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Veröffentlicht am 27.04.2025

Der ganz normale Wahnsinn

Staying Alive
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Nicki ist Ärztin, schon ihre Jobsuche gestaltet sich etwas schwierig. Wäre sie ein Mann und hätte einiges an Auslandspraktikas nachweisen können, wäre dies von Vorteil gewesen. Aber sie hat Glück, sie ...

Nicki ist Ärztin, schon ihre Jobsuche gestaltet sich etwas schwierig. Wäre sie ein Mann und hätte einiges an Auslandspraktikas nachweisen können, wäre dies von Vorteil gewesen. Aber sie hat Glück, sie erhält die Arbeit in einer Rettungsstelle in einem Berliner Krankenhaus. Sie darf gleich mit einem Nachtdienst anfangen. Die Arbeit dort erweist sich als der absolute Wahnsinn, überfüllte Warteräume, unzufriedene Patienten und kaum Schlaf. Auch ihre neuen Kollegen, sehr vielschichtig. Es wird sicherlich nicht einfach werden. Ihr Privatleben läuft auch nicht in geregelten Bahnen und da gibt es auch noch Micha, ihren Oberarzt in den sie sich zu verlieben scheint.

Der Schreibstil ist hier sehr flüssig, zeitweise schon ehr rasant, das ist wahrscheinlich so, weil man viel Frust abzubauen hat. Die Geschichte wird sehr humorvoll dargestellt, zeitweise aber schon sarkastisch. Außenstehende erhalten hier einen Einblick, wie es auf einer Notaufnahme zugeht. Schon authentisch, meiner Meinung nach dann doch etwas sehr übertrieben.
Sicherlich ist dies auch eine Bewältigungsstrategie um den täglichen Stress besser ertragen zu können.
Die Beziehung zu Micha, kommt mir hier auch etwas zu kurz, zumal sie im Klappentext erwähnt wird, deshalb erscheint mir das ganze noch nicht ganz rund.
Diesen Roman kann man trotzdem sehr gerne weiterempfehlen. Auf jeden Fall gibt er einen tiefen Einblick in den täglichen Wahnsinn, wenn man in einem Krankenhaus arbeitet. Auch Fremdbegriffe werden unter der Fußnote sehr begreiflich erklärt.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Mystische Ermittlungsmethoden

Madame Bonheur und ein Mord zwischen Weinreben
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Maggie ist Wahrsagerin, aber auch Privatdetektivin. Sie freut sich schon auf ihre stehende Reise. Xaver, der schon einige Fälle mit ihr gemeinsam löste, hat sie eingeladen. Seine Eltern besitzen ein Weingut ...

Maggie ist Wahrsagerin, aber auch Privatdetektivin. Sie freut sich schon auf ihre stehende Reise. Xaver, der schon einige Fälle mit ihr gemeinsam löste, hat sie eingeladen. Seine Eltern besitzen ein Weingut und zum Ende der Weinlese, veranstalten sie nun ein größeres Fest. Maggie ist happy, den sie mag Xaver. Eigentlich erhofft sie sich, ihm hier näher zu kommen. Doch als sie dann endlich mit ihm alleine ist, ein Schrei und dann noch einer. Sie finden Coco, eine junge Erntehelferin, tot zwischen den Weinreben.
Am nächsten Morgen scheint die Stimmung gekippt, zwischen den Familienangehörigen und den Gästen. Die Kommissarin ist vor Ort, aber Maggie und Xaver können es nicht lassen selber zu recherchieren. Lange Zeit tappen sie im dunkeln und dann haben sie eine geniale Idee. Wird es ihnen gelingen, den Täter ausfindig zu machen?

Der Schreibstil ist flüssig und in kurze Sätze gefasst. Von Anfang an befindet man sich sofort in der Handlung, die auch sehr leicht verständlich dargestellt wird. Anfangs spannend, flaut da ganze leider im Mittelteil etwas ab. Zum Schluss wird es dann richtig interessant. Allerdings geht mir auch hier, die Beziehung zwischen Maggie und Xaver etwas verloren.
Dennoch ein sehr gut gelungener Krimi, den man sehr gut weiterempfehlen kann. Kurz und knapp ohne Umschweife .

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Rätselhaft

Play of Hearts
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Hier ist das Cover schon sehr ansprechend. Es handelt sich hier um eine Geschichte voller Magie. das ganze beginnt in einem Spiegelkabinett. Genevieve, begegnet her Thomas. Sie selber hat keine Freunde. ...

Hier ist das Cover schon sehr ansprechend. Es handelt sich hier um eine Geschichte voller Magie. das ganze beginnt in einem Spiegelkabinett. Genevieve, begegnet her Thomas. Sie selber hat keine Freunde. Der Junge im Spiegel verspricht ihr einen Wunsch, gegen einen Wunsch. Sie nimmt das ganze an, kurze zeit später, stirbt Thomas. Ihr ganzes Leben lang, macht sie sich Gedanken über diese Begegnung. 11 Jahre später, begegnet sie Arthur. Sie verliebt sich und er möchte, das sie gemeinsam aus dieser Welt fliehen. Aber ihre Grandma weiß dies zu verhindern. Sie versucht ihn zu vergiften, den schließlich hat ihre Familie mit ihrer besonderen Magie auch ihren Auftrag. Genevieve möchte aber auch ihr eigenes Leben. Wird es ihr gelingen?
Der Schreibstil ist hier fließend. Um in die Geschichte hineinzukommen, bedarf es leider einige Zeit. Die Autorin gibt hier nur häppchenweise einige Dinge preis, um die wahre Magie dahinter zu verstehen. Mich persönlich konnte diese Geschichte nicht wirklich begeistern. Zeitweise kann mann hier nicht unterscheiden, was Illusion und Realität ist. Die Protagonisten sind schwierig einzuschätzen. Aber ich denke, hier sollte jeder Leser für sich entscheiden. Das Ende schon überraschend, macht auf jeden Fall neugierig auf Band 2, der bald erscheint

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Krimi mal anders

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Tommi ist Schriftsteller, momentan hat er eine Schreibblockade, wahrscheinlich darauf zurückzuführen, das er eine Beziehungspause mit Micelle eingelegt hat. Er lebt in einem Wohnmobil. Sein Lebensstil ...

Tommi ist Schriftsteller, momentan hat er eine Schreibblockade, wahrscheinlich darauf zurückzuführen, das er eine Beziehungspause mit Micelle eingelegt hat. Er lebt in einem Wohnmobil. Sein Lebensstil ehr chaotisch. Nicht einmal für sich selbst, kann er für Ordnung sorgen, deshalb ist er eigentlich ganz froh darüber, das die ehemalige Putzfrau seines Vaters, Svetlana jetzt dieReinigungsarbeiten für ihn übernimmt. Als sie mit ihm unterwegs war, Endecken sie ein Mädchen auf einem Feldweg. Svetlana macht sich Gedanken darüber, weil dies schon sehr ungewöhnlich war. Als sie noch einmal nachschauen, bemerken sie, das sie am Waldrand verschwand. Sie machen sich Sorgen und folgen dem Mädchen. Sie scheint hilflos zu sein, fordern sogar einen Krankenwagen an. Aber das ganze lässt ihnen keine Ruhe. Selbst die Polizei ermittelt nicht wirklich und so beginnt für die beiden eine aktive Ermittlungsarbeit.

Der Schreibstil ist flüssig. Die Dialoge sind hier teilweise echt witzig gestaltet. Svetlana ist eine Ukrainerin, ihr gebrochenes Deutsch, nun ja, manchmal schon putzig. Sie selbst kann man Protagonistin nicht wirklich einschätzen, vielleicht hat es auch etwas mit ihrer Vergangenheit zu tun. Auch Tommy ist hier für mich nicht erfassbar, er scheint locker und flockig zu leben, aber für mich leider auch nicht wirklich nachvollziehbar.

Insgesamt finde ich persönlich, das dieses Werk, schon sehr lesenswert ist, mal etwas ganz anderes. Allerdings finde ich das hier zeitweise ganz eifach keine Spannung zu empfinden ist, aber das muss hier jeder Leser für sich selbst entscheiden.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Interessante Familiengeschichte

Wo wir uns treffen
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Hier geht es um die Geschichte einer Familie, in deren Besitz ein historisches Anwesen. Frannie erbt das ganze, nachdem ihr Vater Philip verstarb. Aber sie hat auch noch 2 Geschwister, die sich dann hier ...

Hier geht es um die Geschichte einer Familie, in deren Besitz ein historisches Anwesen. Frannie erbt das ganze, nachdem ihr Vater Philip verstarb. Aber sie hat auch noch 2 Geschwister, die sich dann hier zur Beerdigung einfinden werden. Hierzu muss man sagen, das Frannie wohl die Haupterbin ist, weil sie in den letzen Jahren, den Weg zu ihrem Vater zurück gefunden Hat. Die beiden waren sehr bemüht um die Renaturierung dieses großen Anwesens. Allerdings muss Frannie erkennen, das es finanziell wahrscheinlich schwer werden wird, diesen Besitz zu halten, den eine horrende Erschaftssteuer wird hier fällig. Als ihr Bruder Milo eintrifft, kommen die nächsten Probleme auf sie zu. Er hat einen großen Traum, er möchte hier ein Therapiezentrum errichten. Eigentlich hatte er schon die Zustimmung des Vaters, bevor er starb. Dummerweise wurde dies nie schriftlich festgelegt. Auch ihre Schwester Isa, hat wohl ihre ganz eigenen Probleme, Außerdem macht sie sich bei der Familie etwas unbeliebt. Sie hat zur Beerdigung, die Tochter der Geliebten ihres Vaters eingeladen. Kann diese ganze Angelegenheit hier doch noch gut enden?

Der Schreibstil ist hier fließend und bildhaft. Sehr einfühlsam bringt die Autorin uns hier das Leben dieser Menschen nahe. Jeder von ihnen hatte sein ganz eigenes Schicksal, einige von ihnen traumatisiert, durch ihre Vergangenheit. Als die Tochter der Geliebten ihres Vaters, ihre Recherchen rund um die Ahnen ihrer Familie preisgibt, geht ihnen ein Licht auf. Die Geschichte ist schon sehr interessant und es gibt auch spannende Effekte. Aber dennoch handelt es sich hier auch um eine Aufarbeitung der Beteiligten.

Insgesamt hat mir persönlich dieser Roman sehr gut gefallen, mal etwas anderes. Er hat mir sehr schöne Lesestunden beschert und ich werde ihn sehr gerne weiter empfehlen. Er ist besonders gut geeignet für Leser, die tiefgründiger denken. Das einzige, was mich hier stört, ist der Drogenkonsum. In der Vergangenheit, schon wichtig zu erwähnen, allerdings finde ich es am Ende der Geschichte ganz einfach unpassend.

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