In unseren Träumen ist immer Sommer
In unseren Träumen ist immer SommerIn unseren Träumen ist immer Sommer von Jenny Colgan ist ein seichten Wohlfühlroman der aber etwas holprig daher kommt. Ich habe einige Bücher der Autorin gelesen und war immer von ihrem Schreibstil und ...
In unseren Träumen ist immer Sommer von Jenny Colgan ist ein seichten Wohlfühlroman der aber etwas holprig daher kommt. Ich habe einige Bücher der Autorin gelesen und war immer von ihrem Schreibstil und den Geschichten begeistert. Doch leider lernte ich hier eine andere Seite der Autorin kennen.
Gertie ist eine schüchterne junge Frau die sich oft ihren Tagträumen hingibt und das stricken liebt. Als sie die Möglichkeit bekommt für zwei ehemalige Bekannte aus der Schule einen Job am Flugplatz zu übernehmen ist Gertie erst etwas hin und her gerissen. Doch sie wagt sich aus ihrer Komfortzone und begibt sich für sie in neue Abenteuer.
Wie oben schon angedeutet ist es mir diesmal schwer gefallen in das Buch rein zu kommen. Der Schreibstil ist recht holprig und die Geschichte recht zäh und langatmig. Erst im letzten Drittel nahm die Geschichte etwas fahrt auf und es wurde spannender. Dort konnte man auch den eigentlichen mir bekannten Schreibstil der Autorin wahrnehmen.
Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Normalerweise stört mich sowas nicht. Allerdings kommen mir hier ein paar Personen zu viel zu Wort. Ab der Hälfte des Buches minimiert sich dies und es wird auch etwas flüssiger zu lesen. Dafür sind die Landschaftsbeschreibungen sehr bildhaft und schön. Auch die verschiedenen Orte und Gegebenheiten sind sehr detailliert und lebendig beschrieben.
Ich kam auch mit den Protagonisten nicht ganz so zurecht. Gerade Gertie als Hauptprotagonistin war mir etwas zu verhuscht und unsicher. Beim Lesen kommen einem manchmal Zweifel das sie wirklich 26 Jahre sein soll. Auf der einen Seite macht sie einen sehr altbackenen Eindruck auf der anderen wirkt sie mit ihren Tagträumen noch wie ein Teenager. Dann gibt es Szenen in denen sie sehr souverän auftritt. Dies steht im Widerspruch zu ihrer Persönlichkeit.
Ich war versucht das Buch abzubrechen. Doch das letzte Drittel hat sich dann noch gelohnt zu lesen. So hätte gerne das gesamte Buch sein dürfen. Es ist ein Roman bei dem ich anfänglich Schwierigkeiten hatte, aber am Ende doch das Gefühl hatte ein Wohlfühlroman in den Händen gehabt zu haben.