man sie doch aus dem Fernsehen und man hat direkt ein Bild vor Augen und fühlt sich heimisch.
Wer gerne Liebesgeschichten liest und auch mit schwierigeren Charakteren klar kommt, für den ist das Buch genau richtig. Ein wenig Spice ist dabei, aber es ist okay und passend platziert.
Von mir bekommt das Buch 3,5 von 5 ⭐ die Story war gut, nur mit den Charakteren hatte ich Probleme und es hat mich einfach nicht komplett einfangen können.

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