Die Idylle ist sehr trügerisch
Der HonigmannDas Leben in Fischbach scheint perfekt zu sein: eigenes Häuschen, Natur drumherum, nette Nachbarn, alle verstehen sich gut. Doch dann brodelt die Gerüchteküche: was ist mit dem Honigmann, der ein kleines ...
Das Leben in Fischbach scheint perfekt zu sein: eigenes Häuschen, Natur drumherum, nette Nachbarn, alle verstehen sich gut. Doch dann brodelt die Gerüchteküche: was ist mit dem Honigmann, der ein kleines Geschäft für Honig und Deko führt und so nett zu Kindern ist? Ist er ein verurteilter Straftäter? Hat er erneut Taten begangen? Schnell eskaliert die Situation. Er muss auf jeden Fall weg, egal ob er etwas gemacht hat oder nicht, er könnte ja noch was machen. In einer WhatsApp-Gruppe schaukeln sich die Menschen gegenseitig hoch. Was wird passieren?
Der Autor hat die Entwicklung sehr gut beschrieben. Zunächst lernt man die Idylle kennen und die ersten Risse. Dann konzentriert sich alles auf den Honigmann. Sehr treffend wird geschildert, wie schnell alle mit einem Urteil sind und wie schnell es auch wieder umschlagen kann. Ich fand dies sehr eindrücklich und realistisch. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Man hat schnell ein Bild vor Augen und ahnt, wie die Figuren reagieren werden. Der flüssige Schreibstil ist sehr angenehm. Es gibt überraschende Wendungen, so dass man neugierig ist, wie es weitergeht.