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Veröffentlicht am 02.05.2025

Die Rache einer Frau

I Am Fury
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Beinahe ein Jahr ist es her, dass Dania, Tochter des Schmiedes und Schwertkämpferin, unschuldig ins Gefängnis geworfen wurde. Seitdem hält sie nur ein Gedanke aufrecht: der Wunsch nach Rache, vor allem ...

Beinahe ein Jahr ist es her, dass Dania, Tochter des Schmiedes und Schwertkämpferin, unschuldig ins Gefängnis geworfen wurde. Seitdem hält sie nur ein Gedanke aufrecht: der Wunsch nach Rache, vor allem an dem, der sie verraten hat. Als sie eines Tages zufällig trifft sie auf Noor, zusammen gelingt es den beiden Frauen, aus dem Gefängnis zu fliehen. Noor verfügt über Dschinn Magie, die ihr dabei helfen soll, sich zu rächen. Doch dabei hat Dania mit einem nicht gerechnet, nämlich dass Mazin, der Mann, dem sie Rache geschworen hat, sie immer noch nicht kalt lässt.
Ich liebe ja dieses starke Cover, das mich auf den ersten Blick neugierig auf diese Romantasy Geschichte gemacht hat. Der Einstieg beginnt gleich mitten im Geschehen und wir begleiten zunächst einmal Daria bei ihrem Fluchtversuch, der allerdings missglückt.
Dabei erzählt Autorin Emily Varga leicht und flüssig und zumindest so bildreich, dass man sich mitten in der Handlung befindet.
Das Worlbuilding ist recht leicht und gut verständlich gehalten und ist somit auch perfekt für Fantasyeinsteiger. Ich hätte mir hier gerne mehr rund um die Dschinn Magie gewünscht, die mir ein wenig zu kurz kam.
Die Geschichte dreht sich hier sehr viel um den Wunsch nach Rache, wobei der Einstieg erst einmal etwas langwierig wird, da wir hier Dania und Noor über einen längeren Zeitraum im Gefängnis beim Freibuddeln begleiten. Trotzdem konnte mich die Autorin hier an ihre Geschichte fesseln, da ich unbedingt wissen musste, wie Dania verraten wurde und was da wirklich hinter steckte. Weite Teile des Buches drehen sich hier um den Wunsch nach Danias Rache. Dadurch wird die Geschichte doch recht rasant und actionreich, was ich persönlich immer sehr gerne mag. Die Lovestory zwischen Mazin und Dania bleibt hier dadurch zwar eher im Hintergrund, was ich aber absolut stimmig für diese Geschichte empfunden habe.
Dania ist eine distanziert wirkende Protagonistin, die man hier in der Ich-Perspektive durch die Handlung begleitet. Sie wirkt sehr verbittert, was ich ihr aber keineswegs unterstellen möchte, denn nach dem, was sie erlebt hat, fand ich genau das sehr überzeugend und glaubwürdig. Dadurch handelt sie aber oftmals übereilt und aus dem Bauch heraus und das Rache nicht immer alles sein kann, muss sie hier lernen.
Noor, die sie schon vom Gefängnis an begleitet, hat mir sehr gut gefallen und auch weitere Nebencharaktere tauchen hier auf, die aber relativ blass bleiben.
Mein Fazit: Insgesamt hat mir das Buch gute Unterhaltung geboten und war über weite Teile spannend und actionreich. Mir hätte es zwar besser gefallen, wenn vor allem der Fantasypart rund um die Dschinn Magie deutlicher geworden wäre, aber für Fantasyeinsteiger passt das Worlbuilding hier absolut. Dania war nicht immer eine sympathische und einfach Protagonistin, wobei ich ihr genau das auch abkauft habe und es soweit authentisch fand. Somit hat es mir recht gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.

Veröffentlicht am 28.04.2025

Gute Fortsetzung

Promise of Peridot – Die Edelsteinsaga
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Achtung, Band 2 inhaltliche Spoiler zu Band 1 könnten vorhanden sein.
Nach der Schlacht in der Sirenenbucht müssen Arwen und ihre Verbündeten mit einem Schiff fliehen. Das ausgerechnet Kane ihr verheimlicht ...

Achtung, Band 2 inhaltliche Spoiler zu Band 1 könnten vorhanden sein.
Nach der Schlacht in der Sirenenbucht müssen Arwen und ihre Verbündeten mit einem Schiff fliehen. Das ausgerechnet Kane ihr verheimlicht hat, wer sie wirklich ist, kann sie ihm nicht so leicht verzeihen. Gemeinsam finden sie Schutz in einem Reich unter Wasser, doch schnell wird klar, wenn sie Kanes Vater wirklich besiegen wollen, müssen sie zusammenarbeiten. Die Suche nach der einen Waffe, die den König töten kann, beginnt, doch die Gefahren auf der Reise sind groß.
Nachdem im letzten Jahr Dawn of Onyx ein überraschendes Highlight für mich war, war ich extrem gespannt auf diese Fortsetzung. Die Ereignisse knüpfen direkt an das Geschehen aus dem ersten Band an und man ist umgehend wieder in der Handlung.
Wie schon zuvor ist der Schreibstil leicht und flüssig und das Worldbuilding, wenn auch nicht zentral, doch gut vorstellbar und erklärt. Was es mit den Edelsteinen, die den Ländern den Namen geben, letzten Endes auf sich hat, hätte für mich ruhig noch ein wenig mehr ausgearbeitet werden können, doch da es eine Romantasy ist, ist es so durchaus passend.
Das Tempo ist zunächst ruhig, der Beginn dreht sich sehr viel um die innere Zerrissenheit der Protagonistin Arwen. Nach und nach wird es spannender und ab dem Moment wo die Suche nach der Klinge beginnt, gibt es auch wieder die ein oder andere actionreiche Szene und auch einige Kämpfe. Den größten Plottwist gibt es allerdings erst am Ende des Buches, das mit einem fiesen Cliffhanger endet und natürlich gespannt auf die Fortsetzung warten lässt.
Erzählt wird die Geschichte aus zwei Point of views, wir erfahren in der Ich-Perspektive von Arwen, aber auch von Kane, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterlebt. Allerdings drehen sich viele ihrer Gedanken immer umeinander und natürlich auch bei Arwen um das, was ihr prophezeit wurde.
Arwen wächst an ihrer Aufgabe nach und nach, dabei ist sie innerlich noch immer die eher zurückhaltende junge Frau, die sich gerne mal hinten anstellt. Doch immer dann, wenn sich einer der Menschen, die sie liebt, in Gefahr begibt, ist sie an deren/dessen Seite. Insgesamt hat sie sich von Beginn an bis hierhin durchaus glaubwürdig weiterentwickelt.
Kane, der eigentlich so großmäulige Held, ist hier ein wenig nervig, drehen sich seine Gedanken ständig nur um Arwen. Das bessert sich gegen Ende und ich bin sehr gespannt, wie es bei ihm im nächsten Band weitergehen wird.
Ansonsten trifft man hier auf bekannte und neue Nebencharaktere, von denen mir viele wirklich gut gefallen haben, vor allem Hexe Mari und der schweigsame Commander sind tolle Charaktere, die man gerne begleitet.
Mein Fazit: Auch der zweite Band der Edelstein-Saga bringt spannende Unterhaltung, wenn es auch ein wenig dauert, bis es wirklich losgeht. Ein kleines bisschen Spice gibt es auch, wobei es sich nicht nur darum dreht, sondern auch eine Handlung gegeben wird. Es gibt hier ein bisschen von allem, Found Family, Intrigen, Kämpfe und einen miesen Cliffhanger. Wer Romantasy liebt, kann hier ruhig zugreifen.

Veröffentlicht am 26.04.2025

Kurzweilig und spannend

The Surf House
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Bei einem Modeljob in Marokko überkommt dem Model Bea der Wunsch, sich einfach eine Auszeit zu nehmen. Kurzerhand packt sie ihren Koffer und verlässt das Hotel. Bei einem Überfall kommt ihr Marnie zur ...

Bei einem Modeljob in Marokko überkommt dem Model Bea der Wunsch, sich einfach eine Auszeit zu nehmen. Kurzerhand packt sie ihren Koffer und verlässt das Hotel. Bei einem Überfall kommt ihr Marnie zur Hilfe und die Ereignisse überschlagen sich. Letztendlich landet Bea bei Marnie und ihrem Lebensgefährten Ped in deren Surf House in Mallah. Die Gegend direkt am Meer ist das reinste Paradies, doch als der Amerikaner Seth auftaucht, ändert sich wieder einiges. Denn Seth ist auf der Suche nach seiner Schwester Savannah, die seit einem Jahr verschwunden ist und die sich zuletzt im Surf House aufgehalten hat. Bea hilft Seth bei der Suche, doch auch wenn immer mehr zum Vorschein kommt, bemerkt Bea eines: sie weiß nicht mehr, wem sie noch vertrauen kann.
Lucy Clarke gehört schon seit vielen Jahren zu den Autorinnen, deren Bücher ich immer wieder gerne lese, da sie grundsätzlich gut unterhalten und spannend sind.
Auch in The Surf House überzeugt Lucy Clarke wieder mit ihrem leichten Schreibstil, der gut fesseln kann. Dabei geht sie dieses Mal ein wenig distanziert vor, der Leser bekommt also ein wenig Abstand zur gesamten Geschichte und wird hier eher der Beobachter.
Der Einstieg ist noch ein kleines bisschen zäh, nicht langweilig, aber bis auf ein bestimmtes Ereignis geschieht nicht allzu viel. Spätestens jedoch mit Eintreffen von Seth beginnt die Geschichte aber Fahrt aufzunehmen. Bea beginnt nach Savannah zu suchen und deckt nach und nach kleine Puzzleteile auf, die auch den Leser dazu animieren, mitzuraten.
Das Surf House und der kleine Ort Mallah werden vor dem inneren Auge lebendig und man bekommt beim Lesen ein wenig Sehnsucht nach dem Meer. Doch natürlich merkt man schnell, dass im Paradies nicht alles so gut ist, wie es scheint.
In erster Linie folgen wir Protagonistin Bea bei ihrer Suche, ab und an gibt es Rückblicke aus Savannahs Perspektive, hin und wieder in der Gegenwart aber auch den ein oder anderen Perspektivwechsel. Diese bringen dem Leser die Entscheidungen der Einzelnen immer näher und lassen das Geschehen nachvollziehbar werden.
Bea ist mir nicht immer ganz sympathisch, trotz ihres Modeljobs ist sie eher unsicher, weiß nicht so ganz, was sie vom Leben erwartet und lässt sich immer wieder viel zu schnell von etwas überzeugen. Doch im Laufe des Buches entwickelt sie sich deutlich weiter und am Ende habe ich sowohl mitfühlen können, als auch Verständnis für sie gehabt.
Die Nebencharaktere sind recht zahlreich, wir lernen Marnie und Ped kennen, deren Nachbarn Aiden und den ein oder anderen Feriengast und Camper und natürlich auch Savannahs Bruder. Jeder einzelne scheint doch irgendwie was zu verbergen zu haben und ich habe, genau wie Bea, mitgerätselt, wer wohinter steckt.
Mein Fazit: Insgesamt wieder ein sehr spannendes Buch aus der Feder von Autorin Lucy Clarke, das durchaus überzeugen kann. Hin und wieder stellt man Theorien über das Geschehen an und hat natürlich auch den ein oder anderen im Verdacht. Nach einem etwas schleppenden Einstiegs wird es auch wieder richtig spannend und man kann das Buch erst wieder zur Seite legen, wenn man es durchgelesen hat. Spannend, kurzweilig und einfach unterhaltsam.

Veröffentlicht am 12.04.2025

Wirklich stark erzählt

Ein ungezähmtes Tier
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Sophie und Arpad Braun leben gemeinsam mit ihren beiden Kindern in einem vornehmen Viertel in der Nähe von Genf. Nach außen ist das Leben des Paares nahezu perfekt, doch es gibt dunkle Geheimnisse. Diese ...

Sophie und Arpad Braun leben gemeinsam mit ihren beiden Kindern in einem vornehmen Viertel in der Nähe von Genf. Nach außen ist das Leben des Paares nahezu perfekt, doch es gibt dunkle Geheimnisse. Diese findet nämlich ausgerechnet Nachbar Greg heraus, der ebenfalls nach außen hin ein rechtschaffener Polizist ist, der aber heimlich Sophie hinterherspioniert. Doch was haben diese Paare mit einem Raubüberfall bei einem Juwelier zu tun?
Schon lange hatte ich mir vorgenommen, endlich mal einen Roman von Joel Dicker zu lesen, da ich viel Gutes darüber gehört hatte.
Der Schreibstil liest sich super flüssig und fesselnd und Dicker schafft es, auch alltägliche Situationen spannend zu schildern, in dem er diese z.B. durch einen heimlichen Beobachter erzählen lässt.
Der Roman mit leichten Krimielementen ist äußerst vielschichtig erzählt. Dicker wechselt dabei nicht nur die Zeiten, sondern auch immer wieder die Perspektiven. Dadurch entstehen einige lose Fäden und Eindrücke, die der Autor aber letzten Endes zu einem großen Gesamtbild zusammenfügt. Das er hier so gekonnt den Überblick behält, macht das Buch auf jeden Fall besonders.
Es geht hier um einen Raubüberfall, der aber immer nur kurz in Erwähnung kommt. Stattdessen dreht sich hier viel um die beiden Ehepaare Sophie und Arpad und Greg und Karine. Die Grundvoraussetzungen sind gleich, beide Paare sind verheiratet, haben zwei Kinder und leben im gleichen Viertel. Doch während Sophie und Arpad in einem luxuriösen Glashaus leben, bewohnen Greg und Karine die Warze, den Schandfleck des Villenviertels. Die einen sind Anwältin und Banker, die anderen sind Polizist und Verkäuferin.
Während Greg und Karine sich immer mehr voneinander entfernen, scheint es bei Arpad und Sophie alles eitel Sonnenschein. Doch dieses Buch handelt nicht nur von einem Raubüberfall, sondern auch vom schönen Schein und Sein, von falscher Bewunderung bis hin zu Neid und Eifersucht und falschem Handeln. Somit ist dieses Buch nicht nur ein Krimi sondern auch ein interessanter Gesellschaftsroman.
Die vier im Mittelpunkt stehenden Charaktere sind sehr vielschichtig und tatsächlich durch ihre Fehler, die sie machen, absolut glaubhaft und authentisch. Ich konnte die vier vor mir sehen und die Gedanken jedes einzelnen, so unterschiedlich sie auch sonst, sehr gut nachempfinden.
Mein Fazit: Ein sehr komplexes Buch, das durch die vielen Handlungsstränge nur so viel preisgibt, dass der Leser einfach immer weiterwissen möchte, was wirklich los ist. Stark erzählt, authentische Charaktere und eine Geschichte, die genau so stattgefunden haben kann, machen das Buch interessant. Mit Sicherheit nicht mein letzter Dicker.

Veröffentlicht am 08.04.2025

Willkommen in Neo Berlin

Shattered Bonds
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Neo Berlin im Jahre 2114 – nach dem der dritte Weltkrieg der welt große Veränderungen brachte, vor allem auch, was den digitalen Bereich betrifft, sind die Menschen gespalten. Die Regierung, aber auch ...

Neo Berlin im Jahre 2114 – nach dem der dritte Weltkrieg der welt große Veränderungen brachte, vor allem auch, was den digitalen Bereich betrifft, sind die Menschen gespalten. Die Regierung, aber auch die Reichen der Bevölkerung leben behütet unter einer großen Glaskuppel, der Rest von ihnen kämpfen täglich in den Außenbezirken um ein halbwegs normales Leben. Eine der Menschen unter der Kuppel ist die sechzehnjährige Ava, Tochter zweier angesehener Wissenschaftler. Doch Ava hat Fähigkeiten, die kein anderer zu besitzen scheint, denn sie kann sich frei im Cyberspace bewegen. Dabei trifft sie auf eine junge Frau namens Ice, die sie um Hilfe bittet. Dafür muss Ava jedoch die Kuppel verlassen. Ava macht sich auf die Suche nach Möglichkeiten und trifft dabei auf etwas, das sie selbst betrifft und alles für sie ändert. Sie verlässt mit Hilfe ihrer Freundin die Kuppel und trifft auf Zero, der in den Außenbereichen lebt und ihr eher zufällig zur Hilfe eilt. Bevor er sich versieht, befindet er sich mitten in einer Welt voller Intrigen und Gefahr und Ava und er müssen nicht nur vor der Regierung fliehen.
Das Cover passt wirklich ganz hervorragend zu der Geschichte, denn hier sieht man schon auf den ersten Blick die gespaltene Welt. Ich war auf jeden Fall sehr neugierig, zumal ich Dystopien grundsätzlich spannend finde.
Autorin Lisa-Katharina Hensels Debüt Shattered Bonds konnte mich recht schnell in seinen Bann ziehen, denn sie schreibt absolut flüssig und fesselnd. Als Leser wird man hier gleich in die fremde Welt geworfen und begleitet Protagonistin Ava in die Cyberwelt und trifft mit ihr auf Ice. Ab diesem Moment ahnt man, dass da noch so einiges mehr hinterstecken wird, denn Ice hält sich sehr geheimnisvoll. Kleinere Wendungen sorgen dafür, dass manweiterlesen möchte und gemeinsam mit der Protagonistin begibt man sich auf die Suche nach der Wahrheit. Gemeinsam mit Zero, den Ava eher zufällig begegnet, landet man dann auch in der Außenwelt. Hier sorgen einige actionreiche Szenen, aber auch diverse Gespräche dann für Tempo und den ein oder anderen Aha-Effekt.
Die Welt ist zwar zerstört und die Unterschiede zwischen dem Neo Berlin unter der Kuppel und der Außenwelt sind deutlich, aber ich hätte mir das ganze gerne noch ein kleines bisschen bildlicher gewünscht, um noch mehr abtauchen zu können. Doch auch hier spürte man, dass die Autorin mit Fortschreiten der Geschichte auch immer tiefer in ihre Welt blicken lässt. Was hinter den Geheimnissen und avas Vergangenheit steckt, ist eine ganz erschreckende Geschichte, die betroffen macht.
Erzählt wird das ganze durch einen neutralen Erzähler in der dritten Person, der aus wechselnden Perspektiven zwischen Ava und Zero die Geschichte erzählt.
Ava ist wirklich die absolut wohlbehütete Tochter, deren Leben unter der Kuppel extrem ge- und beschützt war. Dementsprechend naiv verhält sie sich auch und ist so manches Mal fassungslos, wenn sie erfährt, dass auch das Leben unter der Kuppel nicht nur eitel Sonnenschein ist. Als sie dann aber einem Geheimnis auf die Spur kommt, dass sie selbst betrifft, beginnt sie zu handeln, zwar auch ein wenig kopflos, doch sie bekommt Hilfe.
Zero ist genau das Gegenteil von Ava. Er wuchs in den Außenbezirken auf, kennt die Brutalität in dieser Welt und wie man dort überlebt. Um seinen Sorgen zu entfliehen, greift er selbst immer wieder zu der Droge Ice, die im Moment weit verbreitet ist. Er ist misstrauisch und auch sehr verschlossen, warum erfährt man aber im Laufe der Geschichte.
Die junge Ava beeindruckt ihn und lässt ihn nicht los, genauso wie auch die Anziehungskraft zwischen den beiden wächst.
Neben den beiden gibt es so einige Nebenfiguren, die mit in die Handlung eingreifen oder für wichtige Wendungen sorgen. Vor allem Skadi und Joris, mit denen Zero in einer WG lebt, sind zwei ganz besondere Charaktere, aber auch sonst haben mir die Figuren gut gefallen.
Mein Fazit: Ein insgesamt wirklich starkes Debüt, mit dem mich Autorin Lisa-Katharina Hensel wirklich überzeugen konnte. Eine starke Geschichte mit viel Hintergrund und auch Tempo und Spannung sind zu finden. Die beiden Protagonisten haben mir sehr gut gefallen und konnten mich überzeugen. Da es sich bei Shattered Bonds um den ersten Band einer Trilogie hält, bin ich schon gespannt auf die Fortsetzung. Schaut unbedingt mal rein.