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Veröffentlicht am 19.05.2025

In unseren Träumen ist immer Sommer

In unseren Träumen ist immer Sommer
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In unseren Träumen ist immer Sommer von Jenny Colgan ist ein seichten Wohlfühlroman der aber etwas holprig daher kommt. Ich habe einige Bücher der Autorin gelesen und war immer von ihrem Schreibstil und ...

In unseren Träumen ist immer Sommer von Jenny Colgan ist ein seichten Wohlfühlroman der aber etwas holprig daher kommt. Ich habe einige Bücher der Autorin gelesen und war immer von ihrem Schreibstil und den Geschichten begeistert. Doch leider lernte ich hier eine andere Seite der Autorin kennen.

Gertie ist eine schüchterne junge Frau die sich oft ihren Tagträumen hingibt und das stricken liebt. Als sie die Möglichkeit bekommt für zwei ehemalige Bekannte aus der Schule einen Job am Flugplatz zu übernehmen ist Gertie erst etwas hin und her gerissen. Doch sie wagt sich aus ihrer Komfortzone und begibt sich für sie in neue Abenteuer.

Wie oben schon angedeutet ist es mir diesmal schwer gefallen in das Buch rein zu kommen. Der Schreibstil ist recht holprig und die Geschichte recht zäh und langatmig. Erst im letzten Drittel nahm die Geschichte etwas fahrt auf und es wurde spannender. Dort konnte man auch den eigentlichen mir bekannten Schreibstil der Autorin wahrnehmen.

Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Normalerweise stört mich sowas nicht. Allerdings kommen mir hier ein paar Personen zu viel zu Wort. Ab der Hälfte des Buches minimiert sich dies und es wird auch etwas flüssiger zu lesen. Dafür sind die Landschaftsbeschreibungen sehr bildhaft und schön. Auch die verschiedenen Orte und Gegebenheiten sind sehr detailliert und lebendig beschrieben.

Ich kam auch mit den Protagonisten nicht ganz so zurecht. Gerade Gertie als Hauptprotagonistin war mir etwas zu verhuscht und unsicher. Beim Lesen kommen einem manchmal Zweifel das sie wirklich 26 Jahre sein soll. Auf der einen Seite macht sie einen sehr altbackenen Eindruck auf der anderen wirkt sie mit ihren Tagträumen noch wie ein Teenager. Dann gibt es Szenen in denen sie sehr souverän auftritt. Dies steht im Widerspruch zu ihrer Persönlichkeit.

Ich war versucht das Buch abzubrechen. Doch das letzte Drittel hat sich dann noch gelohnt zu lesen. So hätte gerne das gesamte Buch sein dürfen. Es ist ein Roman bei dem ich anfänglich Schwierigkeiten hatte, aber am Ende doch das Gefühl hatte ein Wohlfühlroman in den Händen gehabt zu haben.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Die Apothekerin

Die Apothekerin
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Die Apothekerin von Ingrid Noll ist mein erstes Buch der Autorin. Ich bin aufgrund des Titels und des Klappentextes neugierig auf die Geschichte gewesen. Mich konnte das Buch nicht ganz überzeugen. Es ...

Die Apothekerin von Ingrid Noll ist mein erstes Buch der Autorin. Ich bin aufgrund des Titels und des Klappentextes neugierig auf die Geschichte gewesen. Mich konnte das Buch nicht ganz überzeugen. Es wird dem Genre Krimi zugeordnet, dafür fehlte mir aber der Spannungsteil. Es ist eher ein etwas sarkastischer Roman mit einem Krimianteil.

Hella Moormann liegt im Krankenhaus und vor lauter Langeweile erzählt sie ihrer Bettnachbarin ihre Lebensgeschichte. Und Hella hat schon einiges erlebt. Sie arbeitet als Apothekerin, ist verheiratet und hat so manches dunkles Geheimnis. Sie gerät immer wieder an die falschen Männer. Mit denen sie ziemlich abenteuerliche Dinge erlebt. Eine Erbschaft mit Hindernissen, Rauschgift, Mord, Unfälle usw.

Der Schreibstil des Buches ist recht angenehm. Man findet schnell in die Geschichte rein und durch die verschiedenen Schriftarten weiß man auch ob man gerade Hellas Erzählungen folgt oder in der Gegenwart und im Krankenhaus ist. Das Buch wird auf zwei Ebenen erzählt und bietet dadurch einen gewissen Spannungsbogen. Die Autorin hat einen schwarzen Humor und bringt auch einiges an Ironie in die Geschichte ein. Doch ehrlich gesagt war mir am Ende alles ein wenig zu viel und wirkte auch sehr trivial.

Auch Hella als Protagonistin war mir nicht sehr sympathisch. Anfangs begleitet man sie noch recht gerne und kann ihre Gefühle auch teilweise verstehen. Aber mit der Zeit nervt ihre naive Art einfach nur. Ich hätte sie mehrfach gerne geschüttelt um sie zur Vernunft zu bringen. Sie handelt nicht unbedingt wie eine Erwachsene.

Es war ein nettes Buch für zwischendurch. Da es auch nicht all zu viele Seiten hat, kann man es recht schnell lesen. Allerdings werde ich wohl keine weiteren Bücher der Autorin lesen.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Der Meister

Der Meister
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Der Meister von Tess Gerritsen ist Band 2 ihrer Rizzoli und Isles Reihe. Band zwei baut sich auf Band eins auf, daher sollte dieser vorher gelesen werden. Bei mir ist es schon etwas heftig das ich den ...

Der Meister von Tess Gerritsen ist Band 2 ihrer Rizzoli und Isles Reihe. Band zwei baut sich auf Band eins auf, daher sollte dieser vorher gelesen werden. Bei mir ist es schon etwas heftig das ich den ersten Teil der Reihe gelesen habe, hatte aber keine Probleme in das Buch zu finden. Es werden wichtige Details nochmal aufgegriffen. Mich konnte allerdings dieser Band nicht ganz überzeugen.

Jane Rizzoli wird an einen Tatort gerufen. Es wurde ein Mann ermordet aufgefunden und seine Frau wird vermisst. Ein Detail im Schlafzimmer weckt Janes Neugier. Es ist das sorgfältig gefaltete Nachthemd der Frau. Dies ist das Markenzeichen des Chirurgen. Doch den hat sie vor einem Jahr gefangen und er sitzt im Gefängnis. Als die Leiche der Frau gefunden wird, wird auch die Leiche einer zweiten Leiche gefunden. Schnell wird klar es gibt einen neuen Serienmörder der irgendwie mit dem Chirurgen zusammen arbeitet.

Das Buch fängt recht vielversprechend und spannend an. Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Es werden die Tatorte und die Taten recht detailliert beschrieben. Sie sind oft recht blutig und daher nicht unbedingt für zartbesaitete Menschen geeignet. Man spürt die ganze Zeit eine gewisse Bedrohung. Eigentlich hat das Buch alles was es für einen guten Krimi braucht. Einige Tote, eine gewisse düstere Stimmung, Spannung und viele Puzzleteile die sich nach und nach zusammensetzen. Allerdings fehlte mir die Ermittlungsarbeit. Auch war mir das Ende zu schnell abgehandelt. Warum die Autorin den Hintergrund des eigentlichen Täter so ausgelegt hat, konnte ich nicht nachvollziehen.

Die Charaktere sind gut und authentisch ausgearbeitet. Man konnte Janes Angst und ihre oft harte Fassade für ihre Kollegen spüren. Sie ist eine starke aber auch ängstliche Person. Was mich etwas störte war das Kompetenzgerangel mit dem ominösen FBI Agenten war mur etwas zu viel. Dies bietet zwar zusätzliche Möglichkeiten für Spekulationen ist aber auf Dauer etwas nervig.

Das Buch hat einige Längen, bietet viel Spielraum für Spekulationen, hat seine spannenden Momente ist aber auch sehr langatmig und konstruiert.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Agatha Raisin und die Tote Urlauberin

Agatha Raisin und die tote Urlauberin
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Agatha Raisin und die Tote Urlauberin von M.C. Beaton ist Teil 6 der gleichnamigen Reihe. Dabei handelt es sich um eine kurzweilige Cosy Crime Reihe. Dieser Teil konnte mich allerdings nicht ganz so überzeugen.

Nachdem ...

Agatha Raisin und die Tote Urlauberin von M.C. Beaton ist Teil 6 der gleichnamigen Reihe. Dabei handelt es sich um eine kurzweilige Cosy Crime Reihe. Dieser Teil konnte mich allerdings nicht ganz so überzeugen.

Nachdem ihre Hochzeit mit James geplatzt ist, reist Agatha ihm nach Nordzypern nach. Dorthin sollte eigentlich ihre Hochzeitsreise gehen und Agatha hofft sich dort James wieder anzunähern. Sie trifft auch eine Gruppe Engländer und freundet sich mit ihnen an. Als eine der Frauen plötzlich ermordet wird zählen auch Agatha und James zu den Verdächtigen. Agatha kann es einfach nicht sein lassen und ermittelt auf eigene Faust was sie zusätzlich in Lebensgefahr bringt. Zusätzlich gerät Agathas Privatleben durcheinander.

Das Hörbuch hat sich wieder recht gut hören lassen. Es wurde von Julia Fischer sympathisch und lebendig eingesprochen. Sie spielt gekonnt mit ihrer Stimme und bringt so Dynamik und Spannung in das Buch.

Die Grundidee ist nicht schlecht und bietet auch viel an Motiven und Spekulationen. Allerdings waren mir die Personen alle recht unsympathisch und eher blass. Es gibt viele Wendungen und immer wieder neue Ideen. Auch die Anschläge auf Agatha bieten viel Spielraum und man möchte gerne wissen was hinter allem steckt. Allerdings wirkt alles etwas langatmig, konstruiert und nicht ganz nachvollziehbar.

Was ich etwas nervig fand war das hin und her mit Agatha, James und Charles. Auch war der übermäßige Alkoholkonsum etwas zu viel. Zudem fehlte mir etwas das Dorfleben und die alten Bekannten aus Carsley. Die Kombination aus dem Dorfleben und der etwas schrulligen Agatha macht diese Reihe erst zu etwas interessantem. Das fehlte hier.

Es war ein nettes Hörbuch, mit spannenden Momenten allerdings auch sehr konstruiert und für mich nicht immer nachvollziehbar.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Achtsame Ermittlungen

Bunburry - Achtsame Ermittlungen
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Bunburry Achtsame Ermittlungen von Helena Marchmont ist Band 18 der Bunburry Ein Idyll zum Sterben Reihe. Dabei handelt es sich um eine sympathische und kurzweilige Cosy Crime Reihe. Die Teile sind in ...

Bunburry Achtsame Ermittlungen von Helena Marchmont ist Band 18 der Bunburry Ein Idyll zum Sterben Reihe. Dabei handelt es sich um eine sympathische und kurzweilige Cosy Crime Reihe. Die Teile sind in sich abgeschlossen und können gut separat gelesen werden.

In Bunburry läuten die Hochzeitsglocken, doch das unbeschwerte Fest wird durch einen Brandanschlag gedämpft. Während das Dorf bei der Hochzeitsfeier ist wird versucht das Haus von Rakesh anzuzünden. Zudem gibt es häufiger Fremdenfeindliche Äußerungen und Diskussionen. Die Polizei ermittelt, aber auch das Bunburry Trio ermittelt und bekommt aus einer ungeahnten Richtung Unterstützung.

Ich habe das Buch wieder als Hörbuch gehört. Dieses wurde wieder gewohnt gut von Uve Teschner eingelesen. Man kann ihm und der Geschichte gut folgen. Er spielt gekonnt mit seiner Stimme und bringt so leben und Abwechslung in die Geschichte.

Der Schreibstil war wieder gewohnt leicht und flüssig. Ich bin wieder sehr schnell in das Buch rein gekommen und konnte ihm auch gut folgen. Es besticht durch sympathische, etwas kauzigen Protagonisten und einem kleinen charmanten Ort. Der Fall an sich hat spannende Aspekte und ein aktuelles Thema. Zudem gibt es auch immer wieder Anhaltspunkte bei denen man miträtseln kann. Allerdings konnte mich das Buch diesmal nicht ganz überzeugen. Es gab mir einfach zu wenig gemeinsames Zusammenarbeiten vom Bunburry Trio. Am Ende wird der Täter mehr durch Zufall überführt als durch Ermittlungsarbeit. Auch das Motiv fand ich etwas bizarr, aber es passt irgendwie zu dem Genre und zu der Krimireihe.

Es ist wieder ein netter, unterhaltsamer Cosy Krimi gewesen den man gut zwischendurch hören konnte.

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